Sind Heimspeicher netzdienlich und helfen der Dunkelflaute?

Netzparallel Solar Strom Speicher für Photovoltaik

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Sind Heimspeicher netzdienlich und helfen der Dunkelflaute?

Beitragvon joule » 12.07.2017, 18:15

Hab ich es überlesen oder wurde es erwähnt:

Kleine PV-Anlagen mit Speicher und hohem Eigenverbrauchsanteil tragen zu einer gleichmässigen Netzauslastung und Reduzierung der erforderlichen Kraftwerksleistung bei.

EEG-Anlagen ohne Speicher führen dagegen zu starken Schwankungen der Netzauslastung und erfordern daher viele Backup-Kraftwerke, die bei fehlendem Sonnenschein einspringen müssen.

In ökologischer Hinsicht sind also die kleinen Eigenverbrauchsanlagen (mit Speicher) eindeutig zu bevorzugen.
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon Ralf Hofmann » 12.07.2017, 18:53

Hi,

joule hat geschrieben:Kleine PV-Anlagen mit Speicher und hohem Eigenverbrauchsanteil tragen zu einer gleichmässigen Netzauslastung und Reduzierung der erforderlichen Kraftwerksleistung bei.

EEG-Anlagen ohne Speicher führen dagegen zu starken Schwankungen der Netzauslastung und erfordern daher viele Backup-Kraftwerke, die bei fehlendem Sonnenschein einspringen müssen.

In ökologischer Hinsicht sind also die kleinen Eigenverbrauchsanlagen (mit Speicher) eindeutig zu bevorzugen.

und solchen Schmarrn glaubst Du wirklich? :roll:
Das ist im Forum doch schon gefühlte 100.000 x hoch und `runter diskutiert und lange widerlegt worden . . .
MfG
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon joule » 12.07.2017, 20:28

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

joule hat geschrieben:Kleine PV-Anlagen mit Speicher und hohem Eigenverbrauchsanteil tragen zu einer gleichmässigen Netzauslastung und Reduzierung der erforderlichen Kraftwerksleistung bei.

EEG-Anlagen ohne Speicher führen dagegen zu starken Schwankungen der Netzauslastung und erfordern daher viele Backup-Kraftwerke, die bei fehlendem Sonnenschein einspringen müssen.

In ökologischer Hinsicht sind also die kleinen Eigenverbrauchsanlagen (mit Speicher) eindeutig zu bevorzugen.

und solchen Schmarrn glaubst Du wirklich? :roll:
Das ist im Forum doch schon gefühlte 100.000 x hoch und `runter diskutiert und lange widerlegt worden . . .


Was ich schrieb hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern ist das Ergebnis logikorientierten und folgerichtigen Denkens.
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon conrath » 12.07.2017, 21:59

Ich unterstütze joule in der Argumentation im Grundsatz. Bei Einsatz Wärmepumpe (Hz/WW) mit Gesamtverbrauch 6300 kW (inkl Hausstrom) (2P-Haushalt), EFH 190 qm Wfl), bei 8 kWp Anlage mit Speicher 8 kW max bin ich seit Einbau der Anlage (16.2.17) bisher im 82% autark (seit Mitte April bis heute 96% autark) und habe zudem 2400 kW eingespeist (860 kW Bezug) in diesem Zeitraum.
Ich kenne die Argumente gegen Speicher, habe mich davon nicht beirren lassen und sehe es bisher klar als für unsere Situation sehr passende Lösung an. (Als Hobby geht es ja ohnehin durch...)
Die Energiekosten werden leider weiter steigen, ich habe mit sehr konservativen Annahmen und mit den im Forum erhältlichen Tabellenkalkulationen eine Amortisation der Gesamtanlage innerhalb von 12 Jahren errechnet. (Zusatz: Ohne Kredit finanziert.)
Die Anschaffung E-Mobilität stele ich mir in 2-3 Jahren vor. Da ich tagsüber das Auto überwiegend am Haus habe (selbst. mit Büro im Haus) würde der Eigenverbrauch sich erhöhen, die Aufladung würde i.d.R. erst nach vollständig geladenem Speicher erfolgen und somit die Spitze nutzen.
Bin offen für alle Anmerkungen und Kritik.
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon Ralf Hofmann » 12.07.2017, 22:21

Hi,

joule hat geschrieben:Was ich schrieb hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern ist das Ergebnis logikorientierten und folgerichtigen Denkens.

ja, und völliger Ahnungslosigkeit im Bezug auf Netzplanung. :?

Dass Homespeicher zu einer signifikant gleichmässigen Netzauslastung führen ist ein Märchen.
Denn dann müssten die Speicher 365 Tage im Jahr ihren Job gleichmäßig tun.
Dann könnte man die in die Netzplanung einbeziehen und wirklich Durchleitungs- oder Backupkapazitäten sparen.

Diese Leistung bringen Homespeicher aber nicht, da sie im Winter nicht planbar geladen werden können.
Ergo beeinflussen sie die Netzplanung auch nicht. Nichts wird eingespart, nix, nada.
Schon gar keine Kraftwerksleistung.
Denn Kraftwerksleistung sind die von Kraftwerken in`s Netz eingespeisten kWh. Und beim Einsatz von Speichern müssen MEHR kWh eingespeist werden und nicht weniger, um die Speicherverluste zu kompensieren. Und um die verschissenen kleinen Anlagengrößen zu kompensieren.

Die von Dir angesprochenen Schwankungen sind so oder so da, denn die wirklich signifikanten Schwankungen werden von WKA hervorgerufen und nicht von PV-Anlagen. PV verursachte Schwankungen sind Peanuts im Verhältnis zu den Windschwankungen und es ist nicht das geringste Problem, die auszuregeln.
Dazu werden Speicher erst etwas beitragen können, wenn davon eine Kapazität von mehreren GW verfügbar ist und die auch noch netzdienlich zur Verfügung stehen. Bis es mal soweit ist, rappeln wir schon in der Kiste.

Aber wie gesagt, das wurde alles schon vor Jahren hier bis in`s letzte Detail analysiert.
Daran ändert sich erstmal nix, auch wenn Du nochmal ganz neu über das Thema nachdenkst. :wink:
MfG
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon joule » 13.07.2017, 00:11

Ralf Hofmann hat geschrieben:Dass Homespeicher zu einer signifikant gleichmässigen Netzauslastung führen ist ein Märchen.


Es geht zunächtseinmal um das Tageslastprofil, wo PV-Speicher ein Mittel sind, das Lastprofil zu glätten.
Der SFV Solarenergie Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) schlägt daher dazu vor:
-
Vorschlag:
Solareinspeisungsspitzen kappen,
zwischenspeichern
abends und nachts einspeisen.

Denn dann müssten die Speicher 365 Tage im Jahr ihren Job gleichmäßig tun.
Dann könnte man die in die Netzplanung einbeziehen und wirklich Durchleitungs- oder Backupkapazitäten sparen.

Das ist zwar richtig, aber Stromspeicher tragen dennoch grundsätzlich dazu bei, dass weniger Kraftwerksleistung von unrentablen Spitzenlastkraftwerken bereitgestellt werden muss, um die starken Schwankungen durch PV u.a auszugleichen.
joule

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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon Ralf Hofmann » 13.07.2017, 06:18

Hi,

joule hat geschrieben:Es geht zunächtseinmal um das Tageslastprofil, wo PV-Speicher ein Mittel sind, das Lastprofil zu glätten.

und was nutzt das? Genau nichts!
Netze und Reservekapas müssen für den schlimmsten denkbaren Fall ausgelegt sein und dadurch sind alle anderen Szenarien schlicht obsolet. Aktuell werden die Netze und Reservekapas für die berühmt-berüchtigte Dunkelflaute ausgelegt.
Ob irgendein Tageslastprofil ausserhalb der Dunkelflaute glatt ist oder nicht hat was mit dem bekannten Sack Reis zu tun.
Die Kapazitäten, um das auszuregeln sind ohnehin da. Wenn`s anders wäre, wäre positive Regelleistung derzeit nicht so furchtbar billig mit um die 8 Cent/kWh. https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie


joule hat geschrieben:Das ist zwar richtig, aber Stromspeicher tragen dennoch grundsätzlich dazu bei, dass weniger Kraftwerksleistung von unrentablen Spitzenlastkraftwerken bereitgestellt werden muss, um die starken Schwankungen durch PV u.a auszugleichen.

Ich vermute, Du meinst nicht Kraftwerksleistung, sondern Erzeugungskapazität, oder?
Klar, die reduziert sich geringfügig für kurzzeitige Szenarien der Dunkelflaute.
Da aber für bis zu zwei Wochen (so lange dauern Dunkelflauten im schlimmsten Fall) Backupkapazität vorgehalten werden muss, fallen auch hier die Speicher komplett `raus, denn die sind nach spätestens 2 Tagen leer.
MfG
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon PV-Berlin » 13.07.2017, 06:51

Es geht zunächtseinmal um das Tageslastprofil, wo PV-Speicher ein Mittel sind, das Lastprofil zu glätten.
Der SFV Solarenergie Fördervereins Deutschland e.V. (SFV) schlägt daher dazu vor:
-
Vorschlag:
Solareinspeisungsspitzen kappen,
zwischenspeichern
abends und nachts einspeisen.


Wer so was vorschlägt, muss total Ahnungslos sein oder von RWE bezahlt werden. Ich glaube das nicht, dass der SFV nur Idioten als Berater hat, ergo Möglichkeit 2?

Speicher sind so gut netzdienlich wie der Powerwall 2 !!!!!! (?)

Der auf Phase L:1 4,6 KW ins Netz schickt, um auf Phase L: 2 und L: 3 in Summe 4,6 KW aus dem Netz zu ziehen. Wenn es ganz dumm kommt, das 25 * in einer Straße, weil sich die 'Bildungsbüger' zu einer "Einkaufsgenossenschaft" zusammen geschlossen haben, und der Elektriker heute immer noch als Subunternehmer zum Festpreis schraubt.

*so was machen Heute nur noch die Idioten. Wer als E-Fachbetrieb noch einen Zähler setzt, hat nicht alle Tassen im Abwasch.

Für den Powerwall 2 kann man schon Minimum 5 KWp PV haben (richtig gutes Zeug) Dass deren Stromenge dann der Energiewende fehlt, ist wirklich so schwer zu verstehen? * ca. 5 MWh
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon Stenis » 13.07.2017, 07:34

conrath hat geschrieben:Ich unterstütze joule in der Argumentation im Grundsatz. Bei Einsatz Wärmepumpe (Hz/WW) mit Gesamtverbrauch 6300 kW (inkl Hausstrom) (2P-Haushalt), EFH 190 qm Wfl), bei 8 kWp Anlage mit Speicher 8 kW max bin ich seit Einbau der Anlage (16.2.17) bisher im 82% autark (seit Mitte April bis heute 96% autark) und habe zudem 2400 kW eingespeist (860 kW Bezug) in diesem Zeitraum.
Ich kenne die Argumente gegen Speicher, habe mich davon nicht beirren lassen und sehe es bisher klar als für unsere Situation sehr passende Lösung an. (Als Hobby geht es ja ohnehin durch...)
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Meine Anlage läuft seit dem 23.02.17 - meine Autarkiegrad liegt bei 58% - ohne Speicher...
Will damit sagen: Warte auf den Winter...
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Re: Kurzstudie: Eigenverbrauchsoptimierung und Anlagengröße

Beitragvon JayM » 13.07.2017, 07:47

joule hat geschrieben:Hab ich es überlesen oder wurde es erwähnt:

Kleine PV-Anlagen mit Speicher und hohem Eigenverbrauchsanteil tragen zu einer gleichmässigen Netzauslastung und Reduzierung der erforderlichen Kraftwerksleistung bei.

EEG-Anlagen ohne Speicher führen dagegen zu starken Schwankungen der Netzauslastung und erfordern daher viele Backup-Kraftwerke, die bei fehlendem Sonnenschein einspringen müssen.

In ökologischer Hinsicht sind also die kleinen Eigenverbrauchsanlagen (mit Speicher) eindeutig zu bevorzugen.

Hallo @joule,
wenn die Speicher zur EV Erhöhung gefahren werden, machen sie das Netzmanagement schwerer, nicht leichter. Dann ist im Sommer um 11:00 Uhr der Speicher voll und just zur Mittagssolarspitze kommt die volle Leistung doch ins Netz.

Wenn die Speicher perfekt (prognosebasiert) netzdienlich gefahren werden, verhindern sie die Delle zur Mittagszeit und erlauben den sog. Grundlastkraftwerke (Atom und Braunkohle) den ungestörten Betrieb, während für die Energiewende später dringend benötigte Gaskapazitäten eingemottet werden.

Zur Deckung der Dunkelflaute tragen die Speicher auch nichts bei, somit auch nichts zur Vermeidung von Backup Kraftwerken. Im Gegenteil, im Winter hängen die dann mit Erhaltungs- und Ausgleichladung am Netz und machen das Problem noch schlimmer.

Dazu kommen dann noch 20% Speicherverluste auf alles was durch den Speicher geht und der CO2 "Rucksack" aus der Batterieherstellung.

Im Moment also reines Hobby und Befriedigung des eigenen Autarkiestrebens. Das kann ja Begründung genug sein, aber man braucht dafür nicht nicht-existente Systemvorteile herbeireden, die es heute noch nicht gibt.

Warum machen Speicher doch Sinn? WENN, und wirklich nur WENN wir PV weiter stark ausbauen bekommen wir in ein paar Jahren mal signifikante echte EE Überschüsse zur Mittagszeit. Und die kann man dann mit Speichern "retten". Für die Technologie- und Marktentwicklung zur Deckung zukünftiger Probleme also durchaus sinnvoll.
Dafür müssen aber die Dächer voll belegt werden, sonst kommen wir überhaupt nicht erst an den Punkt, ab dem wir regelmäßig echte EE Überschüsse sehen!

Gruß
Jochen

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