Stromzähler vs Wechselrichter

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Weidemann » 10.07.2018, 19:20

Die erlaubten Fehler bei Stromzähler sind ziemlich groß, siehe hier:
veraenderung-der-grundlast-in-abhaengigkeit-von-pv-p1621738.html#p1621738

Möglicherweise bekomme ich seit 17 Jahren zu wenig Einspeisevergütung?

Es ist durchaus möglich, dass du bei gleicher eingespeister Strommenge 10% weniger Geld bekommst als dein Nachbar. In diesem Sinne wäre "zu wenig Vergütung" die richtige Bezeichnung.
Rechtlich gesehen allerdings bekommst du die "korrekte" Vergütung ;-)

Dass das technisch bedingt nicht genauer kalibrierbar ist, glaub ich keine Sekunde lang.

Die Hersteller machen das so genau, wie es für vernachlässigbare Kosten eben möglich ist. Meistens stimmts auf wenige Prozent überein, aber eben nur meistens. Es gab hier schon Fälle, wo sogar die Messung der beiden Tracker stark zueinander abweicht...

jodl hat geschrieben:was hast du denn schon alles von "falsch zählenden" Ferrariszählern gehört? Gib doch mal ein Beispiel.

Ich hab mehrere defekte Zähler in Erinnerung, glaub auch hier im Forum. Das waren aber in der Mehrzahl "modernere" Zähler, wenn ichs richtig im Kopf habe. Dem geeichten Zähler blind vertrauen würd ich daher keinesfalls.
sonnige Grüße,
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon osblo » 10.07.2018, 19:31

Ich persönlich würde ganz einfach nach 17 Jahren den "alten" geeichten Zähler gegen einen neuen ersetzen.

Falls es immer noch der erste Zähler ist wäre die Eichfrist ja eh nach dem Jahr der Eichung plus 16 Jahre abgelaufen, also der Tausch überfällig.
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Weidemann » 10.07.2018, 20:11

osblo hat geschrieben:Falls es immer noch der erste Zähler ist wäre die Eichfrist ja eh nach dem Jahr der Eichung plus 16 Jahre abgelaufen, also der Tausch überfällig.

Das kann der VNB per Stichproben-Prüfung verlängern... ich kenn viele Ferraris-Zähler, die sind schon erheblich älter als 16 Jahre. Wenn man da einen neuen verlangt, muss man ihn wohl selbst zahlen.
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon jodl » 10.07.2018, 20:12

Weidemann hat geschrieben:Ich hab mehrere defekte Zähler in Erinnerung, glaub auch hier im Forum. Das waren aber in der Mehrzahl "modernere" Zähler, wenn ichs richtig im Kopf habe. Dem geeichten Zähler blind vertrauen würd ich daher keinesfalls.


das ist auch mein Kenntnisstand, daß es da meist um elektronische Zähler geht, und nicht um mechanische. Deshalb meine Bitte nach mehr Info. Blind vertrauen würde ich auch nicht, nur setzt ein Überprüfen oder Kontrolle ein geeignetes Meßmittel voraus, und ein Wechselrichter ist das auf jeden Fall nicht.

osblo hat geschrieben:Ich persönlich würde ganz einfach nach 17 Jahren den "alten" geeichten Zähler gegen einen neuen ersetzen.

Falls es immer noch der erste Zähler ist wäre die Eichfrist ja eh nach dem Jahr der Eichung plus 16 Jahre abgelaufen, also der Tausch überfällig.


für dich persönlich kannst du das auch machen, aber wenn es über den persönlichen Bereich hinausgeht kann es sein daß du recht schnell an Grenzen stößt. "Ganz einfach" wirst du dan nichts "ersetzen" können. Und wenn es ein Zähler vom Netzbetreiber / Meßstellenbetreiber ist, dann gilt auch die 16 jährige Eichfrist nicht unbedingt, wenn der Verwender ein Stichprobenverfahren anwendet dann können die Zähler ruhig noch ein paar Jahrzehnte über den Termin bleiben.
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Schoenberg » 10.07.2018, 22:58

Nimm irgendeinen (alten) Ferraris 3 Phasen, lass ihn von einem Kalibrierlabor Kalibrieren/Justieren (Eichen) ( 1000 Euro ?) und schalte ihn in Reihe zu allem. Mit DEM kanst du dann (innerhalb der bestätigten Abweichungen) mit dem Abnehmer diskutieren.

z.B.
https://www.messweb.de/firmen-und-organ ... enger.html

Oder leih/kauf dir was gutes, ein quasi B-Normal Wattmeter, damit kommst du schneller ans Ziel.
https://www.hioki.com/en/products/detai ... t_key=6413

http://www.testequipmentdepot.com/hioki ... 390-01.htm

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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Weidemann » 10.07.2018, 23:30

Schoenberg hat geschrieben:http://www.testequipmentdepot.com/hioki ... 390-01.htm

mit 8000 Eier bist du dabei.

Genauigkeit der Leistungsmessung 0,04%!
Wenn man bedenkt, dass man selbst mit den üblichen Multimetern bei der Strommessung ca. 1% Ungenauigkeit hat, ist das ein beeindruckender Wert.
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon jodl » 10.07.2018, 23:51

ob sich das bei der 1,98 kWP Anlage des TS aus 2001 noch lohnt ?
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Schoenberg » 12.07.2018, 09:23

jodl hat geschrieben:ob sich das bei der 1,98 kWP Anlage des TS aus 2001 noch lohnt ?

Aber natürlich lohnt sich das.
Netzbetreiber und Versorger verfolgen ihre Rechte bis auf den letzten Cent, und bedienen sich nebenbei großzügig beim Kunden. Oder hast du schonmal irgendeinen Versorger pleite gehen sehen ?
Wenn ein solcher Anspruch durch exakten Beweis untermauert wird, ist die Einforderung nicht schwiereig, das weiss jeder Schnellmerker.
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Monsmusik » 13.07.2018, 10:32

Während andere Teilnehmer und die Forumssuche mich wirklich weitergebracht haben, und ich inzwischen verstehe, dass die Toleranzen der Leistungsmessung auf beiden Seiten einfach größer sind als ich geschätzt habe, kann der liebe jodl nicht aufhöhren, mich bei einer technischen (!) Frage auf persönlicher Ebene zu beleidigen, mir fehlende Intelligenz, Geldgier, Denkfaulheit und Trivialität zu unterstellen und mich zu verspotten.
Es kann ja sein, dass es nach Jahren im Forum ein wenig nervt, immer wieder die gleichen Fragen zu hören, aber man muss doch nicht so darauf reagieren. Würdest du mir das alles auch so ins Gesicht sagen? Wenn man nicht höflich bleiben kann, dann kann man auch einfach mal still sein.

Frank
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Re: Stromzähler vs Wechselrichter

Beitragvon Weidemann » 13.07.2018, 10:51

Monsmusik hat geschrieben:Wenn man nicht höflich bleiben kann, dann kann man auch einfach mal still sein.

@Jodl: dem schließe ich mich an. Der Ton macht die Musik. :danke:
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