unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon passra » 05.03.2018, 18:52

Aus dem Text von Serin sollte man mal ein FAQ machen für die immer wieder auftauchende Steuerfrage :D :D
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon Serin » 05.03.2018, 19:22

Woho ich war nützlich :-) :-) :-) :-)
Danke für die blumen
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon sirrocool » 05.03.2018, 20:18

...mach ne Sonnenblume von mir dazu :mrgreen: :danke:
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon horsthammelmann » 05.03.2018, 20:34

Danke an alle für die Antworten!

Letztes Jahr hat das Finanzamt bei mir übrigens die Variante 4 akzeptiert.
Da aber dieses Jahr die AfA so hoch ist, weil ich zum ersten mal meinen Speicher abschreibe und nicht wie 2016 wegen der Inbetriebnahme im September nur anteilig, kostet meine selbst erzeugte kWh 2017 27,9 Ct anstelle 15,8 Ct in 2016.
Jetzt die Einspeisevergütung von 17,02 Ct als Basis anzunehmen wäre also toll, ist aber dem Finanzamt bestimmt schwer zu erklären.

Was ich aber aus den ganzen Diskussionen mitnehme ist, dass es keine klare Vorgabe an alle Finanzämter gibt, sondern es nur auf die logische Erklärung ankommt.
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon Serin » 05.03.2018, 21:22

horsthammelmann hat geschrieben:Danke an alle für die Antworten!

Letztes Jahr hat das Finanzamt bei mir übrigens die Variante 4 akzeptiert.
Da aber dieses Jahr die AfA so hoch ist, weil ich zum ersten mal meinen Speicher abschreibe und nicht wie 2016 wegen der Inbetriebnahme im September nur anteilig, kostet meine selbst erzeugte kWh 2017 27,9 Ct anstelle 15,8 Ct in 2016.
Jetzt die Einspeisevergütung von 17,02 Ct als Basis anzunehmen wäre also toll, ist aber dem Finanzamt bestimmt schwer zu erklären.

Was ich aber aus den ganzen Diskussionen mitnehme ist, dass es keine klare Vorgabe an alle Finanzämter gibt, sondern es nur auf die logische Erklärung ankommt.


Um jetzt KPR vorzubeugen:
Die Vorgabe ist schon klar, die Erklärung muss allerdings sein um zu erklären warum deine angaben mit der Vorgabe übereinstimmt :mrgreen:
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon somebody » 04.08.2018, 23:09

Ich habe seit letztem Jahr eine PV Anlage. Ich habe (auch wegen dieses Threads) für die Berechnung des Wertes des Eigenverbrauchs unterschiedliche Wege für Umsatzsteuer und Ertragssteuer benutzt. Für die Umsatzsteuer die aus dem BMF Schreiben geforderten Bezugspreis und für die Ertragssteuer den Einspeisevergütungsatz. Das Finanzamt hat dies bei der Ertragssteuer nicht akzeptiert und möchte den gleichen Wert wie bei der Umsatzsteuer ansetzen.

Kann mir jemand eine Quelle nennen, aus der ersichtlich ist, dass ich bei der Ertragssteuer den Marktpreis nehmen und dies von der Umsatzsteuer abweichen kann?
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon Serin » 05.08.2018, 10:24

Hi somebody,


Verstehe ich das richtig, das FA hat dir also einen ESt BEscheid geschickt und dort die Einnahmen korrigiert und nimmt für die Sachentnahme den Marktpreis an?

Wenn das so ist, dann bin ich jetzt mal so dreist und kopiere hier einen Text von @KPR, welcher schon einmal ein "Einspruch" Vorformuliert hat um diesen dem FA zu schicken:

SgDH,

gegen o. a. Steuerbescheid wird form und fristgerecht das Rechtsmittel des

E I N S P R U C H

gem. § 347 AO eingelegt.

Zur Begründung:

Der Steuerbescheid verletzt formales Recht.
Die Behörde ist in dem o.a. Steuerbescheid von der eingereichten Erklärung abgewichen ohne den Steuerpflichtigen zu hören. Dem Steuerpflichtigen wurde das rechtliche Gehör verweigert.

Der Steuerbescheid verletzt materielles Recht.
Gegenüber der eingereichten Erklärung wird der Wert der Sachentnahme für vom Unternehmer für Zwecke außerhalb des Unternehmens entnommenen Strom mit .... angesetzt.

Es ist unstreitig, dass die Entnahme von erzeugtem Strom durch den Unternehmer für außerbetriebliche Zwecke als Sachentnahme gewinnerhöhend zu erfassen ist.
Unabhängig von der Ermittlung des steuerlichen Gewinns als Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben gem. § 4 Abs. 3 EStG ist der Gewinn auch in diesem Fall so zu ermitteln, dass er durch Entnahmehandlungen des Steuerpflichtigen nicht beeinflusst wird.
HIngegen ist es nicht Ziel der steuerlichen Gewinnermittlung, den beim Unternehmer zugeflossenen Wert der Besteuerung zu unterwerfen.

Die Sachentnahme ist mit dem Teilwert zu bewerten.
Aufgrund der besonderen Umstände i. Z. mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage auf Basis des Vergütungsanspruchs nach EEG kommt nur eine Bewertung der Sachentnahme mit dem gesetzlichen Vergütungsanspruch in Betracht, da exakt der sich so ergebende Gewinn erzielt worden wäre, wenn der Unternehmer den Strom nicht für private Zwecke entnommen hätte.

Eine Bewertung mit dem Marktpreis / Bezugspreis hingegen ist nicht sachgerecht, da der Unternehmer zu diesem Wert den Strom unter keinen Umständen hätte veräußern können.

Es wird gebeten und beantragt den o.a. Steuerbescheid entsprechend vorstehender Begründung sowie der eingereichten Erklärung zu berichtigen.


Damit würde ich schonmal anfangen, damit die Einspruchsfrist nicht vergeht.
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon somebody » 06.08.2018, 23:09

Danke. Ich bin schon im Einspruchsverfahren. Das Finanzamt beruft sich auf das BMF Schreiben, welches ja nur die Umsatzsteuer regelt. Ich habe die nach Quellen für die Ertragssteuer gebeten.
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon donnermeister1 » 07.08.2018, 08:22

Dann berichte bitte hier, wie es ausgegangen ist.
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Re: unentgeltliche Wertabgabe richtig berechnen

Beitragvon Serin » 07.08.2018, 11:05

Also so ne "schöne Quelle" wie das BMF Schreiben gibt es für die ESt nicht soweit ich weiß.

Allerdings ist es eben so, dass laut §6 Abs. 1 Satz 4 eine Sachentnahme mit dem "Teilwert" anzusetzen ist.

und nach §6 Abs. 1 Satz 1 gilt:
Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde; dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt.

Also wenn jemand dein Unternehmen kaufen würde und du hättest noch 1000 kWh nicht vergütet "auf Halde" (ja ich weiß, bei Strom ein komisches Konstrukt, allerdings soll Eigenverbrauch ja als "Sachentnahme" deklariert werden), wieviel wären dir dann diese 1000 kWh wert?
Als am besten zu verteidigende Antwort wäre dann die Einspeisevergütung zu nenen, weil der Strom exakt diesen Wert am Markt "wert ist".

Also dem FA klarmachen, dass das BMF Schreiben nur für die UST gilt, damit das Steueraufkommen gleich bleibt.
Bei der EÜR müssen dann die "Veräußerungskosten" also die Einspeisevergütung genommen werden damit das Steueraufkommen gleich bleibt.

Ein Ansetzen zum Wiederbeschaffungspreis (welcher die absolut obere grenze des Teilwerts ist) würde das Steueraufkommen nicht gleich halten, sondern zulasten des Steuerpflichtigen zu mehraufkommen führen.

@KPR, Donnermeister:
Ich bin mir sicher, dass ich nicht die ganze Terminologie richtig habe, könnte das einer von euch nochmal in "schön" beschreiben? ;-)
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