SMA SWR 1500 fiept nur noch. [gelöst, Fehlerspeicher voll]

  • Hallo zusammen.Ich benötige mal eure Hilfe/Rat.
    Unser Wechselrichter von SMA (SWR 1500 von August 1999) fiept seit grade eben nur noch und steht auf Störung.Er machte in den 15 Jahren nie Probleme und lief immer gut.Habe mal versucht durch trennen und wieder anklemmen der DC Leitung den WR zu resetten doch ohne Erfolg.Bei SMA erreicht man heute niemanden.Die Störungslampe leuchtet kontinuierlich und fiepen tut er.Der Fehler scheint seit der Inbetriebnahme heutemorgen zu bestehen,da unser SunnyBoyControl für den heutigen Tag 0Watt an Ertrag anzeigt.
    Nun zu meinen Fragen:
    1.Gibt es irgendetwas das ich selber kontrollieren/austauschen kann um den Fehler zu beheben?
    2.Welcher Fehler/Defekt könnte hier vorliegen?
    3.Wenn der Fehler /Defekt nicht selbst zu beheben ist,lohnt ein Austauschgerät von SMA oder ein Neukauf?
    4.Wenn Neukauf welchen sollte oder würdet Ihr nehmen für einen String mit 15X Kyocera KC-120-2 =1,8kw.


    Ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben !!
    Harald

  • Da der Austausch meines Wissens nach 600€ netto kostet, dürfte ein neuer WR die bessere Wahl sein.


    Wie ist denn der Status der Module, halten die nach dem Austausch nun, was sie versprechen?
    Was waren die jährlichen Erträge (in kWh/kWp) vor und nach dem Tausch, wenn man fragen darf?


    Dann sind es jetzt also praktisch neue Module, die alle erst seit 2011 laufen? Falls da noch alte dabei sind, sollte man vor der Auswahl eines neuen WR sicherheitshalber die Spannung messen...


    Edit: Laut Nennwerten geht die MPP-Spannung runter bis auf 253V, und max. Leerlaufspannung ist 323V, da würde ein günstiger Stecagrid 1800 passen.


    Edit 2: Kam mir doch gleich komisch vor dass die Spannungen so nah beisammen liegen, aber die Temp-Koeffizienten fehlen... also händisch überschlagen mit -0,4%/K:
    untere MPP-Spannungsgrenze 211V, max. Leerlaufspannung 371V. Der Stecagrid 1800 passt also trotzdem.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Hallo Weidemann und danke für die Antwort.
    Zu den Modulen.Mit den neuen KC120-2 bin ich auch nicht sehr glücklich.Davon ausgehend,das die Module 1,8Kw haben sollten(ich weiß das das so gut wie nie erreicht wird und der Wechselrichter bei 1,65kw zu macht) diese aber unter günstigsten Bedingungen auf 1,35 Kw bei fast reiner Südausrichtung kommen.Im Jahresmittel lieg ich dann meistens bei 1400 kWh.
    Zum WR:Da die EEG Förderung noch bis Ende 2020 läuft und der alte Sma wohl nicht die ganzen neuen Forderungen (Blindleistung ?) erfüllt,frage ich mich/euch ob ein kpl.neuer WR hier angesagt wäre.
    Nach Ende der EEG Förderung würde ich eh gerne auf eine größere Anlage umschwenken.


    Harald

  • Wie von Weidemann schon gesagt,
    der Steca 1800 ist ein perfekter Ersatz hierfür.


    SWR1500, SWR2000 und SWR2500 lassen sich in den allermeisten
    Fällen durch die 1800er und 2300er Stecas austauschen.


    Vorteil liegt auf der Hand, der Steca kostet neu inkl. 7 Jahres Garantie nur etwa 650 Euro netto.
    (beispielsweise selfsolar.de oder photovoltaik4all.de oder jeuleco)
    Dafür lohnt eine Reparatur in keinem Fall. Höherer Wirkungsgrad und Ethernet umsonst machen
    die Entscheidung für (oder besser gehen) die alten SMA Schüsseln wirklich leicht.


    es grüßt der
    skyrace

  • Hallo skyrace
    Da mein Solateur schon seit Jahren nicht mehr existiert werde ich mir für den Steca dann einen Elektriker suchen müssen.Muß ich den Austausch dem EVU mitteilen ?Viele Fragen ich weiß aber bis auf den Austausch der kpl. Module in 2011 (hab ich in Eigenregie selber gemacht) war ja bis jetzt alles wartungsfrei.


    Harald

  • Dem VNB würde ichs nicht mitteilen, solang sich das Verhalten am Netz nicht wesentlich ändert, was es in diesem Fall ja nicht tut. (Aber es kann schon sein, dass es einige VNB gerne hätten ;-) ).


    Aber ein anderer Gedanke: Bei dem armseligen Ertrag, und wenn du eh erweitern willst, solltest du dir überlegen, die Kyoceras runterzunehmen (evtl. als Insel weiterverwenden oder an andere mit diesen Modulen zu verkaufen, die erweitern/ersetzen wollen) und durch eine Neuanlage zu ersetzen. Dann würden 1,8kW der neuen Anlage bis 2020 noch die alte Vergütung bekommen (anschließend nichtsmehr, also gleich so planen dass man diese Module extra in den Keller führt (später für andere Zwecke verwenden...) und der WR auch mit dem Rest alleine klarkommt), und der Rest würde die heutige Vergütung bekommen.


    Wenn man von eigentlich erreichbaren 1000kWh/kWp ausgeht, verschenkst du durch die lediglich 780kWh mit den Kyocera Geld.
    Weiteres Geld verlierst du, wenn du dir jetzt den (später zu kleinen) Steca 1800 kaufst, denn dann brauchst du ja in 6 Jahren für die neue Anlage schon wieder einen neuen WR...


    Wenn man die Kyocera-Anlage also abschreibt und nur die Neuanlage anschaut, dann gilt für die Module welche die 1,8kWp ersetzen: 6 Jahre mal 50 Cent sind mehr Einnahmen, als 21 Jahre mal 12,5 Cent, und wer weiß obs 2020 noch ein EEG gibt ;-)
    Der Nachteil an der Sache ist allerdings, dass du die Anlage erst 2020 auf Eigenverbrauch umstellen kannst (weil das mit dem ursprünglichen EEG nicht geht), aber das wärs mir persönlich wert.


    Wenn dir diese Möglichkeit gefällt, solltest du dir aber sicherheitshalber schriftlich vom VNB geben lassen, dass anteilig für 1,8kWp der neuen Anlage die alte Vergütung weiterläuft (weil du diese wegen Defekt ersetzen willst und im gleichen Zug auch eine Neuanlage bauen willst).

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Hallo Weidemann
    Wenn das mit den restlichen Jahren so klappen würde wäre das ne feine Sache.Viel größer kann die neue Anlage allerdings nicht werden da unser Dach nur ca. 10m breit ist und die Kyocera die gesamte Breite einnehmen.Platziere ich ne Reihe drunter würde der Anstellwinkel flacher da das Dach ab dort einen Knick hat.Nur gut das der WR jetzt im Januar (Nachbars Giebel wirft stundenlang Schatten ) den Geist aufgegeben hat.So bleibt etwas mehr Zeit zum planen.Kennt hier in meiner Umgebung (41238 Mönchengladbach)jemand nen vernünftigen Solateur der sich die Sache mal ansehen könnte?


    Harald

  • Allerdings wenn der Steca nen besseren Wirkungsgrad hätte,könnte ja auch der Ertrag steigen.Vieleicht war ja der WR die "Bremse" im System.

  • Naja, der SWR1500 hat auch schon einen ordentlichen Wirkungsgrad, da kannst du mit dem Steca maximal wenige Prozent mehr rausholen.
    Der Schatten vom Nachbardach spielt natürlich auch eine Rolle.


    Die begrenzte Größe und der Knick machen die Sache natürlich nicht einfacher. Wenn du magst, miss mal die genauen Dachmaße mit Position des Knicks und die beiden Dachneigungen aus, dann könnte man planen (da würd ich vorher noch keine Solarteur bemühen). Und stell ein Foto von weiter weg ein, damit man die Schattenquellen in der Umgebung sieht.


    Auch wenn du die Anlage jetzt erstmal so lässt, solltest du vorher das Dach umplanen, und dann gleich einen etwas größeren WR nehmen, den du in 6 Jahren auch mit den neuen Modulen betreiben kannst. Denn ein Gerät für 4kWp kostet kaum mehr, als eins für 2kWp.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Morgen ruf ich bei sma an und klär die Sache.Zum Steca:Was meint Ihr mit Ethernet beim 1800er ?Wäre es nicht denkbar jetzt den 2300er Steca zu nehmen und dann in sechs Jahren die Kyoceras vom Dach und dafür dann neue mit ca. 2,5KW drauf?


    Harald