anlagenplanung.... halbinsel in EFH

  • hallo Alle,
    dies ist schon der dritte planungsanlauf. die bisher geplanten projekte waren nicht eeg-konform...
    so sehr mich ein rückwärtsdrehender stromzähler auch freuen würde, aber leider kommt netzeinspeisung fuer mich nciht in frage.
    ich habe hier ein EFH, ein 60 grad geneigtes satteldach , ausrichtung nach ost-süd-ost, auch jetzt im winter keine verschattung.
    ca 10m breit und 6 m hoch... nur unterbrochen von einer gaube mit 2 fenstern und ein kamin.... also nutzbare fläche >>35 qm , ausserdem hätte cih noch 2 unverschattete flachdächer, zusammen ca. 35qm
    unser stromverbauch ist noch nicht abschätzbar, da das Haus gerade bezogen wurde und bisher warmwasser elektrisch....
    jetzt WW über fernwärme. allerdings haben wir diverse Starkstromverbruacher wie Herd, Waschmaschine(400V) und Trockner(400V). im moment 4 personen.
    die PV-anlage soll ohne anmeldung betrieben werden, dh netzparallele einspeisung kommt leider nicht in Frage...
    ausserdem ist der primäre zweck der Anlage eine Notstromversorgung zu ermöglichen um zumindest die tiefkühltruhe (A++ 180kWh / Jahr) in Betrieb zu halten.


    nun möchte ich ein paar (die genaue anlagengrösse zu wissen ist mir erstmal nicht so wichtig) kWp module aufs dach setzen lassen und dann den strom durch versorgungsschacht oder ungenutzten Kamin in den keller bringen, in die nähe unseres sicherungskasten. dort wiederum ein paar (die genaue anlagengrösse zu wissen ist mir erstmal nicht so wichtig) solar-batterien (blei-säure) damit laden und gleichzeitig einen wechselrichter betreiben.... der wechselrichter versorgt dann über extra gelegte leitungen ein paar steckdosen und beleuchtungen im keller, an die zb tiefkühltruhe(n) und gelgentlcih auch mal ein elektrowerkzeug angeschlossen werden.
    der wechselrichter muss natürlcih stark genug ausgelegt werden um diverse Anlaufströme von TK u.a. zu vertragen.
    sollte im winter die solarstrom-ernte nicht mehr fuer den betrieb der TK ausreichen, wird sie einfach wieder an die steckdose vom hausnetz angeschlossen.
    ebenso könnte ich vom elektriker ein paar der Hausleitungen, Etagenversorgung, einzelne badezimmer , diverse LED-decken-beleuchtungen oder fuer versorgung der spülmaschine (2,4kW) vom hausnetz trennen und an den wechselrichter anschliessen lassen. (sofern das im winter funktioniert)....


    eine alternative wäre auch einer dieser neuartigen Hybrid-wechselrichter, mit integriertem ladegerät, die automatisch bei zu niedriger 24(?)V eingangsversorgung (batterien leer) strom aus dem hausnetz aufschalten... dann bräuchte ich gar nichts umstecken, es sollten nur keine verbraucher an die hybrid-versorgten steckdosen angeschlossen werden, die den WR überlasten....
    die frage ist im moment allerdings ncoh welches gerät..... angeboten und versprochen wird da ja eine menge, das die geräte wirklcih gut funktionieren , habe ich hier im forum noch nicht gelesen


    jedenfalls:
    wäre das dann noch EEG konform bzw einspeisefrei? (insbesondere mit Hybrid-wechselricher?)


    -gibt es fuer den betrieb der bleiakkus im keller bestimmte vorschriften?
    -muss ich die Batterien und damit wechselrichter möglicherweise in einem aussenkeller installieren?
    habe ich da irgendwelche technischen schwierigkeiten übersehen?

    die investition sollte fuer den anfang so 1500-5000 euro betragen.,


    kostenkalkulation ca
    3000 euro für 3kWp inkl installation und kabel.
    ca. 1000 euro für den Hybrid-wechselrichter
    ca 1000 euro fuer 12V 1000Ah.


    oder wenn ohne Hybrid:
    1000 euro fuer 1kWp Solar
    200 euro fuer 200Ah 12V batterie
    und 350 füer den wechselrichter 3-4kWmax


    zur mindestanlagengrösse:
    Tiefkühltruhe: Herstellerangabe: 180 kWh/jahr, sind ca 0,5 kWh /tag.
    winterertrag (oktober-april) von 1kWp PV ca 50kWh/monat im mittel also >1kWh/tag
    Nutzbare Speicherkapazität der Batterien(50%) =1kWh also 48 stunden totalausfall von PV (schnee) überbrückbar.
    dann müsste ich umsteckern.
    also wäre ich -auch bei der Lösung ohne Hybrid-wechselrichter- inklusive Verluste durch Leitung, Wandlung und Speicherung bei 1-2 kWp PV in der Lage die TK ganzjährig zu betreiben, solange der speicher gross genug ist....



    was haltet ihr davon
    vielen dank fuer die antworten.

    100Wp 12V insel-System auf Wohnmobil
    2,3kWp 48V 250Ah PIP4048 1phasig Insel-Hausanlage

  • hat denn schon jemand so einen hybrid mit speicher in betrieb ?
    zb einen effekta ax ?

    100Wp 12V insel-System auf Wohnmobil
    2,3kWp 48V 250Ah PIP4048 1phasig Insel-Hausanlage

  • Hallo kilroy,


    willlkommen.


    Effekta AX = PIP, nur teurer


    Habe im Prinzip bei vergleichbarer Situation letztes Jahr eine solche Insel gebaut (glücklicherweise vor neuem EEG), wobei ich nicht auf 400V angewiesen bin. Das wird die Sache sehr verteuern. ferner lasse ich die Kochplatten am Netz, diese Spitzenlasten bedienen zu können, steigert das nötige Invest deutlich. Am einfachsten ist es, die ständigen Lasten zu bedienen und wenn die Sonne scheint zu waschen, spülen, staubsauegen etc...


    Dank dem Herrn Gabriel wirst Du auch mit einer Insel formal unter EEG landen, solange diese aber kleiner 10 kWp ist wirst Du dafür aber nicht bluten (finanziell) müssen.


    Um dein Heim im Sommer energieautark aus Sonne zu haben müsstest Du sicher mindestens 8.000 Euro investieren, wobei Du dann immernoch einphasig fährst.
    Mit 5.000 Euro ist es eher eine reine USV für den Notfall, aber auch eher nur einphasig.


    12V als Batteriespannung wird nix Gutes, zu hohe Ströme. 24V sollten es mindestens sein, besser gleich 48V. Die Räume für die Batterie sind entweder gut zu belüften oder aber die Batterie an sich ist irgendwie zu kapseln und zu belüften. Oder man nimmt Gel, wofür man deutliches Aufgeld bezahlen muss.


    Ich würde mal vorschlagen (auf Basis meiner gut laufenden Insel):


    2x PIP 4048MS WR und Solarlader 1.500 Euro
    5 kWp PV mit Kabeln und UK 5.000 Euro
    48V 500 Ah Blei-Säure Akku (flüssig, neu) 2.600 Euro
    Netzumschaltung automatisch allpolig 150 Euro
    neue Unterverteilung 230V im Eigenbau 300 Euro


    Summe 9.550 Euro


    Das wäre eine einphasige Lösung mit 8 kW Dauerleistung, ein PIP mehr und Du könntest es auch dreiphasig machen (3x4 kW), wobei die PIP im Dreiphasenverbund noch keine positiven Erfahrungswerte vorweisen können, soweit ich weiß.
    Bei der Batterie kannst Du leicht die Hälfte sparen, wenn es eine gute gebrauchte gibt. Ich habe eine GEL-Batterie, aber da wären rund 1.400 Euro mehr fällig (neu).
    Je größer die PV desto kleiner kann der Akku.


    Obiges geht deutlich weiter als Deine Idee, aber dafür bietet es eine überschaubare Amortisationszeit von rund 10 Jahren (entsprechenden Verbrauch vorausgesetzt).
    Liegt Dein Verbrauch deutlich unter 5.000 kWh/Jahr, wäre das obige System ggf. etwas überdimensioniert. Ansonsten müsste es von März bis Oktober einigermaßen reichen, wenn nicht, schaltet die Netzumschaltung (oder auch die PIP falls entsprechend ans Netz angeschlossen) unmerklich um.


    Und nun: Feuer frei. Zellschaden wird Dir sicherlich einen Vorschlag auf Basis dreier Studer WR machen, das läuft bei ihm sehr gut und dreiphasig.

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 9,9 kWp Südost-Nordwest an Fronius Symo (Friends and Family)

    2019: 7 kWp Süd an Fronius Symo (geplant)

  • Zitat von kilroy93

    hallo Alle,
    dies ist schon der dritte planungsanlauf. die bisher geplanten projekte waren nicht eeg-konform...
    so sehr mich ein rückwärtsdrehender stromzähler auch freuen würde, aber leider kommt netzeinspeisung fuer mich nciht in frage.


    Warum denn keine Einspeisung?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo
    Das in kleiner könnte auch was für mich sein.
    Gehe ich richtig in der Annahme das die Anlage nicht angemeldet ist?


    Also sind die effekta ax zu teuer?
    Habe ich richtig gerechnet das du ein 24kwh Akku hast :shock:
    Grüße Sonnenfan

  • Die Anlage ist einigermaßen skalierbar, aber ein hoher Autarkiegrad ist notwendig um eine gescheite Amortisation zu haben.


    Der Themenstarter (TS) hat den Thread allerdings im falschen BEreich gestartet, dieser sollte im Bereich "PV-Inselanlagen" laufen. Ggf. kann der TS das ja mal mit dem Admin klären.


    Anmeldung einer nicht netzparallelen Insel erst seit 1.8.2014 notwendig.


    Effekta AX ggf. nicht zu teuer, aber teurer. Dafür schon fertig importiert, verzollt, Garantie?, Service?.
    Aber sicher teurer als das Original von mppsolar aus Taiwan (manufactured in China).


    24kWh brutto, also bei 50% DOD 12 kWh netto. Ist für ein EFH nicht überdimensioniert, die Frau will auch schon noch mal Abends waschen und den Geschirrspüler laufen lassen. Und wenn es am nächsten Tag trüb ist, kann auch das schon mal knapp werden.


    Habe gerade was im Netz gefunden:
    http://www.renesola.com/gmde-4…id-storage-inverter-1776/


    Noch zu teuer, aber 3-Phasig 9 kW...mit Batterieanbindung...das klingt gut

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2 (Eigenanlage)

    2015: 500W an AeConversion 500-90 (Friends and Family)

    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo (Friends and Family)
    2019: 9,15 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel (Eigenanlage)

    2019: 9,9 kWp Südost-Nordwest an Fronius Symo (Friends and Family)

    2019: 7 kWp Süd an Fronius Symo (geplant)

  • Hallo
    Also alles wo ein Speicher zwischen ist auch wenn es nur zwei solarbatterien sind ist genau genommen nicht netzparallel?
    Weil einige habe es ja so und kann mir auch nicht vorstellen das es nachteilig für das nett ist.


    Anmelden heißt aber nicht dann aufwendig an den zählerkasten und mit Steuererklärung oder?
    Deine wechselrichtermarke ist pip?
    Grüße Sonnenfan

  • hallo doppeldecker1678.
    vielen dank fuer die ausführliche antwort.
    ein paar unklarheiten hab ich noch:
    haben die PIPs wechselrichter nicht eine automatische netzumschaltung mit drin? der effekta hat das doch laut beschreibung..?
    warum hast du die nochmal extra?
    muss so eine insel tatsächlich auch angemeldet werden?
    aber keine "eigenverbruachssteuer oder gewerbeanmeldung ja?


    im prinzip hätte ich auch nix gegen 5kWp PV und 12kW dreiphasig leistung, allerdings reicht mit sowieso der einphasige betrieb aus, die dreiphasigen verbraucher lasse ich am netz. damit wird unser stromverbruach evt nicht hoch genug sein um hier ausreichend eigenverbrauch für eine schnelle ammortisation zu haben.... (zumal haus mehrere monate im jahr leer.) daher eher 2-3 kWp PV und 1 wechselrichter , der dann diverses speist... kleine dauerverbruacher, Kühltruhe , spülmaschine (0,7 kwh/spülgang an fernwärme ww anschluss) ein bisschen LED-licht und ein paar steckdosen... hauptsächlich soll jedoch meine PV anlage den notstrombetrieb der tiefkühltruhe ermöglichen und den strom, der im nicht-not-betrieb erzeugt wird ins hausnetz einspeisen....


    nochmal zur netzumschaltung.
    wenn ich die beschreibung des effekta richtig verstanden habe, schaltet der bei überlastung oder zu geringer eingangsspannung aus batterie/solar automatisch um auf netzstrom, der dann in das von ihm versorgte teilnetz geht? ..
    netzstromeinleitung ins teilnetz ist dann auch mit ein paar mehr Ampere als die eigentlcihe wandlerleistung... laut beschreibung zb 25 A.. bzw 16, wenn cih den an einer mit 16A abgesiherten leitung habe... und währenddessen laden die PVmodule die batterien wieder auf über eingebauten mppt lader...
    hab cih das so richtig verstanden?


    wenn ich dann also genug einphasige verbaucher an den wechselrichter anklemmen lasse, so dass ich mehr strom verbrauche als durch PV erzeugt wird, dann habe ich ja recht einfach 100% eigenverbrauch und eine gute ammortisation :)
    sofern ich auch mehr als 1 kWp installiere.... im sommer kann ich dann ja den einen oder anderen verbaucher mehr an eine PV-versorgte steckdose im haus einstecken :)...
    da wir gerade ein wenig sanieren, ist es kein problem die eine oder andere steckdose mit eigener leitung bis zum verteilerkasten klemmen zu lassen.....


    bin fuer jeden tipp dankbar,
    ich habe hier einen dachdecker und einen elektriker vor ort, die bauen mir das alles gerne nach meinen wünschen zuruecht, ich möchte nun im grunde nur noch das material zusammenshoppen, falls unterstützung von einem solarteuer wirklich notwendig ist, hole cih mir natürlcih auch einen dazu.


    vielen dank fuer die antwort....

    100Wp 12V insel-System auf Wohnmobil
    2,3kWp 48V 250Ah PIP4048 1phasig Insel-Hausanlage

  • Zitat von kilroy93


    ich habe hier ein EFH, .................................................................. allerdings haben wir diverse Starkstromverbruacher wie Herd, Waschmaschine(400V) und Trockner(400V). im moment 4 personen.


    :shock: Da stimmt was nicht :!:
    Waschmaschinen und Trockner für Drehstrom hab ich noch nie in einem Einfamilienhaushalt gesehen. Sowas gibts eigentlich nur in größeren Wäschereien o.ä.
    Auch der normale Elektroherd braucht nicht unbedingt Drehstrom. Man kann jeden haushaltsüblichen E-Herd auch auf einer Phase anschließen, ausreichenden Kabelquerschnitt und entsprechende Absicherung vorausgesetzt.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • admin: falls ich hier im falschen unterforum gepostet habe, sorry, bitte verschieben.
    smoker59 : ja, ich habe es ja extra deshalb dazugeschrieben. von miele gibts auch diverse geräte mit drehstrom. nennt sich dann "miele professionell" und ich kann diese geräte nur empfehlen, auch wenn fuer die installation der elektriker extra einen anschluss legen musste... ebenso wie ich mir gerade 2 mal 5x 2,5 in die küche habe legen lassen fuer herd und induktion :)
    sollte dann der eine oder andere draht sich wegen unterlastung langweilen , ist mir das nur recht :)

    100Wp 12V insel-System auf Wohnmobil
    2,3kWp 48V 250Ah PIP4048 1phasig Insel-Hausanlage