LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Netzparallel Solar Strom Speicher für Photovoltaik

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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon KatzEnergy » 12.07.2018, 21:47

Im Dezember und Januar habe ich insgesamt nur knapp 50 kWh in den Akku gespeichert.
Kann sein, dass ich ihn daher im kommenden Dezember und Januar abschalte.
Muss ich mal mit dem Solateur klären. Dürfte ja kein Problem sein.

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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon hmxa » 12.07.2018, 21:51

ich kenne jemand der war mit seinem Wagen auf dem Prüfstand - und ich lass den restlichen Bullshit der mich jetzt trifft wenn ich die Fakten nenne (ist zugegebenen auch schon > 10 Jahre her....) - wünsche Euch auf jeden Fall viel Erfolg !
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon ToBeK » 13.07.2018, 07:18

duncan02 hat geschrieben:Ich empfinde das als Augenwischerei da die nutzbare Kapazität nun keine 10 kWh sind, keine 9,8 kWh und auch kein 9,3 kWh nö diese ist nun irgendwo bei 8184 kWh (9300*0,88) :arrow: also ist es nur ein 8 kWh Akku der als 10er beworben wird :evil:....

Augenblick :!:

1. Der Akku wird nirgends mit 10 kWh angepriesen
2. Dass von den 9,8 kWh tatsächlich nur 9,3 kWh effektiv zur Verfügung stehen kann man vor dem Kauf im Datenblatt nachlesen - das ist kein Geheimnis
3. Dass der Speicher in SE Systemen durch deren konservative Auslegung weniger nutzbare Kapazität als angegeben hat, kann man dem Speicher nicht zur Last legen!

Ich kann den Ärger der SE-Anlagenbetreiber verstehen.
Aber dem Speicher (bzw. LG) kann man in dieser Angelegenheit keinen Vorwurf machen!

Von meiner Seite aus bin ich mit dem Speicher sehr zufrieden. Und die 9,3 kWh bringen meine Familie mich locker über den Tag.
In den letzten beiden Monaten hatten wir keine 10 kWh Strombezug aus dem Netz - obwohl unser WW über die WP (die am gleichen Zähler hängt wie die PV-Anlage) erzeugt wird.
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon KatzEnergy » 13.07.2018, 08:15

Stimmt.
Der wird zwar Resu 10 genannt, aber im Datenblatt offensiv mit 9,8 Nenn- und 9,3 Nutzbarer Kapazität beschrieben.
Ist auch gut so, 0,5 kWh Reserve zu lassen.

Ärgerlich ist wirklich nur, dass SE noch über 1 kWh abzwackt.
Bei anderen scheint es doch problemlos mit den 9,3 zu klappen.
Könnte SE ja Mal zu einem Seminar gehen.

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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon JoachimK63 » 13.07.2018, 09:10

Ich habe mir Eure Beträge der letzten Tage angeschaut und ich selber habe diese Mitteilung von SE noch nicht bekommen.
Dennoch ist natürlich klar, worum es hier gehjt und worauf der Unmut basiert.
Ich war schon geneigt, mich dem Frust verbal anzuschliessen, aber dann habe ich noch mal darüber nachgedacht, was die 12% Grenze im realen Betrieb bedeutet und was sie für mich und meine Anlage bedeutet.
Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Tage seit Installation des Speichers am 30.11.2017 anzuschauen und auf dieses Thema hin zu analysieren.
Dabei bin ich auf folgende Konstellationen gekommen, die für die 12% Grenze relevant sind oder nicht.

NICHT relevant sind folgende Betriebsarten:
Ich fange mal mit dem einfachsten an, das sind die jetzigen Tage in der lichtstarken Zeit.
- der Speicher wird jeden Tag vollgeladen und hat nach der Nacht noch 50-70%
Komplizierter ist es in der Zeit bis Februar / März.
- der Speicher wird voll geladen und dann bis zum Morgen nur auf >12% entladen
- der Speicher wird nicht voll geladen und schaltet dann in der Nacht irgendwann bei 12% ab
- der Speicher wird so gut wie gar nicht geladen

Alle diese Fälle sind NICHT dazu geeignet SE für die 12% Begrenzung zu kritisieren, weil in jedem dieser Fälle die verfügbaren 8,xx kWh des Speichers nicht vollständig genutzt wurden oder genutzt werden konnten.

Relevant für die Kritik sind diese Tage, an denen die 8,xx kWh vollständig genutzt wurden und noch mehr hätten genutzt werden können.
- der Speicher wird auf mindestens 88% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
- der Speicher wird auf 100% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen

Nur in diesen Fällen hätte eine tiefere Entladegrenze einen Mehrwert gebracht.
Und wenn ich unter diesem Aspekt die Tage anschaue, dann waren dies nur wenige.
07.12.2017
11. und 24.01.2018
06. / 14. / 16. / 24. und 25.02.2018
11.03.2018
Also in Summe 9 Tage an denen ich jeweils 1 kWh je 28 ct Netzbezug gespart hätte.
Wenn ich für Okt / Nov noch mal ein paar Tage hinzu rechne, dann komme ich vielleicht auf 4 Euro mehr Zukauf pro Jahr.
Oder 80 Euro in 20 Jahren.
Dies betrifft natürlich nur meine ganz persönliche Verbrauchs-Situation, aber damit kann ich leben.

Joachim
seit 10.2017: 2x 14 Axitec AC-300M, West-Ost, 22° Dachneigung, 2x SE WR 3680H, LG RESU 10H mit SE Sesti-S4 seit 30.11.2017
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon schluss » 13.07.2018, 09:28

Moin,

noch ein kleines Detail für die Berechnungen:

Beim Erreichen des SOE-Punktes beginnt der Speicher zyklisch aus dem Netz, meist mit 1 kW nachzuladen, um die Schwelle nicht zu unterschreiten. Lustigerweise speisst er gerne direkt nach Netzladung wieder ein, da er die oberer Schwelle überschritten hat.....Habe ich im Winter häufiger beobachten dürfen...
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon KatzEnergy » 13.07.2018, 10:23

JoachimK63 hat geschrieben:Relevant für die Kritik sind diese Tage, an denen die 8,xx kWh vollständig genutzt wurden und noch mehr hätten genutzt werden können.
- der Speicher wird auf mindestens 88% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
- der Speicher wird auf 100% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
(...)
Also in Summe 9 Tage an denen ich jeweils 1 kWh je 28 ct Netzbezug gespart hätte.
Wenn ich für Okt / Nov noch mal ein paar Tage hinzu rechne, dann komme ich vielleicht auf 4 Euro mehr Zukauf pro Jahr.
Oder 80 Euro in 20 Jahren.
Dies betrifft natürlich nur meine ganz persönliche Verbrauchs-Situation, aber damit kann ich leben.

Joachim


Moin,

das ist vollkommen richtig.
Für mich ist das aber zum Beispiel erheblich häufiger relevant. Dank 6 Personen und Warmwasser per Durchlauferhitzer habe ich einen ganz anderen Stromverbrauch. Ich habe zahlreiche Tage, an denen der Speicher auch jetzt im Sommer über Nacht auf die 12 % geleert wird, bevor morgens wieder genug Strom vom Dach kommt.
Nur so aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass das bis zu 180 Tage im Jahr ein Thema für mich werden kann. Erst gestern wieder ist der Akku auf 12 % runter gewesen und ich habe knapp eine kWh aus dem Netz bezogen. Die wäre ohne die Einschränkung noch da gewesen.

Im ungünstigen Fall, sollten die 180 Tage hinkommen, zahle ich an 180 Tagen jeweils ein kWh mit 0,271 € und damit schon 48,78 €, mit steigenden Strompreisen dann mehr. Auf 10 Jahre erwartete Funktion mindestens 500 €. Und mindestens 500 € wäre ein Akku mit einer kWh weniger nutzbarer Kapazität auch günstiger gewesen, macht schon mindestens 1.000 €.

Aber ganz weg von den reinen Zahlen!
Ich lasse mir nicht von irgendjemandem in der Form mein Eigentum negativ beeinflussen. Es ist ein großes Stück weit vor allem die Art, wie SE damit umgeht.
Da wird zB nicht klar kommuniziert, wo die ein Problem sehen. LG selbst hat ja schon eine Sicherheitsreserve von 0,5 kWh vorgesehen, was für gut eine Woche reichen sollte. Und wenn mein WR defekt ist, schalte ich den Akku entsprechend manuell komplett aus und habe noch länger Reserve für die Reparatur.

Aufs Auto übersetzt macht SE folgendes:
mein Wagen hat einen 60-l-Tank. Ich gehe zur Inspektion in die Werkstatt von SE und erhalte dort als Nebeneffekt ungefragt eine Funktion in die Fahrzeugelektronik programmiert, durch die mir eine Mindestbefüllung von 12 % des Tankvolumens, hier rund 7 L, vorgeschrieben wird. Der Wagen verweigert einfach die Weiterfahrt, wenn ich nicht Tanke. Die Werkstatt meint es ja nur gut mit mir. Es ist nur so zur Sicherheit, damit ich dummer Mensch nicht den Tank ganz leer fahre und meinen Motor schädige.
Aber klar, diese ungefragte Sicherheit wird gerne wieder zurück genommen und mein Auto in den Werkszustand gesetzt, wenn ich auf die Gewährleistung verzichte. Wie bescheuert ist das denn?

SE kann ja auch gar nicht die Gewährleistung von LG vorenthalten.
Wenn ich den Akku, wie von LG vorgesehen auf 0,5 kWh entlade, dann hat LG mir zugesichert, dass das OK ist.
Und wenn ich im Notfall nicht erkenne, dass ein größerer Schaden droht, weil sich der Akku durch einen defekten WR tiefenentläd, dann ist das doch sowieso meine Schuld.
Ebenso wie es meine Schuld ist, wenn ich ein Vollbrett bin und meinen Tank komplett leer fahre.
Die wollen scheinbar das OK haben, dass man sie nicht dafür belangt, dass die eine Sicherheitsreserve entfernen, die laut Hersteller des Akkus gar nicht vorgesehen ist.
Bescheuert...
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon matthiasroeschinger » 13.07.2018, 11:35

KatzEnergy hat geschrieben:
JoachimK63 hat geschrieben:Relevant für die Kritik sind diese Tage, an denen die 8,xx kWh vollständig genutzt wurden und noch mehr hätten genutzt werden können.
- der Speicher wird auf mindestens 88% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
- der Speicher wird auf 100% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
(...)
Also in Summe 9 Tage an denen ich jeweils 1 kWh je 28 ct Netzbezug gespart hätte.
Wenn ich für Okt / Nov noch mal ein paar Tage hinzu rechne, dann komme ich vielleicht auf 4 Euro mehr Zukauf pro Jahr.
Oder 80 Euro in 20 Jahren.
Dies betrifft natürlich nur meine ganz persönliche Verbrauchs-Situation, aber damit kann ich leben.

Joachim


Moin,

das ist vollkommen richtig.
Für mich ist das aber zum Beispiel erheblich häufiger relevant. Dank 6 Personen und Warmwasser per Durchlauferhitzer habe ich einen ganz anderen Stromverbrauch. Ich habe zahlreiche Tage, an denen der Speicher auch jetzt im Sommer über Nacht auf die 12 % geleert wird, bevor morgens wieder genug Strom vom Dach kommt.
Nur so aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass das bis zu 180 Tage im Jahr ein Thema für mich werden kann. Erst gestern wieder ist der Akku auf 12 % runter gewesen und ich habe knapp eine kWh aus dem Netz bezogen. Die wäre ohne die Einschränkung noch da gewesen.

Im ungünstigen Fall, sollten die 180 Tage hinkommen, zahle ich an 180 Tagen jeweils ein kWh mit 0,271 € und damit schon 48,78 €, mit steigenden Strompreisen dann mehr. Auf 10 Jahre erwartete Funktion mindestens 500 €. Und mindestens 500 € wäre ein Akku mit einer kWh weniger nutzbarer Kapazität auch günstiger gewesen, macht schon mindestens 1.000 €.

Aber ganz weg von den reinen Zahlen!
Ich lasse mir nicht von irgendjemandem in der Form mein Eigentum negativ beeinflussen. Es ist ein großes Stück weit vor allem die Art, wie SE damit umgeht.
Da wird zB nicht klar kommuniziert, wo die ein Problem sehen. LG selbst hat ja schon eine Sicherheitsreserve von 0,5 kWh vorgesehen, was für gut eine Woche reichen sollte. Und wenn mein WR defekt ist, schalte ich den Akku entsprechend manuell komplett aus und habe noch länger Reserve für die Reparatur.

Aufs Auto übersetzt macht SE folgendes:
mein Wagen hat einen 60-l-Tank. Ich gehe zur Inspektion in die Werkstatt von SE und erhalte dort als Nebeneffekt ungefragt eine Funktion in die Fahrzeugelektronik programmiert, durch die mir eine Mindestbefüllung von 12 % des Tankvolumens, hier rund 7 L, vorgeschrieben wird. Der Wagen verweigert einfach die Weiterfahrt, wenn ich nicht Tanke. Die Werkstatt meint es ja nur gut mit mir. Es ist nur so zur Sicherheit, damit ich dummer Mensch nicht den Tank ganz leer fahre und meinen Motor schädige.
Aber klar, diese ungefragte Sicherheit wird gerne wieder zurück genommen und mein Auto in den Werkszustand gesetzt, wenn ich auf die Gewährleistung verzichte. Wie bescheuert ist das denn?

SE kann ja auch gar nicht die Gewährleistung von LG vorenthalten.
Wenn ich den Akku, wie von LG vorgesehen auf 0,5 kWh entlade, dann hat LG mir zugesichert, dass das OK ist.
Und wenn ich im Notfall nicht erkenne, dass ein größerer Schaden droht, weil sich der Akku durch einen defekten WR tiefenentläd, dann ist das doch sowieso meine Schuld.
Ebenso wie es meine Schuld ist, wenn ich ein Vollbrett bin und meinen Tank komplett leer fahre.
Die wollen scheinbar das OK haben, dass man sie nicht dafür belangt, dass die eine Sicherheitsreserve entfernen, die laut Hersteller des Akkus gar nicht vorgesehen ist.
Bescheuert...


Dann solltest du aber auch einmal überlegen ob du die Zyklenzahl die in der Garantie erklärt ist nicht überschreitest. Dein Speicher ist wohl etwas zu klein. Laut Garantie 21,7MWh in 10 Jahren. Das entspricht 221 Vollzyklen im Jahr.


Gruß Matthias
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon KatzEnergy » 13.07.2018, 11:41

matthiasroeschinger hat geschrieben:
KatzEnergy hat geschrieben:
JoachimK63 hat geschrieben:Relevant für die Kritik sind diese Tage, an denen die 8,xx kWh vollständig genutzt wurden und noch mehr hätten genutzt werden können.
- der Speicher wird auf mindestens 88% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
- der Speicher wird auf 100% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
(...)
Also in Summe 9 Tage an denen ich jeweils 1 kWh je 28 ct Netzbezug gespart hätte.
Wenn ich für Okt / Nov noch mal ein paar Tage hinzu rechne, dann komme ich vielleicht auf 4 Euro mehr Zukauf pro Jahr.
Oder 80 Euro in 20 Jahren.
Dies betrifft natürlich nur meine ganz persönliche Verbrauchs-Situation, aber damit kann ich leben.

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das ist vollkommen richtig.
Für mich ist das aber zum Beispiel erheblich häufiger relevant. Dank 6 Personen und Warmwasser per Durchlauferhitzer habe ich einen ganz anderen Stromverbrauch. Ich habe zahlreiche Tage, an denen der Speicher auch jetzt im Sommer über Nacht auf die 12 % geleert wird, bevor morgens wieder genug Strom vom Dach kommt.
Nur so aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass das bis zu 180 Tage im Jahr ein Thema für mich werden kann. Erst gestern wieder ist der Akku auf 12 % runter gewesen und ich habe knapp eine kWh aus dem Netz bezogen. Die wäre ohne die Einschränkung noch da gewesen.

Im ungünstigen Fall, sollten die 180 Tage hinkommen, zahle ich an 180 Tagen jeweils ein kWh mit 0,271 € und damit schon 48,78 €, mit steigenden Strompreisen dann mehr. Auf 10 Jahre erwartete Funktion mindestens 500 €. Und mindestens 500 € wäre ein Akku mit einer kWh weniger nutzbarer Kapazität auch günstiger gewesen, macht schon mindestens 1.000 €.

Aber ganz weg von den reinen Zahlen!
Ich lasse mir nicht von irgendjemandem in der Form mein Eigentum negativ beeinflussen. Es ist ein großes Stück weit vor allem die Art, wie SE damit umgeht.
Da wird zB nicht klar kommuniziert, wo die ein Problem sehen. LG selbst hat ja schon eine Sicherheitsreserve von 0,5 kWh vorgesehen, was für gut eine Woche reichen sollte. Und wenn mein WR defekt ist, schalte ich den Akku entsprechend manuell komplett aus und habe noch länger Reserve für die Reparatur.

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Aber klar, diese ungefragte Sicherheit wird gerne wieder zurück genommen und mein Auto in den Werkszustand gesetzt, wenn ich auf die Gewährleistung verzichte. Wie bescheuert ist das denn?

SE kann ja auch gar nicht die Gewährleistung von LG vorenthalten.
Wenn ich den Akku, wie von LG vorgesehen auf 0,5 kWh entlade, dann hat LG mir zugesichert, dass das OK ist.
Und wenn ich im Notfall nicht erkenne, dass ein größerer Schaden droht, weil sich der Akku durch einen defekten WR tiefenentläd, dann ist das doch sowieso meine Schuld.
Ebenso wie es meine Schuld ist, wenn ich ein Vollbrett bin und meinen Tank komplett leer fahre.
Die wollen scheinbar das OK haben, dass man sie nicht dafür belangt, dass die eine Sicherheitsreserve entfernen, die laut Hersteller des Akkus gar nicht vorgesehen ist.
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Dann solltest du aber auch einmal überlegen ob du die Zyklenzahl die in der Garantie erklärt ist nicht überschreitest. Dein Speicher ist wohl etwas zu klein. Laut Garantie 21,7MWh in 10 Jahren. Das entspricht 221 Vollzyklen im Jahr.


Gruß Matthias


Ich schreibe ja von bis zu 180 Tagen im Jahr, an denen der Akku komplett ge- und entladen wird.
An den anderen Tagen, wenn so richtig schön von 7 bis 21 Uhr die Sonne scheint, findet nur eine Teilladung statt.
Einen größeren Akku konnte ich ja kaum nehmen, da gibt es nur wenig zu bekommen und ist unbezahlbar.

In früheren Posts habe ich aber auch geschrieben, dass ich ggf. noch einen Resu 7H dazunehmen möchte, wenn ich in einiger Zeit eine Klimaanlage für das ganze Haus installieren lasse. Dann würden sich die Akkus nur an richtig übel heißen Tagen dank der Klimaanlage vielleicht ganz entladen und den Rest des Jahres eine ruhige Kugel schieben und hoffentlich lange leben.
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Re: LG Chem Resu 10H - Erfahrungsaustausch

Beitragvon WaLa » 13.07.2018, 12:29

JoachimK63 hat geschrieben:Ich habe mir die Mühe gemacht, alle Tage seit Installation des Speichers am 30.11.2017 anzuschauen und auf dieses Thema hin zu analysieren.
Dabei bin ich auf folgende Konstellationen gekommen, die für die 12% Grenze relevant sind oder nicht.

NICHT relevant sind folgende Betriebsarten:
Ich fange mal mit dem einfachsten an, das sind die jetzigen Tage in der lichtstarken Zeit.
- der Speicher wird jeden Tag vollgeladen und hat nach der Nacht noch 50-70%
Komplizierter ist es in der Zeit bis Februar / März.
- der Speicher wird voll geladen und dann bis zum Morgen nur auf >12% entladen
- der Speicher wird nicht voll geladen und schaltet dann in der Nacht irgendwann bei 12% ab
- der Speicher wird so gut wie gar nicht geladen

Alle diese Fälle sind NICHT dazu geeignet SE für die 12% Begrenzung zu kritisieren, weil in jedem dieser Fälle die verfügbaren 8,xx kWh des Speichers nicht vollständig genutzt wurden oder genutzt werden konnten.

Relevant für die Kritik sind diese Tage, an denen die 8,xx kWh vollständig genutzt wurden und noch mehr hätten genutzt werden können.
- der Speicher wird auf mindestens 88% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen
- der Speicher wird auf 100% aufgeladen und vollständig auf 12% entladen

Nur in diesen Fällen hätte eine tiefere Entladegrenze einen Mehrwert gebracht.
Und wenn ich unter diesem Aspekt die Tage anschaue, dann waren dies nur wenige.
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11. und 24.01.2018
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11.03.2018
Also in Summe 9 Tage an denen ich jeweils 1 kWh je 28 ct Netzbezug gespart hätte.
Wenn ich für Okt / Nov noch mal ein paar Tage hinzu rechne, dann komme ich vielleicht auf 4 Euro mehr Zukauf pro Jahr.
Oder 80 Euro in 20 Jahren.
Dies betrifft natürlich nur meine ganz persönliche Verbrauchs-Situation, aber damit kann ich leben.

Joachim

Ich kann das nur bestätigen. Zur Untermauerung stelle ich mal meine Auswertung aus 2017 herein. Ich hatte die Auswertung gemacht, um herauszufinden, ob die Anschaffung eines RESU7H ausreichend gewesen wäre. Ich hatte den RESU10H nur genommen, da der Mehrpreis relativ gering war.
Die Auswertung hat allerdings einen Schönheitsfehler, da nur die Differenz zwischen Max- und Minladung des gleichen Tages ausgewertet wird. Genauer wäre sicherlich das Minimum des aktuellen Tages mit dem Maximum des vorherigen Tages zu nehmen.
Insgesamt zeigt sich, dass bei meinem Verbrauchsverhalten nur 10 Tage einen größeren "Hub" als 7 kWh haben. Nur an diesen Tagen wäre die 12%-Grenze eventuell relevant. Aus meinen Daten ergibt sich für mich praktisch kein Nachteil durch die 12%-Grenze. Das liegt natürlich auch daran, dass mein Akku für mein Verbrauchsverhalten überdimensioniert ist.

Gruß, Walter
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