Eon e.dis: Falsche Anwendung §33 Marktintegration (10%)

  • Hallo Zusammen,


    mal wieder ein Beitrag zu den Abrechnungen von Eon Edis...
    Es betrifft alle Anlagen, für die §33 des EEG 2012 relevant ist, die also über 10 kWp haben und nach 2012 in Betrieb gegangen sind. Die edis berücksichtigtt seit Januar 2014 die 10% Eigenanteilsregelung sofort in jeder Abrechnung monatlich - und nicht wie festgeschrieben über das Kalenderjahr (und damit nachträglich). Unten ein Auszug aus meiner E-Mail an die e.dis von vor 4 Wochen. Habe heute dazu nochmal telefoniert... Das Thema sei bei der e.dis grundsätzlich in Klärung - ich sie nicht der einzige, der dies reklamiert hätte.


    Ich gehe mal davon aus, die haben Probleme, das kurzfristig in IT richtig umzusetzen...


    Ich kann nur jedem empfehlen, seine Abrechnung zu prüfen und ggf. der e.dis Druck zu machen - je mehr das tun desto besser.


    Sonnige Grüße, Christian 8)8)


    P.S. Nur ein kleiner Hinweis auf den 2. Fehler in meiner Abrechnung: Bei meinem 2. Anlagenteil mit 4 kWP wird von der e.dis gar nicht berücksichtigt, dass zuzurechnender Eigenverbrauch existiert, da wird einfach mal nur 90% zum EEG Tarif vergütet und 10% werden zum Marktpreis vergütet (beide Anlagen fallen zusammen unter §33, da innerhalb 12 Monate errichtet)


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    "Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich hatte sie telefonisch informiert, dass Ihre Abrechnungen für eingespeisten Strom zu unserer PV-Anlage für die Monate Januar und Februar 2014 teilweise fehlerhaft ist und um Aufklärung bzw. Klarstellung gebeten. Leider habe ich bisher keine Rückmeldung von Ihnen hierzu erhalten und auch für März eine fehlerhafte Abrechnung erhalten.Daher widerspreche ich hiermit formal Ihren Abrechnungen vom 11.03.2014 für die Monate Januar und Februar 2014, sowie für März vom 16.4.2014.

    Gemäß §33.1 EEG beschränkt sich die vergütungsfähige Strommenge auf 90% der im Kalenderjahr erzeugten Strommenge. In Ihren Abrechnungen erfolgt diese Prüfung aber auf monatlicher Basis, so dass dies insbesondere in den Sommermonaten zu einer deutlichen Schlechterstellung führen wird. Ein weiterer Fehler liegt darin, dass der eigenverbrauchte Strom ausschließlich dem in 09/2012 errichteten Anlagenteil zugerechnet wird, für den Anlagenteil aus 08/2013 wird aber von einem Eigenverbrauch von 0 kWh ausgegangen und daher grundsätzlich 10 % des Ertrags nicht gemäß EEG vergütet.

    Basierend auf den Verbräuchen vom letzten Jahr gehe ich davon aus, dass wir mit 1100 bis 1200 kWh im Kalenderjahr mehr als 10% des erzeugten Stroms selbst verbrauchen und daher unser eingespeister Strom vollständig zu vergüten ist. In 2014 beträgt der Eigenverbrauch derzeit 15%. Ich fordere Sie daher auf, die Abrechnung dementsprechend anzupassen. Eine Prüfung gemäß §33.1 EEG ist nach Ablauf des Kalenderjahres durchzuführen und ggf. nachträglich eine Korrektur ihrer monatlichen Abrechnungen durchzuführen.

    Sollten Sie Ihr Abrechnungverfahren nicht ändern, werde ich die Vereinbarung zu Abrechnung und Messstellenbetrieb kündigen und von meiner Seite aus periodische Abrechnungen zur eingespeisten Strommenge gemäß EEG vornehmen."

  • Nur mal so ein Update...
    den zweiten Fehler, bei der neuen Anlage grundsätzlich nur 90% nach EEG zu vergüten, hat die Edis im Januar 2015 korrigiert, mit einer Gutschrift von 33,20 Euro.
    Die Korrektur zur monatlichen Anwendung der 90%-Regel für beide Anlagen hat die Edis Ende dann im Juli 2015 erstellt - und hat mir eine weitere Gutschrift über 1,96 Euro beschert - immerhin fast zwei Kugeln Eis... :lol:
    Schön, dass die das Ihrer Abrechnungssoftware irgendwann doch noch beigebracht haben.
    Sonnige Grüße 8)