Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desaster?

Was alles passiert beim Betrieb von Solaranlagen

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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon seppelpeter » 03.10.2018, 10:26

Schattenmanagement wäre schon wichtig und dann hätte man Nord eigentlich auch voll machen können.

Wie auch immer ... es ist eine schöne und große Anlage.

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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon zooom » 03.10.2018, 10:29

MBIKER_SURFER hat geschrieben:
hgause hat geschrieben:Ist schon richtig, aber von "aufholen"
django65 hat geschrieben:Wenn das Wetter schlechter/wolkiger wird wird die Nordseite aufholen.

kann IMHO hier nicht die Rede sein oder war Nord besser als Süd? :roll:


Wenn ich solche Dinge lese, dann frage ich mich, ob wir bei Grimms Märchenstunde sind.
Danke @hgause für Deinen korrektiven Worte!


Ich denke @django65: hat mit "aufholen" aussagen wollen, daß das Ertragsverhältnis Nord- zu Süddach sich verbessern wird (beigesamt niedrigerem Niveau) bei bedecktem oder nicht so sonnigem Himmel, das war ja auch die Ausgangsfrage. Muß man nicht gleich losgranteln.
Gruß Thomas

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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon Eisbaer » 03.10.2018, 10:36

So habe ich das auch aufgefasst nur den Teil mit "Norddach gut im Winter" kann man bei allem Wohlwollen nicht so stehen lassen! :wink:
Servus
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon eba » 03.10.2018, 10:48

Wollen wir es mal so ausdrücken: auch bei schlechtem Wetter (außer Schnee) bring das Norddach einen ordentlichen Anteil zum allerdings immer noch mageren Ertrag bei, ohne Norddach wäre dieser eher äußerst dürftig.
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon MBIKER_SURFER » 03.10.2018, 11:09

eba hat geschrieben:Wollen wir es mal so ausdrücken: auch bei schlechtem Wetter (außer Schnee) bring das Norddach einen ordentlichen Anteil zum allerdings immer noch mageren Ertrag bei, ohne Norddach wäre dieser eher äußerst dürftig.


Und das reiht sich eben nahtlos in die Thematik: Schwachlichtverhalten ein.
Wir reden hier - in den 6 Wintermonaten - über Peanuts bei den Erträgen!. Dass es sie gibt - zweifelsfrei. Nur solche Erträge sind eben homöpathischer Natur.
Klar - bei den momentanen Modulpreisen kann man auch sowas machen - aber bitte nicht Verallgemeinern!
Gruß
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon PV tut Not » 03.10.2018, 11:14

Naja, die Nordmodule machen pro Modul bei dieser Diffuswetterlage hier immerhin noch mehr als 50% von dem, was die Südmodule jeweils machen.
Und ich habe 45° Neigung.
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon MBIKER_SURFER » 03.10.2018, 11:20

PV tut Not hat geschrieben:Naja, die Nordmodule machen pro Modul bei dieser Diffuswetterlage hier immerhin noch mehr als 50% von dem, was die Südmodule jeweils machen.
Und ich habe 45° Neigung.


Nun - Dachneigung ist für diffuse Erträge irrelevant!
Gruß
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon Weidemann » 03.10.2018, 11:23

Das seh ich diametral anders: Mit Schwachlichtverhalten hat das rein garnichts zu tun, und die Ertrage sind durchaus wesentlich (was soll das mit Homöopathie zu tun haben?).

Beispiel: 5kWp auf dem Süddach, und 5kWp auf dem Norddach, DN30°.

Das Süddach allein bringt im November im Schnitt 5,9 kWh täglich. Das Norddach bringt weitere 2kWh täglich. Für so einen Vorteil geben andere Unsummen für Sunpower und Panasonic aus!

Noch krasser ist es an trüben Suppenküchen-Tagen: Dann lässt sich der Tagesertrag von ca. 2kWh auf 3,5kWh steigern (die Ausrichtung und Neigung hat durchaus einen Einfluss auf die diffusen Erträge) -> das bringt spätestens beim Thema Speicher etc. einen nennenswerten Eigenverbrauchs-Vorteil, denn da kommts im Gegensatz zum Sommer auf jede kWh an.

MBIKER_SURFER hat geschrieben:Meine Entscheidung lautet: Gute Erträge bis topp Erträge.

Wenns nur so einfach wäre, sich immer die nötige Süddachfläche für 30kWp auf dem Reihenhäuschen aus dem Hut zu zaubern ;-)
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon PV Ndh » 03.10.2018, 11:59

MBIKER_SURFER hat geschrieben:Nun - Dachneigung ist für diffuse Erträge irrelevant!


Das stimmt so natürlich nicht! Bei diffuser Einstrahlung ist ein flacherer Winkel einem steileren nahezu immer überlegen, die Ausrichtung (Nord/Süd...) ist dabei dann weniger wichtig.
Ein Aufholen des Norddaches im Vergleich zu Süd, kann allerdings auch so gut wie ausgeschlossen werden. Wie auch Der Ertrag ist bei diffuser Einstrahlung und gleicher Dachneigung ja in etwa gleich hoch. Das Norddach holt also eher nicht auf, es verliert nur an schlechten Tagen nicht großartig weiter. Das schließt aber nicht aus, das der Ertrag des Nordaches an bedeckten Wintertagen viel höher ist als an Wintertagen mit durchgehendem Sonnenschein.
Solange einfach der gesamte Strom pauschal vergütet wird sieht das Norddach im Vergleich meist schlecht aus, es liefert aber Zweifelsfrei einen höheren Anteil seines Gesamtertrages gerade bei weniger optimalen Lichtbedingungen. Die Wertigkeit des Stromes ist zu diesen Zeiten auch höher, das fällt nur mit pauschaler Vergütung den wenigsten auf.
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Re: Anlage defekt oder ist Norddach im September immer Desas

Beitragvon Broadcasttechniker » 03.10.2018, 12:13

Korrekt.
Mein Westdach ist eigentlich ein WSW Dach mit DN33 und mein Ostdach ein ONO Dach mit DN14.
Bei Schmuddelwetter ist der Stringstrom dort definitiv höher als beim eher südlich ausgerichteten Dach, auch am Nachmittag.
Zwar nur ein paar Prozent, aber immerhin.
Interessant ist auch, dank Einzelmodulüberwachung zu sehen, dass der Kamin der im normalen Sonnenverlauf keinen Schatten macht, bei diffusem Licht den von Norden kommenden Teil wegnimmt und eine Leistungsminderung macht.
Zuletzt geändert von Broadcasttechniker am 03.10.2018, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
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