Ein Strommarkt für die Energiewende - Grünbuch

  • Klaus Töpfer appeliert an die EE-Branche:


    „Ich habe noch keine Stellungnahme der Erneuerbaren-Energien-Branche zum Grünbuch gesehen. Wenn Sie sich nicht melden, können Sie sich nicht beschweren, dass andere entscheiden.“
    http://www.photovoltaikforum.c…nde-friedenspolitik-2692/


    Das Grünbuch kann man hier einsehen:
    http://www.bmwi.de/BMWi/Redakt…2,sprache=de,rwb=true.pdf


    Ich sehe in dem Grünbuch keinen Lösungsansatz, wie das Verramschen der quasi grenzkostenfreien EE an der grenzkostenorientierten Strombörse beendet werden soll. Der Abbau von Überkapazitäten wird erwähnt, jedoch reicht das m.E. allein nicht aus, um die Preise zu stabilisieren.

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6

  • Es gibt dafür halt auch keinen Lösungsansatz.


    Die Grenzkosten von Wind und PV sind halt nun mal Null. Damit muss man nun halt mal leben.


    War bei Wasserkraft und bei Kernenergie vorher im Grunde genauso. Deshalb wurde ja auch nur die Grundlast damit abgedeckt und nicht losgelöst von jedem Bedarf, zugebaut.


    Und je mehr an EE zugebaut wird, desto schlimmer wird es.

  • Zitat von TheRisingSun


    ... An der (gemäßigten) gegensätzlichen Ausrichtung des Produktionstandortes Deutschland zum dezentralen Ansatz der EE-Wandler wird sich immer wieder eine Kontroverse entwickeln (http://www.bdi.eu/Fakten-und-A…_Fakten-und-Argumente.htm). Herrn Fell möchte man fragen, wie er an Stelle der Entscheider in industriellen Sachzwängen abwägen würde, welche Übergangszeiträume er für angebracht hält (Internalisierung der Schadenskosten konventioneller Energieträger), um die quellenerschöpfende Energiebranche in eine regenerative Energieversorgung umzuwenden und das obwohl seine Sicht zur Energieversorgung für ein zukünftiges Deutschland in Europa durchwegs menschenfreundlich erscheint _ solange keine unvorhergesehenen Ereignisse die EE-Wandler vor der Sonneneinstrahlung abschirmen?


    mFG und Dank


    ( Natürlich wäre es auch interessant, welche Organisationsform und Hierarchiestaffelung bei direkter Demokratie er sich vorstellen könnte? )

  • wschmeiser


    Der Bedarf an Zubau ist nach wie vor hoch und derzeit viel zu langsam.
    Bzgl. Vermarktung: die EE werden am Spotmarkt billigst verkauft und dafür über eine hohe Umlage finanziert. Dass da nichts geändert werden kann bezweifle ich. ZB die hohen Kosten für Altanlagen in einen Fonds auslagern. Warum alle Investitionskosten auf den Strompreis abwälzen?

    4,08kwp Solarworld ::: Piko3.6

  • Verbrauch regeln und gut is, ist das wirklich so schwer zu verstehen?

    5,5kWp Az-105° Ost & 7,5kWp Az75° West DN40° an 12.0 TL3 Kaco online seit Sep2013

  • Es gibt eine relativ einfache Lösung für den Strommarkt mit z.B. 100% aber auch im Mischmasch EE und konventionelle.
    Der Markt bleibt genauso wie er heute ist.
    Der Grundbedarf / Grundlast wird normal mit EE abgedeckt und der Strompreis ist somit nahe null + Umlage für Zubau.
    Die Umlage muß ja nur für neu zu installierende Anlagen gezahlt werden und ist damit ab einem gewissen Punkt extrem niedrig (da der Zubau weniger wird weil bereits ein Sockel EE existiert und die Anlagen teilweise auch 40 Jahre laufen werden und weil der Zubau eh immer billiger wird mit der Lernkurve und wegen reuse. Z.B. eine alte 3MW WKA durch eine neue zu ersetzen ist extrem billig weil Fundament, Stromanschluß usw alles vorhanden ist).
    Dann wird es mehr demand side pricing geben (smartgrid) d.h. es wird mehr über Nachfrage geregelt.
    Die Lücken werden wie gehabt mit konventionellen befüttert.
    Ist auch schon alles durchsimuliert und funct prima. Und vor allem, es wird SEHR viel billiger sein als heute.

  • Zitat von Henning_PV


    ...
    eine alte 3MW WKA durch eine neue zu ersetzen ist extrem billig weil Fundament, Stromanschluß usw alles vorhanden ist
    ...


    ... allerdings auch einer Alterung unterworfen ist und daher scheint die heutige und nächste PV-Generation und WKA-Generation (momentan) an einem optimalen Infrastrukturausbaugrad angelangt? Die übernächsten Reinvestitionen mit Infrastrukturerhalt könnten schon wieder etwas teurer werden, verglichen mit heutigem Repowering _ aufgrund der Lernkurve wird dann vermutlich aber auch verbesserte Technik angeboten werden können?


    Diese Austarierung der Diversivikationen fordert die Beteiligung am Grünbuch den EE-Branchen ab und das ist für NichtSpezialisten ohne umfangreiches, statistisches Hintergrundwissen nur schwer zu leisten ...