Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Irrtum

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Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Irrtum

Beitragvon PV-Berlin » 06.12.2017, 14:41

Es mag sicher für den momentanen Kunden überaus erfreulich sein, dass er an diesen Standorten offensichtlich überall kosten frei laden kann: Standort finde

Aber das ist doch kein nachhaltiges Geschäftsmodell und insoweit vollkommen unverständlich, da man sich hier den Weg verbaut regelmäßige Einnahmen zu generieren und die Ausbreitung der eigenen Hardware und des eigenen Vertriebs auf ein hohes Tempo auszulegen.

In hoffentlich nicht allzu ferner Zeit, werden jährlich gut 1.000.000 Tesla p.A. an Kunden ausgeliefert
und vielleicht werden anderen Fahrzeug insoweit kompatibel sein ( Technik von Tesla)
Und die Orts- Ladestellen für einen anderen Standard offen sein.

Macht in Summe soviel Potential, das es sich lohnt den Strom nicht kostenfrei abzugeben. Da Tesla heute schon den Zugriff auf die Stammdaten der Kunden hat (SC) und zu langes Rumgammeln am SC "honoriert" bzw. das Modell 3 ohnehin zahlen muss, ist ja alles vorhanden, zumindest im Biotop Tesla.

Hardware, Software Abrechnung-Schnittstellen.

*alles hübsch automatisch und hoffentlich auch weitestgehend fälschungssicher und das mit dem im Moment besten System mit der besten Abdeckung weltweit.

Ich sage ja nicht, das Tesla das alleine umsetzen muss, wenn Bedarf besteht, findet sich sicher ein Partner, der das Thema schlagartig auf ein ganz anders Level hebt.

Das Argument, das man vor der Zeit ist/ sein mag, stimmt nur zum Teil.
Das 'richtige' Argument ist vielmehr: Wer den Markt besetzt und die Standard setzt, bekommt alles.

Tesla bzw. die Tesla Infrastruktur Inc. muss ja auch nicht die vollen 100% beibringen, es reicht eine Leasingsgesellschaft aufzustellen, die den potentiellen Betreibern ein Angebot machen kann, welches passt. Tesla steht dann nur für das Restrisiko ein, was relativ gering ist, da man die Ladestelle ja nicht klauen kann (MAC Adresse und Abrechnung über Tesla), bzw. das Interesse auf Seiten der Betreiber liegt, dass das Teil auch gut in Schuss ist (Stromverkauf)

Interessant wird es für Betreiber dann, wenn es wenig Arbeit macht und die Abwicklungskosten gering sind. Bei den Portalen, die eigentlich fast nix machen (HRS & Co.) zahlen die Hotels 15% Provision. Wenn Tesla deutlich drunter bleibt, bin ich mir sicher, brennt die Luft! *Bis zu 10% Abwicklungs Fee würde ich als nachhaltig ansetzen.

Aussicht für die o.g. neue Gesellschaft:

Bei 100.000.000..... Ladevorgängen p.A. mit 10 bis 25 kWh mit 10 bis 50 Cent je kWh sind 10% schon Mist, viel Mist, gigantisch viel Mist.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon eject » 06.12.2017, 15:02

Ich vermute eher das so ab 2020 kein Hahn mehr nach dem Tesla SC Netzwerk krähen wird. Ionity hat sich zum Ziel gesetzt das man so ca alle 70km im EU Autobahnnetz Schnelladen kann mit bis zu 350kW in der ersten Ausbaustufe. Bis 2020 sollen 400 Stationen über 18 Europäische Länder verteilt in Betrieb sein, Stationen nicht Zapfsäulen. Die Finanzierung ist geritzt. Da stehen nicht nur die Autobauer BMW, Daimler, Ford und Volkswagen (inklusive Porsche und Audi) dahinter sondern auch Shell. Shell alleine will an 80 seiner Autobahntankstellen diese Lader installieren vor Ende 2019.
Der Standard ist CCS2 in der EU und da rüttelt auch kein Tesla dran rum.

Billig wird der Strom an diesen Ladern aber sicher nicht. Für die Station die Shell testweise in London eröffnet hat verlangen die 50 penny/kWh.
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon helmut2017 » 06.12.2017, 15:23

Zu einer aktuellen Ladesäuleninbetriebnahme ....
"Wie genau die Abrechnung erfolgt, darüber herrscht derzeit zwischen den Eichämtern und der Energiewirtschaft noch Uneinigkeit..."
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon einstein0 » 06.12.2017, 17:10

Ich denke, wenn die E-Autos mal eine brauchbare Kapazität haben, werden die öffentlichen Ladestationen
wieder verschwinden, weil alle zu Hause laden...
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon PV-Berlin » 06.12.2017, 17:52

So weit mir bekannt ist, ist Shell nur Pächter an den Raststätten und die Tank und Rast GmbH ist Eigentümer und hat das Thema Ladesäulen auf der Tagesordnung und sich vom Bund viel Geld schenken lassen (Zuschuss/ Subventionen/ ....)

Es geht hier aber eben nicht um die Autobahn SC oder derartige Ladesäulen, sondern um Ladesäulen am Zielpunkt.

Was soll da für ein Problem sein (Eichamt) Tesla erfasst die Zeit. Da alle online Systeme schlussendlich an der Atomuhr hängen, braucht es kein Eichamt. Das scheint das eigentliche Problem zu sein oder? Aber die Atomuhr dürfen sie selbstverständlich eichen, nur wie frage ich mich?
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon Nachtstrom » 06.12.2017, 19:46

Als Kunde sehe ich nicht denn Sinn darin Ladesäulenbetreiber und deren Preise zu vergleichen.
Das ist schon beim Mobilfunk lästig. Warum soll das zukünftig so weitergehen ? Zu Umständlich, Tarife, Karten, Apps.
Das Vergleichen von Benzinpreisen ist ein Relikt.

Laden ist eine Selbstverständlichkeit, keine wertige Dienstleistung.
Ich erwarte das der Autohersteller im Kaufpreis, oder als Option, das Laden lebenslang kostenlos macht. Der kauft Strom günstig ein und baut ein Netz auf. Das geht auch mit einer WB zu Hause. Die Abrechnung ist technisch simpel möglich. Die Hersteller würden, wenn sie wollten, beim Staat entsprechend Druck auf eine Steuerminderung für den Ladetarif machen.
In Folge dessen würden die Autohersteller nicht nur Ladesäulen an Strassen aufstellen, sie würden die Geschäfte mit ihren Parkplätzen mit ins Boot holen.

Es geht doch schon lange. Wo kaufe ich ein ? Da wo ich parken kann......
4x Pip4048MS, 3phasig, eAuto wird auch darüber geladen
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon eject » 06.12.2017, 19:55

Ich denke das bezieht sich nicht auf Tank&Rast, die ganzen Autohöfe an den Ab&Auffahrten sind ja nicht in deren Hand. Ausserdem hat die Tank&Rast ja nur im Bundesgebiet was zu melden und Ionity erstreckt sich mindestens auf 18 Länder bis 2020.
Mir ging es eigentlich darum das sich für das Tesla System dann keiner mehr interessiert. Die stellen auch heute schon nicht die Mehrzahl der eAutos und ich gehe davon aus, dass der Tesla Marktanteil eher sinkt wie steigt. Gesteckt und kommuniziert wird so wie das CCS2 vorsieht.
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon michi_k » 06.12.2017, 20:04

Destination Charging zielt auf Kunden ab, die dann auch etwas konsumieren, ein Hotelzimmer buchen... Die paar Euros für den Strom gehen im Werbebudget unter, die Tesla Kunden sind ja keine Bettler. Mit dem model 3 sieht das vielleicht anders aus.
Sonnige Grüsse
Michi
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon PV-Berlin » 07.12.2017, 10:18

So erzählt das Tesla bzw, die Hotels etc. rechnen sich das schön. Aber das ist Quatsch. Parkraum ist teuer und ein leerer 100 kWh Tesla haut recht heftig rein, wenn der bei einer Übernachtung volltanken möchte,

Hotelbetreiber neigen dazu, extrem viel Geld für Marketing auszugeben, um dann dem Kunden keine Leistung bieten zu können (Ausreichend und gutes Personal, schöne Zimmer etc.)

Das marketing wird total überschätz, bei 100 Übernachtungen p.A. die ich früher im Jahr hatte, war ich nur in den Hotels ein zweites mal, wo alles passt.

Was für eine 'grandiose' Idee lebenslang überall den Strom kostenfrei bekommen zu können, weil man beim Kauf eines z.B. Tesla 3 sagen wir mal: 1.999,00 € dafür gezahlt haben!

Ich meine, wie schneiden bei Pisa wirklich noch viel zu gut ab.

Ich bin zu meinen besten Zeiten, 70.000 bis 100.000 km p.A. geschrubbt , das überwiegend Autobahn. Das macht bei 25 kWh je 100 km und nur 20,00 Cent je kWh = 5.000 € p.A. . Ich meine, den kann ich 3 Jahre nutzen und dann hätte ich 15.000,- e abgegriffen. UND ich bin mir sicher, dass es beim Modell 3 noch viel mehr Schmarotzer geben wird, als jetzt schon beim Modell S, wo einige auch zu mehr als 90% am SC kostenlos tanken meinen zu können.
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Re: Destination Charging , Das Konstrukt bzw. der Irrweg&/Ir

Beitragvon egn » 07.12.2017, 10:26

PV-Berlin hat geschrieben:Es mag sicher für den momentanen Kunden überaus erfreulich sein, dass er an diesen Standorten offensichtlich überall kosten frei laden kann: Standort finde


Es ist ein Trugschluss dass der Strom an Tesla Destination Chargern immer kostenlos ist. Es gibt Anbieter die das machen und das quasi damit finanzieren dass sie mehr Gäste bekommen, weil eben eine Lademöglichkeit vorhanden ist. Es gibt aber auch Anbieter die für das Laden was verlangen, z.B. eine erhöhte Parkgebühr. Das ist auch ok. Immer kann ein leerer Tesla Strom für 10+ Euro speichern.

Ich selbst suche Hotel weitgehend nur noch danach aus ob sie überhaupt eine Lademöglichkeit bieten, am besten einen DeC den ich dann zumindest einmal nutze um komplett für den Rückweg aufzuladen.

Das Destination Charging ist für die wichtig die eben keine Möglichkeit haben Zuhause zu laden (Laternenparker). Sie erhalten damit die Möglichkeit ohne zusätzliche Wartezeit beim Laden den Ladestand immer wieder aufzufrischen. Das nicht Warten müssen beim Laden ist eben das Kennzeichen für Destination Charging. Das kann eben dann im Hotel sein, beim Restaurant, beim Einkaufen, bei Pendelparkplätzen, einfach generell wenn man parkt. Es steht eben dann nicht das Laden im Vordergrund sondern das Parken. Man braucht auch den Parkplatz nicht frei machen wenn man nicht mehr lädt. Man parkt irgendwo wie mit dem Verbrenner, und wenn man den Parkplatz nicht mehr braucht fährt man weiter. Ganz nebenbei hat man auch noch getankt. Absolut null Zeitverlust durch das laden, genauso wie beim Home Charging derjenigen die die Möglichkeit dazu haben.

Man braucht an diesen Parkplätzen mit Lademöglichkeit auch keine 11 kW Ladung, sondern es tun auch 3,6 kW. Mehr als 90 % der Tageszeit steht das Auto auf einem Parkplatz und kann laden. Bei 20 h Parkzeit und 3,6 kW Leistung kann man mindestens 300 km Reichweite laden. Wenn das nicht reicht kann man dann immer noch zu einer Schnellladestation fahren und muss dann halt auf das laden warten.

Die Beschränkung auf 3,6 kW reduziert den Aufwand und die Spitzenlast erheblich. Zudem ermöglicht diese geringe leistung auch eine einfache zeitbasierte Abrechnung, z.B. zusammen mit den Parkplatzkosten, ohne diejenigen zu benachteiligen die nur langsam laden können. Aber auch eine Abrechnung nach kWh ist möglich, wie es viele Campingplätze zeigen. Statt mit einzelnen Ladesäulen mit 2x 22 kW Anschlüssen, dessen Parkplätze man nur während des Ladevorgangs nutzen darf, wäre den Leuten mit langen Standzeiten an einem Ort mit preiswerten 12x3,6 kW Anschlüssen weit mehr gedient. Mit Loadsharing geht noch weit mehr, insbesondere da bei hoher Zahl der Gleichzeitigkeitsfaktor nicht mehr 1 ist.

Das Geld das jetzt alles mit 350 kW Ladestationen, wo dann nur die Luxuskarrossen mit voller Leistung laden können, zu verpulvern wäre es weit sinnvoller gerade in Innenstädten möglichst viele öffentliche Parkplätze mit einer Lademöglichkeit zu versehen. Denn gerade die Stadtbewohner haben in den seltensten Fällen die Möglichkeit Home Charging zu verwenden.
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