Stromkosten Österreich (NÖ) Gewerbe und PV / Speicher

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Stromkosten Österreich (NÖ) Gewerbe und PV / Speicher

Beitragvon mmmpv » 16.09.2018, 01:20

Werte Gemeinde,

ich habe vor ein paar Tagen meine Stromabrechnung für 2017/2018 bekommen und war doch etwas überrascht. Analyse, Erkenntnisse und Entscheidungen / Optimierungen möchte ich hiermit teilen:

Die Stromkosten werden auf der Rechnung und e-Control getrennt ausgewiesen, Energiekosten+Netzkosten+Steuern und Abgaben. Soweit nichts Neues.
Unbrauchbar ist diese Aufschlüsselung dennoch allemal, denn es sollte ausgewiesen werden:
- Kosten pro kW Spitzenleistung
- Kosten pro kWh Bezug
- Fixkosten pro Tag oder Jahr

Hier meine Verbrauchsdaten:
Spitzenleistung Durchschnitt: 17 kW
Bezug: 21871 kWh
Einspeisung: 2478 kWh
Eur 3091+MwSt=3710
Keine Diskussion, viel zu hoch. Und der eingespeiste Strom vergütet mit 3,7 ct. Da bin ich gleich ein paar Irrtümern aufgesessen.

Also die Rechnung anders (siehe oben: kW / kWh / fix) aufgeschlüsselt:

Kosten Spitzenleistung 17 kW
170 Energie
605 Netz
192 Abgaben
967 Summe = Eur 57 / kW
1160 inkl. MwSt

Kosten 21871 kWh
857 Energie
672 Netz
478 Steuern
2007 Summe = 9,2 ct / kWh
2408 inkl. MwSt.

Kosten Fix (Jahr)
84 Netz
31 Steuern
115 Summe
138 inkl. MwSt.


Einspeisung 2478 kWh
91,87 = 3,7 ct / kWh

E-Control Tarifkalkulator bei Gewerbe zeigt mir meinen EVN Tarif gar nicht an. Als gäbe es diesen nicht. Es gibt sogar keinen einzigen EVN Gewerbetarif laut Gewerbe-Kalkulator.

Ergebnis der Analyse: die Spitzenleistungen treffen mich besonders hart und versauen die Kalkulation. Hier muss ich ansetzen. Dass mich die bezogene kWh wenig kostet, ist sehr gut. Dass ich fast nichts für die eingespeiste kWh bekomme ist suboptimal.

Erkenntnisse:
1. mir ist nun ziemlich egal, ob ich einspeise oder nicht, ob ich am Einspeiselimit bin oder nicht. Ist nicht mal den Gedanken daran wert.
2. die Spitzenleistungen müssen runter. Realistisch komme ich runter auf 3 bis 5 kW im Jahresdurchschnitt. Dann wären die Stromkosten sogar weit unter dem günstigsten Anbieter laut Tarfikalkulator.
3. ich nutze nun den Speicher, um die Spitzen zu vermeiden - habe entsprechend herumprogrammiert an der eigenen Steuerung.
4. Wärmepumpentarif: ist mir nun voll egal, ich bin durch Gewerbe schon unter den besten Wärmepumpentarifen, vermiedene Spitzenleistungen vorausgesetzt.

Das haut nun die Rentabilitätsrechnung des Speichers nicht großartig nach vorne, aber vielleicht hilft es jemandem - Gewerbe und Spitzenleistungen können weh tun...

Stimmt auch nicht ganz - das könnte ja auch in Zukunft jedermann blühen, es wird ja schon politisch diskutiert - private und Spitzenleistungen.
Wie kann ein Privater 17 kW Spitzenleistungen im Schnitt erreichen?
Kein Problem, 3-Auto 3phasig laden (= 11 kW) plus gleichzeitig kochen oder sonst was. Oder eine Zoe mit 22 kW laden - gratuliere.
Es reicht, das nur 1 Mal im Monat (!) für 15 Minuten zu tun - wenn die Berechnung für Private gleich ausgeführt werden sollte wie für Gewerbe jetzt.
Lösung ohne Speicher: e-Auto langsamer laden lassen, die Nacht ist ja lang genug...

Grüße, mmmpv
Victron ESS, 40 kWp + 100 kWh von pezibaer, nachgeführte Anlage 19 kWp
https://www.photovoltaikforum.com/meine-anlage--f24/meine-victron-ess-anlage-t124899.html
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