Wie wichtig ist der Standby-/Eigenverbrauch beim WR?

  • Da hier immer so viel auf dem Standbyverbrauch eines WR herum geritten wird will ich doch mal prüfen in wie weit das wirklich relevant ist.
    Denn eigentlich laufen doch unsere WR so gut wie nie im Standby. Oder?
    Also interessiert doch mehr der Wirkungsgrad bei einer bestimmten Leistung.


    Deshalb habe ich heute erstmal als Referenz einen Victron Multiplus 12 1600 70 diesbezüglich ausgemessen.
    Die nächsten tage ist dann beim PIP dran.
    Sind zwar nicht direkt zu vergleichen, aber mehr Geräte habe ich nicht da.


    Gleichspannung habe ich mit dem BMV gemessen genau wie Gleichstrom
    Habe noch mit einer Stromzange verglichen welche etwas höhere Werte lieferte.
    Eigentlich müßte ich deren Werte ja angeben da ich beim PIP auch nur die Zange habe.
    Aber erstmal die Werte BMV.
    AC-Leistung einmal mit einem 10€-Energiemeßgerät und als Vergleich ein Oszi Fluke 225C mit Stromzange im Leistungsmodus.
    Die Werte waren anfangs fast gleich.
    Allerdings wurden ab 900W-Last die Spitzen der Sinusspannung abgeschnitten. Ab da lieferte der Oszi höhere Werte.
    Also nehme ich auch diese erstmal.
    Alles vorteilhaft für den Victron, trotzdem habe ich die versprochenen 93% nie erreicht 8)

  • Der Stby meines Kombi-WR ist mit rund 7 W vernachlässigbar. Interessanter ist seine Geschichte: Anlässlich der Solarmobilweltmeisterschaft 1993 in Australien, wurde der Top Class 1000L in Lizenz gefertigt und diente in unserem ersten Camper zur Speisung der mobilen Satellitenstation, Fax und weiteren Geräten.
    Seither leistet der WR in weiteren Womos gute Dienste und ist mittlerweile über 20 jährig.
    Wenn ich ihn ferneinschalte, zieht er als erstes den Kompressorkühli an und speist parallel auch die Nespressomaschine mit getaktetem 1,4 kW Erhitzer. Sein max. Wirkungsgrad liegt mit 91% bei 500 Watt.
    Wird das Womo im Autocamp angesteckt, ladet der WR/Charger die 12 V Batteriebank mit max. 500 W.
    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von Murray


    Alles vorteilhaft für den Victron, trotzdem habe ich die versprochenen 93% nie erreicht 8)


    Irgendwas stimmt da nicht Murray. Normal wird der Wirkungsgrad beim Messen gegen Nennleistung immer höher und sollte bei Nennleistung am höchsten sein. Ich vermute da Probleme beim Messen bzw zu große Messtoleranzen


    Bezüglich wie wichtig Standby ist .. Frage des Einsatzes .. bei mir z.B ist es sehr wichtig da der PI in meiner Abwesenheit immer in Standby(0.7W) geht und nur dann anspringt wenn der Kühlschrank anläuft.. ansonsten ist der Verbrauch genau so gut wie nicht messbar.. somit kann kann man den Tiefentadungsschutz auch bei recht kleinen Batterien recht einfach und Sinnvoll über den AC out

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Zitat von pezibaer


    Irgendwas stimmt da nicht Murray. Normal wird der Wirkungsgrad beim Messen gegen Nennleistung immer höher und sollte bei Nennleistung am höchsten sein.


    Und wer behauptet das?
    Bzw. wo gibt es entsprechende Kurven die das belegen?
    Ich konnte das nie so recht glauben.
    Übrigens müßte dann einstein auch falsch gemessen haben.


    Der einzige Meßfehler welcher mir einfällt ist der Spannungsabfall vom BMV zum WR. Das sind 2x 80cm 50mm² Cu.
    Könnte man ja noch reinrechnen.


    Bei meinem alten WR konnte ich Standby nie nutzen da eine Gefriertruhe mit Elektronik dran hängt.

  • Zitat von pezibaer


    Irgendwas stimmt da nicht Murray. Normal wird der Wirkungsgrad beim Messen gegen Nennleistung immer höher und sollte bei Nennleistung am höchsten sein. Ich vermute da Probleme beim Messen bzw zu große Messtoleranzen


    Nein Petzi,Murrays Messungen stimmen so,also zumindest der Verlauf der Kurve.Insgesammt scheint mir der Wirkungsgrad um 1-2% Punkte zu niedrig.Bei Trafowandlern ist das üblich das Gerät so abzustimmen,daß der maximale Wirkungsgrad bei 50-75% der Nennleistung erreicht wird.Das Problem liegt daran,daß der/die Trafo(s) zu knapp bemessen werden,dem auch die Victron unterliegt.Weiterhin ist die interne Verkabelung ,die Auslegung der primären Speicherdrossel (wenn vorhanden) zu gering (Studer,Berel) so das hier bei Nennlast deutlich Spannung abfällt und Erwärmung dieser Komponenten auftritt.


    viele Grüße
    Leon M.

    Wechselrichter: DIY 4kW Sinustrafowandler + 3kW Victron Umbau
    DIY Sinuswandler mit PC Konfiguration und Log-Funktion: RS1512
    Batterie: 200 NiCd Zellen a 375Ah zu 10p20s
    Solarmodule: 24V/4,5 kWp
    Akkumonitor: D.I.Y.

  • hmm...Das ist mir neu weil seit jeher hier gesagt wird das der Cos Phi bei Nennleistung am höchsten ist.
    Wie auch das der Victron hier schon bei 1/4 der Nennleistung den Höchsten Wirkungsgrad erreicht.


    Zitat von Murray

    Und wer behauptet das?
    Bzw. wo gibt es entsprechende Kurven die das belegen?
    Ich konnte das nie so recht glauben.


    dem Letzten Satz entnehme ich das du das aber auch so gehört und gelesen haben mußt, weil sonst hättest ja nix was du nicht glauben konntest :) :mrgreen:

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  • Waren das rein ohmsche Verbraucher? Wenn nicht: auch Blindströme verursachen Verluste, was den zu schlechten Wirkungsgrad erklären könnte.

  • Na hier im Forum hab ich das gelesen :roll:
    War wohl aber meist nur eine Ausrede wegen des schlechten Wirkungsgrades bei niedriger Leistung :wink:


    Naja mit dem Leistungsfaktor (cos phi) hat das weniger zu tun.


    Achja, die Last war ein spezielles Schaltnetzteil an einer elektronischen Last und dazu dann noch ein Lötkolben 300W.
    Über 100W hatte ich aber ein Leistungsfaktor über 0,95


    Stimmt, hätte mal vergleichen können zwischen 300W Lötkolben und 300W über das SNT.


    Hatte übrigens letztens auch mal ein Test gemacht mit Blindleistung an dem WR. Wollte mal sehen inwieweit das Auswirkungen hat (Wandlerverluste etc.). Meßtechnisch war da nichts nachweisbar.


    Also so schlecht finde ich den Wirkungsgrad für einen Trafo-WR gar nicht

  • Zitat von Murray


    Also so schlecht finde ich den Wirkungsgrad für einen Trafo-WR gar nicht


    Eh nicht .. Wollt ich damit auch nicht sagen.. Dann test mal weiter .. hab mein PI grad nicht in reichweite sonst könnt ich mitmachen

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