Solarstrasse in Holland

  • man schaue sich nur mal die Verschattung auf dem Foto an, autsch.
    Mal ganz davon ab das ich keine Lust hätte mit meinem Fahrrad auf einer Glasoberfläche zu fahren (zumindest keiner mir bekannten Glasoberfläche mit ein bischen Wasser oder Schnee drauf - auch autsch)

  • Da wird die Reinigung der Glasflächen den Ertrag auffressen.


    Für Strassen und Wege halte ich Platen die bei Druck Energie erzeugen wesentlich besser, da dies auch bei Schatten und bei Nacht funktionieren würde.


    Django

  • Und wer oder was meinst Du muss die Druck-Energie aufbringen und wie schätzt Du da das Verhältnis
    von aufgewendeter Energie und Ertrag ein ?
    Leider genauso Käse....
    lg,
    Philip

  • Schön, dass die so schnell ein Pilotprojekt realisieren :D !


    Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass es nicht praktikabel ist, wird eine Menge Wissen dabei herauskommen.


    Zitat

    Hinter dem ehrgeizigen Projekt stecken Partner, die sich mit Straßenbau auskennen: Die niederländische Industrieforschungsorganisation TNO, die Provinz Nord-Holland, der niederländische Straßenbau-Spezialist Ooms Civiel und das Verkehrs- und Infrastrukturunternehmen Imtech.


    Da stehen also keine "Spinner" dahinter, sondern Firmen die die Anforderungen und Probleme kennen.


    Zitat

    “Wir rechnen damit, dass unsere Module auf der Straße 30 Prozent weniger Strom erzeugen als auf dem Dach”, sagt de Wit....
    Laut einer Machbarkeitsstudie rechnen die Holländer damit, dass die begehbaren Solarpanele darum nach spätestens 20 Jahren so viel Strom erzeugt haben, dass sie ihre Herstellungskosten wieder einspielen. Sobald die Module in Massenproduktion gefertigt werden, sollen es sogar weniger als 15 Jahre sein. Es wären die ersten Straßen, die nicht Milliarden an Steuergeldern verschlingen – sondern ihre Baukosten selbst wieder erwirtschaften.


    Wäre interessant zu wissen, auf welcher Einspeisevergütung diese Rechnung basiert? Netmetering bringt bei Solarstraßen wohl keinen Vorteil (weil der Strom für die Straßenbeleuchtung billig ist), und hier wird ein Bonus auf den üblichen Strompreis i.H.v. 7-14 Cent/kWh genannt.


    Mal überschlagen: 2,5x3,5 Meter x 140Wp/m² macht 1,2 kWp pro Element. PVGIS minus 30% ergibt 550 kWh/kWp, also erzeugt das Element über 20 Jahre 13 MWh, das wären bei 10 Cent/kWh 1300 Euro. Also muss das Element in der Herstellung wirklich sehr, sehr billig sein, um die Kosten auch nur ansatzweise wieder einzuspielen (allein die 1cm dicke Glasplatte dürfte einiges kosten ;-) ).
    Ein gleich großes Stück konventioneller Radweg kostet 720 Euro (Betonverbundpflaster) bzw. 400 Euro (Asphalt auf freier Strecke).


    Hier noch interessante Infos direkt vom Konsortium:
    http://www.solaroad.nl/en/faq/


    Sagenhaft ist das Ziel, diese Elemente "bald" als wettbewerbsfähigen Straßenbelag auf dem freien Markt verkaufen zu können :D

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von Weidemann


    Da stehen also keine "Spinner" dahinter, sondern Firmen die die Anforderungen und Probleme kennen.


    da eine Wirtschaftlichkeit bei diesem Projekt so absolut außerhalb jeder Betrachtung liegt,
    kann es sich nur um das Abgreifen von Fördermitteln handeln


    gerade deswegen, weil die Beteiligten "die die Anforderungen und Probleme kennen" müssen


    ich vermute stark, daß das Zeug nach kurzer Zeit wieder rausgerissen wird
    nämlich wenn die Ersten Benutzer kräftig auf die Fresse gefallen sind

  • Zitat von jodl

    da eine Wirtschaftlichkeit bei diesem Projekt so absolut außerhalb jeder Betrachtung liegt,
    kann es sich nur um das Abgreifen von Fördermitteln handeln


    gerade deswegen, weil die Beteiligten "die die Anforderungen und Probleme kennen" müssen


    Damit hast du sicher Recht, aber was ist das Problem dabei? Genau dafür gibt es Forschungs-Förderung. Ohne die hätten wir heute noch keine PV-Module auf den Dächern, sondern nur auf Satelliten (um nur eins von unzähligen Beispielen zu nennen) ;-)
    Auch bei PV lag die Wirtschaftlichkeit damals außerhalb jeder Betrachtung...

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von jodl

    da eine Wirtschaftlichkeit bei diesem Projekt so absolut außerhalb jeder Betrachtung liegt,
    kann es sich nur um das Abgreifen von Fördermitteln handeln


    Klar wie Asphalt. So wie das Betreiben der meisten Anlagen in DE.

  • Zitat von Soli-Sola


    Klar wie Asphalt. So wie das Betreiben der meisten Anlagen in DE.


    Eben nicht
    die "meisten Anlagen in DE" amortisieren sich dank der kostendeckenden Einspeisevergütung in absehbarer Zeit
    das ist hier nicht der Fall
    hier wird etwas offensichtlich unsinniges teuer bezahlt