Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon photoenchen4me » 15.06.2015, 06:18

ZMeister hat geschrieben:So heute Morgen (eben) ohne PV Strom sind die Akkus beide exakt auf 12,30V runtergenudelt.
Meines erachtens ist das ok.

Ja.
Klingt doch schon mal gut.

ZMeister hat geschrieben:Wenn nun aber ständig überwacht wird, ist beim 1. Vollladen des Akkus am Tage der Ausgleich da...

Ja.
Wenn jeder Akku voll geworden ist, dann ist auch der Ausgleich ok.
Mehr gibts da - bei Blei-Klötzen - bezüglich Drift nicht zu beachten.



###

ZMeister hat geschrieben:Bild

photoenchen4me hat geschrieben:Schaut doch gut aus!


... allerdings:
Warum willst pro String eigentlich zwei LR einsetzten?
Wie du selber sehen kannst, sind diese sowohl an den Eingängen als auch den Ausgängen miteinander gebrückt (damit ist auch der Mittelabgriff der Akkus gebrückt :wink: ) - es täts also auch jeweils einer pro String mit der doppelten Leistung.


Wenns um Resterlverwertung geht - weils die LR zT eben schon hast - dann musst drauf schauen ob deine Dinger den Parallelbetrieb gut vertragen.
Sollte mMn kein Problem sein - aber man weiss ja nie ob nicht einer plötzlich das grosse Schlucken bekommt und daran abraucht während der andere erst Däumchen dreht - und dann dem ersteren in die ewigen Jagdgründe folgt.

Wird also auf den Überlastschutz (Strombegrenzung) deiner LR ankommen - wenn in den Billigdingern keiner vorhanden ist, dann wirst die LR bei doppelter Nennleistung ziemlich sicher abrauchen.
Günstigstenfalls löst eine eventuell eingebaute Schmelzsicherung aus - nur isses dann jedenfalls Essig mit dem Gleichlauf der Akku
LiFePO ist anders.
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Langob » 01.12.2016, 19:05

Zurück zum Thema:
Hab mit diesem "Ding" auch so meine Erfahrung gemacht!
Auf meiner Berghütte hab ich schon seit Jahren eine kleine Insel. Vor drei Jahren hab ich mir eingebildet diese etwas auf dem neueren Stand bringen zu müssen.... Also unter anderem zwei neue Bleikolosse, je ca 60 kg hinaufgetragen. Zwanzig Minuten klingt ja eher wenig, aber mit einem so sperrigem Block am Rücken...... Jedenfalls im Net nachgelesen und, damit die Dinger auch wirklich lange gut funktionieren, bei ebay einen Ladebalanker erstanden und auch montiert. Was ich nicht beachtet habe, bezw. ignoriert habe, war der Umstand, dass das Ding 5W Eigenverbrauch hat!
Also alles lief super, der neue Kühlschrank funktionierte einmalig.... Im Herbst dann beim Winterdichtmachen die kurze Überlegung, die Insel herunter zu fahren, oder doch nicht?? Entschluss gefasst, alles laufen zu lassen, damit die Akkus nicht zu sehr an Ladung (Erhaltungsladung ist nur im Berieb möglich) über den Winter verlieren und damit auch div. Kleingeräte versorgt werden.
Dann im Frühjahr die große Überraschung: Regler auf Error und alles finster, Akkuspannung total Null! Nicht ein einziges Voltchen war noch drinnen!!
Was war geschehen?
Ende Jänner viel in der Gegend etwas mehr als zwei Meter Schnee. Dadurch waren nicht nur die Module, sondern die ganze Hütte unter Schnee. Und der Schnee von den Modulen konnte auch nicht abrutschen, was zumindest zwei Monate totalausfall bedeutete. Natürlich hat der Laderegler, als die div. Kleingeräte die Akkus an die Tiefladeschwelle gebracht haben, die Verbraucher abgeschaltet. Aber der Balancer hat weiter die 5 W/h gezogen. Als dann die Module wieder Sonne ergatterten war der Laderegler schon auf Error......
Irgendwie hab ich die Kolosse wieder zum Leben erweckt, aber ihr Pfeffer ist weg und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ich wieder zwei mal zwanzig Minuten mit 60 kg am Rücken unterwegs sein werde!
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon e-zepp » 01.12.2016, 19:56

Hi, die Selbstentladung von einem gesundem Bleiakku wird in solchen Fällen schwer überschätzt.
Die wird nämlich bei Kälte mindestens genauso verlangsamt wie die normale gewünschte Entladung.
5W sind über 2 Monate 7,2kWh :!: ... ne ganze Menge für so Klötzchen :shock:
Der Lastausgang des LR hat ja wahrscheinlich die div. Kleingeräte :?: schon nach ein paar Tagen Schnee abgeschaltet,
also lagen die 5W/60Tage an fast leeren Akkus an. Naja, so lange eher nicht.
Dass die Akkus überhaupt noch gehen zeigt wie robust Pb-Akkus sein können!

lg,
Philip
p.s: ich hab ja auch so Kandidaten mit jahrelanger Tiefentladung...
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Toni1965 » 01.12.2016, 21:13

Hallo.
Balancer sind bei einer hochwertigen Bleibatterie nicht notwendig. Ich würde bei so einer abgelegenen Berghütte die Batterien komplett frei schalten und 1 oder 2 x im Winter an einem sonnigen Tag die Hütte kontrollieren und in Anwesenheit den Laderegler anschließen und nachladen. Wenn die Batterien im Herbst voll geladen abgeklemmt werden überstehen sie den Winter auch ohne Nachladung. Man könnte in so einem Fall auch über einen ganz einfachen "Winterladeregler" bestehend aus einer Diode, einer Z-Diode und einem Vorwiderstand nachdenken.
Grüße Toni.
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Langob » 02.12.2016, 12:06

Ja, aus oben genannten Grund verwende ich Ladebalanca nur noch bei Anlagen die ich ständig unter Kontrolle habe.
Auf meiner Berghütte geht eine "Winterabschaltung" nicht. Hab da eine Warmwasseraufbereitung mittels Sonnenenergie. Den Primärkreis lasse ich im Winter zum kühlen über einen Heizkörper laufen. Ohne Strom würde mir dass dann an sonnigen Frühlingstagen überkochen....
Wie auch immer, bin gespannt wie lange meine beiden Bleibullen noch durchhalten!?
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon e-zepp » 02.12.2016, 12:20

Vielleicht kannst du die Lastabschaltung beim Laderegler auf knapp unter der Ruhespannung der vollen Akkus
stellen, sagen wir mal 12,55V. Dann schaltet der LR die Last erst ein wenn Ladestrom= Sonne von der PV kommt .
Davor brauchst du ja auch keine Umwälzung für die ST-Anlage, oder?
Aber insgesamt finde das eine ungünstige Konstruktion - ein Fehler und schon geht was kaputt :(
Und wenn du bei Verlassen der Hütte den ST-Kollektor abdeckst?
lg,
Philip
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Langob » 02.12.2016, 16:16

Das Problem mit Fehlern ist die schwere Erreichbarkeit! So wie Du schreibst, ein Fehler und dann gleich recht großer Schaden.... Hab einmal versehentlich einen Frosthan nicht geöffnet und schon floss wochenlang das Wasser durch die ganze Hütte....
Mit Kolektoren abstellen, was meinst Du damit? Müsste dazu den gesamten Pimätkreislauf komplett entleren, dabei den Frostschutz sammeln und im Frühjahr wieder nachfüllen und dann noch die Prozedur mit dem Entlüften.
Im Normalzustand, ohne eingeschalteter UWP geht das System auf 140 Crad und dann macht das Überdruckventil auf und fort ist der Frostschutz.
Wie meinst Du das, was soll es bringen, die Ladegrenzen zu verändern. Hab sie laut Datenplatt mit vorgeschlagener max Ladegrenze und im unteren Bereich mit 50 % Entladegrenze eingestellt. Hab beobachtet, dass die Akkus im Normalbetrieb die meiste Zeit voll sind (der oben beschriebenen Sonderfall ist natürlich die Ausnahme, die es allerdings auch immer wieder geben kann).
Den Balancer hab ich entfernt. Werde jetzt aber nach größeren Schneefällen dennoch versuchen müssen, das ganze etwas zu kontrollieren und die Module schneefrei zu halten.
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Langob » 02.12.2016, 16:20

Sorry, hab jetzt erst gelesen dass Du "abdecken" geschrieben hast! Geht nicht gut, sind mit 45 Crad recht steil, wenn da dann zwei Meter Schnee drauf liegt, rutscht das alles samt der Abdeckung ab. Da kommt gleich recht viel Gewicht zusammen...
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Toni1965 » 02.12.2016, 16:36

Hallo, wenn so viel Schnee fällt und Niemand die Module abschaufelt dann könnte ein Paneel an der Fassade für den Winterbetrieb helfen.
Grüße Toni.
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Re: Erfahrungen mit Balancing bei Bleiakkus?

Beitragvon Langob » 02.12.2016, 17:36

Guter Vorschlag, ist allemal eine Überlegung wert!
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