Welche Ladespannungen

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 19.09.2017, 18:55

Hallo Matle,
bin von meiner Paddeltour zurück und habe gleich mal in das Thema reingeschaut.
Du hast eine Entladung gemacht und am 9.9. die Werte uns mitgeteilt. Wenn die Batterie nach 4h/10A immer noch >2V/Zelle hat, ist sie nicht schlecht. Da wird eine Reklamation nicht anerkannt. Die ist einfach zu gut!
Das es kein Kap-Test war ist Dir sicher klar!
Die Leerlaufspannungen interessieren mich nicht, selbst eine 100% entladene Batterie hat in Ruhe eine beeindruckend hohe Spannungslage....

Meine Vermutung ist, das Ventil ist defekt! Es öffnet zu zeitig, also bei noch niedrigem Überdruck.
Mein Vorschlag: Lasse den Ballon drauf und lade nicht über 13,6....13,8V/Block. (2,27V/Z)
Füllt sich der Ballon wieder, ist das Ventil schuldig! Das wäre ein berechtigter Grund für einen Umtausch des Blockes.
Mach ihn aber schön dicht drauf, den Ballon! Das kann eine Weile dauern....

Übrigens ist es ein Irrglaube, daß man mit einer höheren Ladespannung die PB-Batterie schneller "geladen" bekommt!
Ab 2,4V/Z setzt intensive Gasung ein, die bei Flüssigsäurebatterien ohne EUW zum Durchmischen der Säure genutzt wird.....für Deine Batterie völlig illusorisch.

Wasser in seine Bestandteile zersetzen ist immer mit Energiezufuhr (Verlust) verbunden.
Das noch vorhandene Bleisulfat am Ende der Ladung bekommt man nicht mit höherem Ladestrom schneller "weg"!
(Es wird nur noch Wasser zersetzt!)

Konnte ich Dir helfen? Und wie ist der gegenwärtige Stand der Dinge?

Gruß Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon BaschiLe » 19.09.2017, 19:06

Ahoi,
Also würde eine Ladespannung unter 2,4 Volt reichen, wenn eine EUW vorhanden ist?
Ich lade eigentlich meine PZS immer auf 60 V/ 2,5v je Zelle. Ist das jetzt zu viel?
Gruß
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 19.09.2017, 19:51

Hallo,
BaschiLe hat geschrieben:Also würde eine Ladespannung unter 2,4 Volt reichen, wenn eine EUW vorhanden ist?

Ja! 2,27V/Z reicht dann aus.
BaschiLe hat geschrieben:Ich lade eigentlich meine PZS immer auf 60 V/ 2,5v je Zelle. Ist das jetzt zu viel?

Hast Du einen ordentlichen Abzug für das dabei entstehende explosible Gasgemisch....? Daran sollte man auch denken.
Wie gesagt, 2,4.....2,5V/Z zersetzt nur Wasser......je höher die Spannung umso schneller/mehr pro Zeiteinheit. Es ist sinnlose Energieverschwendung, erzeugt eine Menge "Knallgas" und wenn eine EUW vorhanden ist, ist das wirklich nicht notwendig!

Jedes "Gasbläschen" nimmt auf seinem "Weg" einige µ-Gramm aktives Material mit, das sich am Boden als Schlamm absetzt und an der weiteren Reaktion nicht mehr "teilnehmen" kann. Deshalb (u.a.!) sinkt die Kapazität einer PB-Batterie im Laufe ihrer Lebensdauer. Man kann also mit viel Gasung die Lebensdauer einer PB "reduzieren"....muß das sein?

Gruß Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon e-zepp » 19.09.2017, 20:27

Lustig, in dem ganzen Thread kein Wort über Batterietemperatur,Endladetiefe oder Ladestrom.
Es wird zwar an 1/100-Volt/Zelle gefeilt, aber keiner misst/interessiert sich für tatsächliche Spannung der Einzelzelle.
Ihr geht scheinbar immer von nagelneuen, 100%symmetrischen Zellverbänden bei gleichbleibender Nenntemperatur
und ewig gleicher Entladetiefe bei ewig gleich möglicher Vollladung aus. Schöne Träume im PV-Betrieb :D
Wenn man nur seine Ruhe will passt da ja auch. Einfach alle paar Jahre neuen Akku kaufen!
Aber dann kann man doch auch schlicht die bekannten Lade-Parameter aus dem Datenblatt nehmen...
lg,
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 19.09.2017, 20:49

Hallo,
e-zepp hat geschrieben:aber keiner misst/interessiert sich für tatsächliche Spannung der Einzelzelle.

@matle hat seine Blöcke fotografiert und die Bilder hier eingestellt.....kannst ja mal versuchen an die Zellenspannung ranzukommen! Geht nicht!
Außerdem "feilsche" ich nicht um 1/100Volt, ich gebe praktische Ratschläge, die jeder mit einem einfachen digitalen Voltmeter nachvollziehen kann. Den Zwist um "kalibrierte/geeichte" Messgeräte kann ich nicht nachvollziehen, da halte ich mich raus.
Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 19.09.2017, 20:57

Hallo e-zepp,
e-zepp hat geschrieben:Lustig, in dem ganzen Thread kein Wort über Batterietemperatur,Endladetiefe oder Ladestrom.

Kann es sein, das @matle ein ganz anderes Problem hat?
Das das Thema mehr oder weniger ins "Nirwana" abgleitet, ist nicht meinen Beiträgen zu verschulden.
Claus
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon e-zepp » 19.09.2017, 21:39

Servus Claus, mein Beitrag war nicht persönlich auf Dich gemünzt sondern auf den ganzen Thread.
Und mir ist durchaus klar dass man in einem Block nicht (so ohne weiteres) die Einzelspannungen messen kann :)
Deswegen finde ich ja dieses eifrige Suchen nach der "perfekten" Ladespannung lustig bzw. ziemlich müßig.
Wenn ein verschlossener Block "abbläst" wird zumindest eine Zelle deutlich überladen, Punkt.
Wenn eine Ausgleichsladung( bei verschlossenen = seeehr viel Zeit, wenig Strom, Spannung < Gasung) nicht hilft
ist der Akku halt leider kaputt im Sinne von "nicht mehr vernünftig ladbar" = Dörrobst oder/und sulfatiert.

@BaschiLe, im Gegensatz zum TS kannst Du doch einfach mal messen welche Ladespannung an den Einzelzellen
wirklich anliegt und anhand der SD ( :D ) sehen ob alle Zellen satt werden. Wenn ja schrittweise runter mit der Spannung!

Ihr solltet Euch einfach mal davon lösen dass es ein pauschales Erfolgsrezept für Akkuzellen gibt :!:
Genaues Beobachten und individuelles Anpassen der Parameter gegenüber den Angaben im Datenblatt
kann die Nutzungsdauer halt verlängern, mehr aber auch nicht.

lg,
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon iron-age » 19.09.2017, 21:47

e-zepp hat geschrieben:Ihr solltet Euch einfach mal davon lösen dass es ein pauschales Erfolgsrezept für Akkuzellen gibt :!:
Genaues Beobachten und individuelles Anpassen der Parameter gegenüber den Angaben im Datenblatt
kann die Nutzungsdauer halt verlängern, mehr aber auch nicht.


Sehe ich auch so.
Bei diesen AGM Akkus hat man aber nicht viel Zeit zum Beobachten und Anpassen.
Deswegen sollen die reklamiert werden. Dafür muss aber ein plausiebler Grund genannt werden. Darum gehts hier.

MfG Georg
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon e-zepp » 19.09.2017, 22:08

Servus Georg, ein plausible Grund weswegen der Block reklamiert werden sollte ist dass er beim Händler angeblich
schon drei Jahre! im Regal stand (sofern das nicht mit dem Kaufpreis irgendwie gegengerechnet wurde)
Ein plausibler Grund um zumindest nicht mit gutem Gewissen zu reklamieren ist der Absturz des Akkus aus 0,5m Höhe.
lg,
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Re: Welche Ladespannungen

Beitragvon stromdachs » 19.09.2017, 23:29

Hallo,
bei aller "Fachsimpelei" ....das Ventil könnte nicht i.O sein.....aber ....
Da Du nun mal diese Batterie hast...der "Ballontest" ist eine gute Idee, wenn die anderen Blöcke nicht ausblasen, ist das wengstens ein "Wasrnsignal" (würde ich denken!) Mit dem Block simmt was nicht!
Gute Nacht
Gruß Claus
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