Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pvx » 13.10.2018, 20:30

pezibaer, die passivierte Oberfläche wird gerade durch viele Keime kleiner. Auf den Keimen können die Bleisulfatkristalle wachsen. Je mehr kleine umso besser und umso höher ihr Potential. Das zeigt sich an der Ruhespannung nach Vollladen und Entsulfatieren. Sie ist geringfügig höher wenn noch viele kleinste Kristalle auf vielen Keimen sitzen. Sie ist geringfügig niedriger wenn relativ wenige große Kristalle das Potential bestimmen. Das ist der Zustand nach fortgeschrittener, durch Laden nicht mehr auflösbarer Sulfatierung. Der Effekt der durch Sulfatierung abnehmenden SD kommt hinzu.

Auch ein Starterakku wird beim Laden während der Fahrt nicht komplett entsulfatiert und entkeimt. Siehe meine Antwort an e-zepp.

Freundliche Grüße
pvx

PS Du brauchst Dich nicht zu sorgen, dass ich Dir "ewig" einen Fehler vorhalten werde. Ich freue mich, wenn Du durch Hinschauen zugelernt hast. :D Ich schreibe hier doch nicht um die Praktiker nieder zu machen sondern damit über hundert Jahre im Elfenbeinturm gehortetes altes Wissen endlich bei den Servicetechnikern und Nutzern ankommt. Es ist schwierig genug zu verstehen.
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon e-zepp » 13.10.2018, 20:32

Hm @pvx, wenn Du Dir da so sicher bist kannst Du das ja auch sicher irgendwie belegen. Bisher war die sog. "Fachwelt"
doch eigentlich davon überzeugt dass die kleinen Kristalle und auch deren Keime durch Vollladung aufgelöst werden.
Woher jetzt Deine neuen Erkentnisse (zumal ohne eigenen Akku :mrgreen: )?
Ich lerne echt gerne dazu, aber dazu musst Du schon Dich schon auf mehr stützen können als Deine rethorischen
Fähigkeiten. Also zeig mal was Du wirklich hast!
Wenn es eine Idee ist auch gut, aber dann deklariere sie doch bitte auch als solche und nicht als Stand der Wissenschaft.
Den der sollte doch irgendwie belegbar sein, oder?
lg,
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon schlossschenke » 13.10.2018, 21:20

elektrion hat geschrieben:Für den Preis habe ich leider auch nichts vergleichbares gefunden.

Die teurere Variante, bei denen du die Regler ohne Abstriche nehmen könntest, wären z.B. Pylontech-Module. Die sind bei 54V schon voll und haben neben dem Gewicht, Platz und Wirkungsgrad auch einen weiteren Vorteil, sie müssen nämlich gar nicht ganz voll werden. Bedeutet mehr Teilinselbetrieb bei weniger Wartungsaufwand aber höheren Kosten, wobei der Speicher in deinem Anwendungsbereich kleiner ausfallen kann. :juggle:
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pvx » 14.10.2018, 10:24

e-zepp, rechne es halt mit der Nernst-Gleichung nach. Die Literatur zur Wasserstoffüberspannung habe ich Dir schon vor einiger Zeit nachgewiesen.
Wenn Du es sehen willst, dann lade eben eine Zelle voll, so wie Du es gewohnt bist (bis Nenn-SD), nimm eine Probe von der negativen Elektrode und laß Dir eine elektronenmirkroskopische Aufnahme von der Elektrodenoberfläche machen. Dann lade weiter bis der Schweifstrom bei Gasungsspannung nicht mehr sinkt, nimm eine Probe von der negativen Elektrode und laß Dir eine elektronenmirkroskopische Aufnahme von der Elektrodenoberfläche machen.
Das schlauer werden als Deine "Fachwelt" kostet Dich dann ca. 500 € . :) Such is science.
Ich brauche solche Bilder nicht. :) Chemiker müssen die Moleküle, mit denen Sie arbeiten, nicht einzeln sehen. :) Sie können ihre Potentiale messen und daraus Schlüsse ziehen, die dann experimentell mit z.B. ca. 100000000000000000000 Molekülen überprüft werden. Auf diese Weise kam Nernst zu seiner Gleichung und dem Nobelpreis. :)
Mit derselben wissenschaftlichen Herangehensweise schließe ich aus der Tatsache, dass trotz Ladens mit allen von mir empfohlenen Schikanen immernoch ein wenig unumgewandeltes Bleisulfat auf den Elektroden zu finden ist, dass man durch Laden, gleich wie, das Bleisulfat von der negativen Elektrode nicht mehr vollständig runter bekommt. Auch nicht von einer nagelneuen. Mit heißem Wasser aber schon. :)
Der Nachweis von 0,1 µg Bleisulfat / cm² ist für einen Chemiker ganz einfach. Diese Menge befindet sich bei einem SoC von ca. 99,99999 % noch auf den Elektroden z.B. in Form von ca. 100 000 Kriställchen mit durchschnittlich 0,5 µm Größe über Keimen mit vielleicht 0,0001 µm Größe. Daran kannst Du erkennen, wie gut die Keime zugedeckt sind. Besser als eine Erbse mit 10 Federbetten. :) Da kommt nix ran.

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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon e-zepp » 15.10.2018, 12:03

@pvx, Du sollst mir keine Literatur zur Wasserstoffüberspannung nachweisen noch will ich Bleisulfatkristalle sehen
(hab schon schöne Fotos davon) noch beeindrucken mich Deine heywahnsinnvollkrass großen/kleinen Zahlen nebst den
unzähligen Smilies und es ist auch nicht wirklich die Frage ob sich auf den Platten nach Volladung noch irgendwelche
Millionstel Prozent Bleisulfat finden lassen.
Es ging mir darum einen Beleg für Deine Behauptung zu bekommen dass eine einmalige Hochstrombelastung
beim neuen Akku und die damit - wie Sauer durchaus nachvollziehbar gezeigt hat - entstehende sehr große Menge an Keimen/kleinen Kristallen irgendeinen bleibenden praktischen Nutzen hat!
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pezibaer » 15.10.2018, 12:39

@phillip.. Das selbe wollte ich vorher gerade schreiben, habs aber wieder gelöscht, weil es sinnlos ist darüber zu diskutieren. Wie soll jemand der Batterieladung nur Inet zitiert und jegliche Proffesionelle Praxiserfahrung in dem Thema fehlt, etwas nachweisen das wir ja aus Erfahrung wissen das nix bringt. Er hat sich ja bereits zu dem Thema eigentlich unbewußt selbst widersprochen in dem er auf der einen Seite rät es zu machen auf der andere sagt er man kann es sowieso nicht mehr volladen und womit ja erstens egalisiert wird..auf der anderen Seite ist ja net Batterie sowieso nie blank schon garnet wenns der Kunde bekommt somit gäbe es nie eine Ausgangsbasis 0 von der er aber ausgeht. Das hier der Punkt aber zu tragen kommt, die großoberfächenkristalle in jedem Zustand erzeugt werden können welche sich auch komulativ auf sehr fein gewachsene oberflächen später ansetzen ist wieder ein anderer Zusammenhang. DIes ist aber auch nix neues und normal Praxis vorallem im Winterbetrieb mit Teilladungen. Das ist halt der Unterschied zwischen Theorie und angewante Theorie in der Praxis.. Den Batterien ist nämlich ziemlich wurscht was im Labor theoretisch geht. :)
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pvx » 17.10.2018, 11:20

Ja pezibaer, warum formierst Du denn Deine Akkus vor Auslieferung wie Du geschrieben hast? Verstehst Du, was Du damit bewirkst? Warum steigt wohl die Kapazität eines Bleiakkus bei richtiger Ladung und Entladung anfangs an?
Natürlich kommt keine Elektrode blank beim Kunden an. Ist ja schon Säure drauf. Ist Dir klar, dass die Säure etwas anderes bewirkt als das Starkentladen?

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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pezibaer » 17.10.2018, 11:23

Was tu ich?.. Ich formier garnix. Fürs fomieren ist a bissal zu spät. Das macht der Hersteller. Ich lade bestimmte Typen die allgemein lange Lagerzeiten und von den Lieferanten so bereits kommen einmal 24H voll bevor sie an Kundem rausgehen Sonst garnix. Das sollte sich von selbst verstehen.
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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pvx » 17.10.2018, 11:32

Ja, e-zepp,

ich habe schon befürchtet, dass Du mit den wissenschaftlichen Betrachtungen nichts anfängst. Deshalb habe ich versucht, den Text allgemeinverständlich zu halten. Auch die Zahlen. :) Hat Dir leider nicht geholfen. :( Vielleicht anderen?
Es freut mich, dass Du schon mal Bilder von Bleisulfatkristallen gesehen hast. :D Weißt Du auch in welchem Stadium der Entstehung sie fotografiert wurden? Im Übrigen ging es um Keime und ihre Bildungshäufigkeit bei verschiedenen Entladeströmen. Dazu kommt wieder nix. Hauptsache Geschwurbel. :) Gell?

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Re: Halbinsel: Optimale Batteriegröße vs. Ladestrom

Beitragvon pvx » 17.10.2018, 11:33

Ja pezibaer, dazu hast Du schon mal ganz anderes geschrieben. :)
Aber ist ja auch egal, ob der Hersteller es macht oder Du oder der Kunde. Hauptsache es geschieht. Deshalb mein Hinweis für die kleinen billigen Akkus. Da kann man's selber machen, weil der Hersteller nur die gepressten Elektroden "trocken vorgeladen" zusammenbaut und die Säure später eingefüllt wird.

Wir sind uns also einig, dass es gut ist. :)

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