Solarthermie vs. Photovoltaik

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Schoenberg » 12.07.2018, 18:02

Energiesparer51 hat geschrieben:
Bei Wärmepumpen könnte man auch auf die Idee kommen, eine Abgabe auf die der Umwelt entzogene Wärme zu erheben.

Nö. Sie kommt doch wieder zurück.
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0,5 kWh Akku fertig, in Betrieb.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Joe-Haus » 12.07.2018, 18:04

Der Exergie-Begriff ist nützlich und notwendig, ..

Dumm nur, dass es hier letztlich immer um Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser geht. ... :juggle:
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Energiesparer51 » 12.07.2018, 18:24

Schoenberg hat geschrieben:
Energiesparer51 hat geschrieben:
Bei Wärmepumpen könnte man auch auf die Idee kommen, eine Abgabe auf die der Umwelt entzogene Wärme zu erheben.

Nö. Sie kommt doch wieder zurück.

Das stimmt zwar, muss aber kein Grund sein nicht dennoch auf diese Idee zu kommen. Schließlich wird die Wärme genutzt und fast jede genutzte Energieform endet als Wärme in der Umwelt. (Ausnahme z.B. ins All abgestrahltes Licht.)
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Energiesparer51 » 12.07.2018, 18:34

Joe-Haus hat geschrieben:
Der Exergie-Begriff ist nützlich und notwendig, ..

Dumm nur, dass es hier letztlich immer um Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser geht. ... :juggle:


Bei PV geht es im Allgmeinen aber nicht nur darum. Das ist ja gerade der Hauptvorteil von PV, dass er universell nutzbare Exergie liefert, die man bei fehlendem Bedarf vergütet bekommt. Bei der Kombination von PV und WP spielt Exergie eine große Rolle und ich hatte sie beim Vergleich Steuern auf Strom und Gas ins Spiel gebracht (was mit dem eigentlichen Thema rein gar nichts zu tun hat.) .
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon PV Ndh » 12.07.2018, 20:41

Energiesparer51 hat geschrieben:PS: Eine kWh Gas ist nicht mit einer kWh Strom vergleichbar (Hinweis Exergiegehalt).


Das Gas und Strom nicht vergleichbar sind ist klar, denn wir haben mit Wind und PV Anlagen Systeme, die Strom also 100% Exergie bei entsprechender Witterung/Tageszeit, unschlagbar günstig bereitstellen können.
Darum ist auch nicht nachzuvollziehen warum zb. 1kWh Gas so billig ist, das sind schließlich zwischen 50-60% Strom sowie ein paar % nutzbare Abwärme und das auch noch zu einem beliebig wählbaren Zeitpunkt.
Es wäre also sinnvoll Gas, Öl, Kohle, Holz, usw. mit einer Abgabe zu belasten um dummes verheizen dieser frei abrufbaren Exergiemengen auszuschließen. Die Abgabe könnte dann zu 1% pro 1% elektrischer Nettowirkungsgrad Erstattet werden.
Dann würde die kWh Kohlestrom mit ~120% und Strom aus GuD mit ~67% und das dumme verheizen mit 100% Abgabe belastet.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Joe-Haus » 13.07.2018, 08:51

Energiesparer51 hat geschrieben:Das ist ja gerade der Hauptvorteil von PV, dass er universell nutzbare Exergie liefert ,..

Das hast Du ganz richtig erkannt!

Wenn ich also auf meiner Dachfläche "universell nutzbare Exergie" produzieren kann, die in der Jahresbilanz neben meinem kompletten Wärmeenergiebedarf auch noch einen Gutteil Haushaltstrombedarf (sonst teuer einzukaufende Exergie) und Energiebedarf für die individuelle Mobilität (sonst teuer einzukaufende fossile Energieträger) abdecken kann - warum sollte ich dann noch ST auf dem Dach des EFH installieren?

Wenn ich dazu bei PV noch über die EEG-Vergütung (die ja beim EFH nur noch für zeitweise Überschüsse in geringer Höhe gezahlt wird) meine individuellen Kosten stärker minimiere - warum sollte ich dann noch ST auf dem Dach des EFH installieren?

Man bekommt für die eingespeiste "universell nutzbare Exergie" ja derzeit nur noch ca. das Doppelte /kWh im Vergleich zu fossilen Energieträgern vergütet - eigentlich voll ungerecht ... :wink:

Jetzt musst Du nur noch begreifen, dass es mittlerweile sowohl individuell als auch volkswirtschaftlich sinnvoller wäre, EFH-Dachflächen für dezentral erzeugten PV-Strom zu nutzen, statt sie für thermische Kollektoren "zu verschwenden".

Dann kannst Du evtl. auch nachvollziehen, dass die derzeitige zusätzliche Besteuerung dieser "universell nutzbaren Exergie" ziemlich ungerecht und unsinnig ist gegenüber der Besteuerung von fossilen Energieträgern. Erdöl und Erdgas müssen wir in Deutschland zu fast 100% importieren. Dadurch fließen jährlich viele Milliarden € ins Ausland und werden dem heimischen Wirtschaftskreislauf entzogen.
Dass offiziell von der Politik das Ziel verkündet wurde, den Verbrauch dieser fossilen Energien zu verringern, kann ich als praktische Umsetzung bei der Besteuerung auch nicht gerade erkennen. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hinter der derzeitigen Wirtschafts- und Energiepolitik den Einfluss traditioneller Lobbyisten zu erkennen.

Im übrigen dreht man sich hier seit vielen Seiten im Kreis.
Dass ST rein technisch je kWh einen höheren Wirkungsgrad hat, ist unstrittig. Dass man diesen Vorteil aber bei heutigen Neubauten i.d.R. gar nicht und bei meisten bestehenden ST auch nicht umfänglich nutzen kann, wurde schon mehrmals herausgearbeitet -
bspw. ->Hier. :juggle:
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Energiesparer51 » 13.07.2018, 10:20

Joe-Haus hat geschrieben:
Jetzt musst Du nur noch begreifen, .....


Muss ich nicht!
.... Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hinter der derzeitigen Wirtschafts- und Energiepolitik den Einfluss traditioneller Lobbyisten zu erkennen.


Da gebe ich dir vollumfänglich recht.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Alexander_Z » 16.07.2018, 19:51

Okay...
Wir machen dass jetzt - Gas und Strom werden gleich hoch mit Abgaben belastet!
Ich habe eine ST auf dem Dach -15m² und einen Holzkamin mit Warmwassertasche!

WO kann ich bitte meine zu viel hergestellte Wärme loswerden und zwar zu einem für mich rentablen - ich denke 10 Jahre (?) Amortisationszeit wäre nicht zu viel, loswerden?

Du merkst aber schon, dass dein "wir messen mit zweierlei Maß" zwangsläufig darauf hinführt zu hinterfragen:
WARUM kostet denn der STrom in D am meisten in der EU - und vor allem nur für den "normal Bürger" - die Großen werden ja mehr als um die Hälfte befreit?!?

Wie habe cih zu meiner Ex Frau immer so schön gesagt:
Sei Vorsichtig mit deinen Wünschen!
Sie könnten alle in Erfüllung gehen!
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon PV Ndh » 17.07.2018, 11:32

Alexander_Z hat geschrieben:Okay...
Wir machen dass jetzt - Gas und Strom werden gleich hoch mit Abgaben belastet!
Ich habe eine ST auf dem Dach -15m² und einen Holzkamin mit Warmwassertasche!

WO kann ich bitte meine zu viel hergestellte Wärme loswerden und zwar zu einem für mich rentablen - ich denke 10 Jahre (?) Amortisationszeit wäre nicht zu viel, loswerden?

Im Gegensatz zu PV Strom, für den auch im Sommer genug Bedarf vorhanden ist wenn Fossile Kraftwerke herunter gefahren werden, ist dein Warmes Wasser überwiegend Wertlos. Nicht das die Wärme, auch auf dem Temperaturniveau, anderswo nicht genutzt werden könnte aber sofern du an keinem Wärmenetz hängst, ist diese Energie, selbst wenn du dafür ein paar Cent pro kWh bekommen würdest, nicht wirtschaftlich zu transportieren.
Eine Angemessene Amortisationszeit sollte doch für den Überwiegenden Teil der Solarthermieanlagen nach den Verkaufsprospekten und Installateurs Aussagen gegeben sein. Das die Annahmen von stark steigenden Öl und Gas Preisen nicht eingetreten sind ist einfach Pech für den Betreiber, der ja anstelle einer Einspeisevergütung eine luxuriöse Flächenpauschale bekommen hat. Warum gibt es die eigentlich nicht anstelle der Einspeisevergütung für PV Anlagen?
Vielleicht könnte auch eine "Schornsteingebühr" für Gebäude von ein paar Hundert € im Jahr dafür Sorgen, das mehr PV Anlagen mit WP gebaut werden. Vor allem dürfte dadurch auch der Schadstoffausstoß derjenigen sinken die durch höhere Holzpreise wegen eigenem Wald nicht erreicht werden können.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Alexander_Z » 17.07.2018, 13:35

Ich denke dass mein Beitrag eigentlich ganz leicht verständlich ist:

Photovoltaik wird deutlich subventioniert!
Weit mehr als die ST
Dies ist (auch) ein Grund für die hohen Strompreise in D!

Wenn man vergleichen will (und das Gas Teuer machen "will") muss alles gleich geregelt werden und wetten:;
genau das wollen "wir" nicht!
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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