Isolationsfehler und fliegende FIs

  • Isolationsgrenzwert
    Welchen Isolationsgrenzwert darf ich (gesetzlich) einstellen lassen: Powerone 12.5 und 10.0 TL.
    Was ist machbar auch im Sinne der Garantie?


    Problem: Jede Menge Risofehler bei Regen (obwohl Module alle i.O.) und alle 6 Monate fliegt der FI.

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom

    Einmal editiert, zuletzt von Petistrom ()

  • Isolationsfehler kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen. Wurde denn schon mal der Ableitstrom gleichspannungsseitig gemessen?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ich betreibe FIRST SOLAR FS275 Generatorfelder mit Powerone PVI 10.0 TL und PVI 12.5 TL.
    Bei 3 Generatorfeldern fliegen bei starkem Regen die FIs. Bei einigen Feldern gehen die WRs auf RIso-Fehler.
    Die fliegenden FIs (alle 6 Monate) sind leider auch bei strahlendem Sonnenschein zum Beginn eines Tages aktiv (fängt erst gar nicht an und der FI fliegt schon beim Aufwachen raus).
    Meine Frage:
    Die WRs laufen noch alle mit der Grundeinstellung aus dem Herstellungsjahr 2010.
    Bringt eine Veränderung des Grenzwiderstandes in den Wechselrichtern eine Besserung?
    Welchen Iso-Grenzwert (in kOhm) kann ich einstellen lassen, ohne die Garantie zu verlieren.
    Welcher Grenzwert (in kOhm) ist bei aktuellen Powerone WRs bzw. ABB-WRs eingestellt?
    Die SMA Menschen äußern sich ja jedenfalls zu dem Thema wesentlich deutlicher, aber gilt das auch für die Powerone WRs?.
    :danke:

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom

  • Zitat von Petistrom

    Isolationsgrenzwert
    Welchen Isolationsgrenzwert darf ich (gesetzlich) einstellen lassen: Powerone 12.5 und 10.0 TL.
    Was ist machbar auch im Sinne der Garantie?


    Nunja, vielleicht verrätst Du uns die Anzahl der Module pro Gerät. Geht man von max. 188 Modulen aus, dürfte hier ein Wert von 266 kOhm eingestellt werden (bei weniger Modulen wäre der Wert dann höher; gemäß der DIN EN 61646 bzw DIN IEC 61215 von 40 MOhm*m2).
    Kannst Du aber auch selbst berechnen: (40 MOhm / (1,2 m * 0,6 m)) / Modulanzahl.

    Zitat von Petistrom

    Problem: Jede Menge Risofehler bei Regen (obwohl Module alle i.O.) und alle 6 Monate fliegt der FI.


    Was ist das für ein FI und was hat er dort überhaupt verloren?
    Was für ein Kabel wurde denn verwendet?


    Ciao


    Retrerni

  • Hallo Retrerni,
    kann ich keinen pauschalen Wert einstellen lassen?
    Nach der genauen Rechnung müßte ich dann jedem WR einen speziellen Grenzwert verpassen?
    Ich habe WRs mit 114,119, 120, 133, 147, 154 168, 182, 192, 193 203 und 210 Modulen FS 275.
    Sollen die alle speziell eingestellt werden?

    Die FIs sind lt. meinem Elektriker Pflicht: Brandschutz 300 mA pro WR .

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom

  • Klar kannst Du pauschal 500 kOhm einstellen, das wäre immerhin eine Halbierung gegenüber dem wohl aktuell eingestellten 1000 kOhm. Die 265 kOhm für die 210 Module solltest Du auch nur dort verwenden (schon aus Sicherheitsgründen).
    Nur wer packt 15,75 kWp auf einen WR, der max. 12,8 kW akzeptiert? Das wäre eine heftige, 19%ige Unterdimensionierung für gute Ausrichtungen...
    Ja, ein FI ist in einer Anlage mit trafolosen PVs nötig, nur ist der im WR integriert. Dann gibt's da noch ein paar Sonderfälle, wo tatsächlich ein zweiter (im Sicherungskasten) gefordert ist. Leider wird da oft Schmu betrieben. Eine regelmäßige Auslösung eines 300 mA FI stimmt aber schon arg bedenklich. Entweder wurde dieser schon beschädigt oder hier liegt auch noch ein Installationsfehler vor... Denn bei 300 mA müsste auch der PVI zuschlagen, wenn sie denn real da sind.


    Ciao


    Retrerni


    Ciao


    Retrerni

  • Die Ausrichtung mit der höchsten Anzahl Modulen (210) ist nicht perfekt: 4-5 Grad Neigung bei Westausrichtung und einigen großen Bäumen im Umfeld. Im Solarlog kann ich keine waagerechte Linie (Abschneiden bei 12,8 kWp) im Sommer erkennen.


    Wir werden das mit dem pauschalten Iso-Wert erst einmal kurzfristig einstellen.


    Mein Elektriker (er ist auch Feuerwehrmann) hat mir gestern noch einmal versichert, dass da unbedingt FIs eingebaut sein müssen: Die WR hängen an einer Steinwand in einer Halle; in 10 m Höhe. Die Kabel Richtung Hausanschluss führen aus der 10m Höhe nach unten durch den Boden nach draußen zum Zählerschrank. Er argumentiert mit dem gängigen Mäuseargument.
    Das Argument dem dem bereits integriertem FI habe ich auch vorgebracht. Hat er nicht aufgegriffen: "habe bisher bei allen Anlagen FIs eingebaut" so der Elektriker.
    Gibt es ein gängiges zulässiges Bauteil, welchen den FI einfach eleminiert (Pseudo-FI statt FI)?

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom

  • Powerone gibt Zustimmung für Einstellung des Iso-Grenzwerters auf 600 kOhm!
    Software geht zum "Powerone-autorisierten Elektriker". Dann kann es losgehen.

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom

  • das problem der fliegenden Fi Schalter ist damit nicht beseitgt.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Wie kann ich denn den fliegenden FIs auf die Schliche kommen?
    ....Bei 3 Generatorfeldern fliegen bei starkem Regen die FIs. Bei einigen Feldern gehen die WRs auf RIso-Fehler.
    Die fliegenden FIs (alle 6 Monate) sind leider auch bei strahlendem Sonnenschein zum Beginn eines Tages aktiv (fängt erst gar nicht an und der FI fliegt schon beim Aufwachen raus...
    Aber wieso fliegen die FIs (in der Regel auch nur einer) auch ohne das eine einzige kWh geflossen ist (bei Sonnenschein)? Solarlog zeigt keinen einzigen Tageswert an!
    Ist Morgentau ursächlich?
    Welche Rolle spielt der Widerstand bei morgentlichen nassen Modulen (FIRST SOLAR FS275)?
    Geht doch auch in den Ableitstrom ein.

    Grüße aus dem Norden
    Petistrom