PV plus Speicher plus Windkraft - wie angreifen

  • Hallo,


    ich betreibe seit März 2012 eine gut funktionierende PV-Anlage mit Überschußeinspeisung. Seit einiger Zeit versuche ich mir einen Überblick über Optimierungsmöglichkeiten zu verschaffen und bin sehr an einer Speichermethode interessiert. Ich bin aber zu dem Entschluss gekommen dass es momentan nicht sinnvoll zu sein scheint meine Anlage zu verändern und habe mir deshalb folgende Konstellation ausgedacht, weiß aber nicht, wie ich so ein Projekt planerisch angehen sollte:


    - Kleinwindrad (nach H-Darreius-Prinzip, ca. 1kWp) auf dem Gartenhaus
    - Speicherung in NiCd oder Blei-Gel im Gartenhaus (bestenfalls modular erweiterbar)
    - Verbrauch in der Reihenfolge PV - Speicher - Netz
    - wenn Speicher voll und Wind weht - Überschussentladung in Gewächshausheizung


    Hat jemand eine Idde wie ich mich der praktischen Umsetzung nähern kann? Hat jemand etwas ähnliches umgesetzt?

    8,64 kWp (36 Aleo S18 Polys)
    2 SMA SB 4000 TL
    25° Dachneigung
    Ausrichtung west-süd-west
    Inbetriebnahme März 2012
    6,4 mW in 2014 - zufriedenstellend

  • Was willst du damit erreichen udn wie willst du den Speicher ins Hausnetz einbinden?
    Wenn du nicht wirklich optimale Bedingungen hast, sind die kleinen Windräder fern ab von jeder Wirtschaftlichkeit, das macht der Speicher noch schlimmer - mein Vorschlag, vergiß es und investiere das Geld entweder in PV, wenn du noch Dachfläche hast oder in energiesparende Geräte, da bleibt am Ende wenigstens was im Geldbeutel über (wenn du nicht völlig planlos kaufst).

  • Im Grunde möchte ich so wenig Strom wie möglich aus dem Netz ziehen. Daher produzieren, speichern und bei Bedarf entnehmen. Bei der bestehenden PV-Anlage scheint mir das nicht sinnvoll zu sein (neue WR; im Haus ist wenig Platz für Zellen). Deshalb über Wind. Da kann ich die Anlage ja komplett neu Aufbauen und die Speicherkomponenten mit einplanen.


    Nur wenn dann der Speicher leer ist (also im Beispiel keine Sonne, kein Wind) soll Netzbezug stattfinden.

    8,64 kWp (36 Aleo S18 Polys)
    2 SMA SB 4000 TL
    25° Dachneigung
    Ausrichtung west-süd-west
    Inbetriebnahme März 2012
    6,4 mW in 2014 - zufriedenstellend

  • Hm, vielleicht solltest Du das eher anders angehen.
    Hast Du Dir mal eine Windkarte Deines Standorts besorgt oder Dir auf EBay an Anemometer geschossen?
    Du schreibst etwas von einer WSW-Ausrichtung der aktuellen Anlage, welcher Winkel ist es genau bei welcher Dachneigung?
    Gibt es ein äquivalentes ONO-Dach bei welcher Neigung/Verschattung/...?
    Würde Dein Netzbetreiber akzeptieren, dass Du eine Anlagenerweiterung ohne neuen Zähler/WR vor nimmst und die Erträge statistisch verteilen (Verhältnis vorzugsweise durch ext. Datenlogger ermittelt und nicht durch kWp)?
    Hast Du einmal penibel die Verbraucher, deren Bezugsleistungen und Laufzeiten ermittelt? Gibt es dort noch Optimierungspotential, das ERST gehoben werden sollte (Beleuchtung, Kühltechnik, *-Pumpen, ...)? Würde eine Mehrproduktion der PV-Anlage morgends den Eigenverbrauch (signifikant) erhöhen?
    Welche Verbraucher hast Du außerhalb des Sonnenscheins am Laufen und ließen diese sich u.U. direkt mit DC betreiben?


    Ciao


    Retrerni

  • Laut DWD liegen die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten hier bei 3,1 - 3,7 m/s. Vor Ort sollte man das vielleicht noch mal separat und individuell ermitteln.


    Ausrichtung ist +65°, Neigung 25°


    ONO ist die gleiche Dachfläche mit ebenfalls 25°. Verschattung wie WSW (teilverschattet).


    Zitat von Retrerni

    Würde Dein Netzbetreiber akzeptieren, dass Du eine Anlagenerweiterung ohne neuen Zähler/WR vor nimmst und die Erträge statistisch verteilen (Verhältnis vorzugsweise durch ext. Datenlogger ermittelt und nicht durch kWp)?


    Verstehe ich noch nicht so ganz. Anlagenerweiterung = weitere Module auf die bestehenden WR schalten?


    Bei den Verbrauchern geht nicht viel denke ich. Kühlschrank läuft immer, Dampfgarer, Kochfeld und Licht wenn Bedarf ist. Wasch- und Trockenzyklen sind nur noch bedingt optimierbar. Mehr gibt es hier eigentlich nicht. TV, Gartenpumpen usw. sind zu vernachlässigen. Der Kangoo Z.E. steht wegen Dienstwagen gerade bei Mobile drin (leider - ist nämlich der einzige mit Eigentumsbatterie :lol:).


    Einzig die Wärmepumpe könnte noch auf die PV gehen. Die hat aber einen eigenen Tarif. Ich hatte mal ein Angebot (zusammen mit der SMA SB Home Manager-Installation) vorliegen wie die WP trotz Sondertarif mit draufgeschaltet werden sollte. Alle anderen Elektriker haben bei der Frage aber die Segel gestirchen und abgewunken, weil der örtliche Versorger was dagegen hätte (wobei wir unseren WP-Strom nicht vom Örtlichen beziehen).


    Grüße

    8,64 kWp (36 Aleo S18 Polys)
    2 SMA SB 4000 TL
    25° Dachneigung
    Ausrichtung west-süd-west
    Inbetriebnahme März 2012
    6,4 mW in 2014 - zufriedenstellend

  • Zitat von 57seconds

    Verstehe ich noch nicht so ganz. Anlagenerweiterung = weitere Module auf die bestehenden WR schalten?


    Quasi. Mit einer Ausrichtung von 65°:-115° bei je 25°DN und einer Leistungsverteilung von 60,6%:39,4% könntest Du mit nur einem weiteren SB4000-21 die bisherige Anlage zu 3x12 umverstringen und je einen dieser Strings an einen WR hängen.
    Annahme für die bisherigen Module: http://www.photovoltaikforum.c…s=3&mode=display&id=58951 Wie ist deren aktuelle Verschaltung? Hoffentlich nicht 2x 2x9?
    Dann könntest Du auf der ONO-Seite z.B. 24x 235 W Module (5,64 kWp) verbauen mit je 1x8 und jeweils auf den zweiten MPP-Tracker des WR gehen. D.h. Du würdest Deine aktuelle Anlage um 65% vergrößern, würdest aber nur 50% mehr WR-Leistung spendieren, da an jedem WR 22% mehr Modulnennleistung als effektiver WR-Eingangsleistung hängen würden statt der aktuell 8% (ohne Ertragseinbußen bei STC-Bedingungen). Evtl. könntest Du hier als "neue Anlage" nur den einen, neuen WR mit den 5,64 kWp und "harter 70%-Regel" melden, dann sollte der VNB u.U. auch "glücklich" sein.
    Oder Du lässt die aktuelle WR-Anzahl und erhöhst die Unterdimensionerung bei je WR ca. 1,4 kWp zusätzlichen ONO-Modulen (natürlich auf eigenem Tracker).

    Zitat von 57seconds

    Bei den Verbrauchern geht nicht viel denke ich. Kühlschrank läuft immer, Dampfgarer, Kochfeld und Licht wenn Bedarf ist. Wasch- und Trockenzyklen sind nur noch bedingt optimierbar. Mehr gibt es hier eigentlich nicht. TV, Gartenpumpen usw. sind zu vernachlässigen. Der Kangoo Z.E. steht wegen Dienstwagen gerade bei Mobile drin (leider - ist nämlich der einzige mit Eigentumsbatterie :lol:).


    Ja, nur sind das auch schon sparsame Geräte?

    Zitat von 57seconds

    Einzig die Wärmepumpe könnte noch auf die PV gehen. Die hat aber einen eigenen Tarif. Ich hatte mal ein Angebot (zusammen mit der SMA SB Home Manager-Installation) vorliegen wie die WP trotz Sondertarif mit draufgeschaltet werden sollte. Alle anderen Elektriker haben bei der Frage aber die Segel gestirchen und abgewunken, weil der örtliche Versorger was dagegen hätte (wobei wir unseren WP-Strom nicht vom Örtlichen beziehen).


    Das müsste man neu Rechnen, auch mit o.g. Anlagenerweiterung...


    Ciao


    Retrerni

  • Hallo,zum Kleinwindrad kann ich nur sagen ist nur für den Spass,ich betreibe seit ca.8Jahren ein Kleinwindrad(1,2KW),der Ertrag;ein 240W Modul bringt im Jahr die 4fache Strommenge,obwohl der Drehpunkt(13m)über den Gebäuden liegt.Da ist es sinnvoller sich noch ein paar Module an den Zaun zu nageln oder auf einen Holzhaufen.PV plus Speicher macht nur Sinn wenn es sich um einen preiswerten Bleiakku handelt.Hab für einen 85Kwh Bleiakku 8TE bezahlt plus 12TE für WR und Zubehör.Das ganze kann auch wesentlich kleiner dimensioniert werden.Gruss Bernd

  • Zitat von bernd2013

    Hallo,zum Kleinwindrad kann ich nur sagen ist nur für den Spass,ich betreibe seit ca.8Jahren ein Kleinwindrad(1,2KW),der Ertrag;ein 240W Modul bringt im Jahr die 4fache Strommenge,obwohl der Drehpunkt(13m)über den Gebäuden liegt.Da ist es sinnvoller sich noch ein paar Module an den Zaun zu nageln oder auf einen Holzhaufen.PV plus Speicher macht nur Sinn wenn es sich um einen preiswerten Bleiakku handelt.Hab für einen 85Kwh Bleiakku 8TE bezahlt plus 12TE für WR und Zubehör.Das ganze kann auch wesentlich kleiner dimensioniert werden.Gruss Bernd


    Das kommt eben immer ein bisschen drauf an. Wenn man einen guten Standort hat, dann kannn das schon durchaus Sinn machen.
    Ich möchte auch gerne einen Speicher nachrüsten, das´kommt aber erst in 2017 in Frage aus finanziellen Gründen, vielleicht hat sich dann noch etwas auf dem Speichermarkt getan.
    Betreibe eine knapp 10KWP PV und seit August eine 6.5 KW WIndkraftanlage auf 24 Metern. Natürlich, der Point of Return ist sehr weit hinten, aber es ist schön im Winter wenn die Module beschneit sind, Strom zu produzieren und das im eigenen Garten.


    Bernd, hast du deine Windanlage am Speicher mit dran? Mich würde mal interessieren, Wie ein Sunny Island das verkraftet mit dem ständigten hin und her von Laden nach Entladen, da ich beobachtet habe, dass bei mäßig Wind, wie heute zum Beispiel, die Anlage schnell mal auf 5 KW hoch geht, aber auch auf 200 Watt wieder runter fällt. Das ist mal ganz spannend ob die Energie in den kurzen Spitzen wirklich aufnehmen kann oder ob er dafür zu träge ist.


    Wo hast du einen 85 KWH Akku für das schmale Geld her??

  • Hattest Du an so was gedacht (siehe Bild unten)?
    Die Erzeugung ist bei rund 1KW max. Leistung leider zu oft im Bereich von wenigen 100W oder drunter, bei Kosten von 3-6T€ ist das ein Groschengrab.
    Hinzu kommen oft mechanische Probleme, die hohe Reparaturkosten oder den Totalverlust bedeuten.
    Ich würde das Thema beerdigen, auch wenn es für dich sinnvoll erscheinen mag.


    Wir wohnen selbst in sehr exponierten Lage (Westwindzone, Hanglage, Kilometerweit frei und unverbaubar gen Westen) aber die Kosten sind einfach zu hoch. Abgesehen davon, dass sowas im Wohngebiet genehmigungspflichtig ist ... ich habe keine Kenntnisse, ob folgendes ein Schwarzbau ist. :roll:




    Ich würde daher auch zu einer ONO Erweiterung raten.
    Auf -115 Grad bei DN25 sind gute Erträge zu erwarten und du erhöhst damit Deinen DV Anteil am Morgen.


    Wie hoch ist überhaupt der Jahresstromverbrauch für HH und WP?


    HH-Großgeräte sollten nach Möglichkeit A++ oder gleich A+++ haben.
    Alte Geräte mit Energielabel A klingen auf dem Papier gut, sind es aber in der Realität nicht.
    Moderne A+++ Geräte verbrauchen bis zu 50% weniger, im Vergleich zu alten Energielabel A Geräten.
    Leider ist diese Labeleritis nur völlig undurchsichtig und uneinheitlich.


    Welche Anschlussleistung hat die WP? 1-phasig oder 3-phasig?
    Was kostet WP Strom HT/NT und was zahlt ihr für HH Strom?

    Bilder

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW


    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

  • Ein Powerball :-))


    Naja das sind Anlagen die haben einen Generator von 500 Watt in der Spitze, in den meisten Fällen wird da nicht mehr als 50 - 100 Watt erzeugt. Das lohnt in der Tat nicht zumal da für Steuerung oder Wechselrichter ja auch noch Energie aufgebracht wird, also da sollte es schon ein System sein, was mal ein paar KW liefern kann.


    Ob das ein Schwarzbau ist oder nicht, ist schwer zu sagen. Wenn sich kein Nachbar beschwert, ob aus Neid, oder psychischer Beeinträchtigungen, dann kann so ein Teil auch mitten im Ort stehen ohne Genehmigung. Wenn alles korrekt ist - bloß innerorts kommt ja dann noch weniger an, gerade bei solch einem Teil.


    Bei 3 - 6 Tausend Euro pro KW bist du schon gut dabei. Ich finde auch, da sollte es normalerweise eine ähnliche Förderung geben wie es einst mal bei den PV Anlagen war. Da wurden auch 57 cent pro KW/H bezahlt, das würde das ganze schon mal wieder wirtschaftlicher machen. Aber ist nun mal leider nicht...