Solarkabel durchgeschmort (Isolierung spröde)

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon pvx » 26.07.2018, 13:57

Bitte diesen Satz:" Das Kabel war aufgeschmolzen und Unterkonstruktion und Modulklemmen nicht Schmauchspuren zu sehen, die Unterseite der Modulklemme ist fast schwarz." nochmal, korrigiert, damit man versteht was Du da sagen willst. Danke.

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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon wurzel » 26.07.2018, 19:05

Das Kabel war aufgeschmolzen und AN Unterkonstruktion und Modulklemmen WAREN Schmauchspuren zu sehen. Die Unterseite der Modulklemme WAR fast schwarz.
Nagespuren waren nicht zu sehen (kein Marderverdacht. )

pvx hat geschrieben:Bitte diesen Satz:" Das Kabel war aufgeschmolzen und Unterkonstruktion und Modulklemmen nicht Schmauchspuren zu sehen, die Unterseite der Modulklemme ist fast schwarz." nochmal, korrigiert, damit man versteht was Du da sagen willst. Danke.


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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon Bento » 26.07.2018, 20:47

Was sagt denn dein Monteur zu der Ursache?
Irgendetwas muss ja auf der Rechnung stehen, die du doch sicherlich bei der Versicherung einreichen willst, oder?
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon Weidemann » 26.07.2018, 21:12

wurzel hat geschrieben:Das Kabel war aufgeschmolzen und AN Unterkonstruktion und Modulklemmen WAREN Schmauchspuren zu sehen. Die Unterseite der Modulklemme WAR fast schwarz.

Wenn es einen Lichtbogen zu Klemme oder UK gegeben hätte (was ja eh unwahrscheinlich ist), dann müsste da mehr sein als nur Schmauchspuren. Dann müsste da sowas wie "Schweißspuren" zu sehen sein, also eine punktuell angeschmolzene Oberfläche.

Schmauchspuren und Ruß gibts auch, wenn z.B. ein Stecker abbrennt, einfach weil Kunststoff und Ruß in die Umgebung siffen.
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon pvx » 26.07.2018, 22:42

Also hat sich im Kabel ein Lichtbogen gebildet, der die Isolation z.T. verbrannt hat. Weil die Kabelenden nicht mehr da sind kann man die Enden der Litzen dazu nicht mehr ansehen. Ein Bogen schmilzt kupferne Leiterenden zu kleinen duktilen roten Kügelchen im schwarzen bröseligen Oxid.
Ursache ist möglicherweise Korrosion des Leiters durch Poren in der Isolation. Hätte man beim Leckstromtest bei Regen merken müssen. Sie vermindert den Querschnitt des Leiters nach und nach bis eines sonnigen Tags der dünn gewordene Leiter bei Imax schmilzt und ein Lichtbogen zwischen der auseinanderlaufenden Metallschmelze entsteht.

Durch einen Widerstand zwischen dem Pluspol des strings und der metallischen Unterkonstruktion kann man solche Korrosion verhindern. Wenn hingegen der Minuspol des strings elektrisch leitend mit der metallischen Unterkonstruktion verbunden ist befördert das die Korrosion durch Poren.
Welche Spannung bei welcher Polarität misst man denn jetzt zwischen strings und der metallischen Unterkonstruktion?

Unter Schmauch versteht man übrigens die Spuren verbrannten Schießpulvers. Der korrekte Ausdruck wäre Kondensat.

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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon wurzel » 26.07.2018, 23:24

Bento hat geschrieben:Was sagt denn dein Monteur zu der Ursache?
Irgendetwas muss ja auf der Rechnung stehen, die du doch sicherlich bei der Versicherung einreichen willst, oder?


Ich hab noch keine Rechnung und was der Monteur da drauf schreibt weiß ich nicht. Er rätselt ja auch und es kommt ihm offenkundig häufiger unter.
Er hat die Anlage übrigens nicht gebaut.

Versicherung? Ist was für Feiglinge.
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon Bento » 27.07.2018, 14:17

wurzel hat geschrieben:Versicherung? Ist was für Feiglinge.

Man könnte auch sagen:
Keine Versicherung ist was für Mutige!

Die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen. :wink:
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon wurzel » 27.07.2018, 15:12

Bento hat geschrieben:
wurzel hat geschrieben:Versicherung? Ist was für Feiglinge.

Man könnte auch sagen:
Keine Versicherung ist was für Mutige!

Die Wahrheit liegt meistens irgendwo dazwischen. :wink:

Mir erklärte es mal ein erfolgreicher Versicherugsmanager im privaten Gespräch - es entsprach ganz grob meinen Überlegungen:

Wenn man genug profitable Risiken angehäuft hat ist die Wahrscheinlichkeit, dass viele zugleich eintreten extrem gering.
Wenn man sich die Versicherungsprämien spart kann man sparen:
1. die Partizipation an den Kosten der Versicherungsbetrüger
2. die Spanne der Versicherer (liegt zum Bsp bei der Insasssen-Unfallversicherung bei 80 %)
3 die ganzen nervigen Beratungsgespräche

Voraussetzung: finanzielle Reserven um den Eintritt eines Risikos abzufangen bzw die Risiken können keine existenzielle Bedrohung annehmen

Was bleibt:
Krankenversicherung
evtl. Unfallversicherung
Kfz- und Privat-Haftpflicht
Feuerversicherung fürs Haus
evtl. Rechtsschutz
ja .. ich hab sogar meine PV-anlagen versichert. Aber nicht gegen Einspeiseausfall und nicht für Kleinreparaturen.

Rest: vergiss es
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon Schoenberg » 27.07.2018, 15:18

Mechatroniker hat geschrieben: Wäre sehr interessant wenn du die Infos noch teilen könntest, ich könnte mir auch eine Verkettung von Temperatur, Spannung gegen Masse und Teilentladungsvorgängen in der Isolation durch die Schaltflanken des Wechselrichters vorstellen.

Danke!

Wow, es kennt jemand Teilentladung hier... ich bin beeindruckt.

Ich würde auch mal die Kabelspezifikation überprüfen.
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Re: solarkabel durchgeschmort

Beitragvon Schoenberg » 28.07.2018, 13:49

pvx hat geschrieben:
Unter Schmauch versteht man übrigens die Spuren verbrannten Schießpulvers. Der korrekte Ausdruck wäre Kondensat.


Damit wird es wirklich nicht besser.
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