Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Speicherung von elektrische erzeugter Energie in Inselsystemen

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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon pvx » 18.11.2017, 16:51

" 2 Wochen Schnarchladen und alles wieder gut." Denkste. Sieht halt so aus. :D
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon kalle bond » 18.11.2017, 16:58

e-zepp hat geschrieben:@Kalle, die OPzS von Siems sind wohl die gleichen wie bei @Ricks, BJ. 2014, war eine sehr große ESV.
Die Prüfzeugnisse von vor einem halben Jahr zeigten noch 100% Kapa, da sie seitdem aber mehr oder weniger dumm
rumstanden ist der neue Kapa-Test wohl deutlich schlechter ausgefallen. 2 Wochen Schnarchladen und alles wieder gut :)


Da mir die Vorgänge bzw die Herkunft nicht bekannt sind, könnte ich das höchstens aus meiner Glaskugel rauslesen 8)
Wenn mir ein Akkuhändler 85% Restkapa nennt, hätte ich eher Probleme selbst diesen Wert zu glauben.
Könnte dann eher der 50/50 Joker sein :juggle:
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon e-zepp » 18.11.2017, 18:34

Klar, mit gebrauchten Akkus kann man immer Pech haben :wink:
Für mich gibt es trozdem zwei gute Gründe für gebrauchte Akkus: Ökologie und Ökonomie 8)
Und in diesem Fall: es ist ein namhafter Händler, es existiert ein Prüfzeugnis/Kapatest, die Akkus haben wohl
keine 20 Vollzyklen gesehen und kosten knapp 40% vom Neupreis.
Herkunft und Alter ist bekannt, der Schlammraum ist sauber. Die Chancen auf einen guten Deal stehen m.M nach gut :)

Mit mehr PV würde ich aber auch die PzS nehmen - wenn die zugesagte Kapa der PzS (90%) schriftlich dokumentiert und
eine EUW verbaut ist. Obwohl sie wahrscheinlich deutlich schneller schlapp macht und in dieser
Zeit sicher mehr Ladeprobleme macht und mit schlechterem Wirkungsgrad läuft.

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@pvx, schon klar, wieder Deine hart sulfatierten Platten trotz Nenn-SD passend zur Ruhespannung :mrgreen:
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon scauter2008 » 19.11.2017, 17:04

Da ich auf 48V umstelle, bin ich auch auf der suche und überlegen ob ich mir diese OPZS von Siems hole.
Der Preis ist mit 1560 Euro angegeben, was sehr günstig ist.
http://batterie-siems.com/de/sonderpost ... 48v-anlage

Währe für Marsianer auch was.
Hat zwar weniger Kapazität als die PZS, dafür neuwertig und man sieht den Zustand von außen.
Laden und Wartung dürfte auch einfacher sein.
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon Seevetaler » 19.11.2017, 17:36

scauter2008 hat geschrieben:Der Preis ist mit 1560 Euro angegeben, was sehr günstig ist.

Netto(!) ohne Versand... :wink:
20x Heckert 265 Wp, Victron MPPT 250/100, 2x MultiGrid 48/3000, Hoppecke OPzV 48/180Ah
https://vrm.victronenergy.com/installation/14738/share/d7ee80c5

Bekennender Tesla-Skeptiker: Erwarte Chapter 11-Antrag für diese Firma bis Ende 2018
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon e-zepp » 19.11.2017, 17:45

@scauter, sag ich doch, hab die ja auf S.1 schon verlinkt. Zuschlagen wenn die Kapa passt :wink:
Die von Ricks sind jetzt nach genau 11 Tagen Laden wieder soweit fit :)
hoppecke-5-opzs-350-p1565099.html#p1565099
@pvx :Bei einer Zelle fehlen noch 1,67% zur Volladung. Aber es sind ja noch drei Tage Zeit :mrgreen:

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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon pvx » 19.11.2017, 21:40

Da ist sie wieder, die vierte angeblich geltende Ziffer der SoC-Angabe. Erzeugt mit einem Messgerät mit einer Genauigkeit von ca. +/- 2% bei neuen Zellen. Da kannst Du gleich würfeln. :lol:
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon e-zepp » 19.11.2017, 22:05

Weißt Du mit was der Profi vom Staplerservice mit über 30 Jahren praktischer Erfahrung misst?
Sein Säurehheber hat einen roten, einen gelben und einen grünen Bereich :mrgreen:
Aber das wirst Du nie verstehen bevor Du einen Pb-Akku zumindest mal aus der Nähe siehst...
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon pvx » 19.11.2017, 23:17

Ja, e-zepp, ich kenne diese Säureheber. (Ich habe neben VARTA gewohnt, dort reingeschaut und wegen den Säurenebeln gehustet.) Sie sind gut zur Orientierung hinsichtlich des Ladezustandes von Starterakkus und Staplerbatterien. Wenn nach Vollladung rot angezeigt wird, wird der Akku als sulfatiert ausgeschieden. Das kann man damit grob abschätzen, wenn man den Akku während der ganzen Gebrauchsdauer unter Kontrolle hatte und der Akku korrekt mit gleichen Mengen und Säure gleicher Konzentration befüllt wurde. Aber zwischen 1 % und 2 % Sulfat in den Elektroden kannst Du damit nicht unterscheiden. Das entspräche 10 % bzw. 20 % geringere Bewertung.
Mein Aerometer zeigt auf 0,0001 genau an und ist kalibriert. Ich entgase und temperiere die Probe vor der Messung.
Aber auch diese Sorgfalt und Genauigkeit hiflt nichts bei der Beurteilung der Sulfatierung, wenn nicht die SD des neuen Akkus ebenso genau gemessen wurde. Zu groß sind die Abweichungen bei der Befüllung - siehe Uwe Sauer.

Bei einem Gebrauchten ist die Referenz für die noch nutzbare Kapazität die SD, die nach Erreichen des nicht mehr abnehmenden Ladestroms (Ladungserhaltungsstrom) unter EUW erreicht wird. Die entspricht aber nicht der Neu-SD, weil die Säure, die im nicht mehr umwandelbaren Sulfat steckt, nicht mehr im Elektrolyten ist. Und ob Säure zugesetzt wurde oder verloren ging, weiß man bei einer Gebrauchten sowieso nicht.

Würdest Du beim Metzger was kaufen, wenn die Waage nur rot, gelb und grün anzeigen würde? Der WKD würde den Laden sofort schließen.
Wie groß ist denn der Dichteunterschied zwischen rot und grün bei Deinem SD-Messer? Das ist etwa Deine "Messgenauigkeit". Dazu noch die Ungenauigkeit durch unerkannte Gasbläschen und Deine Ungenauigkeit durch Spülen des Hebers mit Wasser, die größer ist, als Du denkst.

Hier würde nun die Ruhespannung aller Zellen interessieren und der Ladungserhaltungsstrom (nicht mehr abnehmender Schweifstrom) und die Zeit, bis 11,4 V unter C10 Last erreicht sind. Damit hat man die Grundlage der Beurteilung der Sulfatierung eines gebrauchten Akkus, von dem man die Neu-SD nicht messen konnte. Alles andere ist Stochern im Nebel.

Freundliche Grüße
pvx
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Re: Angebot für gebrauchte Staplerbatterie

Beitragvon e-zepp » 20.11.2017, 09:50

pvx hat geschrieben:Mein Aerometer zeigt auf 0,0001 genau an und ist kalibriert..

Wow, schön für Dich, braucht aber hier bei den Pb-Akkus kein Mensch.
pvx hat geschrieben:Bei einem Gebrauchten ist die Referenz für die noch nutzbare Kapazität die SD, die nach Erreichen des nicht mehr abnehmenden Ladestroms (Ladungserhaltungsstrom) unter EUW erreicht wird. Die entspricht aber nicht der Neu-SD, weil die Säure, die im nicht mehr umwandelbaren Sulfat steckt, nicht mehr im Elektrolyten ist.

Da hast Du völlig recht, genau so ist es :D
Aber wenn nach einer zumutbaren Entsulfatierungsladung (2 Wochen Schnarchladung) der Akku wieder
die Nenn-SD aufweist kann man doch hübsch davon ausgehen dass er auch entsulfatiert ist.
Das heißt leider noch nicht dass er die volle Kapazität bringt, ein Pb-Akku stirbt ja mehrere Tode gleichzeitig.
pvx hat geschrieben:Und ob Säure zugesetzt wurde oder verloren ging, weiß man bei einer Gebrauchten sowieso nicht.

Stimmt auch, aber ein Batt-Händler macht das nicht weil es zu einfach nachweisbar ist. Nach einer Schnarchladung
würde der Akku viel zu hohe SD aufweisen und/oder bei einem normalen Kapa-Test sowieso sofort durchfallen :!:
pvx hat geschrieben:Wie groß ist denn der Dichteunterschied zwischen rot und grün bei Deinem SD-Messer? Das ist etwa Deine "Messgenauigkeit".

Auch da hast Du recht, bei meinem Hydrovolt ist bei einem Promille absolut Schluss mit der Ablesbarkeit
ich würde sogar sagen auf 5 Promille hin oder her. (tatsächliche Genauigkeit keine Ahnung)
Mir reicht`s, mehr brauch ich gar nicht. Mich interessiert viel mehr ob die SD noch steigt!
pvx hat geschrieben:Hier würde nun die Ruhespannung aller Zellen interessieren und der Ladungserhaltungsstrom (nicht mehr abnehmender Schweifstrom) und die Zeit, bis 11,4 V unter C10 Last erreicht sind. Damit hat man die Grundlage der Beurteilung der Sulfatierung eines gebrauchten Akkus, von dem man die Neu-SD nicht messen konnte. Alles andere ist Stochern im Nebel.

Entladeschlussspannung einer OPzS unter C10 ist zwar 1,8V/Z aber ansonsten stimmt das auch.
Nennt man dann umgangssprachlich Kapazitätstest, ist genormt und wird mit kalibrierten Messgeräten gemacht :wink:
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