PV geschenkt und nun?

  • Ich bekomme vorraussichtlich zum Jahresende eine 3,96kWP Anlage geschenkt.
    Errichtung/Inbetriebnahme 2007
    Die Ankage befindet sich auf dem Dach meines EFH und wurde seinerzeit durch eine Firma installiert und betrieben.
    Jetzt wird sie vorraussichtlich kostenfrei an mich übergehen.
    Die Anlage speist zu 100% ein mit ca 46ct/kWh (genau mussich nochmal nachfragen)
    Nun stellt sich für mich die Frage, wie ich die Anlage am sinnvollsten betreibe?
    Kann/soll/muss ich ein Gewerbe anmelden? Welche Nachteile bringt es, kein Gewerbe anzumelden?
    Bin Angestellter mit festem Einkommen.


    Bin für alle Hinweise und Anregungen dankbar.


    MfG

  • War das von vcorn ehrei so vereinbart oder wie kommt es zu so einer Schenkung?


    Ein Gewerbe wird nicht benötigt. Muß nur üebrs Finanzamt laufen.
    Da eigenverbrauch nicht in Frage kommt, dürfte die USt auch nicht von Nachteil sein.


    Unser Spezi KPR wird da bestimmt auch noch etwas zu schrieben.

    Elektromobile: Renault ZOE ZE40 Car Sharing und Pedelec

  • Du könntest überlegen, zur Kleinunternehmerregelung zu optieren. Vorsteuer gibt es eh erstmal keine zurück und man spart sich den Aufwand der (zunächst) monatlichen USt-Voranmeldung. Allerdings kosten spätere Reparaturen etc. dann brutto...


    Die Vergütung beträgt 49,21 ct/kWh.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Hallo elelom,
    willkommen im Forum und Glückwunsch zum Schnäppchen in spe.
    Du wirst mit der Übernahme allerdings zum Unternehmer und hast einiges zu beachten.
    Obligatorisch, die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur zur Registrierung der Übernahme.
    Die Anmeldung Deinem Netzbetreiber melden, um die Abrechnung zu erhalten.
    Steuerliche Erfassung durch das FA, hier wird auch der Status Kleinunternehmer abgefragt, der in Deinem Fall durchaus sinnvoll ist, wie mein Vorredner schon anmerkte.
    Eine Gewerbeanmeldung ist nicht erforderlich, Du musst Deiner EKST allerdings die Anlage G hinzufügen.
    Anlage EÜR wird auch erforderlich sein, um den zu versteuernden Gewinn zu ermitteln, Übertrag nach Anlage G, da der Ertrag letztendlich in die EKST einfließt.
    Zu allen Themen findest Du die erforderlichen Antworten im Forum, einfach mal einlesen oder sonst fragen.
    Sonnige Grüße

    28 EGING 190W, WR SMA 5000TL20
    Ausrichtung -36°, DN 42°
    I.B.N. 6/2011

  • Zitat von Anion

    Obligatorisch, die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur zur Registrierung der Übernahme.


    das ist falsch.
    bei der Bundesnetzagentur können nur neu in Betrieb genommene Anlagen gemeldet werden..
    ein Betreiberwechsel interessiert die dort nicht.

  • Zitat von Anion


    Eine Gewerbeanmeldung ist nicht erforderlich, Du musst Deiner EKST allerdings die Anlage G hinzufügen.
    Anlage EÜR wird auch erforderlich sein, um den zu versteuernden Gewinn zu ermitteln, Übertrag nach Anlage G, da der Ertrag letztendlich in die EKST einfließt.


    Anlage G stimmt. Anlage EÜR nur, wenn über 17500 € Umsatz. Das ist bei 4 kWp definitiv nicht der Fall.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Beim Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung runterladen oder anfordern und abschicken, wenn der Notartermin steht.
    Vom Netzbetreiber schon mal die Formulare zur Ummeldung der Anlage raussuchen oder anfordern.

    Zitat von sundevil


    Da eigenverbrauch nicht in Frage kommt, ....


    Das kommt darauf an, wie es auf der steuerlichen Seite aussieht. Wenn man als "Anschaffungskosten" nur Schenkungssteuer und Notargebühren hat, ist der Strom ja billig produziert, der Umsatz ist also fast Gewinn und Gewinn wird mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.
    Glaube auch, daß es sich bei aktuellen Bezugspreisen und knapp 50ct Vergütung noch nicht lohnen kann, aber viel fehlt da bei jemandem der "gut in der Progression dabei ist" nicht mehr.

  • Zitat von alterego


    Das kommt darauf an, wie es auf der steuerlichen Seite aussieht. Wenn man als "Anschaffungskosten" nur Schenkungssteuer und Notargebühren hat, ist der Strom ja billig produziert, der Umsatz ist also fast Gewinn und Gewinn wird mit dem persönlichen Steuersatz besteuert.
    Glaube auch, daß es sich bei aktuellen Bezugspreisen und knapp 50ct Vergütung noch nicht lohnen kann, aber viel fehlt da bei jemandem der "gut in der Progression dabei ist" nicht mehr.


    Immerhin hast es noch selbst gemerkt. bei 49 ct/kWh ist es noch weit hin, bis sich das lohnt. Ich denke, da wird vorher die Einspeisevergütung ablaufen :D - es sei denn, 43% Spitzensteuersatz.


    Gruß
    Martin

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Nikola Gotway 84V

  • Mit Soli und Kirchensteuer rechne ich im Kopf 50%, ist einfacher ;) Es soll Regionen geben wo 30ct brutto beim Bezug schon billig ist. Mit 5ct Herstellungskosten ist man dann schon bei eienr schwarzen Null nach Steuern, so meine schnelle Überschlagsrechnung.
    Wollte nur sagen, daß man es in so einem Sonderfall nicht von vorne herein ausschließen sollte, daß es sich ganz am Ende lohnt.

  • Zitat von alterego

    Kirchensteuer


    Die Mitgliedschaft im Sportverein rechnest du aber nicht mit den PV-Erträgen gegen, oder?
    Wer in der Kirche Mitglied ist, muss das selbst verantworten und das hat m.E. nichts mit der PV zu tun.


    Sonnige Grüße

    Private PV-Anlage (07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal