Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Alles, was zwar PV ist, aber nicht in die anderen Foren paßt.

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon Bento » 28.10.2018, 09:24

passra hat geschrieben:Du pachtest dann eine Hälfte des Dachs (die andere gehört dir eh) von deinem Partner.

Und wer unterschreibt dann den Pachtvertrag auf der Verpächterseite? Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei gemeinsamem Eigentum eine Unterschrift ausreicht!?
Und ob Geschäfte mit sich selbst zulässig sind............?

passra hat geschrieben:Die Pacht trägst du als Verlust in der EÜR ein, ........

Ich würde sagen als "Betriebsausgabe".
Viele Grüße
Bento

Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
(Arnaud Desjardins)
Benutzeravatar
Bento
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 7421
Registriert: 08.10.2006, 15:09
Wohnort: Münsterland
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon Bento » 28.10.2018, 09:35

Hannes86 hat geschrieben:Verstehe ich das richtig, ist hier das Ziel eine Erbschaftsteuer zu umgehen?

Hallo Hannes86,

du bist hier der Fragesteller, aber deine drei bisherigen Beiträge sind m.E. sehr verwirrend.

Erst fragst du, ob ein Ehemann sein Dach an seine Ehefrau vermieten kann. -->Natürlich kann er!
Dann kommen jedoch Beispiele von dir, bei denen es darum geht, dass ein GbR-Mitglied ein Dach von der GbR anmietet. -->halte ich für schwierig bis unmöglich.
Und im dritten Beitrag fragst du danach, ob das Ziel wäre, die Erbschaftssteuer zu umgehen. Den Zusammenhang mit deiner ursprünglichen Frage verstehe ich nun überhaupt nicht.

Du solltest mal klar formulieren, was du eigentlich wissen willst!
Viele Grüße
Bento

Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
(Arnaud Desjardins)
Benutzeravatar
Bento
Forum Genie
Forum Genie
 
Beiträge: 7421
Registriert: 08.10.2006, 15:09
Wohnort: Münsterland
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon Tobi » 28.10.2018, 10:29

Ich bin da gerade auch am Rechnen, da mich der PV-Virus wieder gepackt hat, bevor die Sause zu Ende ist.

Ich könnte auf der Garage meiner Eltern eine Anlage installieren.
Die würden mir sicher das Dach so überlassen, keine Frage. Aber wenn man mit einem Pachtvertrag damit Geld sparen kann, wieso nicht?
Ich denke in meinem Fall könnte das gehen.
Ausreizen könnte ich das noch mit Fahrtkosten da hin, die in meinem Fall nicht unerheblich sind. Ein Mal im Jahr müsste schon drin sein.

Ich denke, dass das Ganze einem Außenvergleich standhalten muss, dann klappt das.
Aber wenn einem von beiden das Haus eh gehört, geht das eher nicht.
Tobi
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 272
Registriert: 19.04.2006, 08:38
Wohnort: Stuttgart
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon PV-Express » 28.10.2018, 10:40

Manchmal frage ich mich, warum man mit aller Gewalt Ausgaben haben möchte. Wir reden hier doch wohl von nur überschaubaren "Heimanlagen" die in ihrem Ertrag, abzüglich des EV + Abschreibung, recht wenig bis gar kein Gewinn generieren. Oder?

Schon mal daran gedacht, dass wenn ich mit so einem Gedankenmodell (Pacht an Ehepartner oder Eltern), denen automatisch eine steurpflichtige Einnahme durch Vermietung/Pacht unterjuble?

Ich kann da manchmal echt nicht mehr folgen...
46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
Renault ZOE Z.E.40
Benutzeravatar
PV-Express
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 4088
Registriert: 06.04.2013, 15:40
Wohnort: 76xxx bei Karlsruhe
PV-Anlage [kWp]: 8,97
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon passra » 28.10.2018, 12:15

PV-Express hat geschrieben:Schon mal daran gedacht, dass wenn ich mit so einem Gedankenmodell (Pacht an Ehepartner oder Eltern), denen automatisch eine steurpflichtige Einnahme durch Vermietung/Pacht unterjuble?

Ich kann da manchmal echt nicht mehr folgen...


Meine Rede :danke:

Speziell bei Ehepaaren mit gemeinsamer Veranlagung ist das linke Tasche-rechte Tasche, falls überhaupt jemals über 400€ Gewinn aus der PV auflaufen und dannSteuer gezahlt werden müsste...
8,855 kWp: 7,98 (05/15) + 0,875 (08/18): Aleo S19 28x285Wp + 2x290Wp/1x295Wp an Fronius Symo 7.0.3-M; Dachneigung 50°; Ausrichtung -22° SSO
meine-anlage--f24/8000er-in-niederbayern-10m2-wasser-t107915.html
passra
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1403
Registriert: 16.03.2015, 08:55
Wohnort: Landshut
PV-Anlage [kWp]: 8,55
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon Tobi » 28.10.2018, 12:20

PV-Express hat geschrieben:Manchmal frage ich mich, warum man mit aller Gewalt Ausgaben haben möchte. Wir reden hier doch wohl von nur überschaubaren "Heimanlagen" die in ihrem Ertrag, abzüglich des EV + Abschreibung, recht wenig bis gar kein Gewinn generieren. Oder?

Schon mal daran gedacht, dass wenn ich mit so einem Gedankenmodell (Pacht an Ehepartner oder Eltern), denen automatisch eine steurpflichtige Einnahme durch Vermietung/Pacht unterjuble?

Ich kann da manchmal echt nicht mehr folgen...



Na ja, wenn der Steuersatz ein anderer ist, kann das schon etwas bringen. Ist zwar sehr überschaubar, aber sind nicht nur ein paar Cent. 100 Euro mit 10% versteuert ist was anderes als 100 Euro mit 25%
Ob sich der Aufwand lohnt, muss jeder selbst entscheiden.
Steuerpflichtige Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung können dann auf der anderen Seite auch wieder mit Abschreibungen kompensiert werden?!?
Wieso zahlen die ganzen Großunternehmen kaum Steuern? Die treiben das halt bis zum Exzess mit Leuten, die das als Beruf haben.
Tobi
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 272
Registriert: 19.04.2006, 08:38
Wohnort: Stuttgart
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon ragtime » 28.10.2018, 12:40

Was wollen deine Eltern bei der Garage den Abschreiben? Gibt's es da irgendwelche Betriebskosten und haben sie die etwa nur gebaut um das Dach und den Stellplatz zu verpachten und nutzen sie gar nicht selbst?

Und hast dir schonmal überlegt wie du den PV-Ertrag abrechnest? Du müsstest dann nen eigenen Zähler setzen und voll einspeisen... Ich geh mal davon aus, dass sich das bei ner einfachen Garage eher nicht rentiert. Von dem Aufwand ganz abgesehen den du zusätzlich generierst nur um Steuern zu sparen, die du wg, der 410€/820€ Grenze ev. ohnehin nicht (voll) zahlen musst.

Mein Tipp: Melde bei deinen Eltern nen Zweitwohnsitz und lass deren Zähler auf dich laufen... Dann habt ihr wenigstens was vom Eigenverbrauch. Hab ich auch so gemacht... Tut Der Umwelt was Gutes, spart Geld und mein Vater hat nen Heidenspaß beim Beobachten der PV-Produktion.
9.5kWp, Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protect SW250 & Samil Power SolarLake 8500TL-PM (70% hart),... ab 3'2015

LuschenPraktikant L:3
(mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)
Benutzeravatar
ragtime
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 746
Registriert: 13.11.2014, 21:51
Wohnort: nördl. Schwarzwald
PV-Anlage [kWp]: 9,5
Info: Betreiber

Re: Eigenes Dach an sich selbst verpachten?!?

Beitragvon Tobi » 28.10.2018, 13:00

ragtime hat geschrieben:Was wollen deine Eltern bei der Garage den Abschreiben? Gibt's es da irgendwelche Betriebskosten und haben sie die etwa nur gebaut um das Dach und den Stellplatz zu verpachten und nutzen sie gar nicht selbst?

Und hast dir schonmal überlegt wie du den PV-Ertrag abrechnest? Du müsstest dann nen eigenen Zähler setzen und voll einspeisen... Ich geh mal davon aus, dass sich das bei ner einfachen Garage eher nicht rentiert. Von dem Aufwand ganz abgesehen den du zusätzlich generierst nur um Steuern zu sparen, die du wg, der 410€/820€ Grenze ev. ohnehin nicht (voll) zahlen musst.

Mein Tipp: Melde bei deinen Eltern nen Zweitwohnsitz und lass deren Zähler auf dich laufen... Dann habt ihr wenigstens was vom Eigenverbrauch. Hab ich auch so gemacht... Tut Der Umwelt was Gutes, spart Geld und mein Vater hat nen Heidenspaß beim Beobachten der PV-Produktion.


Abschreiben könnte man ja die Herstellungskosten. Auf die Idee mit der Verpachtung bin ich eher durch den Thread hier gekommen... Letztendlich ist das nicht voll durchdacht und macht evtl. wirklich wegen dem Aufwand keinen Sinn. War ja nur ein Gedankenspiel.

Es wird in jedem Fall ne Volleinspeise-Anlage werden.
Problem, es gibt schon ne EV-Anlage mit 9,5 kWp und es handelt sich um ein Nord-Dach. Werden die miteinander verrechnet anhand der Anlagengröße, so gibts definitiv Verluste, da die eingespeiste Energie nur prozentual auf die Anlagen aufgeteilt wird und es aktuell 1 ct weniger Vergütung gibt.
Das Problem hab ich beim Invest aus diesem Jahr schon. Die Anlage aus 2015 hat mehr kWh pro kWp. Wird das ganze jetzt prozentual verrechnet da nur ein Rückspeisezähler, gibt jetzt bezüglich der Anlage aus 2015 "Verluste".

Ich denk mir halt grade: Lieber 1% Rendite vom Nord-Dach als 0,01 % beim Tagesgeld. Luxusproblem, ich weiß...

Mit Zweitwohnsitz ist nicht so einfach wegen Zweitwohnsteuer...
Tobi
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 272
Registriert: 19.04.2006, 08:38
Wohnort: Stuttgart
Info: Betreiber

Vorherige

Zurück zu Sonstiges



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 0 Gäste