Staplerbatterie defekt

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon pvx » 01.07.2018, 23:10

Hi Andreas,

jede Zelle braucht eine Nummer, sonst verstehen wir uns nicht.
Die Zellen, die fast nur Wasser enthalten, müssen raus aus dem Stromkreis. Wenn die SD < 1,1 bestätigt ist müssen sie ausgeleert werden und neu mit Akkusäure befüllt, bevor Du weiter lädst.
Polumkehr ist nur durch Entladen möglich. Daran siehst Du dass sie keine Kapazität haben. Die andereren Zellen killen mit dem Entladestrom die Elektroden der Zellen mit SD < 1,1. Raus damit und sofort laden bis die Spannung wieder auf > 1,7 V ansteigt. Ladestrom messen.
Mit Ladegerät am Wohnmobil ist besser als nix. Nicht verzwiefeln. Dran bleiben. S. o.

Freundliche Grüße
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon user8342 » 01.07.2018, 23:15

@Tommi,

aber die eine hat sich ja jetzt in der Polarität gedreht. Soll ich die nicht mal aus dem Verbund rausnehmen und dann morgen die anderen 23 mit angepasster Ladeschlusspannung laden. Und die einzelne Zelle mit dem Netzgerät mal mit den 2A ein paar Tage laden. Hilft das was?

Kann es sein, das auch wenn diese eine Zelle total sulfatiert wäre der SD wirklich ganz auf 1,00 runter geht. Mir scheint das so, dass diese beim Vorbesitzer wohl mit der Aquamatik übergelaufen sein muss. Denn die ganze Suppe im Trog hatte ja durchschnittlich um die 1,10 SD

Kann man den den Zustand an irgend etwas im Innenleben ausmachen. Dann würde ich mal Bilder dieser Zelle machen.

@pvx - wenn ich es schaffe mache ich das jetzt noch. Ich brauch halt ein Kabel weil die schlechteste Zelle gerade die vorletzte ist.
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon Tommmi » 01.07.2018, 23:20

Also @pvx
Da kommen mir alle Haare hoch die ich noch habe wenn ich höre Wasser raus und Säure rein !!!!
Dann hast den Akku auf einen Schlag getötet :evil:
Aufbereiter machen alles raus und reines Wasser rein. Dann komplett laden und wenn alle Säure im Wasser ist kann man einen Tausch auf richtige Säure vornehmen. Einen Akku zu übersäuren macht das laden unmöglich
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon Tommmi » 01.07.2018, 23:23

user8342 hat geschrieben:@Tommi,

aber die eine hat sich ja jetzt in der Polarität gedreht.


Das habe ich überlesen, die muß raus. Wahrscheinlich hat die Zellschluß. Genaueres kannst erst sehen wenn die rausnimmst.
Sieht aber nicht gut aus...
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon user8342 » 01.07.2018, 23:24

also dann nehme ich die 1 jetzt aus der Kette und versuche die getrennt zu laden. Beim Xtender stelle ich die Spannungen so ein, dass er auf 23 Zellen ausgereichtet ist und morgen früh laden kann. ok?

Dann kann ich die 1 mal getrennt laden und Euch auf dem laufenden halten.
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon Tommmi » 01.07.2018, 23:35

jo, auf jeden Fall
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon pvx » 01.07.2018, 23:46

Ja. Richtig so. Ruhe bewahren. Viel Erfog.
Gruß pvx
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon pvx » 02.07.2018, 00:14

Hi Tommmi,

Du schreibst: "Da kommen mir alle Haare hoch die ich noch habe wenn ich höre Wasser raus und Säure rein !!!!
Dann hast den Akku auf einen Schlag getötet."
Da liegst Du falsch und machst hier dem TS unnötig Panik.
Er hat den Akku geschenkt bekommen. Da waren schon Zellen verwässert. Deshalb hatte er keine Kapazität mehr. Inzwischen hatte sich trotz Ladens eine sehr geringe SD eingstellt, auch in den Poren der Elektroden. Wenn man nun den Elektrolyten ausschüttet/absaugt und durch Akkusäure ersetzt, ergibt sich nach einigen Stunden ein Ausgleich zwischen der sehr dünnen Säure in den Poren der Elektroden und der eingefüllten Akkusäure. Die SD, die man dann misst, liegt deutlich unter der Nenn-SD. Wenn man nun die Zellenspannung mißt kann man auf den Zustand der Elektroden schließen. Dann wird ggf. geladen und die SD verfolgt. Die SD wird ansteigen, wenn sich Sulfat umwandeln lässt, sonst gleich bleiben.
Nur wenn die Zelle tiefentladen war - das sieht man an der Spannung - wird die SD stärker ansteigen. Dann müsste man u. U. die Ladung abbrechen. Die verwässerten Zellen des TS sind aber aktuell geladen. S.o. Trotzdem ist die SD sehr niedrig. daran sieht man, dass durch Laden keine Säure mehr frei wird.

Freundliche Grüße
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon user8342 » 02.07.2018, 00:25

so, es gibt nochmals Erfolg zu vermelden Dank Eurer Hilfe hier.

wie besprochen habe ich die verwässerte aus der Kette genommen. Und siehe da, der Xtender hat es glech belohnt.

Die 2. Aux Lampe erlosch, die auf niedrigen Batteriestand hinwies. Meine Spannung ist zwar nur bei 48,25V hat sich die letzten 30min jedoch nicht verändert trotz Dauerleistungsentnahme von ca 0,35-0,4kw

Die "defekte" Zelle habe ich dann gleich mal ans Ladegerät gehängt für eine halbe Stunde am Anfang war sie noch im Negativbereich hat aber dann nach 10min 0,3-0,4 V gehabt und stiegt dann plötzlich schlagartig auf 1.2V an. Auf diesem Wert ist sie dann ca 15min verweilt. Anschließen etwas gefallen auf 0,9V

Jetzt musste ich sie abklemmen aus Sicherheit heute Nacht. Vielleicht haben die Fachleute hier noch Tips.

Die Spannungen der beiden anderen Problemkinder sind 1,92 und 2,07 - aber sind weiterhin stabil.

Ich habe die Ladeschlussspannung von 59,2 auf 56,7 angepasst und zur Sicherheit mal den max Strom auf 60A reduziert.

Bin offen für jegliche Tips und sage schon mal allen Helfer recht herzlich Dank.
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Re: Staplerbatterie defekt

Beitragvon Tommmi » 02.07.2018, 06:49

pvx hat geschrieben:Hi Tommmi,

Du schreibst: "Da kommen mir alle Haare hoch die ich noch habe wenn ich höre Wasser raus und Säure rein !!!!
Dann hast den Akku auf einen Schlag getötet."
Da liegst Du falsch und machst hier dem TS unnötig Panik.
Er hat den Akku geschenkt bekommen. Da waren schon Zellen verwässert. Deshalb hatte er keine Kapazität mehr. Inzwischen hatte sich trotz Ladens eine sehr geringe SD eingstellt, auch in den Poren der Elektroden. Wenn man nun den Elektrolyten ausschüttet/absaugt und durch Akkusäure ersetzt, ergibt sich nach einigen Stunden ein Ausgleich zwischen der sehr dünnen Säure in den Poren der Elektroden und der eingefüllten Akkusäure. Die SD, die man dann misst, liegt deutlich unter der Nenn-SD. Wenn man nun die Zellenspannung mißt kann man auf den Zustand der Elektroden schließen. Dann wird ggf. geladen und die SD verfolgt. Die SD wird ansteigen, wenn sich Sulfat umwandeln lässt, sonst gleich bleiben.
Nur wenn die Zelle tiefentladen war - das sieht man an der Spannung - wird die SD stärker ansteigen. Dann müsste man u. U. die Ladung abbrechen. Die verwässerten Zellen des TS sind aber aktuell geladen. S.o. Trotzdem ist die SD sehr niedrig. daran sieht man, dass durch Laden keine Säure mehr frei wird.

Freundliche Grüße
pvx


Es ist eine schwierige und langwierige Arbeit wenn man das wieder aufbauen will.
Ich würde schauen welche Zellen wirklich an die 2-3 Stunden nahe der 2,6 V kommen und dann nach Wartezeit schauen was passsiert. Wenn man das paar Tage hintereinander macht dann wird sich noch was aufbauen oder man macht sich dann Gedanken und füllt dann erst das verbrauchte Wasser durch Säure nach. Das ist auf jeden Fall sicherer und man gibt den Akku die Zeit die er braucht.
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