SOC Sprünge auf 20% bei SI6.0H

  • Gegen 04:00 bis 05:00 früh fällt die angezeigte SOC plötzlich von 62% bis 65% auf 20%, obwohl die Batterien zu dieser Zeit nicht stark belastet werden, und diese laut durchgeführten CCA- und Belastungstests in Ordnung sind. Die Ruhespannungsprüfung zeigt ebenfalls keine Auffälligkeiten
    Ich habe 2x4 12V Batterien in Serie und parallel geschaltet, ergibt 48V und 410Ah bei C10. Es sind auch 3 Spannungausgleicher (http://www.manual.philippi-online.de/BLA.pdf) und 1 Desulfator (http://batterylifesaver.com/bl…larwind-system-batteries/) angeschlossen.
    Später, nach teilweiser Aufladung, wird der SOC wieder nach oben korrigiert (etwa von z.B. 45% auf 78%).
    Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht? Was kann gemacht werden, um diese Sprünge zu vermeiden?

  • Ist bei mir öfters so.
    Sobald die Batterie mit Ihrer Spannung nicht mehr die Erwartungen an den SOC Wert schafft,
    macht der Island eine Rekalibierung des Ladezustands.


    Jedenfalls steht das ab und zu so in den Loganzeigen im Portal.
    Mein "Problem" damit ist eigentlich nur das er dann immer sofort mit max. Leistung die Batterie nachfüllt.
    Das ist in der Heizzeit kein Problem, die Haussteuerung erkennt ja diesen Zustand und wirft das BHKW an zum nachladen.
    Jetzt im Sommer fehlt meist der Wärmebedarf in der Zeit des Nachladens, so das leider Netzbezug ansteht.


    Die Hotline schiebt es auf die Batterie die wohl nicht mehr so ganz in Ordnung wäre,
    mein Batteriehändler schiebt es wiederum auf den Island.
    Mir ist es inzwischen fast egal, nur der zusätzliche Netzbezug im Sommer stört mich halt.

  • Die Batterie wird doch nur nachgeladen wenn die firmware 3.1 geladen ist. Ich habe deshalb wieder die firmware 2.0 eingespielt. Hier bleibt die Anzeige auf 20%, bis die Batterien durch die Solaranlage wieder aufgeladen werden. Ich nehme doch an, daß die Batterien nicht wirklich tiefentladen sind, sondern bei 60%, wie es vor dem Sprung angezeigt wurde. Ich werde deshalb nicht mehr auf die firmware 3.1 upgraden, solange es diese SOC-Sprünge gibt, da durch diese Zwangsnachladung mit Netzstrom der Gedanke der Eigenstromverbrauchsoptimierung ad absurdum geführt wird. Der Strom wird dadurch extrem teuer. Da es sich dabei vermutlich ja um eine falsche SOC-Anzeige handelt, die Batterie müßte ja immer noch einen Ladezustand von etwa 60% haben, da kein großer Strom entnommen wurde, kann die Batterie ja auch nicht tiefentladen sein, wie es angezeigt wird, denke ich.
    Welche Batterien haben Sie.


    Viele Grüße

  • Hallo Goldbear,


    ein paar wenige sprünge gehören zum kennenlernen der Batterie des Sunny Island.


    Sollten diese sich häufen müssen unbedingt alle Zellen geprüft werden,
    es könnte sein das eine schon kurz vor der umpolung bei Last steht.


    Mfg Werner

  • Die Sprünge finden gegen 04:00 früh statt. Die Batterien (alle zusammen) sind dann mit etwa 500 bis 600 Watt belastet.
    Ich habe gestern jede einzelne Batterie einem Belastungstest mit einem Batterietestgerät unterzogen (Belastung 100A), den alle Batterien bestanden haben (alle über 11,8V).


    Viele Grüße

  • Das hört sich ja schon mal gut an,
    hast du die möglichkeit an allen zellen die Säuredichte zu messen?
    Wenn ja würde ich das mal nach so nem SOC sturz machen.
    Bei mir war damals eine zelle schon nicht mehr messbar und die andern wurden fast überladen.
    Selsammerweise war die Gesamt und die Querspannung unaufällig.

  • Unter diesen umständen würde ich bei gelegenheit mal zur sicherheit ne Ausgleichsladung machen und dann davon ausgehen das es noch zum "Kennenlernphase" gehört.

  • Ja, die Sprünge sind eine Rekalibrierung des Füllstandes. Bei mir trat das (beim Sunny Backup) auch auf. Ich habe dann mal unter Last und nahe der Rekalibrierung die Spannung der Batterien gemessen. Dabei hat sich heraus gestellt, dass die Spannung bei einer von 4 Batterien massiv eingebrochen ist. Die Füllstandserkennung sieht ja nur die gesamte Spannung des Batteriesatzes und nicht die Spannung der einzelnen Batterien. So sah es von der gesamtspannung her so aus, als sei der Batteriesatz leer.
    Und weil Bleibatterien durch einen niedrigen Ladestand sehr schnell kaputt gehen, ist eine Notladung aus dem Netz die einzig richtige Konsequenz.


    Ersatz der defekten Batterie hat das Problem bei mir gelöst.


    Sonnige Grüße,
    Christian

    Christian Höhle (SMA Solar Technology AG)
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    Die in diesem Beitrag veröffentlichten Informationen/Meinungen geben die persönliche Meinung des Verfassers wieder und repräsentieren nicht zwangsläufig die offizielle Position der SMA Solar Technology AG

  • So, nach einem Meßzyklus mit Ausgleichladung und daran anschließender Entladung auf 44% SOC unter Volllast,
    hat sich eine vom Händler ersetzte Zelle als defekt heraus gestellt.
    Im "Normalbetrieb" war der Unterschied zwischen den Zellen immer innerhalb der Toleranz,
    jedenfalls immer dann wenn gemessen wurde.
    Bei der manuell gestarteten Maximallast nach der Augleichladung und bei 45%SOC zeigte die Zelle erst Ihre Schwäche.
    Messung erfolgte jeweils mit Säureheber und Spannungsmessung.


    Die Zelle wird jetzt wieder getauscht und dann schauen wir mal wie oft die 20% Sprünge noch auftauchen.


    Bernd