Stromnetzbetreiber fürchten Sonnenfinsternis

  • Die deutschen Stromnetzbetreiber fürchten sich vor dem 20. März 2015. An diesem Tag wird Deutschland am Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Sind zu dieser Zeit keine Wolken am Himmel, würden die Solaranlagen im ganzen Land binnen weniger Minuten drastisch weniger Strom einspeisen - und die Netze dadurch gefährlich instabil. Bei einer installierten Leistung von mittlerweile fast 40 Gigawatt könnte ein solch abrupter Leistungsverlust für die Zentralen, die die Stromnetze steuern, nur schwer auszubalancieren sein. Die Stromnetzbetreiber denken deshalb darüber nach, am Tag der Sonnenfinsternis große Solaranlagen gar nicht ans Netz zu nehmen.


    Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/…nfinsternis-a-990198.html

  • ein guter Netzbetreiber fährt die Einspeisung der großen PV Anlagen schon vor Eintritt der Sonnenfinsternis herunter.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Also bei mir in der Gegend ist z.Z. jeden Tag zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr Sonnenfinsternis :mrgreen:


    Aber mal im Ernst:
    Wenn ich mich richtig an die "SOFI" erinnere, dann wandert der Schatten ziemlich schnell über das Land - und diese Wanderung ist sehr gut einplanbar. Wo sollte hier das Problem liegen?


    Im Endeffekt auch nicht viel anders als ein großes Wolkenband, daß über das Land zieht. Nur schneller, oder?


    Mit freundlichen Grüßen
    Solardachs

    2004: Schott ASE 300 (285 W) + Schott ASE 275 (275 W)
    2009: Schott Poly 280W
    2010: Schott Poly 290W + BHKW I 5,5 kW
    2012: Schott Poly Protect 180W + Yingli Panda 265W
    2013: BHKW II 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 530Ah Akku für BHKW I

    2015: SMA SI 6.0H + 680Ah Akku für BHKW II

  • Passt gut zum SPIEGEL - da steht die Sonne ja jetzt schon sehr tief.....

    Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
    Wer mehr zum DC Speicher wissen will erreicht mich per PN !

  • Dieses Jahr war die maximale Einspeisung um den Frühjahrsanfang bei 22GW, was für die Jahreszeit realistisch ist. Die maximale Bedeckung durch die Sonnenfinsternis in Deutschland wird bei etwas über 80% liegen und mittags ist schon alles vorbei. Es geht also um höchstens 20GW eher 10-15, die kurz vor Mittag über einen Zeitraum von einigen Minuten verteilt aufschalten könnten (da wird ja das größte Problem liegen, das wegfallende GW am Vormittag ist ja Alltagsgeschäft).
    Da man für jede Anlage sehr exakt die maximale Auswirkung und den Zeitpunkt vorhersagen kann (wenn man will), sehe ich das nicht so kritisch. Für die einzelne Anlage ist das ja, als würde eine Wolke vorüberziehen

  • Zitat von Elektron

    Die deutschen Stromnetzbetreiber fürchten sich vor dem 20. März 2015. An diesem Tag wird Deutschland am Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Sind zu dieser Zeit keine Wolken am Himmel, würden die Solaranlagen im ganzen Land binnen weniger Minuten drastisch weniger Strom einspeisen - und die Netze dadurch gefährlich instabil.


    Panikmache auf höchstem Niveau. Ein Black-Out, weil es PV gibt. Eine neue Masche.
    Gründe warum der Black-Out nicht stattfindet:
    1. Die 40 GW liefern am 20.03. keine 40 GW
    2. Deutschland kommt nicht in den Kernschatten und damit wird die PV-Leistung auch nicht auf Null runter gehen.
    3. Die Leistungreduzierung kommt nicht innerhalb wenige Minuten sondern wird über 15 bis 20 Min. gehen.
    4. Uhrzeit und Auswirkungen des Ereignises sind exakt vorhersagbar. Die Wetterfrösche werden die genauen Daten liefern.
    5. Es gibt genug Mittellast-, Spitzenlast-, und Pumpspeicher-Kraftwerke die binnen wenige Minuten die benötigte Leistung liefern können.


    Erinnert mich an die 2K-Panikmache bzgl. der Computer. Es wurde viel Geld verdient mit etwas was sowieso nie eingetreten wäre.

    PV, BHKW, Speicher ecoBATT, Bilanzpunktregler ecoBPR, Wallbox ecoLOAD, Renault ZOE
    Rechnen hilft. Bleistift, Papier und Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern
    Oscar Perdok GmbH - Gildeweg 14 - 46562 Voerde PV, Wallboxe und mehr

  • 6. Im günstigsten Fall hat selbst bei einer totalen Sonnenfinsternis der Kernschatten einen Durchmesser von "nur" 273 km (http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfinsternis), es ist also mitnichten überall zappenduster :D


    Bastel

  • Selten dämlich, was SPON da schreibt. Die Sonne steht um die Zeit nicht mal 30° über dem Horizont, die Bedeckung liegt in D bei max. 82% im Norden, bei 65% im Südosten, also keine sooo deutliche Verfinsterung, Quelle: http://www.sofi2015.de/mitteleuropa.htm . siehe auch die Animationen des Ablaufs der Sonnenfinsternis für einige Orte in Mitteleuropa auf dieser Seite. Da sieht man, wie langsam das geht.


    Ein Großkraftwerk, dass ungeplant innerhalb von Sekunden keine Leistung mehr liefert, bedeutet da eine ganz andere Herausforderung für die Netzregelung... (schreibt SPON so etwas?....)


    Wenn es an dem Tag bedeckt sein sollte, fällt die SoFi eh' kaum auf.


    Bei SPON meint man offenbar, dass PV-Anlagen nur bei klarem Himmel einspeisen.... :wink:

    Stromerzeugungsanteile D: 25% Braunkohle 75% andere.
    CO2-Anteile Stromerzgg. D: 50% Braunkohle 50% andere.
    Deutschland Weltmeister! Bei der Braunkohleförderung.


    Potentiale Speichertechnologien D: PSW < 0,1 TWh || V2G < 1 TWh || Power to Gas > 100 TWh

  • Zitat

    Die Sonne steht um die Zeit nicht mal 30° über dem Horizont


    Am Ende sidn es in M schon 41°, steht wenigstens in deinem Link


    Es stehen ja ca. 3GW Primärregelleistung zur Verfügung, daher braucht sich kein Mensch (außer denen, die die Lastflüsse danach zügig umdisponieren müssen) Gedanken über den Ausfall eines einzelnen auch noch so großen Kraftwerks innerhalb von Sekunden zu machen. Aber über vielleicht 1GW/Minute und das über einige Minuten, sollte man schon nachdenken und zu dem Ergebnis kommen, daß das aufgrund der räumlichen Verteilung eigentlich kein Problem ist, statt die Bevölkerung aufzuschrecken.
    Was aber ganz klar fehlt sind über das Netz verteilte zuschaltbare Lasten für so einen Fall, das es in fast ganz Europa zur Mittagszeit aufklart. Da geht man halt lieber den vermeintlich einfacheren Weg und regelt die Anlagen ab und legt die Entschädigung (dürfte ja wohl entstehen, weil man ganz klar zur Netzsicherheit abregelt) auf die EEG-Umlage.