Freiflächenanlage

  • Hallo,


    zwei Fragen zur Freiflächenanlage


    1. von 2010 - 2012 sind in Norddeutschland ja nur wenige Freiflächenanlagen entstanden,


    warum ? hat sich das da schon nicht mehr gerechnet ?


    2. stand heute 2014


    ich habe noch ca. 4000 qm Nähe Hannover in Südlage.


    Lohnt sich da überhaupt noch etwas ?, Land gehört mir und ist bezahlt ,
    Voraussetzungen Gewerbegebiet vor 2007 etc. müssten gegeben sein !


    Danke für Meinung !


    mfg


    actros1969

  • Es gab immer wieder Projekte die angekündigt wurden, dann hat jemand mit dem spitzen Bleistift nachgerechnet udn festgestellt das lohnt nicht. Wenn eine Halle drunter ist, gibt es ca. 20-25% mehr, da hat man erst mal da gesucht, aber auch das lohnt sich für Investoren kaum noch, durch die Abschaffung des Grünstromprivilegs seit 1.8. meist nicht mal mehr, wenn man den Strom direkt vor Ort verkauft.


    Falls die Voraussetzungen erfüllt sind, ist die aktuelle Vergütung 8,79ct bis 500kWp (dürften eh nicht auf 4000m² gehen), darüber mußt du direkt vermarkten sonst gibt es keinen Cent mehr. Das sollte darstellbar sein, vermutlich besser als ein Sparbuch rentieren, wenn amnd as Geld auf der hohen Kante hat, aber reich wird man davon nicht werden.
    Es soll aber bald Ausschreibungen geben, da werden höhere Preise erwartet. Ein halbes Jahr nach der ersten Ausschreibung gibt es dann gar nichts mehr nach EEG für neue Freiflächenanlagen außerhalb der Ausschriebungen, wenn ich das EEG richtig interpretiere.

  • Ich kann nur sagen wie es bei uns war.


    Wir haben mehrere Hektar landwirtschaftliche Fläche in einer sonnenreichen Gegend, davon auch mehrere Tausend qm entlang einer Bahnstrecke. Es hat sich nie gelohnt, neben dem ganzen Genehmigungsprozedere haben auch die Kosten der Netzanbindung ( > 1 km ) abgeschreckt.


    Die Sicherungsmaßnahmen ( Zaun ), der Trafo und die Netzanbindung fallen bei kleinen Flächen stärker ins Gewicht als bei großen.


    Als die Module noch teuer waren und man den maximalen Ertrag aus jedem Modul herausholen wollte, wären ca 350 kWp pro Hektar sinnvoll gewesen. Später, als die Module billig wurden, hätte man bei Flächenoptimierung mit flacher Ost-/West-Aufständerung etwa 900 kWp realisieren können, der Ertrag wäre aber auch ca 15 % pro kWp weniger gewesen.


    Es war zu jedem Zeitpunkt lohnenswerter Dachflächen anzupachten.


    Aber: Im Nachhinein hätte sich die Sache durch den dramatischen Rückgang der Zinsen doch noch gerechnet. Zum heutigen Zeitpunkt lohnt sich die Sache trotzdem nicht mehr.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Hallo,
    mir wurde von einen Bekannten gesagt das einer bei uns im Dorf an der Bahnstrecke gerne eine Photovoltaikanlage bauen möchte.
    Dafür wurden ihm 10% von der Einspeisevergütung angeboten.
    Trassse liegt direkt am Dorf
    kann sich so was rechnen?
    Grüße Rinzelmann

  • alterego
    Ich bin komplett anderer Meinung als du! In jedem deiner angesprochenen Punkte!
    Und ich bin sehr nah dran !

    2010: 134 kwp CSI,SMA | 2011: 5,00 kwp CSI,SMA | 2012: 54,5 kwp Eging,SMA | 2012: 30,0 kwp CSI,SMA | 2014: 60,0 kwp Schott,Fronius | 2014: 7,65 kwp Eging,SMA | 2016: 88kwp Qcells,SMA | 2017: 12 kwp SW,SMA | 2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2 | 2019: 750 kwp JA Solar, Huawei | 2019: 29,9 kwp Longi,SMA | 2020: 750 kwp JA Solar, Huawei

  • Um zu wissen, ob sich das rechnen kann, müßte man wissen, was er derzeit an Pacht bekommt und so "Kleinigkeiten" wie, was am Ende der Laufzeit (wie lang? ) passiert. Vor allem muß der Investor erst mal eine Ausschreibung gewinnen, der Projektstart kann sich also hinziehen, der derzeitige Nutzer sollte also flexibel sein.

    Zitat von JschulzeP

    alterego
    Ich bin komplett anderer Meinung als du! In jedem deiner angesprochenen Punkte!
    Und ich bin sehr nah dran !


    Und warum hats du das nicht vor gut 1,5 Jahren geschrieben?

  • Zitat von Rinzelmann

    Hallo,
    mir wurde von einen Bekannten gesagt das einer bei uns im Dorf an der Bahnstrecke gerne eine Photovoltaikanlage bauen möchte.
    Dafür wurden ihm 10% von der Einspeisevergütung angeboten.


    von wem wurden ihm 10 % von welcher Einspeisevergütung angeboten, und wofür?
    Dorfgequatsche, nehm ich mal an