Nissan Leaf: Jedes Jahr Bremsflüssigkeitswechsel

  • Dot4 ist genauso Vera... und Dot 5.1 auch nur ein Kompromiss um noch mit 3/4 mischen zu können. Und jetzt frag mal welcher Hersteller heute Dot5 einfüllt. :lol:

    "Ich hatte nie zuvor ein Produkt um das ich so betteln musste um es zu bekommen um später so kämpfen zu müssen und alles zu versuchen um es nur behalten zu dürfen"
    Peter Horton 2003 über sein GM EV1 in"Who killed the electric car"

  • Ich weiß jetzt nicht ob ich die DOT 5 in meinem Auto haben will. Wenn Du dort Feuchtigkeit im System hast, dann kocht die bei Wärme sofort auf und es bremst nicht mehr richtig.


    Grundsätzlich sind Wartungsintervalle von einem Jahr sinnvoll, zwei Jahre sind vielleicht ein Verkaufsargument, aber ich bin überzeugt das die Werkstätten dadurch auch mehr Reparaturen haben. Beim Emobil kann man auch ohne Risiko auf zwei Jahre gehen, da kann ja kein Motor aus wartungsgründen kaputt gehen.


    Die Amis stehen auf häufige Ölwechsel, sie brauchen das irgendwie, vermutlich von der Industrie so gesteuert das man das einfach machen muss (wie bei uns die 7grad Regel mit den Winterreifen, totale, gelungene verarsche der Industrie). Denke das wird für die Bremsflüssigkeit auch so gesteuert.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Fronius Symo Hybrid 5.0, BYD HVM 11kWh, Ohmpilot, Wallbe stufenlos am Powerdog

  • Ist zwar schon älter will aber hier mal meine Ansicht mitteilen


    Erstmal etwas Grundsätzliches :
    DOT 4 und DOT 5.1 sind Bremsflüssigkeiten auf Glykol Basis. Daher sind sie hygroskopisch, ziehen Wasser an, das sich im Laufe der Zeit in der Bremsanlage ansammelt. Das ist kein technischer Fehler sondern so gewollt. Das Wasser wird gleich gebunden, d.h. in die Moleküle eingebaut und liegt erstmal nicht in Reinform vor. Sonst hätten wir Bremsflüssigkeit und Wasser im Bremskreislauf.
    Im Ersten Schritt setzt der Wasseranteil nach und nach die Siedetemperatur der Bremsflüssigkeit herab, das ist bei regelmäßigem Wechsel beherrschbar bis etwa 3 % Wasseranteil.
    Im zweiten Schritt wird die Bremsflüssigkeit im Laufe der Zeit mit Wasser gesättigt, die Moleküle werden nicht mehr aufgespalten. Das Wasser liegt jetzt in Reinform vor. LEBENSGEFAHR
    Durch Bremshitze aufkochendes Wasser führt zu Luftblasen in der Anlage, da die Luft sich innerhalb der Leitung komprimieren lässt, gibt es keinen Druckpunkt mehr, die Leistung nimmt im Ernstfall schlagartig gefährlich ab.


    Im Handel gibt es da noch Bremsflüssigkeitstester.
    Mit den Dinger kann man zwar den Wasseranteil im Vorratsbehälter messen, aber auch nur da. Wie hoch der Sättigungsgrad in der Bremszange ist, weiß dann niemand, zumal es sich ja hier nicht um einen Kreislauf handelt, die Bremsflüssigkeit bewegt sich immer nur um ein paar Zentimeter hin und her.


    DOT 5 ist eine Silikonbremsflüssigkeit.


    DOT5 hat den Vorteil, kein Wasser zu ziehen und den Lack nicht anzugreifen.
    Ist dafür allerdings wesentlich teurer und wird bzw. wurde meinem Wissen nach nur von Harley Davidson verwendet. Und wehe es kommt aus irgendeinem Grund mal Wasser hinein, das wird dann nicht aufgespalten sondern liegt in Reinform vor und der Siedepunkt ist dann sofort im Keller und die Brühe kocht bzw. es gibt die gefürchteten Dampfblasen. Nicht ohne Grund geht Harley Davidson bei einigen Modellen wieder auf DOT 4.


    So jetzt wieder zu DOT 4 und DOT 5.1
    DOT 4, hier liegt der Siedepunkt bei etwa 230 Grad, das ist ja schon mal ein Wort und im Grunde ausreichend.


    DOT 5.1 verhält sich wie DOT 4 hat jedoch einen Siedepunkt von etwa 260 Grad, und somit eine Reserve von 30 Grad gegenüber DOT 4.


    Die Mischung von DOT 4 mit DOT 5.1 ist technisch möglich aber nicht ratsam.


    Gruß

  • Endlich mal ne fundierte Antwort :P
    Ich halte auch die glykolbasierte Variante für die bessere. Irgendwann ist Wasser im System....


    Ich wechsle bei meinen Motorrädern jedes Jahr die Bremsflüssigkeit, egal ob tatsächlich nötig oder nicht. Beim Auto alle 2 Jahre, geht wirklich schnell, und die Brühe kostet so gut wie nichts.


    Sehr unglücklich finde ich die Namensgebung (DOT3, DOT4, DOT5, DOT5.1), DOT5 ist komplett inkompatibel mit allen anderen, da besteht schon Verwechslungsgefahr 5 und 5.1. scheint nur graduell verschieden...

  • Da muss ich wieder einmal eingestehen, bei Dot nur Bahnhof zu verstehen. Sogar unsere VW-Werkstatt will unseren T5
    erst in 2 Jahren wieder sehen. Und die Bremsen brauchen wir ja im Mievi so wenig wie gar nicht. also viel Lärm um nichts.
    Aber was ist denn, wenn die Bremsflüssigkeit gefriert? :shock:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Da muss ich wieder einmal eingestehen, bei Dot nur Bahnhof zu verstehen. Sogar unsere VW-Werkstatt will unseren T5
    erst in 2 Jahren wieder sehen. Und die Bremsen brauchen wir ja im Mievi so wenig wie gar nicht. also viel Lärm um nichts.
    Aber was ist denn, wenn die Bremsflüssigkeit gefriert? :shock:
    einstein0


    Bremsflüssigkeit gefriert bei etwa - 45 bis - 65 Grad je nach DOT und Zustand
    Benzin bei etwa - 40 Grad
    Die Batterie steigt so ab - 25 Grad aus.
    Diesel ab - 20 Grad.


    Also bevor Bremsflüssigkeit gefriert bleibst Du sowieso stehen.


    Und der Wechsel ist WICHTIG, wenn Du es jetzt nicht verstehst dann spätestens dann wenn Du mal ins leere getreten hast.


    Kann aber durchaus ne Weile dauern, mit zwei Jahren bist Du auf der sicheren Seite, und darum geht es.

    Einmal editiert, zuletzt von buchonia ()

  • Es ist völlig schnurz egal, wann Bremsflüssigkeit gefriert.
    Im Fahrbetrieb friert die die!


    Der Siedepunkt ist entscheidend und der sinkt, je mehr Wasser die Bremsflüssigkeit zieht.
    Diese ist hygroskopisch, zieht Wasser an.


    Wasser verdampft bei 100 Grad und diese Temperaturen werden in den Kolben an der Bremsscheibe häufiger erreicht und das nicht nur bei langen ungeübten Passabfahrten auf der Bremse stehend.
    Dann hat man da Wasserdampf=Luft im Kreis und Luft kann man nicht wie erforderlich verdichten ... das ist dann der Tritt ins leere und das Pedal sackt durch.


    Ob man nun alle 2 Jahre wechseln muss sei dahin gestellt.

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  • FRÜHER ---> also 60er 70er 80er 90er Jahre hat kein Hahn danach gekräht wie alt die Bremsflüssigkeit im System ist. Der Füllstand wurde kontrolliert und das war`s. Da war die Suppe manchmal schwarz, spätestens nach 15 Jahren.


    Idioten schaffen es auch NEUE Bremsflüssigkeit zum kochen zu bringen !!!!
    Für solche wurden an diversen Alpenpässen Tafeln mit der Aufschrift: "Bitte in den ersten Gang zurückschalten!" :idea: mit dazugehörendem Totenkopf :shock: , montiert.


    Mit Messgerät gemessen wird (vom Tüv), nach meinen eigenen Beobachtungen seit etwa 10 Jahren, vielleicht auch 15.
    Daher sauge ich alle zwei Jahre den Behälter leer, fülle ihn wieder auf und lasse anschließend an allen 4 Bremssätteln etwa je 2 Schnapsgläser voll Saft ablaufen. Das funktioniert prima auch mit Schwerkraft.
    Das geht völlig entspannt beim jeweiligen Radwechsel Winter/Sommer vor dem jeweiligen Vorführtermin, dabei kontrolliere ich noch die Scheiben und Beläge. Gegebenenfalls wird auch dort getauscht, neue Bremsscheiben etc. kosten ja heutzutage nur noch einen Klacks.
    Sorgt auch beim Tüv für einen guten Eindruck.


    Jack

    "Die grossen 4 rechnen mit Dir!"


    deshalb:
    Solarthermie seit 1977, PV seit 2002, Fluence ZE seit 2014.