Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon mike123 » 17.03.2017, 20:52

Hallo ihr Benutzer,

Wie sind den jetzt eure Erfahrungen mit LiFeYPO4 Speicher

Gruß Mike

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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon mike123 » 18.03.2017, 10:49

Hallo,
um das jetzt zu erweitern, gestern hatte ich immer Systemabstürze :juggle:

Welche Zellen habt ihr im Einsatz, wie lange läuft der Akku schon
Könnt ihr Leistungsreduzierung bzw. Kapazität Verluste feststellen
Eine Ladekurve würde ich mal gerne sehen, wie ist die Leistungsaufnahme gerade zum Ladeende wenn der Akku fast voll ist
Und was führ Balancer benutzt ihr, Aktive/Passive Hersteller

Oder bereut ihr sogar den Kauf solch System :mrgreen:

Gruß Mike

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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon arminst » 19.03.2017, 18:22

Hallo Mike,

unsere LiFePO4 Winston sind seit über 2 Jahren im Vollbetrieb.
18 x 400 Ah (2 x 200Ah parallel).

Als BMS ist ein passives EMUS-BMS in Verwendung.
Geladen wird auf 3,45V und entladen bis 2,9-3 V (sehr selten).

Laufen bisher problemlos.

Ladung über Studer XTH AC-Coupling mit Solaredge SE 6000 (5,3 kWp) und Steca Tarom 6000M (2kWp).
Max. Ladestrom (kurzzeitig) 100 A. maximale Entladeströme (kurzzeitig) 125 A.

Ladung erfolgt bis 3,45V (bzw. bis Zellendrift > 0,07V) mit dem maximal gerade gelieferten Strom.
Dann wird wieder leicht (100W) entladen (Überschussverwertung) und erst wenn die PV-Leistung < 1000W ist wird wieder geladen.

Da ich kurz vor 3,45 V bisher bereits die Überschussenergie zum BEV laden oder über die Heizpatrone umsetzte, wird sehr selten ein vollständiges Balancing durchgeführt.
Hier hat sich dann gezeigt, dass nach längerer Zeit (ca. 1 Jahr) manche Zellen auseinander laufen und dann bewusst länger mit kleinen Strom eine Ausgleichsladung durchgeführt werden muss.

Ich würde daher heute ein aktives Balancing bevorzugen, bei dem in jeder Phase die Zellen auf z.B. 10 mV Differenz halten und die Zellen mit geringerer Zellenspannung aus den Zellen mit höherer Zellenspannung ausgleichen.

l.G.
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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon mike123 » 19.03.2017, 19:58

Hallo Armin,

vielen Dank für deine Info
Oje, da ist dann aber schon so einiges an Regel und Steuer Electronic am arbeiten
Wo geht die Überschussenergie hin wenn der Kia nicht an der Ladesäule hängt
Wird dann komplett abgeregelt
Ich stelle es mir mit PV schwer vor ohne viel zusätzliche Hardware einzusetzen den Sensiblen Ladeendpunkt zu treffen

Gruß Mike

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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon arminst » 19.03.2017, 20:53

Dann wird der Überschuss über eine Heizpatrone umgesetzt.
Eine komplette Abregelung (PV-Erzeugung = Hausverbrauch) passiert eigentlich nur im Urlaub.

Es wird der Überschuss bei fast voller Batterie mit 0-10V-Regelung in die Heizpatrone oder BEV umgesetzt.

Bei 400 Ah-Zellen und 5A-Balancern wird halt selten komplett ausbalanciert.
Ist auch nicht oft notwendig.
Die Winston-Zellen haben bis zu 10% mehr Kapazität und es gibt halt bedingt durch die Toleranzen irgendwann im unteren Bereich Abweichungen, die man durch etwas höhere Ladung mit Balancing alle 6-12 Monate ausgleichen muss.

Daher halte ich aktives Balancing bei PV-Ladung mit Hausverbrauch inzwiswchen für die bessere Lösung.
Bisher habe ich aber noch kein passendes System außer vielleicht diesem gefunden:

http://www.electriccarpartscompany.com/ ... p_678.html

Momentan sehe ich aber da keinen Bedarf.
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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon Zellenschaden » 20.03.2017, 08:19

Vielleicht blöde Frage, aber wie schließt man eigentlich so ein BMS an?

@Arminst: Dü lädst doch prinzipiell über die Studerchen, oder? Heißt das man klemmt die BAtterie an den Studer, dazwischen kommt irgendwie das BMS und der STuder schickt dann den Ladestrom an die Batterie, wo ihn das BMS dann zellengenau anpasst? Oder wird der STuder Lader gar nicht benutzt?

Ansosnten scheint es bei Dir wenig oder gar keine Probleme mit den Li... zu geben. Ja und wie und ob das auch auf 10 Jahre so bleibt, werden wir sehen.
Bei Blei gilt halt doch die Batterie immer ein bisschen im Auge zu behalten, wobei das eigentlich auch nicht soo viel Aufwand ist. Alle 1-2 Monate Wasser nachfüllen (zumindest bei meiner, die schon gebraucht kam und im Sommer 4 Jahre bei mir in Betrieb ist) und dann und wann mal Spannung messen. Und bei Bedarf dann und wann Sonderbehandlung, z.B. am Ende der Wintersaison ein paar TAge mal einfach nur durchladen (Schnarchladung) um die SD wieder hoch zu kriegen. Ist aber alles machbar.
Jetzt tauchen aber schon langsam bei Ebay auch gebrauchte Li... auf. Stell ich mir mittelfrsitig als ideale Lösung für zuhause vor, da zu den Vorteilen noch der günstige Preis hinzukommt. Wobei aber auch da natürlich das Risiko mitfährt. Bei Blei gibts zumindest Rezepte um eine schlechte Vorbehandlung auszugleichen, bei Li...????.
Kurzum wenn meine mal die Grätsche machen sollte, muss ich ernsthaft über Alternativen nachdenken.
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PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...
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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon mahoma30 » 20.03.2017, 08:38

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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon egn » 20.03.2017, 09:56

arminst hat geschrieben:Bisher habe ich aber noch kein passendes System außer vielleicht diesem gefunden:
http://www.electriccarpartscompany.com/ ... p_678.html


Ich habe genau dieses im Einsatz. Man bekommt es aber bei Aliexpress direkt vom Hersteller günstiger.

Die BMS mögen zwar bei extremen Spannungsunterschieden 5 A Balancer Strom können, aber die Erfahrung zeigt dass dadurch dass auch der Balancerstrom über die Messleitungen fließt der Spannungsabfall dafür sorgt dass der Ausgleichsstrom 1 A nicht übersteigt. Man kann also keine starken Unterschiede des Innenwiderstands der Zellen ausgleichen, so dass bei starker Ladung/Entladung einzelne Zellen trotzdem ausreißen obwohl noch lange keine 5 A Strom erreicht ist. Das BMS wirkt mehr dadurch dass es ständig die Unterschiede zwischen den Zellen ausgleicht und sie so annähernd auf gleichen Ladezustand hält. Bei geringen Lade/Entladeströmen bleiben die Zellen dann auch bei etwa 10 mV zusammen.

Winston100Ah-10A-Discharge.JPG


Was man auch sieht ist dass das Rauschen der Spannung durch die Balancer erheblich gedämpft wird:
Winston100Ah-10A-Charge-Balancer.JPG


Hier habe ich während des Ladens mal die Balancer abgesteckt und wieder angesteckt.
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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon arminst » 20.03.2017, 17:12

egn hat geschrieben:Ich habe genau dieses im Einsatz. Man bekommt es aber bei Aliexpress direkt vom Hersteller günstiger.


Hallo egn,

danke für deine Rückmeldung. Ich glaube es war auch ein Beitrag von dir, der mich auf diese Balancer gebracht hat.

Bei meinem System mit den untypischen 18 Zellen in Serie würde die schon gut passen, das es z.b. auch 9s- oder 6s-Module gibt und ich suche immer weitere Erfahrungen :lol:
Ich habe übrigens 18 Zellen aus folgenden Gründen im Einsatz:
Der Studer XTH und auch der Steca-PV-Laderegler vertragen ja bis 66V und ich konnte mit den 400Ah die vorgesehene Speicherleistung realisieren.
Wenn nach einigen Jahren einzelne Zellen eingehen kann ich dann noch auf 17,16,15 und sogar 14 Zellen in Serie zurückgehen.

Folgende Fragen habe ich zu diesen Balancern:

- man braucht noch zusätzlich ein BMS für Zellenspannungs und -temperaturüberwachung und Ansteuerung Ladung und Zwangstrennung - dienen nur zum aktiven balancen.

- Innerhalb so eines 6-er oder 9er-Blocks für 6 oder 9 Zellen werden ja die stärker geladenen Zellen entladen und damit die schwächer geladenen Zellen zusätzlich geladen bzw. weniger entladen.
Die Blöcke kann man auch zusätzlich verbinden. Erfolgt dann auch der Ausgleich über alle verbunden Blöcke?

- Bei so zusätzlich an die Zellen angebundenen Komponenten, sehe ich auch als zusätzliche Kurzschluss- bzw. Brandrisiko.
Haben die einzelnen Balancer Sicherungen, bzw. hast du da Sicherungen vorgesehen.

- sollte man bei den Messleitungen z.B. 1,5 mm²-Leitungen nehmen, oder liegt der Spannungsabfall da innerhalb der Balancer?

- wie sieht die Verarbeitung bei diesem chin. Produkt aus, da besonders für diesen Einsatz die Verarbeitungsqualität wichtig ist (fragt jetzt ausgerechnet jemand, der chin. LiFeYPo4-Zellen im Einsatz hat :lol: ) und um ca. wieviel % ist es über Aliexpress günstiger.

Danke
Armin
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Re: Wie sind denn jetzt die Erfahrungen mit LiFeYPO4

Beitragvon alterego » 20.03.2017, 17:26

arminst hat geschrieben:Wenn nach einigen Jahren einzelne Zellen eingehen kann ich dann noch auf 17,16,15 und sogar 14 Zellen in Serie zurückgehen.

Gute Idee, wollte schon fast fragen, warum du so eine seltsame Zahl genommen hast.
- sollte man bei den Messleitungen z.B. 1,5 mm²-Leitungen nehmen, oder liegt der Spannungsabfall da innerhalb der Balancer?

Wenn es nicht an den dünnen Drähtchen liegt, wäre es ja unsinnig einen Balancer zu machen, der 5A kann aber man nur 1A nutzen kann. Wobei, bei Chinaprodukten wäre das die übliche "Toleranz" zwischen Datenblatt und Realität.
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