Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon BinKino » 28.05.2017, 11:41

Meine OpZ haben ja keine ZEG und ich habe mir überlegt, die Tröge mit Deckel zu verschließen und aus jedem Trog einen Schlauch, der an einer Unterdruckpumpe hängt und die Luft aus den Trögen ins Freie pumpt.
Die Tröge haben beidseitig die Hebelöcher, durch die auf der einen Seite die Kabel geführt werden, und dies dann abdichten, und die andere Seite kann man mit einem Fliegengitter abkleben, damit Luft rein kann zur Luftzirkulation, aber keine gröberen Partikel

Sollte doch gut funktionieren?
Nur welche Unterdruckpumpe nimmt man da?
Die Aquarium-Pumpen saugen ja die Umgebungsluft an, da fehlt der Anschluß dafür und weiß nicht, ob die Motörchen darin gut genug gekapselt sind und die Bürsten nicht Funken erzeugen?
Müsste dann ja auch eine wirklich flache Aquarium-Pumpe sein, dass die noch in den Trog mit rein passen würde :P
Vielleicht lieber doch je einen Schlauch, am anderen Ende dann so eine Unterdruckpumpe?


Ich habe im Keller noch einen >30 Jahre alten Scheibenkompressor stehen. Fiel mir mal als Stift in die Tasche :D
rückseitig.jpg
vorne.jpg

angegeben mit 0,85 Bar (2 Bar abgedrückte max. Druck, den er auch als Unterdruck zieht.
Der arbeitet vorne ähnlich wie ein Wankelmotor, mit einem rotierenden Scheibe, in der Plättchen eingelassen sind, bei der Drehung wird dann in den kleinen Kammern Druck/Unterdruck erzeugt.
Läuft also bedeutend ruhiger und leiser, als ein normaler Kompressor. Kommt aber trotzdem noch mal in ne Kiste zur Schalldämmung.
Hätte ich in der Beschaffungsplanung für die Zellen ursprünglich für eine EUW angedacht, aber die kommt ja erst noch irgendwann mal.

Muss mir dann nur noch ne Option suchen, wie ich den ansteuere. Sollte dann laufen, wenn die Zellen geladen werden und danach schweigen.
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon BinKino » 03.06.2017, 16:52

Keiner eine Idee / Empfehlung?

Habe endlich soweit mal fertig.
https://www.youtube.com/watch?v=fLn7HqVXtBA

Der Schlauch endet im Kellerschacht und naja man hört das Summen halt durchs offene Fenster wieder :D

Was könnte man da leiseres nehmen?
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon Solar Amateur » 03.06.2017, 21:59

Hallo.

Warum musste es denn unbedingt eine Unterdruckpumpe sein ?
Warum kein Lüftungsrohr mit Radiallüfter ?
Ich weiß ja nicht wie hoch der Stromverbrauch der Pumpe ist, aber ich könnte mir vorstellen das ein Lüfter weniger benötigt um dieselbe Aufgabe zu erfüllen. Sollen ja nur die entstehenden Gase abgesaugt werden.

Ist die Pumpe eigentlich für den EX Bereich gedacht ? Wäre der einzige Vorteil gegenüber der Lüfterlösung


Gruß
Ich versuche Rechtschreibfehler zu verhindern, aber jeder macht irgendwann Fehler :)
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon stromdachs » 03.06.2017, 22:56

Hallo BinKino,
warum willst Du deine Batterie ständig "gasen" lassen? Das sog. "Gasen" dient nur der Elektrolytumwälzung. Das geht auch mit einer EUW (Elektrolytumwälzung) mittels eingeblasener Luft. Das kann eine einfache Aquariumluftpumpe ( ca. 30W) ganz locker erledigen.
Alle 1...2h für 3min einschalten lassen (Wochentagsschaltuhr für 15€ macht das)
Du gehst damit nicht an die Gasungsspannung ran, also wo Wasser forciert in seine explosiblen Bestandteile (H2 und O) zersetzt wird und sinnlose Energie verbraucht wird.
Lade normal mit der vom Hersteller vorgegebenen "Erhaltungsladespannung". Damit die Zellen nicht "auseinandertriften" (kommt bei OpZs eigentlich nicht vor!) auch mal mit 2,3V/Z für 2...3h alle 3..5...7Tage. Decke die Batterie nicht ab, das ist Blödsinn! Wenn man nicht ständig mit 2,4 (und mehr)V/Z läd. Das bissel H2 was beim "Normalladen" entsteht verflüchtigt sich ganz schnell in den "nichtentzündbaren" Bereich.
Die Abdeckung ist nicht immer sinnvoll, darunter sammelt sich das entzündbare Gasgemisch wirklich in höherer Konzentration an. Deshalb und lt. Vorschrift (also im Allgemeinen) ist im Umgebungsbereich von PB-Batterien im Abstand von 0,5m jegliche Zündquelle auszuschließen. (Zigarette inbegriffen)
Meine Anlage (PzS 24V/400Ah) betreibe ich seit 3,5 Jahren auf diese Weise erfolgreich.
Gruß Claus und schöne Feiertage!
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon BinKino » 03.06.2017, 22:58

Naja ich kann da keinen dicken Schlauch legen, die örtlichen Gegebenheiten sieht man ja im Video :)
So habe ich die Pumpe im Heizraum, da kann die summen ohne zu stören.
Unterdruck, weil ich sauge die Luft aus den Trögen, zieht Raumluft nach / = Unterdruckerzeugung und eventuelle Gase kommen da dann erst gar nicht in den Raum.
Aquariumpumpen in die Tröge wäre vielleicht möglich, aber hatte keine gesehen die klein genug ist und weiß nicht, wie gut die Motörchen darin gekapselt sind. Nicht dass es da mal pufffft :D

Mir vorhin eingefallen, habe auf Arbeit noch einen elektronischen Drehzahlregler von einem ausgeschlachteten 35mm Projektor liegen. Da der Kompressor 7 m3/h macht, kann man da vielleicht auch noch etwas runter regeln, wird der vlt. leiser,
Morgen mal raus suchen und probieren. (Drehstrommotor mit Hilfskondenser. Muss man schauen ob die Lamellen die Drehzahl brauchen um zu verdichten, oder das auch bei 1/2 oder 2/3 der Drehzahlen noch geht)
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon BinKino » 03.06.2017, 23:02

stromdachs hat geschrieben:Hallo BinKino,
warum willst Du deine Batterie ständig "gasen" lassen? Das sog. "Gasen" dient nur der Elektrolytumwälzung. Das geht auch mit einer EUW (Elektrolytumwälzung) mittels eingeblasener Luft. Das kann eine einfache Aquariumluftpumpe ( ca. 30W) ganz locker erledigen.
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Lade normal mit der vom Hersteller vorgegebenen "Erhaltungsladespannung". Damit die Zellen nicht "auseinandertriften" (kommt bei OpZs eigentlich nicht vor!) auch mal mit 2,3V/Z für 2...3h alle 3..5...7Tage. Decke die Batterie nicht ab, das ist Blödsinn! Wenn man nicht ständig mit 2,4 (und mehr)V/Z läd. Das bissel H2 was beim "Normalladen" entsteht verflüchtigt sich ganz schnell in den "nichtentzündbaren" Bereich.
Die Abdeckung ist nicht immer sinnvoll, dort sammelt sich das entzündbare Gasgemisch wirklich in höherer Konzentration an. Deshalb ist im Umgebungsbereich von PB-Batterien im Abstand von 0,5m jegliche Zündquelle auszuschließen. (Zigarette inbegriffen)
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Nein ich will sie nicht die ganze Zeit gasen lassen, hatte ich auch nicht geschrieben ;)
Aber ich will sicher gehen, dass die tröge gut entlüftet sind, um eventuelle Gase gleich abzutransportieren.
Die EUW steht auf dem Plan, aber iMo ist das Budget mal ausgeschöpft und ich will da auch in Ruhe erst mal schauen, welche EUW da dann auch passt. Aber auch dann brauche ich die Entgasung.

Lade normal mit der vom Hersteller vorgegebenen "Erhaltungsladespannung".

und eben den kennen wir noch immer nciht
(siehe auch: speichersysteme-offgrid-f108/daten-zu-5-opzs-575-zellen-von-atec--t118113.html#p1510489 )

Die Gasung habe ich schon gerochen und daher wird den ganzen Ladevorgang durch abgesaugt.
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon stromdachs » 03.06.2017, 23:13

Schau Dir meinen Beitrag an, es geht auch ohne Entgasungsanlage!
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon stromdachs » 03.06.2017, 23:41

Deinem Link bin ich gefolgt und bin etwas irritiert! Du kennst Deine eigene Batterie nicht?! Kein Hersteller, nicht mal die Technologie (Pzs/OPzS/EPzS)? Möchtest schon mal paar Daten rüberwachsen lassen.
Wir müssen uns ja hier nicht um Alles kümmern, der Betreiber hat ja auch eine "Verantwortung"!
Wenn Du auf Grund mangelhafter Angaben falsche Hinweise vom Forum bekommst, mach nicht die Leute, die Dir helfen wollen, für das folgende Desaster verantwortlich!
Leider muß ich das mal so drastisch sagen!
Beste Grüße
Claus!
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon BinKino » 04.06.2017, 00:13

stromdachs hat geschrieben:Deinem Link bin ich gefolgt und bin etwas irritiert! Du kennst Deine eigene Batterie nicht?! Kein Hersteller, nicht mal die Technologie (Pzs/OPzS/EPzS)? Möchtest schon mal paar Daten rüberwachsen lassen.
Wir müssen uns ja hier nicht um Alles kümmern, der Betreiber hat ja auch eine "Verantwortung"!
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Leider muß ich das mal so drastisch sagen!
Beste Grüße
Claus!

daten-zu-5-opzs-575-zellen-von-atec--t118113.html#p1510144
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Welche falschen Daten?

Der Thread handelt um eine leise Möglichkeit, die eventuell entstehenden Gase leiser abzutransportieren.
Korrekt?

Du fragtest nach dem Hersteller. Dem Link biste ja gefolgt und hast gesehen, dass ATEC sich als nicht der Hersteller herausstellte.
Brauchbare Werte, zumindest sind die Batterien im Moment nicht undankbar, zum Laden hatte ich bekommen.
Die einzigen Infos von den zellen habe ich gepostet.
Aber das ist ein anderer Thread.

Hier muss sich niemand um alles kümmern.
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Re: Welche Unterdruckpumpe? (Gasung absaugen)

Beitragvon pvx » 04.06.2017, 07:38

Hi BinKino,

warum willst Du unbedingt Energie vernichten? Wasserstoff ist viel leichter als Luft und steigt schnell auf. Wenn Du ihm also einen Weg zeigst, wo er hinsteigen soll, wird er dem ganz von selbst folgen - nach draußen. Das Einzige, was Du brauchst, ist eine Öffnung am höchsten Punkt Deines Batteriekastens, im Deckel und von da einen normaler Wasserschlauch oder ein Kabelschutzrohr aufsteigend ins Freie. Der Wasserstoff steigt in den Schlauch bzw. das Rohr und zieht Luft durch die Hebelöcher nach. Wegen dieser normalen Strömung kann sich kein explosibles Gemisch bilden und auch ein Teil der Säurenebel, die beim Gasen entstehen, wird mitgezogen. Das funktioniert so sicher wie ein Kamin im Winter oder eine Kerzenflamme.
Vor der Schlauchöffnung im Freien bringst Du ein keines Gitter an, damit Hummeln dort nicht ihre Brut "einmauern" können und so die Öffnung verschließen. Statt des Deckels kannst Du auch eine Kunststoffolie über den Batteriekasten spannen und in deren Mitte den Abgasschlauch ansetzen.
Die EUW, die Du haben solltest, damit Deine Akkus länger leben, sollte die Luft aus dem Akkukasten ansaugen.
Pumpen im Batteriekasten müssten Ex-sicher sein. Vergiss das ganz schnell.
Im Übrigen gasen die Zellen nur wenn die Ladung schon fast beendet ist, vor allem bei der Ausgleichsladung. In der übrigen Zeit würde Deine Pumpe völlig nutzlos laufen und Strom verbrauchen :roll: . An der abgebildeten Pumpe, würdest Du eh nicht lange Freunde haben, weil die Säurenebel den Grauguss bzw. Stahl sehr schnell rosten lassen. Wenn dann nach einiger Zeit ein Teil des Rotors abreisst und im Pumpengehäuse herumgewirbelt werden, fliegen die Funken... Genau das willst Du ja vermeiden.

Freundliche Grüße
pvx
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