Welche Ladespannungen

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Welche Ladespannungen

Beitragvon Matle » 26.08.2017, 08:29

Moinsen,
nachdem meine 3,9KWp Einspeiseanlage mit Eigenverbrauch nun seit gut 5 Jahren sehr gut läuft habe ich nun auch eine Inselanlage gebaut welche parallel zum Netz fungiert.
5,775 KWp Nordseite, Victron Blue Solar 150/75, Victron Phönix 48/3000, BMV-702, Colour Control GX, 4 x Yuasa-Akku NPL 100/12-NEU !
Soweit so gut, Anlage läuft seit ein paar Tagen. So, nun zu meiner Frage zu den Batterien :
Yuasa gibt eine Schwebeladespannung von 13,65 V und eine Starkladespannung von 14,5 V pro Block an.
Bei 14,5V/Block köcheln die Batterien, kann also irgendwie nicht richtig sein und bei 13,65 V hört man, wenn man ganz genau hinhört, ein leichtes, glucksen und gelegentliches zischen. Ich bin mit den Ladespannungsbegrenzungen nochmal um 0,2V auf 13,6 V herunter gegangen und so betreibe ich sie momentan. Wie gesagt, bei ganz leichtem zischen und glucksen bei 13,6V und "vollem" Akku.
Im www wird die Batterie als AGM-Batterie beworben aber da ich sie theoretisch in allen Lagen einbauen könnte sollte es doch eine GEL-Batterie sein. Yuasa redet von einer ventilgesteuerten Blei-Säure VRLA-Batterie. Was ist es denn nun und sind diese Geräusche normal. Mit welchen Spannungen würdet Ihr laden ?
Anbei ein screenshot des Datenblattes von Yuasa.
Dateianhänge
Yuasa.png
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon scauter2008 » 26.08.2017, 09:53

Hallo.

Dürften AGM sein, Gel darf nicht so hoch geladen werden.

Die Nachladung (Absorption) sollte schon bei ~14,2-14,6V sein, da es sonst sehr lange dauert bis sie voll werden.
Erhaltungsladung ~13,5-14V, je nach dem wie lange die Spannung gehalten werden kann.
Ausgleichsladung kann man ausschalten.


Was kommt den von deinen Nord Dach so runter ?
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon Matle » 26.08.2017, 10:14

Servus,
also Stand jetzt 11.00 Uhr warm, diesig-sonnig knapp 1KW.
Im Datenblatt geben sie ja auch bis 14,5 V an, so hätte ich das auch gedacht, aber dann köchelt es und das versteh ich nicht.
Andererseits wenn ich "nur" bis 13,6 V lade fließen bei der Erhaltungsladung immer noch ca. 2 A. Gut, das würde Sinn machen wenn sie noch nicht voll ist.
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon relativ » 26.08.2017, 10:37

Also ist ein 48v System 4x100Ah in Reihe.Batterie ist Blei Säure ...steht ja groß auf dem Datenblatt.
Die Einstellungen sind zwar richtig und das es bei erreichen der Zielspannung gluckst un glukert auch,

Nur Eins nicht. :!:
Die Batterien sind nur bis 20% der Ah ladbar zugelassen.Du kannst aber auf keinen Fall mit 5,77kwp auf
die 100Ah ,48v losgehen weils deutlich mehr wie 20A erzeugt.Da wirst du die Batterien zerstören.
Also entweder Strom auf 20A begrenzen oder deutlich größere Batterie.
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon scauter2008 » 26.08.2017, 10:48

Der AGM Gast genau so wie ein normaler nasser, das wird aber wieder zurückgewonnen.
Nur übertreiben sollte man es nicht, dann öffnet das Ventil und das Wasser ist raus.

Die Akkus sind für den PV eher nicht so geeignet, da währe das Geld in OPZS oder OPZV besser angelegt gewesen.
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon Matle » 26.08.2017, 11:32

Hallo relativ,
natürlich habe ich max Ladestrom 15A eingestellt.
Der Generator ist nur so groß damit ich eben auch bei trübem Wetter bzw. Winter eine gewisse Grundlast wie Kühlschrank und router und evtl. noch die Heizung abdecken kann.
Was meinst Du damit, daß die Einstellungen richtig sind. Welche Einstellungen ?
Konstantspannungsladen mit welcher Spannung ? 14,5 oder 13,6 V ?
Also Du meinst gluckern, glucksen ist okay ?!
@ scouter: Wann übertreibe ich es denn ? 14,5V ??
Auf was beziehen sich die 14,5V im Datenblatt ? Was bedeutet Starkladung, okay viel Strom kann nur bei viel Spannung.
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 26.08.2017, 11:46

Hallo,
Matle hat geschrieben:Yuasa redet von einer ventilgesteuerten Blei-Säure VRLA-Batterie

So etwas habe ich als Starterbatterie im Auto verpasst bekommen. Sie wäre damit ähnlich der "verschlossenen" (AGM oder Gel) Batterien "wartungsfrei".....im Sinne von: Man muß kein dest Wasser nachfüllen.
Matle hat geschrieben:Bei 14,5V/Block köcheln die Batterien, kann also irgendwie nicht richtig sein und bei 13,65 V hört man, wenn man ganz genau hinhört, ein leichtes, glucksen und gelegentliches zischen.

Da es sich um eine Flüssigsäure-Batterie handelt, wirst Du nicht umhin kommen, die 2,4V/Z nach jedem Zyklus "anzufahren". Die Säure muß durchgemischt werden, sonst bleibt die schädliche Säureschichtung erhalten. Die Gasbläschen erledigen die Durchmischung, eine EUW wird sich bei dieser Bauart nicht realsieren lassen!
(Bei einer Starterbatterie übernehmen die "Schlaglöscher" das Durchmischen :ironie: )
Die vom Hersteller vorgegebenen Werte der Erhaltungsladespannung (2,275V/Z) halte ich für angemessen im zyklischen Betrieb. Steht die Batterie im Winter ohne Entladung, also nur im Erhaltungsladebetrieb, kann man die Spannung auf 2,25V/Z zurückstellen.

Versuche nicht diese Batterie auf die Seite zu legen.....oder auf den Kopf zu stellen! Es ist keine AGM/Gel mit festgelegtem Elektrolyt!
relativ hat geschrieben:Die Batterien sind nur bis 20% der Ah ladbar zugelassen.Du kannst aber auf keinen Fall mit 5,77kwp auf
die 100Ah ,48v losgehen weils deutlich mehr wie 20A erzeugt.Da wirst du die Batterien zerstören.
Also entweder Strom auf 20A begrenzen oder deutlich größere Batterie.

In der Betriebsanleiteung des LR habe ich keine Funktion gefunden, wo man den Ladestrom begrenzen könnte. Kann man denn wenigstens die Zeit für "Gasung" (2,4V/Z) einstellen? Das sollte zum Ende der Ladung, also bei (fast) voller Batterie stattfinden!!! Habe ich auch nichts gefunden!
Matle hat geschrieben:... Anlage läuft seit ein paar Tagen.

Was eine N-Seiten-Anlage bringen kann??? Bestimmt nie die kWp gem. Datenblatt (das schafft ja nicht mal eine gut ausgerichtete S-Seiten-Anlage)
Gehen wir mal von der halben Leistung aus....sind immer noch 60A!
Aber, früh beginnt die Anlage mit ganz geringem Ladestrom (logisch! etwas Sonne fehlt noch), mit zunehmender Einstrahlung steigt der Ladestrom.....aber nur bis 2,275V/Z! Dann regelt der LR ab. Ladeströme >20A werden eher die Außnahme bleiben.....glaube ich.
Und wenn doch....vielleicht hilft folgende Definition weiter:
"Bis zum Erreichen der Gasungsspannung ist der Ladestrom unbegrenzt" (Herstellerangabe!).....wenn TS 2,275V/Z eingestellt hat, wird die Grenze ganz schnell erreicht sein, der LR regelt ab.
Ich empfehle dem TS, das mal zu beobachten und uns eine Rückinfo zu geben.....
Gruß Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 26.08.2017, 11:51

Eine Frage noch an @Matle: Wer hat die Anlage projektiert, errichtet....oder Eigenbau?
Gruß Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon Matle » 26.08.2017, 11:54

Hallo,
also Strom und Spannung können natürlich eingestellt werden.
Es handelt sich um den Bluesolar MPPT 150/70, siehe link:
http://www.ebay.de/itm/like/15137857850 ... dispItem=1
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon playboy » 26.08.2017, 11:55

da "3,9KWp Einspeiseanlage" gibts da auch Bilder von ?
Zuletzt geändert von playboy am 26.08.2017, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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