WISO Bericht über brennende LiOn Stromspeicher

  • Da bin ich aber etwas froh, "nur" eine gewöhnliche PB-Nassbatterie im Keller zu haben. Die Lithium-Batt. hat ja nicht einmal die Feuerwehr löschen können! Was, wenn es bei "Abwesenheit" passiert, möchte mir das nicht vorstellen.
    Stromdachs

  • Hallo ndorphin, @ all,


    ja das Thema wurde hier


    http://www.photovoltaikforum.c…lar-im-oestl--t98141.html


    in meinem Thread ausführlich behandelt.


    Zu Euer aller Kenntnis: Ich bin stolzer Besitzer eines solchen SIA-Speichers, welcher nun doch offensichtlich in Filderstadt gebrannt hatte. Aber wie in meinem Thread schon beschrieben hatten nicht die Akkus gebrannt, sondern die Elektronik darüber. Guckst Du hier:


    Wie ersichtlich sind die drei Speicherbänke im unteren Teil des Speicherschrankes relativ unversehrt und in keinem Fall explodiert wie es im KIT Karlsruhe passiert ist. "Lediglich" die Steuereinheit


    darüber ist komplett abgefackelt. Daraus schließe ich aus persönlicher Erfahrung, dass es wohl zu einem Kurzschluss an den Anschlüssen gekommen war welcher den Brand auslöste.


    Diesbezüglich hatte ich mich natürlich auch mit Herrn Andonovic (welcher im TV-Beitrag auch zu Wort kommt) "kurzgeschlossen" (mal wieder ein Wortspiel mit ernstem Hintergrund). Herr Andonovic ging, wie im TV-Beitrag auch, offen mit der Problematik um und bestätigte mir, dass es an einem Fehler bei den Anschlüssen lag. Also eher menschliches als technisches Versagen.


    In meinem oben beschriebenen Thread lässt sich auch eine ausführlichere Stellungnahme des Herrn Gutsch vom KIT Karlsruhe zur Thematik nachlesen.


    Wie im Beitrag auch zu sehen ist, wurde von Seiten der Firma SIA sofort reagiert und die Sicherheitseinrichtungen deutlich nachgerüstet. Der Sicherheitsstandard ist zumindest bei SIA heute deutlich über dem der Checkliste des KIT Karlsruhe.

    Zitat von stromdachs

    Da bin ich aber etwas froh, "nur" eine gewöhnliche PB-Nassbatterie im Keller zu haben. Die Lithium-Batt. hat ja nicht einmal die Feuerwehr löschen können! Was, wenn es bei "Abwesenheit" passiert, möchte mir das nicht vorstellen.
    Stromdachs


    Na ich weiß nicht so recht. Ich habe während meiner Lehrzeit zum Kfz.-Mechaniker auch schon die Eine oder Andere Autobatterie mit PB und Säure-Wasser-Gemisch abbrennen gesehen. Das war auch nicht sooo lustig und die Dämpfe und Gase waren mit Sicherheit nicht besser als bei Lithium-Ionen. Löschen lässt sich das Eine wie das Andere nur unter erschwerten Bedingungen. Bei Li dürfte halt die gleichen Probleme bestehen wie wenn Aluminium oder ein Pyro-Signallichter (jedes Wochenende in den Fußballstadien zu "bewundern") brennt. Das lässt sich auch nur mit Sand ersticken und nicht im herkömmlichen Sinne löschen.


    Ich gehe davon aus, dass auch die anderen Hersteller von Speichertechnologien in Bezug auf Sicherheitsstandards sich so ihre Gedanken machen und nachziehen werden. Und wenn ich mich hier so im Forum umsehe und manch eigenwillige Bastellösung zur Speichertechnik betrachte..... Hmmm.



    Gruß Euer

  • Mit einer PB-Nassbatterie kann man durchaus ein Wohnhaus in die Luft jagen. Dazu muss sich nur der LR auf einer zu hohen Spannung "verhaken"; die restlichen Zutaten liefert dann das Wasser aus der Batterie und irgendein Teil wird früher oder später heiß genug für die Zündung. Nur zur Beruhigung: Das geht, ist aber soweit ich weiß noch nie so passiert (dafür gibt es ja die technischen Vorschriften zur Belüftung von Batterieräumen). Explodierte Pb-Batterien mit der zugehörigen Schweinerei gab es hingegen schon viele. Alles eine Frage der Lernkurve.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von jdhenning

    Mit einer PB-Nassbatterie kann man durchaus ein Wohnhaus in die Luft jagen. Dazu muss sich nur der LR auf einer zu hohen Spannung "verhaken"; die restlichen Zutaten liefert dann das Wasser aus der Batterie und irgendein Teil wird früher oder später heiß genug für die Zündung. Nur zur Beruhigung: Das geht, ist aber soweit ich weiß noch nie so passiert (dafür gibt es ja die technischen Vorschriften zur Belüftung von Batterieräumen). Explodierte Pb-Batterien mit der zugehörigen Schweinerei gab es hingegen schon viele. Alles eine Frage der Lernkurve.


    Hi jdhenning,


    :danke: und gut gesagt. Dem ist eigentlich nichts Hinzuzufügen. Wo Technik ist, ist auch immer eine gewisse Gefahr. Wie sacht Saturn so schön: "Bei Technikfragen Tech-Nick fragen" :lol::lol:


    Gruß

    Miraculus


    40° DN / -7° Azimuth
    7,80 kWp Winaico WSP260-P6 (30 Module)
    Zuerst Kaco Powador 9.0 TL3, jetzt Fronius Symo 7.0
    SIA/Buck-Solar DC24-Home-Stromspeicher / SIA-Sonnenspeicher mit 8 kWh
    Betreiberle und jetzt au Speicherle

  • Zitat von machtnix

    Lithium-Ionen-Akkus giebt es inzwischen in jedem Smartphone und in jedem Notebook.


    Und dort sind sie auch schon reihenweise explodiert. Das kommt immer wieder vor!
    iPhone, Sony Netbook, Samsung Smarties ... also nix gerlernt und einfach gebaut.


    Hauptproblem dürften aber die 100-300kg Batterie gegenüber 50g im Telefon darstellen.
    Die Brandlast ist einfach nen bißchen höher und einen 100kg schweren Brennenden Klotz wirft man auch nicht mehr so einfach aus dem Fenster und löscht den dann auf der Wiese.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Was, um Himmels Willen hat ein Stromspeicher incl Leistungselektronik im Dachboden zu suchen ?


    Das weiß doch jeder, das unterm Dach im Sommer hohe Temperaturen entstehen.


    Das dann bei bis zu 60° C die Leistungselektronik abfackelt, hätte mir der von der Fleischerbrücken (Nbg) auch erklären können !


    :roll:

  • Zitat von Miraculus

    ...
    Wie ersichtlich sind die drei Speicherbänke im unteren Teil des Speicherschrankes relativ unversehrt und in keinem Fall explodiert wie es im KIT Karlsruhe passiert ist. "Lediglich" die Steuereinheit


    darüber ist komplett abgefackelt.


    Machst du Witze?
    Die Akkus sehen nur noch wie das Grundgerüste aus.
    Die Steuereinheit ist komplett verbrannt, das geht gar nicht wenn nur sie brennen sollte. Wenigstens die Gehäuse sollten aus schwer entflammbaren Material bestehen. Wenn da nix übrig bleibt können die Flammen nur von unten gekommen sein.


    Außerdem ein Brand geht immer nach oben, da dürfte an den Akkus fast nix zu sehen sein wenn die Steuerung nur Feuer fängt.


    Ist da noch ein extra Blech vor den Akkus?
    Schau dir das mal auf den Brandfoto an. Das ist verformt vor Hitze.
    Ein weitere Hinweis das der Brand von den Akkus kam.


    Diese nachgerüsteten Sicherheitseinrichtung auf dem Video - ha, eine Thermosicherung.
    So billig wie das aussieht (auch die in deinem Thread an den Drähten) ist es doch hoffentlich keine europäische Firma welche dies sowas anbietet. Würde mal schätzen China

  • Zitat von seppelpeter

    Und dort sind sie auch schon reihenweise explodiert. Das kommt immer wieder vor!
    iPhone, Sony Netbook, Samsung Smarties ... also nix gerlernt und einfach gebaut.


    Hauptproblem dürften aber die 100-300kg Batterie gegenüber 50g im Telefon darstellen.
    Die Brandlast ist einfach nen bißchen höher und einen 100kg schweren Brennenden Klotz wirft man auch nicht mehr so einfach aus dem Fenster und löscht den dann auf der Wiese.


    Hallo seppelpeter,


    kleiner Hinweis meinerseits: "Erst lesen, dann denken und dann, erst dann schreiben".


    1. Es haben nicht die Akkus gebrannt, sondern die Elektronik, bzw. das BMS. Hierzu einfach mal das eingestellte Bild genauer betrachten. Hätten die Akkus gebrannt, wäre die äußere Aluminiumhülle, sowie die Kunststoffummantelung geschmolzen oder verglüht. Hier nochmals die Bilder zum Vergleich:


    Noch zur Kenntnis. Der Schmelzpunkt für Aluminium liegt laut http://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium bei 660,2 Grad Celsius.


    2. Beim SIA-Speicher handelt es sich nicht um einen Li-Ionen-Akku, sondern um eine Unterart, nämlich einen LiFePho-Speicher. Diese können nicht explodieren, aber sehr wohl unter bestimmten Umständen auch brennen oder schmoren. Deshalb mein mehrfacher Hinweis auf meinen Thread und auf die dortigen Ausführungen des Herrn Gutsch vom KIT Karlsruhe.


    3. Wer hat "...also nix gelernt und einfach mal gebaut"? Ist meines Erachtens eine polemische Unterstellung, die jeglicher Grundlage entbehrt. SIA hat vorbildlich sofort reagiert und die Sicherheitsstandards deutlich verbessert.


    Oftmals ist es doch aber auch so, dass einfach ein Bedienungsfehler (wie sagt man so schön: ... durch menschliches Versagen) durch Menschen vorliegt (z.B. der Fall mit der Katze in der Mikrowelle zum Trocknen), welcher dann den Herstellerfirmen angelastet wird.


    Z.B. hat das KIT Karlsruhe laut TV-Beitrag mal "einfach" eine Sicherung ausgebaut, um zu schauen, was passiert. Und siehe da, es kam zum Brand. Bei welchem Stromspeicher dies nun geschah, darüber lässt sich nur spekulieren. SIA hat schon vor bekanntwerden dieser Tests nicht nur an den Akkupacks, sondern auch dazwischen Thermosicherungen eingebaut, um bei Überhitzung die Anlage abzuschalten. Guckst Du hier:


    Also deshalb meine Bitte :!::!: Bei diesem ernsten Thema die Polemik heraushalten, sich erst zu informieren bevor man Halbwissen verbreitet und dann fundierte Beiträge posten.


    :danke: