PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

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PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon Mastermind1 » 03.07.2018, 22:13

Hallo,

Ein bekannter möchte wenige km entfernt bauen.

Das Hausdach ist ein einfaches Pultdach das genau nach Osten zeigt. Eine Änderung kommt nicht in Frage, und ich kann es optisch verstehen. Also bitte keine Sprüche, das Dach muss anderst ausgerichtet werden.

Dachneigung 12 Grad.

Keine Bäume, kein Schornstein vorhanden.

Da wir hier in 884xx schon Recht Sonnenverwöhnt sind, stellt sich die Frage ob ein reines ostdach doch Sinn macht wenn man preislich irgendwo bei 1100-1400€ netto pro kWp rauskäme?
Die dachgrösse sollte 6,9kWp oder 9,9kWp mit fullblack Modulen (300Wp) hergeben.

Der bekannte hat das PV Thema eigentlich abgehakt da sein Hausbauer im davon abgeraten hat.

Wenn ich aber an mein Nordost Dach denke (20 Grad DN) mit prognostizierten 826kWh/kWp. Reel bisher eher 890kWh/kWp sollte das reine ostdach mit 12grad doch noch besser sein? Also eher 900kWh/kWp?

Mein Südwestdach 20grad DN hat zum Vergleich 1033kWh/kWp Prognose.

Hier geht es um ein reines ostdach mit 12 Grad....

Bei der Flachen Dachneigung sollte man vermutlich aufgrund Dichtigkeit an Metalldachpfannen oder integrierte Halterungen denken? Und wie sollte im so einem Fall die Einführung der Kabel unter die Dachhaut erfolgen?

Was meint ihr?

Ich trage die Infos gerne vorab zusammen, bevor wir an Anbieter herantreten.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon seppelpeter » 03.07.2018, 22:38

Lasst das Dach so, arbeitet aber an den Dachüberständen, so dass eine gute Füllung in hochkant mit 60-Zellern erreicht werden kann. Die Module sollten auf dem Flachen Dach hochkant liegen, evtl. ist auch die @Ralfsche X-Anordnung eine gute Lösung, wenn bei satt Dach eh bei 10KWh Schluss sein soll.

Dachluke oder Aufstieg an der Fassafe einplanen, damit gereinigt werden kann :!: :idea:

Gar keine Frage, dass Dache wir locker 900KWh/KWp liefern und sollte (voll) genutzt werden.

Was zum Henker solle die "teuren" fullblack Module auf einen flachen Pultdach bringen.
Da geht es nur um Leistung und Qulaität ... Optisch sollte scheißegal sein, wiel man die Module eh nie sieht ... nur beim putzen.

Der bekannte hat das PV Thema eigentlich abgehakt da sein Hausbauer im davon abgeraten hat.


Bitte mit Profis darüber sprechen.
hausbauer gehören nicht dazu.
Dacheindeckung sollte vorzugsweise Trapezblech sein :!:

Ein Pfannendach wird ohne regensicheres Unterdach nicht funktionieren.
Die Regeldachneigung der Dachpfanne ist das Schlüsselwort ... auch bei Trapezblech muss man da aufpassen wegen der Kapilarwirkung.

In jedem Fall bauen ... Dach voll machen ... Ziel >15KWp :!:
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon wadoe » 03.07.2018, 23:29

Sollte das östliche Gelände keine größeren Erhebungen aufweisen und nicht
am Morgen häufig Nebel vorhanden sein, würde ich auf jeden Fall die Anlage bauen.
Der morgentliche Ertrag ist wegen der niedrigen Temperaturen schon mal besser,
außerdem ist der Eigenverbrauch gerade Vormittags meist höher. Diese Faktoren
sprechen also alle für eine Ost Anlage.
Die Verstringung sollte möglichst spannungsmäßig in den optimalen Bereich
des Wechselrichter Wirkungsgrades gelegt werden, dann kann es eigentlich
nur positive Überraschungen beim Ertrag geben.
Anlaysiere schon seit Jahren hier in der Nähe eine reine Ost Anlage mit 8 Grad
Neigung und war bisher mehr als überrascht von deren Ertrag (seit 7 Jahren jährlich
immer deutlich über 1000kW/kWp.
Durch die relativ flache Ausrichtung fehlen zwar die extremen Maximas, aber die
Ertragskurve war immer recht breit, das gleicht so manches aus.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon Mastermind1 » 04.07.2018, 07:34

Danke für die Infos..
Die 12 Grad Dachneigung der Orden gewählt um den Mindestvorschriften bestimmter Dachplatten zu entsprechen.

Das Haus selbst steht an einem Hang. Also gehe ich davon aus, dass man von der höherliegenden Zufahrtsstraße das Dach sieht.

Full black da das Dach Anthrazit Farben werden soll, da dies zu den Fenstern passt.

Trapezblech? Hört sich verrückt an. Gibt es dazu Bilder? Hat das hinsichtlich sommerlichen Wärmeschutz + Lärmschutz keine Nachteile?
Das trapezblech ist günstiger + einfacher für die PV Montage oder?

Dachluke soll keine aufs Dach. Auch hier ist sie Dichtigkeit wieder ein Thema und auch die Optik.

Das man da mit der Dichtigkeit aufpassen muss ist ein guter Hinweis. Vielleicht war das auch die Intention des Hausbauers (Zimmermann Betrieb) für das abraten von PV.

Ich meine der bekannte hat was von Brass Harzer Pfanne f+ samt Dachabdichtung gesprochen aufgrund der Flächen Neigung .
Soviel ich gesehen hab sind das Dachsteine für bis zu 7 Grad Dachneigung.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon passra » 04.07.2018, 08:21

Grundsätzlich würde ich aber kein 12°-Dach mit Dachsteinen oder Pfannen bauen, da hätte ich arge Bedenken wegen der Langzeitdichtigkeit über 20 und noch mehr Jahre. Wenn ich das schon lese: "Brass Harzer Pfanne f+ samt Dachabdichtung". Unter 20° würde ich da nie gehen. Aber jeder wie er will.

Zum Trapezblech: Ist deutlich günstiger. Wird das Dach komplett mit PV überdeckt, hat man hinterher natürlich auch keine Probleme mit Hitzeeinwirkung, da das Dach ja quasi immer im Schatten liegt. Das merkt man sogar bei normalen Dächern sehr deutlich im Sommer. Ebenso kann der Regen nicht mehr auf das Blech trommeln, da ja eben die PV-Module das abschirmen.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon seppelpeter » 04.07.2018, 09:50

Trapezblech ist nicht verrückt, sondern die einzig vernünftige Lösung bei DN12.
Zudem kann man darauf sehr einfach, günstig und wetterfest die PV montieren.
Bei vollflächiger Belegung sieht das dann sehr schön aus.

Unter dem Trapezblech wird selbstverstänlich zwischen den Sparren mit mind. 200mm gedämmt.
Es gibt auch Systeme mit Sandwichplatten, die schon inkl. Dämmung kommen.
Auch dort kann man PV drauf setzen ... als Laie sehe ich die Lösung mit Zwischensparrendämmung und Montage im Holz als besser an. Lärm wird keine Thema sein und Hitze auch nicht, da das Dach ja gedämmt ist und voll mit PV belegt wird.

Der Aufpreis für schwarze Module ist heute nicht mehr die Welt, wenn es der Wunsch ist, machen.

Ich meine der bekannte hat was von Brass Harzer Pfanne f+ samt Dachabdichtung gesprochen aufgrund der Flächen Neigung. Soviel ich gesehen hab sind das Dachsteine für bis zu 7 Grad Dachneigung.


Die Pfanne an sich ist Bestandteil eines Systems für sehr flache Dächer.
Da gehört aber eine Art regensicheres Unterdach dazu.

"Zu einem kompletten Braas 7GRAD Dach gehören verpflichtend die Harzer Pfanne F+ mit Regensperre sowie die Unterkonstruktion Divoroll Top RU auf Schalung mit abgestimmter Divoroll Dichtmasse und Divoroll Anschlusskleber."

https://www.braas.de/produkte/dachstein ... r-pfanne-f
https://www.braas.de/-/media/images/de/ ... 193pdf.pdf

Die PV Montage dürfte dann dieses System "durchlöchern", da die Regensperre an der unterkante der Pfanne weg geflext werden muss, wenn dort ein Dachhaken gesetzt werden soll. Deswegen wird der Hausbauer/Dachdecker wohl auch von PV abraten.

Daher der Schwenk auf Trapezblech.
Das ist auf so flachen Dächern der Standard, es ist günstiger und die PV Montage auf Trapezblech ist ebenfalls unproblematisch. Das Dach bleibt danach dicht.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon Mastermind1 » 04.07.2018, 11:10

seppelpeter hat geschrieben:Trapezblech ist nicht verrückt, sondern die einzig vernünftige Lösung bei DN12.
Zudem kann man darauf sehr einfach, günstig und wetterfest die PV montieren.
Bei vollflächiger Belegung sieht das dann sehr schön aus.

Unter dem Trapezblech wird selbstverstänlich zwischen den Sparren mit mind. 200mm gedämmt.
Es gibt auch Systeme mit Sandwichplatten, die schon inkl. Dämmung kommen.
Auch dort kann man PV drauf setzen ... als Laie sehe ich die Lösung mit Zwischensparrendämmung und Montage im Holz als besser an. Lärm wird keine Thema sein und Hitze auch nicht, da das Dach ja gedämmt ist und voll mit PV belegt wird.

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Da gehört aber eine Art regensicheres Unterdach dazu.

"Zu einem kompletten Braas 7GRAD Dach gehören verpflichtend die Harzer Pfanne F+ mit Regensperre sowie die Unterkonstruktion Divoroll Top RU auf Schalung mit abgestimmter Divoroll Dichtmasse und Divoroll Anschlusskleber."

https://www.braas.de/produkte/dachstein ... r-pfanne-f
https://www.braas.de/-/media/images/de/ ... 193pdf.pdf

Die PV Montage dürfte dann dieses System "durchlöchern", da die Regensperre an der unterkante der Pfanne weg geflext werden muss, wenn dort ein Dachhaken gesetzt werden soll. Deswegen wird der Hausbauer/Dachdecker wohl auch von PV abraten.

Daher der Schwenk auf Trapezblech.
Das ist auf so flachen Dächern der Standard, es ist günstiger und die PV Montage auf Trapezblech ist ebenfalls unproblematisch. Das Dach bleibt danach dicht.
Vielen Dank für den vielen Input.
Da der bekannte noch kein Baugesuch eingereicht hat, und eh noch in der Angebotsphase ist, kann das Dach sicher noch geändert werden. Evtl. sogar aus den genannten bedenken auf z.b. 20 Grad Dachneigung - unabhängig davon ob das nachteilig für PV ist.
Da er ein Passivhaus baut ist der Strombedarf für die WP kein thema das ihn ruinieren würde wenn er auf pv verzichten müsste....
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon passra » 04.07.2018, 11:27

Für die PV gilt eh, je steiler, desto besser, insbesondere im Hinblick auf die Winterausbeute. Das wird mit 20 oder 30 Grad nur besser werden
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon seppelpeter » 04.07.2018, 12:23

passra hat geschrieben:Für die PV gilt eh, je steiler, desto besser, insbesondere im Hinblick auf die Winterausbeute. Das wird mit 20 oder 30 Grad nur besser werden


Aber sicher nicht, wenn es ein Ostdach ist.
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Re: PV Anlage auf 12 Grad ostdach in 884xx sinnvoll?

Beitragvon Mastermind1 » 04.07.2018, 12:58

Das dachte ich mir auch :-)

Aber ich hab jetzt genug Input den ich weitergeben kann. Mal schauen, was daraus wird.
Sollte es zu ner PV Anlage kommen, Stelle ich hier die Angebote zur Bewertung ein ;-)

Ich für meinen Teil würde auf eine Dachneigung von 20grad gehen.
Normale Dachziegel, blechpv Ziegel - fertig.
Und dann eine homogene Oberfläche.

Für die 7Grad Braas Harzer Pfanner F+ gäbe es sogar passende Modulträgerplatten.
D.h. die Aluprofile würde ohne Durchdringung der Dachhaut auf den Modulträger geschraubt.
Einzug die Einführung der PV Kabel würden mir noch Bauchschmerzen bereiten.


seppelpeter hat geschrieben:
passra hat geschrieben:Für die PV gilt eh, je steiler, desto besser, insbesondere im Hinblick auf die Winterausbeute. Das wird mit 20 oder 30 Grad nur besser werden


Aber sicher nicht, wenn es ein Ostdach ist.
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