Laderegler mit hoher Leerlaufspannung überfordert?

  • Grüß Euch hier im Forum
    Bin neu hier und bitte deshalb schon mal um Nachsicht für Handhabungsfehler


    Zu meiner Anlage:
    Module:
    Yingli YL250P, Leerlaufspannung 38,4V, Spannung bei Pmax 30,4V, Kurzschlussstrom 8,79A, Strom bei Pmax 8,24A.
    Jeweils 3 Module in Reihe, 2 Strings, einer Richtung Süden, einer Richtung Osten. Gesamt aktuell Wp 1500.


    Laderegler:
    Name möchte ich derzeit nicht nennen, Gründe siehe unten.
    Mppt Regler, Max. Eingangsspannung 150 Volt, Max. Leistung bei 24 Volt 1600 Watt.


    Akkus:
    Insg. 24 Trojan Säureakkus a 6Volt, 225AH. 4 Stück in Reihe = 24V, davon 3 Blöcke = 675Ah


    Wechselrichter (China):
    1 x 600W Dauerleistung, ohne Netzumschaltung für Heizung, Solarthermie, Treppenhauslicht u. Kleinverbraucher
    1 x 2000W Dauerleistung, mit Netzumschaltung für Wohnung (ohne E-Herd)


    Eigenbau:
    Automatische Umschaltung von Akkubetrieb auf Netzbetrieb (u. zurück) durch extra Spannungswertrelais bei ca. 23,9 Volt.
    Umschaltung per Hand über Aktivierung Zeitrelais möglich. Vorzeitiger Reset möglich.
    Akkuladung nicht automatisch bei Netzbetrieb, nur per Hand über Aktivierung Zeitrelais.


    Jetzt mein Problem:
    Der Laderegler ist defekt (lt. Techniker die Mpp-Regelung). Ich erhalte auf Garantie einen neuen Regler.
    Aber: Lt. Techniker ist bei meiner Anlage die Leerlaufspannung im Verhältnis zur Akkuspannung zu hoch.
    Dadurch überlastet der Mpp-Regler.
    (Genau kann ich das nicht wiedergeben da ich kein Elektriker oder Elektroniker bin.)
    Der neue Regler könnte in Kürze ebenso defekt werden.
    Er empfiehlt mir nur noch 2 Module in Reihe zu schalten, dafür 3 Strings.
    Ist es möglich, daß bei meiner Anlage der Regler überlastet wird, oder ist das vom Techniker .......?
    Ich komme auf eine Leerlaufspannung von weniger als 120Volt. Da sollte auch für kalte Temp. noch ausreichend Raum sein um unter dem Erlaubten von 150Volt zu bleiben.
    Außerdem war es wärend des bisherigen Betriebes (Sommer) nicht so kalt, daß die Temp. eine Rolle spielt.


    Wegen der Solarthermie bin ich mit der Montage der PV-Module sehr eingeschränkt. Eine Lageänderung würde extrem viel Arbeit verursachen und auch evtl. Verschattungsprobleme ergeben.
    Einfach nur neu verdrahten und Süd und Ost Modul in Reihe schalten geht ja gar nicht.
    Zudem habe ich gerade die Erweiterung (1 weiterer Südstring u. 1 Weststring) auf dem Dach montiert. Kabel fehlen noch.
    Zum Verständis: Mein Dach, Richtung Süden ist durch eine Gaube in 2 gleiche Hälften geteilt.
    Auf jeder Dachhälfte je ein String Richtung Süden, auf dem Dach der Gaube ein String Richtung Osten einer Richtung Westen.


    Die Fa. hat mir angeboten ich könne gegen Aufpreis einen OutBack Flexmax 80 erwerben.
    Aber, Aussage Techniker:
    Auch mit dem Regler könnte ich das gleiche Problem bekommen. 120Volt Leerlauf bei 24 Volt Akku geht eben nicht.


    Lt. Daten kann der OutBack meine Anlage so wie sie ist verarbeiten (aber lt. Daten konnte der alte Regler das ja auch).
    Oder muß ich auch hier mit einem, mir nicht ersichtlichen Problem rechnen?
    Schließlich brauche ich für die Erweiterung einen 2ten Regler. Da möche ich schon sicher gehen.


    Danke schon Mal im Voraus für Eure Antworten


    Schraubermeistro

    13 kwp gesamt, ost, süd, west, nord, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Zitat

    Gesamt aktuell Wp 1500.


    Zitat

    Mppt Regler, Max. Eingangsspannung 150 Volt, Max. Leistung bei 24 Volt 1600 Watt.


    Soen kwatsch, wenn das so angegeben ist dann muß das teil das auch bringen,so wat.


    Interessant wäre aber das Angebot mit dem Flexmax,der ist wohl qualitativ die
    bessere Wahl .Wenn der Aufpreis fair ist würd ich darauf sofort eingehen.
    Damit passiert dir das jedenfalls nicht.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Generell auch bei Outback Ladereglern die nicht so empfindlich sind wenns um VOC geht , empfehle ich weniger VOC anzustreben , wenn es finanziell im Rahmen bleibt im Verhaeltniss zu Kabelquerschnitt und Modulkonfiguration ......


    Ich kenne einige MPPT Laderegler der Extraklasse , die hats meist im Fruehjahr bei kalten Temperaturen und Sonne zerbroeselt


    Deine Module machen laut Forumsdatenbank

    Zitat

    Spannung bei -10°C: 46.20 V

    also ca 140 VOC bei minus 10 Grad und 1500 Watt Modulen ..... das wuerde ich aendern in 2 er Paerchen anstatt 3 in Reihe ..... wieviel Aufpreisfuer den Outback mit 80 A den hab ich seit Jahren und da sind 2400 Watt drann


    Gruss

  • Und was hattest du bisher für einen Laderegler?
    Meist steht die Abhängigkeit der Max.-Spannung zur Akkuspannung etwas versteckt im manual

  • Zitat von Schraubermeistro

    Auch mit dem Regler könnte ich das gleiche Problem bekommen. 120Volt Leerlauf bei 24 Volt Akku geht eben nicht.


    Ich würde eine solche Verschaltung zwar nicht machen, weil der Regler dann einen schlechten Wirkungsgrad hat. Aber aushalten müsste er es, wenn aus der Anleitung nichts anderes hervorgeht.


    Problem wird eher sein, dass die zulässige Leerlaufspannung sehr optimistisch angegeben wurde und die Regler tatsächlich oft weniger aushalten. Falls der "Morgenstern" gemeint ist, wäre das ja kein unbekanntes Problem. Aber im Datenblatt des "Morgensterns" sind sogar Wirkungsgradkurven für 98 Vmp bei 24 V und 12 V Batteriespannung angegeben. Er ist für einen solchen Betrieb also offensichtlich durchaus gedacht.

  • solange "..die fa. / Techniker.." noch in Gewährleistung / garantie / schadenersatz stecken, solltest du deren Trial+error verfahren ( auf deren kosten ) nicht auf dich ziehen bzw dich nicht deiner rechtlichen Position berauben ( Erweiterungen sind allfalls weiterer werk-vertrag; kann alten nicht beschränken ).

  • Grüß Euch,


    Danke für die bisherigen Antworten.


    Der neue Regler, OutBack Flexmax80 ist eingetroffen.
    Der Aufpreis war nach etwas Verhandeln akzeptabel.


    Nun zum "alten" Regler. Es handelte sich um einen von Westech, iTracer IT6415ND.
    Bevor einige das Gerät mit "Chinateil" abwerten:
    Habe vor wenigen Minuten den Flexmax angeschlossen.
    Bei den Anschlussklemmen könnten sich die von Outback ein Beispiel nehmen beim iTracer.
    Da sind die Anschlüsse sauber isoliert, kein blankes Metall, alles vom Feinsten.
    Wäre da nicht mein Problem mit der Mppt Spannung, wäre das ein hervorragender Regler zu einem günstigen Preis.
    Die Techniker (freundlich) sitzen in Planegg bei München. Auch ein Vorteil.


    Habe nun auf sinuswandler.com nochmal die Daten des iTracer nachgelesen.
    Hier ist jetzt eine Begrenzung der Mppt Spannung angegeben, bei 24 Volt nur noch 115Volt Mppt.
    Diesen Hinweis habe ich aber nur auf dieser Seite gefunden.
    Beim Hersteller/Importeurs direkt findet sich (noch) kein Hinweis,
    Bei diversen Internethändlern, in der Betriebsanleitung (auch in einer aktuell heruntergeladenen), es gibt keinerlei Hinweise auf die niedrige Mppt Spannung. Auch keine versteckten.
    Hier wird immer nur von 150 V Leerlaufspannung gesprochen.
    Auch im Diagramm der Betriebsanleitung ist nur ersichtlich, dass der Wirkungsgrad mit zunehmender PV-Spannung sinkt.
    Also, wer beabsichtigt den Laderegler zu kaufen. Auf Mpp-Spannung achten. Ansonsten i.O..


    Zum Flexmax80:
    Lt. Anleitung: Der Flexmax verträgt 145 Volt Eingangsspannung, dann schaltet er ab.
    Bei über 150Volt wird er beschädigt.
    Dann steht geschrieben "a Voc greater than 125 Voc is not recommended"
    125 Volt werden mit 3 Modulen in Reihe im Winter leicht erreicht.
    (meine Module haben lt. Datenblatt bei -10° 42,8Voc x 3 = ca. 129Voc)
    Zur Mppt Spannung habe ich in der Englischen Anleitung bisher nichts gefunden.
    In der deutschen Übersetzung der Anleitung vom Flexmax 60 steht "Der MX wird
    wesentlich wärmer, wenn der Mpp höher als 114V liegt, Diese Spannung ist die maximale
    Mpp-Spannung eines Solargenerators mit einer Leerlaufspannung von 140V. Wenn die Mpp-
    Spannung größer ist und der Ausgangsstrom (in die Batterie) 60 oder 70A erreicht, kann der
    MX60 zu warm werden und abschalten."
    Der Flexmax scheint also eine höhere Mpp Spannung auszuhalten.


    Ich bin das Risiko aber nicht eingegangen und habe meine Module neu verkabelt.
    Nur noch 2 Module in Reihe. Jetzt bleibt mir aktuell ein Modul von der Ost- u. eines von der Westseite übrig. Die zwei Module wo anders unterzubringen geht nur mit hohem Aufwand. Das schaffe ich vor dem Winter nicht mehr.
    Oder soll ich die beiden parallel schalten und mit einem einfachen PWM Regler auf die Batt. legen? Ob sich der Flexmax u. ein PWM Regler vertragen?
    Auf jeden Fall habe ich bis Frühjahr genug Zeit den Flexmax zu beobachten.



    Danke an Alle u. bis bald.


    Gruß Schraubermeistro

    13 kwp gesamt, ost, süd, west, nord, auch süd senkrecht, Akkus 24V ca. 1000Ah. Solarthermie mit 20m³ Speicher + WW WP. Kleine LW WP. Steuerung mit UVR16x2.

  • Hi, schade das hier keiner mehr geantwortet hat,
    Hast du deine Probleme in den Griff bekommen?


    Grüße

    6,55kWp CanadianSolar an SolarMax S-Serie
    21 Module Chaori mit div. Akkus

    9,8kWp versch. Hersteller an SolarEdge