Power One doch besser verkaufen!

  • Servus an Euch,habe da ein Problem mit meinem neuen Power One PVI 12.5 und überlege Ihn wieder zu verkaufen! :?
    Fehlentscheidung von meiner Seite ,da er mit First Solar Modulen nicht richtig betrieben werden kann aufgrund des Isolationswiderstandes der Module.
    Hatte vorher einen SMC 7000er HV am Netz ,der jetzt nach 6 Jahren den Dienst aufgegeben hat und durch einen 12.5 ersetzt worden ist. Hier habe ich dann noch einen zweiten SMC 7000 HV aus dem Netz genommen (Back Up Reserve) und die Leistung dann mit draufgehängt.
    Wenn die Sonne scheint, bzw. wenn trockenes Wetter herrscht,funktioniert der WR mit den Modulen sehr gut,wird es aber nass,ist Schluss mit lustig und erquält sich über zwei Stunden bis er endlich an das Netz geht.


    Der Isolationswiderstand ist werksseitig auf 1 MOhm eingestellt und sollte tunlichst auch nicht nach unten verändert werden,schliesslich werden in der Norm ja auch > 1 MOhm bei 500 Volt verlangt,ausserdem hält sich der Hersteller aus der Verantwortung heraus.


    Heute muss man wirklich sagen,das der Betrieb von FS Modulen nur mit Trafogeräten gut zu bewältigen ist.
    Am liebsten würde ich den PVI 12.5 gegen einen 12.0 Trafogerät von PO tauschen. Der WR ist jetzt gerade eine Woche in Betrieb aber ich fürchte ,das es wenig Sinn macht ,ihn weiter zu betreiben.


    Wer Interesse am Gerät hat,kann sich ja per PN bei mir melden.


    Grüsse ZST

  • So,es ist jetzt kurz nach 11:00 Uhr,der WR ist immer noch nicht am Netz und zeigt auch weiterhin "Meas. Riso" an.
    Das Wetter sieht am Standort so aus; sehr trübes feuchtes Wetter ,aber kein Regen.


    Damit hat sich der Weiterbetrrieb des WR erledigt.


    Gruss ZST

  • Hallo ZST
    Nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.


    Du hast doch sicherlich mehrere Stränge die separat am PO angeschlossen sind.


    Warum trennst Du diese + und - Anschlüsse des jeweiligen Stranges nicht erst mal ab, um fest zu stellen, bei welchem Strang der Fehler auftritt ?
    Sobald der/die Fehlerstränge identifiziert sind, kann man weitere Maßnahmen einleiten.


    Bei einem Bekannten war es mal lediglich der fehlende Dichtungsring eines MC4 Steckers.

  • Danke Holter,


    dann könnte man ja diese Werte als noch angemessen




    betrachten!


    Ist denn als Systemspannung die Leerlaufspannung zu betrachten oder die MPP Spannung? Ich denke die maximale Leerlaufspannung . Dann könnte ich bei knapp 750 VDC Spannung ja auf 510 Ohm runtergehen.


    Gruss ZST


  • Das Problem sind hier eher die Dünnschichtmodule FS ,die ja gegenüber den kristallinen einen geringeren Widerstand aufweisen. Jetzt kommt auch noch die Grösse des Modulfeldes hinzu,immerhin wurden 2 WR alt zusammengeschaltet,was in der Summe 15,68 kwp sind.
    Hier der link zur Anlage http://www.mowi-zsa.de/moewius-hofgartenschule/ Wechselrichter 5



    Gruss ZST

  • Ich kenne auch Leute die Riso-Probleme mit großen trafolosen WR haben zusammen mit FS-Modulen, speziell bei den TRIO 27.6 + TRIO 20.6


    Das Problem liegt trotzdem am Generatorfeld und nicht am WR. Beim Tauschen der Anschlüsse wandert der Fehler mit.


    Trafo-WR sind aber offensichtlich toleranter, warum weiß ich nicht. Bei meiner FS-Anlage und Fronius-WR tritt kein Riso-Fehler auf, weiß aber nicht ob er auftreten würde bei anderen WR.


    Ob Trafo-WR wirklich die bessere Lösung sind ? Zumindest der Wirkungsgrad ist bei trafolosen WR besser.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Ich denke das Problem ist weniger der Isolationswiderstand sondern eher die Kapazität des flächenmäßig riesigen Modulfeldes gegenüber Erde. die Generatorfläche kann man als eine Kondensatorplatte gegenüber der anderen, der Erde sehen. Dadurch ergeben sich bei trafolosen WR ableitströme gegen Erde. Man könnte deshalb wohl die Ris erhöhen, da es sich tatsächlich weniger um zu geringen R handelt, sondern eher um zu geringer Z.

    Unser Strommix (4 Personen): ~57% Solarstrom, Rest regenerativer Strom

  • Zitat von rudis

    Ich denke das Problem ist weniger der Isolationswiderstand sondern eher die Kapazität des flächenmäßig riesigen Modulfeldes gegenüber Erde. die Generatorfläche kann man als eine Kondensatorplatte gegenüber der anderen, der Erde sehen. Dadurch ergeben sich bei trafolosen WR ableitströme gegen Erde. Man könnte deshalb wohl die Ris erhöhen, da es sich tatsächlich weniger um zu geringen R handelt, sondern eher um zu geringer Z.


    Die größere Kapazität gegen Erde könnte eine Erklärung sein. Dann würde sogar eine passend dimensionierte Drossel helfen, die man parallel zum Eingang des WR hängt. Im besten Falle ein Schwingkreis mit 50 Hz Resonanz.


    Prinzipiell könnte man auch versuchen mit dem COS PHI experimentieren.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Die Kapazität gegen Erde ist bei der Isolationsmessung (hoffentlich) kein Problem (wenn doch würde das eher auf eine unausgereifte Software des WR deuten), sondern wird erst im Einspeise-Betrieb bei WR ohne ruhiges Generator-Potential (die meisten einphasigen WR sowie einige dreiphasige) zum Problem bei den Ableitströmen (RCD bzw. (A)FI).
    Grundsätzlich kann man die Schwelle für den Isolationswiderstand unter 1 MOhm absenken, 500 kOhm sind üblicherweise erst einmal unproblematisch, darunter sollte man wissen, was man tut (lies: das wissen wirklich nur sehr wenige...). Dies sollte man aber meiner Meinung nach erst machen, wenn bestätigt wurde, dass die Module selbst bauartbedingt einen geringeren Isolationswiderstand aufweisen und die Verkabelung sicher ausgeschlossen werden kann (was bei FS u.U. der Fall ist).
    Bei kleinen Anlagen wären so niedrige Isolationswiderstände wie oben aufgeführt tödlich, unter 10 kOhm wird es kritisch und man läuft durchaus Gefahr, den WR zu sprengen...
    Der cos(phi) ist hier irrelevant.


    Ciao


    Retrerni