Jährliche TÜV-Abnahme ab 2006 für PV-Anlagen verbindlich

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Jährliche TÜV-Abnahme ab 2006 für PV-Anlagen verbindlich

Beitragvon Hopser » 28.07.2005, 21:27

Hallo Forum,

demnächst wird es vom VDN eine Ergänzung zu den VDEW Richtlinien geben welche auch für bestehende Anlagen eine jährlich Abnahme durch einen TÜV-Prüfdienst geben.
Der Prüfdienst muss die Anlage durch Messung vor Ort auf technische Sicherheit überprüfen. Wenn dem EVU am Jahresende diese Prüfbescheinigung nicht zugeht wird im darauffolgenden Jahr eine Einspeisung nicht mehr erlaubt sein. Die Prüfung vor Ort wird ca. 1 h /10kWp dauern und um die 200 Euro kosten welche vom Anlagenbetreiber zu übernehmen sind. Alles weitere ist ab September beim VDEW oder den Technischen Prüfdiensten vor Ort des TÜV zu erfahren.

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Beitragvon Walter » 28.07.2005, 23:56

Das halte ich aber noch für ein Gerücht. Vorallem der Preis.
Man darf spekulieren, aber des wars dann.

Vorallem ändert sich an der Anlage nix. Die Anlagen werden immer nach neusten Richtlinien montiert. Ist also Quatsch.

Das ältere Anlagen irgendwann auf neuere Standarts aufgerüstet werden müssen, dass lass ich schon eher gelten.
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Beitragvon Doris » 29.07.2005, 08:33

Guten Tag Hopser,

bitte die Quelle für diese Information!

Die Sache ist zu wichtig und nicht geeignet für Spekulationen!

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Beitragvon MatthiasM. » 29.07.2005, 08:37

Also, das mit dem TÜV ist aber schon etwas happig.
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Wiederholprüfung von PV-Anlagen

Beitragvon Holger » 15.01.2006, 13:03

Hallo PV-Gemeinde,

ich greife das Thema auf, wenn auch in modifizierter Form.

Gestern hat mich der Elektroinstallateuer meiner PV-Anlage mit einem Schreiben folgenden Inhalts überrascht:

Wiederholungsprüfung
...
Die elektrische Anlage und Betriebsmittel sind mindestens alle 4 Jahre durch eine Elektrofachkraft zu prüfen. Die PV-Anlage ist nach TAB alle 3 Jahre durch eine Elektrofachkraft zu prüfen

Danach folgt eine Auszug aus dem ZVEH Report:

"In zahlreichen Vorschriften sind Instandhaltungs- darunter Inspektions- und Wartungsarbeiten empfohlen bzw. vorgeschrieben. In § 13 Nr. 4 VOB/B (Fassung: Juli 1996) wird in Hinblick auf die Gewährleistungsfrist im besonderen Maße darauf Bezug genommen (in Kurzform wiedergegeben: ohne Wartungsvertrag 1 Jahr, mit Wartungsvertrag 2 Jahre Gewährleistung). Als Beispiel wäre auch die betreffende Regelung in der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) für elektrische Anlagen und Betriebsmittel zu nennen."

Anschließend wurde ich aufgefordert, zu unterschreiben, dass ich den Punkt zur Kenntnis genommen habe und das Schreiben an den Elektroinstallateur zurückzuschicken.

Hintergrund:
Ich habe diese, wie auch 3 weitere PV-Anlage selber geplant (Ermittlung von Verschattungsflächen, Ausmessen des Dachs), als Bausatz gekauft, selber installiert und die WR gesetzt.
Das Anschließen der WR ans Netz habe ich jeweils an einen Elektrofachbetrieb vergeben. Das war's. Von keinem der Fachbetriebe (es sind verschiedene) habe ich je etwas von einer Wiederholprüfungen gehört.

Frage ans Forum:
Gibt es tatsächlich eine Pflicht, die PV-Anlage alle 3 Jahre durch eine Fachkraft prüfen zu lassen? Wenn ja, wie genau sieht die Prüfung aus?

Dass es grundsätzlich sinnvoll ist, eine Anlage, die mindestens 20 Jahre betrieben werden soll, zu prüfen, steht außer Frage. Mir geht es vor allem um die Pflicht zu so einer Prüfung. Ich hätte dann mit einer Anlage von 1999 sowieso ein Problem...

Der Hinweis auf Gewährleistung überzeugt mich nicht. Da ich den Gleichstromteil der Anlage selber geplant und verlegt habe, bin ich mir sicher, dass die Gewährleistung sehr, sehr "begrenzt" sein wird, wenn überhaupt....

Gruß

Holger
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Re: Wiederholprüfung von PV-Anlagen

Beitragvon Atommafia » 15.01.2006, 16:25

Tach
Holger hat geschrieben:Hallo PV-Gemeinde,

Hintergrund:
Ich habe diese, wie auch 3 weitere PV-Anlage selber geplant (Ermittlung von Verschattungsflächen, Ausmessen des Dachs), als Bausatz gekauft, selber installiert und die WR gesetzt.
Das Anschließen der WR ans Netz habe ich jeweils an einen Elektrofachbetrieb vergeben. Das war's. Von keinem der Fachbetriebe (es sind verschiedene) habe ich je etwas von einer Wiederholprüfungen gehört.

Frage ans Forum:
Gibt es tatsächlich eine Pflicht, die PV-Anlage alle 3 Jahre durch eine Fachkraft prüfen zu lassen? Wenn ja, wie genau sieht die Prüfung aus?

Holger


da Sie nur das zwingend Erfoderliche von Fachleuten erledigen lassen
wird von der Seite auch freiwillig hinsichtlich Gewußt wie nichts kommen.

MfG
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Beitragvon Atommafia » 15.01.2006, 16:31

Tach
Walter hat geschrieben:Das halte ich aber noch für ein Gerücht. Vorallem der Preis.

Vorallem ändert sich an der Anlage nix. Die Anlagen werden immer nach neusten Richtlinien montiert. Ist also Quatsch.



die Anlagen altern, lose Klemmen, beschädigte Isolierung duch Nagetiere usw
usw.
Das langfristig gesehen, wie in anderen Bereichen der Elt-Technik, Wiederholungsprüfungen vorgeschrieben werden und das die Netzbetreiber
die Nachweise darüber fürs Archiv haben wollen ist absehbar.

MfG
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Beitragvon Walter » 15.01.2006, 20:27

Atommafia hat geschrieben:Tach
Walter hat geschrieben:Das halte ich aber noch für ein Gerücht. Vorallem der Preis.

Vorallem ändert sich an der Anlage nix. Die Anlagen werden immer nach neusten Richtlinien montiert. Ist also Quatsch.



die Anlagen altern, lose Klemmen, beschädigte Isolierung duch Nagetiere usw
usw.
Das langfristig gesehen, wie in anderen Bereichen der Elt-Technik, Wiederholungsprüfungen vorgeschrieben werden und das die Netzbetreiber
die Nachweise darüber fürs Archiv haben wollen ist absehbar.

MfG


Bisher ist mir keinerlei Gesetz bewusst. Das Elektrogeräte oder Teile soweit gefahrensicher gehalten werden sollte sich von selbst verstehen. Oder !!!
Ich selbst will ja auch keinen Schlag kriegen. Ich denke sowas fällt unter Wartung.
Aber es dafür keine Überprüfungspflicht wie bei Kaminen oder Autos. Bisher nicht. jedenfalls nicht in Bayern
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Beitragvon Holger » 15.01.2006, 20:58

Atommafia,

den Kommentar verstehe ich nicht.

Ich will nur wissen, ob es tatsächlich eine Pflicht gibt, die PV-Anlage alle 3 Jahre durch eine Fachkraft prüfen zu lassen?

Wenn jemand diese Info nicht gibt mit dem Hinweis, ich würde nur das zwingend erforderliche von Fachleuten erledigen lassen, dann kann ich dieser Argumentation nicht folgen.

Nichts für Ungut Atommafia, aber so geht's nicht

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Beitragvon strawberry » 15.01.2006, 21:10

Hallo,

Eine sollche periodische Überprüfung gibt es in Luxemburg schon seit vielen Jahren. Sie bezieht sich aber nicht auf die ganze Anlage. Es werden nur die Relais geprüft welche unmittelbar die Sicherheit des Netzes garantieren sollen.
Gefordert werden:
-Spannungsrelais
-Frequenzrelais
-Vektorsprungrelais
Turnusmäßig wird geprüft ob die eingestellten Schwellen noch stimmen.
Die Prüfung kostet etwa 550 Euro :cry: , Spesen, Wegekosten und Mwst. alles inbegriffen.

Wenn, wie in meinem Fall, damit eine Miniwindmühle am Netz betrieben wird, dann ist das ein Vielfaches des Ertrages :cry:

Aufgrund der Größenordnung habe ich deshalb mit dem EVU verhandelt. Jetzt reicht das Spannungsrelais alleine :) .
Auch bei der periodischen Überprüfung handele ich die Leute runter auf 100 Euro pauschal, man will kein Unmensch sein (leben und leben lassen ist meine Devise).

Die PV-WR der neuen Generation sind von diesen Überprüfungen ausgenommen, haben sie doch eingebaute Fehlerdiagnose, redundant aufgebaut. Das reicht dem EVU.

TÜV für die Gesamtanlage schießt meiner Meinung nach übers Ziel hinaus, das ist Geldmacherei.
Dann muss der Boiler, die Spülmaschine, die Waschmaschine und diverse andere Maschinen auch zum TÜV (Strom und Wasser !)

Oder seht Ihr das anders ?

PS. Ich bin auf keinen Fall gegen mehr Sicherheit für Alle , aber so nicht !

mfG

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