Solarthermie vs. Photovoltaik

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Avatar2009 » 10.07.2018, 17:04

In der Regel werden doch heute die Anlagen so gebaut das man möglichst viel Förderung bekommt und damit wird dann alles schöngerechnet. Ob das unter dem Strich dann die sinnvollste Lösung ist interessiert ja keinen.

Die meisten Leute bauen einmal in Ihrem Leben und haben nicht das nötige Fachwissen, die Bauträger bauen 08/15 um Ihren Ertrag zu optimieren und die Handwerker bauen das was von Ihnen verlangt wird.

Es sind doch die wenigsten die heute so bauen wie es früher üblich war: In Ruhe, mit einem Architekten der ein individuelles Haus konzeptioniert und dann mit dem Bauherren gemeinsam die Detailplanung macht, die Gewerke ausschreibt, die Angebote vergleicht und dann die Ausführung nach der Beauftragung überwacht.

Die Gesetzgebung spiegelt das wieder, was die Lobbyisten der Industrie propagieren und das ganze dann mit ein bisschen grünem Zeitgeist verpackt.

Wie ökologisch eine "klassische" WDVS-Fassade ist sollte hinlänglich bekannt sein, und trotzdem werden die meisten EFH heute so gebaut. Es ist halt erstmal billig und erfüllt die EnEV...
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Schoenberg » 10.07.2018, 17:10

Avatar2009 hat geschrieben:In der Regel werden doch heute die Anlagen so gebaut das man möglichst viel Förderung bekommt und damit wird dann alles schöngerechnet. Ob das unter dem Strich dann die sinnvollste Lösung ist interessiert ja keinen.

Ich glaube nicht, dass es die Ökologie weiterbringt, wenn man geförderte Massnahmen zum eigenen Gewinn optimiert.
Förderung wird nämlich von der Allgemeinheit bezahlt also von allen (anderen).

Aber das muss jeder für sich entscheiden.

sonstiges-f13/solarthermie-vs-photovoltaik-t122390-s330.html#p1641610
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon PV-Berlin » 10.07.2018, 17:19

Solarthermie hat von Haus aus die Möglichkeit Wärme zu speichern. Wenn meine beiden Pufferspeicher nur um 25° erwärmt sind, sind das 60kWh gespeicherte Energie. Das reicht gut für kalte Nächte :)


Es sind = 58,19 kWh (2.000 Liter und 25 K) *Theoretische Kapazität

Aber nur vielleicht bei dir! Du musst das Deta (Wärmeübertragung + 25 K schaffen! Alles was die ST darunter liefert an Wärmeleistung (Temperaturniveau) ist für die Katz! Wärme-Leistung mal Zeit = Wärmemenge, dies gilt vielleicht auch für ST. Pumpenleistung Wo geht die hin?

Nun ist man mit Sockelleisten (Heizung) ganz sicher nicht bei < 30 ° C Vorlauf!
Aber bitte, wir rechnen meinetwegen auch damit.

30 ° C Vorlauf + 6 bis 10 K (Spreizung am Wärmeübertrager) + 25 K = 65 ° muss man den Speicher aufheizen, um 60 KWh Wärme zu puffern. 2

Und nur mal so, unter uns Töchtern, mit einer Wärmepumpe geht es noch viel besser! Denn die kann immer Wärme dann bereitstellen, wenn sie benötigt wird! Und ich kann auch damit jeden Speicher füllen! Die Verflüssigung findet ja nur statt, wenn das Kühlmittel Wärme abgeben kann! Scheiß Technik! *fg Und damit kann auch nur Leistung des Verdichter "verbraten" werden, wenn der Kältekreislauf geschlossen ist (noch mehr scheiß Technik)

Die Leistung des Verdichters landet wo? Korrekt in Wärme für den bessern COP * Sauggasgekühlte Inverter Verdichter

Wie viel Wärme macht denn eine WP aus 20 m² PV ? Selbst wenn die 5 KWp nur 10 % Leistung bringen, sind das bei einem COP von nur 4 = 2 KW Wärme * 10 h = 20 KWh . An einem SEHR kalten Februartag bei Minus 15 Grad , ist der COP immer noch besser, als 1! Zumindest wenn man sich keinen Mist kauf! Vorteil gegenüber ST ist aber, das man fast immer Leistung ernten kann (PV nutzen) . Was ja viele mit ihren PV Anlagen an ganz kalten und sonnigen Tagen schon festgestellt haben könnten.

*Deshalb darf man ja anteilig relativ viel PV ansetzen (Warmwasser wird heute mehr gebraucht, als Wärme im Haus (ETW)

Das Wärmepumpumpen &/ Kälteanlagen mit Puffer bestens funktionieren, kann man sich bei Siemens in Braunschweig anschauen. Da wurde ein Bürohaus um den Eis-Speicher gebaut 20 m Durchmesser und 7 bis 8 Etagen hoch. Puffer XXXL zuzusagen. Das geht logisch auch mit Wärme!

Selbstverständlich vereisen die Verdampfer! Aber wann vereisen sie am meisten? Korrekt, wenn noch relativ viel Wasser in der Luft ist (reale Luftfeuchtigkeit und relative Luftfeuchtigkeit)

Wie wird abgetaut? Nicht mit Tauchsieder (ich rede von richtigen Wärmepumpen) sondern der Kühlkreislauf wird kurz umgedreht und die Wärme kommt aus dem Puffer. *vier Wegeventil

bis 15 ° C Minus arbeiten die guten Luftwärmepumpen noch recht passabel und ohne Zuheizen einer Widerstandheizung.
Klar, wer eine SoleWärmepumpe nutzen kann, ist logisch weit vorne, Sommer wie Winter . Auf dem Land sollte das ja möglich sein.

Der Altbau ist aufwendig saniert! schon mal gut! Ich hätte auf die 60 cm Wandstärke (Altbau) gar nix an Dämmung aufgebracht und wenn, dann ganz sicher mehr als 12 cm! Denn ich müsste jetzt nachrechnen, wo liegt der Taupunkt? Bei 12 cm liegt der nicht im jedem Falle in der Dämmung! Die 8.500 KWh erklären sich mir aber trotzdem nicht. Welchen Wärmebedarf inkl. Warmwasser wurde denn hier gerechnet? Was ist mit dem Kellergeschoss?

Ja, große Alte Häuser und sehr große neue Häuser, die keine Hutschachtel sind, verballern unglaublich viel Energie!
So ein Pool im Haus, ein Salzwasseraquarium, etc. das haut rein! Man kann ein Idiot sein, und das ausblenden oder man kann einfach einen Ausgleich schaffen, bzw. auf 100% EE umsteigen oder gar beides!

Da ich persönlich vollkommen die Übersicht verloren habe, fange ich jedes Jahr im Januar neu an!

* eine PV Anlage mit nur 5 KWh würde heute bei einem COP von nur 3 locker ein Null Energiehaus darstellen können:

5 kWp * 900 kWh = 4.500 kWh Strom COP von 3 = 13.500 kWh Wärme für WW und Wohnwärme + Strom für die Lüftung etc.

13.500kWh / 200 m² = 67,50 kWh je m² und Jahr! Das wäre 'machbar' im Neubau oder nicht?

Macht rein physikalisch 0,0 KWh Primärenergieverbrauch also sehr viel weniger als Gas mit ST, selbst bei dem 'Vorzeigeprojekt' .

* Gerechnet wird anders, weil es sonst ja jeder nur viel PV sich aufs dach hauen würde! Das BWM ist nicht ganz so blöd, wie man annehmen könnte! 8)
Zuletzt geändert von PV-Berlin am 10.07.2018, 17:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Avatar2009 » 10.07.2018, 17:24

Schoenberg hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es die Ökologie weiterbringt, wenn man geförderte Massnahmen zum eigenen Gewinn optimiert.
Förderung wird nämlich von der Allgemeinheit bezahlt also von allen (anderen).

Aber das muss jeder für sich entscheiden.



Da hast Du absolut recht...aber die Mehrheit schaut doch zuerst auf den eigenen Geldbeutel. :juggle:
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon PV-Berlin » 10.07.2018, 17:35

Was ist daran so verkehrt?

Verkehrt ist nur, das die Rahmenbedingungen so sind, das es heute 'lohnt' Gas Wärmepumpen zu verkaufen. Der Schwachsinn ist derart grandios, das ich es erst nicht mal glauben mochte! Oder Erdgas Brennstoffzelle für das EFH!

Wenn Erdgas oder Heizöl einen Preis bekommen würden, der ihre volkswirtschaftlichen Kosten wiederspiegelt, würde man WKA und PV zubauen müssen, bis zum Anschlag, denn dann wäre der Marktanteil von Wärmepumpen bei exakt 100% und man würde alles unternehmen, um nicht aus Gas Strom machen zu müssen.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon wschmeiser » 10.07.2018, 17:39

Avatar2009 hat geschrieben:
Schoenberg hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es die Ökologie weiterbringt, wenn man geförderte Massnahmen zum eigenen Gewinn optimiert.
Förderung wird nämlich von der Allgemeinheit bezahlt also von allen (anderen).

Aber das muss jeder für sich entscheiden.



Da hast Du absolut recht...aber die Mehrheit schaut doch zuerst auf den eigenen Geldbeutel. :juggle:


Hoffentlich!!!!

Oder auf welchen Geldbeutel sollte man denn sonst schauen?
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Avatar2009 » 10.07.2018, 17:47

Vielleicht ein wenig Verantwortung übernehmen und eben nicht nur auf das Geld sondern auch auf die Umwelt achten? :mrgreen:

Ist wie beim Essen: Keiner sagt das er Massentierhaltung gut findet, aber die meisten Verbraucher kaufen das günstige Fleisch das nur so erzeugt werden kann. :evil:
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Schoenberg » 10.07.2018, 18:02

wschmeiser hat geschrieben:
Avatar2009 hat geschrieben:
Schoenberg hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es die Ökologie weiterbringt, wenn man geförderte Massnahmen zum eigenen Gewinn optimiert.
Förderung wird nämlich von der Allgemeinheit bezahlt also von allen (anderen).

Aber das muss jeder für sich entscheiden.



Da hast Du absolut recht...aber die Mehrheit schaut doch zuerst auf den eigenen Geldbeutel. :juggle:


Hoffentlich!!!!

Oder auf welchen Geldbeutel sollte man denn sonst schauen?


Natürlich nur auf den eigenen. Es ist nämlich weder illegal noch verboten, sich aus den Fördermitteln, die andere bezahlt haben, möglichst viel abzugreifen.

Es ist schlicht erlaubt. Die einzige legale Methode, sich das Geld anderer Leute anzueignen.
Und Politiker stellen sowas auch nicht ab, warum auch ?
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Avatar2009 » 10.07.2018, 18:58

Wieso nicht?

Zwei Gegenbeispiele:

Es gibt heute keine Videorecorder mehr. Nicht weil sie verboten sind, sondern weil sie einfach keiner mehr gekauft hat.

Drogen sind zwar verboten, werden aber trotzdem gehandelt.

Das Thema Angebot und Nachfrage; Wirtschaftswissenschaften, 1. Semester. Niemand produziert lange etwas, das keiner kauft.

Immer nach dem Gesetzgeber rufen hilft da nicht. JEDER trägt seinen Teil dazu bei und hat Verantwortung für sein Handeln.
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Re: Solarthermie vs. Photovoltaik

Beitragvon Schoenberg » 10.07.2018, 21:25

Avatar2009 hat geschrieben:Wieso nicht?

Zwei Gegenbeispiele:

Es gibt heute keine Videorecorder mehr. Nicht weil sie verboten sind, sondern weil sie einfach keiner mehr gekauft hat.


Weil es nämlich etwas BESSERES gab.
Nicht, weil sie Billigware waren, oder weil sie unter menschenunwürdigen Verhältnissen produziert wurden.

Sorry, du mischt da einige verschiedene Vorausetzungen durcheinander.
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