Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon strakman0815 » 25.06.2018, 13:44

Schmelzdraht wurde nicht genommen da nicht verfügbar. im Bosch ebike Akku sind die Zellen zudem nicht balanciert. Stellt aber scheinbar auch kein Problem dar bei ausreichender Vorselektion.
Hatte ein Jahr lang ein case mit ca 240 Zellen Einzelabgesichert mit den verschiedensten Zellen im Einsatz, keine einzige Sicherung löste aus.
Der Schmelzdraht bringt Vorteile aber auch erhebliche Nachteile. Wenn der Schmelzdraht durchbrennt und das bei einigen Zellen der Parallelschaltung nimmt die Kapazität von dieser massiv ab, eine Überladung von diesem ist die weitere Folge da der balancer nicht in diesem Maße die Ströme korrigieren kann. es wäre ein Ketteneffekt. Bei der Entladung werden diese Zellen wiederum tiefentladen.
Somit wäre ein Schmelzdraht auch nur mit einem erhöhten Überwachungsaufwand sinnvoll (Die Einzelnen Zellenspannungen wäre nicht nur zu balancieren sondern sollten dann auch über eine Gesamtabschaltung bei Über- / Tiefentladung verfügen).

Balancieren in Kombination der Überwachung ist meines Erachtens gerade bei den Tesla cases wegen der Sicherung unbedingt erforderlich. Wenn die Temperatur ansteigt ist es zu spät.

Es ginge mit mehren Strings auch um die Hochskalierung zu vermeiden - jedoch vermehrt sich mit jedem String der Absicherungs- und balanceraufwand.
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon strakman0815 » 25.06.2018, 13:57

ergänzend ist anzumerken...
Wenn eine Zelle hochgeht unabhängig mit oder ohne Schmelzdraht (durch internen thermischen runaway) dann strahlt diese eine derartige Energie aus dass die Nachbarzellen das gleiche verzögert tun (wegen der zu starken thermischen Erwärmung). Es handelt sich dabei um einen Kurzschluss in der Zelle da die Isolierschicht zwischen den Metallfolien die Isolierende Wirkung verliert - unabhängig von der ext. Absicherung.
Wenn man eine 18650er Zelle mal live gesehen hat wo der Becher glühend rot ist und andere wiederum Feuerkwerskörperartig feuerspeiend umherfliegen schätzt man die mögliche Gefährdung neu ein...
Je mehr Zellen umso höher wird das Risiko.
Andersrum wieder betrachtet: Je mehr Zellen umso geringer ist die el. Belastung beim Laden / Entladen was das Risiko wieder verringert.
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon OssyOStborn » 25.06.2018, 14:02

Hallo Snoopy70,

besser als der "SuCseeker" kann man gar nicht machen, hast fertige Anleitung.
Modulzahl ist hier auch egal, solange es 2n sind. Die REC BMS passt perfekt und mit 315 € ist nicht der Rede wert.
Habe die selbst im Eisnatz.
Ich würde auch keinen Schrank und keine Kühlung für 4 Stück machen, an die Wand nageln oder so.

Gruß
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon Ryven » 25.06.2018, 14:52

Die Multiplus kannst du einstellen das es passt.
Durch den Hacken Lithum stellt du thermische Spannungsanpassung ab.
Läuft seit bald 2 Jahren.
Schmelzdraht -> ich hab Flachbandkabel hergenommen, da sind die Litzen für 1 A Dauerstrom ausgelegt.
Im Kurzschlussfall machts puff und weg ist der. Vorallem der ist billig.
Hab im bei der Montage unfreiwillig geprüft. ;-)
Mit ist schon eine Zelle hochgegangen. Zwischt und müffelt aber die reissen keine Nachbarzellen mit.
Seh das mittlerweile entspannt.
Hab da verschiedene Päckchen. 2x6 bis 2x8 Zellen als 25 Ah Block. Minus mit 30x0,1 Heliumband und später dann aus Kupfer.
Sind bis jetzt etwa 12k Zellen gewesen die im Betrieb sind.

Ich hab die Blöcke flach in Blechkisten eingebaut, ein bischen flacher als die 1 He Servergehäuse.
So passt etwa 1 kWh in einen Einschub.
Davon bekomme ich bis 50 Stück in das Rack. Seitlich 16 A Sicherung und Stromschienen die nach außen mit 315 A abgesichert ist.

Nimm mal eine aktuelle Zelle und schließ die Kurz. Die Zellen sind klein genug.
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon Snoopy70 » 09.08.2018, 17:15

OssyOStborn hat geschrieben:Hallo Snoopy70,

besser als der "SuCseeker" kann man gar nicht machen, hast fertige Anleitung.
Modulzahl ist hier auch egal, solange es 2n sind. Die REC BMS passt perfekt und mit 315 € ist nicht der Rede wert.
Habe die selbst im Eisnatz.
Ich würde auch keinen Schrank und keine Kühlung für 4 Stück machen, an die Wand nageln oder so.
n


Hallo,

so langsam füllt sich das Projektbuch und offentlich kommt mein Infini 5K nun endlich bald.
Von dort baue ich dann langsam los.

Ich werde mich wohl auf fertige Tesla Module aus 2017 oder sogar 2018 festlegen.
Erst einmal 2 Stück.
Gute Module zu bekommen ist irgendwie nicht ganz einfach. Die Hauptquelle für die EU sitzt wohl in Litauen.
Dort scheinen alle defekten Teslas hinzugehen ;-o

Noch ein Frage zu dem Anschluß der Pole. Die Tesla Module haben ja einen M8 Terminal Anschluß.
Gibt es hierfür eigentlich fertige Klemmen mit Schrauben auf 50mm2 Kabel?

Da ich die Module in 2s schalten werde und später in 2s2p wollte ich diese eventuell steckbar auf einer Sammelschiene machen.

Mit Anderson Verbindern 175A. Was meint Ihr?
http://www.andersonpower.com/us/en/prod ... b-175.aspx

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die 175A und die 50mm2 ausreichend sind.

Was meint Ihr?

Reicht von Modul zur Sammelschiene 50mm2 und von der Sammelschiene zum WR auch 50mm2?
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon Snoopy70 » 13.08.2018, 10:47

Hallo,

noch einmal zur Verdrahtung der Anlage.

Die wirklich sehr gute professionelle Anlage von sucseeker aus dem Tesla Forum hat mich zu folgenden Sammelschienen für die 2S String gebracht.

In Verbindung mit dem Schütz läßt es sich sauber und ordentlich aufbauen.

Zur Anregung der Mitleser hier ein Foto aus dem Thread.
Ich hoffe, dies für sucseeker in Ordnung, dass ich ein Teilfoto seiner Schaltung einstelle.

Zur Teileliste kommen also ein

Eaton DIL-M80, 230V, 37KW als Leistungsschütz

und diese Sammelklemmen dazu.
Leider weiss ich nicht, wie diese heißen.
Hat jemand den richtigen Begriff parat?

Wie habt Ihr die Batterie und das BMS verschaltet und abgesichert.

Irgendjemand mit NH-Trennern dabei?
Dateianhänge
Aufbau suseecher klein.PNG
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon Snoopy70 » 14.08.2018, 22:45

Hallo,
und weiter geht es.
Beim Auslegen des Systems ist nun aufgefallen, dass durch den 6S Tesla Akku die Spannung nur 50,4V bei 4,2V sind.
Die Akkus haben ja 3,7 * 6 = 22,2V * 2 = 44,4V

Dieses 6S Thema wurde ja immer mal wieder aufgegriffen.

Beim geplanten WR ist eine Schlußspannung von 50V die minimale Spannung, die möglich ist.

Eigentlich wollte ich die einzelnen Stings nur bis 4,1 oder 4,0V laden.
Dies ist mit dem Infinity WR dann wohl nicht möglich, oder?

Andere nehmen dafür das Sunny Island, da kann man bis auf 40V runter gehen.

Was meint Ihr, soll ich aus den Teslas ein 7S durch "anbauen" eines 3,7V 100ah Akkus machen?

Ich habe die Einstellungen im Infinity WR noch nicht Live gesehen, sondern nur in den Anleitungen.

Falls jemand den WR im Einsatz hat, wäre es hilfreich, wenn ihr mal schauen könntet, was die niedrigste Spannung ist, die man einstellen kann.
Im Internet gibt es dazu leider unterschiedliche Aussagen. Die Anleitung sagt 50V.

Gruß
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon BuBu01 » 15.08.2018, 02:02

Bei meinem 4K kann die Spannungskurve parallel dauerhaft verschoben werden. Das heißt auf dem Display stehen 50 Volt, geladen wird aber bis 54 Volt. Da gibt es Befehle für, welche über die serielle Schnittstelle eingepflegt werden müssen. Bei Bedarf such ich mal, müsste ich noch haben....
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon BuBu01 » 15.08.2018, 10:10

Das im pdf genannte Accessport-Programm gibt's im I-Net.
Dateianhänge
Infini3KW bat voltage calibration sop.pdf
(470.69 KiB) 3-mal heruntergeladen
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Re: Hobbyprojekt Stromspeicher aus Tesla Akkus

Beitragvon the--doctor-9 » 15.08.2018, 10:50

BuBu01 hat geschrieben:Das im pdf genannte Accessport-Programm gibt's im I-Net.


läd er dann auch mit 50V oder zeigt es nur an?

Im Sunny Island kannst du ziemlich easy alles Einstellen ohne Software.

Andere Frage gibt das interne BMS von Tesla einfach die Ladung frei oder willst du Li-ion ohne BMS betreiben was ich für nicht so ideal halte. Nicht das es mal zum Brand kommt wegen zu hoher Ladung.
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