Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon Holter » 06.08.2018, 17:37

Die Reflektion des Glases liegt vielleicht bei 1% (im Schnitt über die verschiedenen Einstrahlwinkel und Wellenlängen AFAIK eher höher), dazu kommt aber die Reflektion des Aluminiumrahmens, der mehr als 1% der Modulfläche ausmacht, der Tedlarfolie in den Zellzwischenräumen, der Busbars sowie des Staubs auf der Oberfläche. Insgesamt macht das dann deutlich mehr als 1% aus. Zusätzlich zu den 17-20% der Strahlungsenergie, die in Strom umgewandelt werden und damit auch nicht die lokale Umgebung erwärmen.
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon wschmeiser » 06.08.2018, 17:49

Der Artikel ist mit 31.03.2011 datiert .... könnte durchaus auch als Aprilscherz gemeint sein.

Finde es aber schon erstaunlich, mit welcher Begeisterung über die Eingangsstudie diskutiert wird.

Denn zwei Dinge dürften ziemlich sicher sein:

Durch die PV-Module verändert sich der Wärmehaushalt der Erde, wenn überhaupt, nur ganz unwesentlich.

In Abhängigkeit der Umgebung (Dach, Feld, etc) verändert sich aber die Wärmeverteilung sowohl räumlich als auch zeitlich, und dann durchaus ganz wesentlich.

Was hier noch nicht angesprochen wurde, ist der Wärmeentzug durch Verdunstung ... insbesondere auf Grünflächen, die mit PV-Anlagen belegt sind.
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon alterego » 06.08.2018, 18:02

Verdunstung hatte ich schon erwähnt ;)
Mit welchem Tool hast du denn da ein Datum rausgefischt?
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon MBIKER_SURFER » 06.08.2018, 18:20

solarlux hat geschrieben:Das muß und wird ein S o m m e r l o c h -Thema sein.


Volltreffer - alle PV Abbauen. Wer macht mit? :ironie:
Gruß
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon wschmeiser » 06.08.2018, 18:31

alterego hat geschrieben:Verdunstung hatte ich schon erwähnt ;)
Mit welchem Tool hast du denn da ein Datum rausgefischt?


Asche auf mein Haupt .... ersteres hatte ich dann überlesen.

Das Datum steht am Ende des verlinkten Artikels ganz unten rechts und bezieht sich wohl auf das Heft.
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon pott » 06.08.2018, 18:31

alterego hat geschrieben:Mit welchem Tool hast du denn da ein Datum rausgefischt?


Das Datum bezog sich auf den Artikel in der Apothekerzeitung, da steht es ganz unten.

Weidemann hat geschrieben:Den Original-Artikel find ich leider nicht... handelt es sich vielleicht nur um einen Aprilscherz, denn unter "Vespa Gooky" gibts keinerlei Suchergebnisse... verdächtig.


Die dort genannte Kerbely University in Kalifornien gibt es übrigens auch nicht, scheint ein Wortspiel mit Berkeley University zu sein.

LG Markus
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon GAST » 06.08.2018, 19:17

Letzte Tage gab es mehrere Berichte in den Medien das es immer mehr "Fake-Verlage" gibt die sich damit rühmen wissenschaftliche Beiträge und Arbeiten zu publizieren, in wirklichkeit aber nicht dazu geeignet sind zwischen wissenschaftlicher Abreit und einfachem Text zu unterscheiden.
So wie der Artikel hier diskutiert wird (ich habe ihn nicht gelesen) könnte es sich dabei um eine solche "Quelle" handeln.

Meine beobachtung zum Thema, sowohl meine Mieter als auch Arbeitskollegen die PV auf dem Dach haben berichten davon das es seit diesem Zeitpunkt in den berichen die unter der PV liegen nicht mehr so heiss wird.
Ein Kollege und meine Mieter sagten das es im Winter bei kräftigerem Wind in Richtung der Dachseite wo die PV installiert ist jetzt etwas weniger "zieht" also vermutlich bremsen die Module den Wind soweit das dieser nicht mehr bis durch das Dach kommt.

Erwähnt wurde es ja schon, nahezu alle Materialien haben eine gewisse Wärmespeicherkapazität, bei Dachpfannen dürfte diese je kg höher sein wie bei Aluminium, Glas, Silicium oder der Folie.
Zudem sind die Module idr. hinterlüftet, d.h. wenn sich die Module erhitzen erwärmt sich irgendwann auch die Luft hinter den Modulen, da diese idr. als größere Fläche gebaut sind dürfte sich ein gewisser Kamineffekt einstellen, das bedeutet das die Luft hinter den Modulen durch erwärmung aufsteigt und neu kühlere Luft nachströmt.
Durch diesen Luftaustausch wird u.a. die eigentliche Dacheindeckung gekühlt....
Wenn diese weniger Wärme gespeichert hat, kann sie später auch weniger Wärme abstrahlen.

Es könnte also sein das es tagsüber tatsächlich im Bereich der PV Anlagen ein wenig wärmer ist wie wenn keine PV vorhanden wäre, alledings wird ja weniger Wärme gespeichert, das führt dazu das nach Sonnenuntergang auch weniger Wärme abgestrahlt werden kann, demnach kann es sich schneller und/oder stärker abkühlen.

Der Hinweis auf die Energieerhaltung ist ja bereits gegeben worden....Wenn 1000W/m² auf die Oberfläche treffen wandelt das Modul davon im optimalen Arbeitspunkt etwa 150-180W in elektrische Energie um, diese Energie steht ja nicht direkt für die Erwärmung der Umgebung zu Verfügung, also sollte sich das erwähnte Problem fast von selber Neutralisieren.

Dann zum Thema Kraftwerke, moderne KW haben im optimalen Arbeitspunkt einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad, allerdings laufen diese selten im optimalen Arbeitspunkt und zweitens haben wir nicht nur moderne KW.
Ein AKW z.b. hat eher nur etwa 30% el.Wirkungsgrad, da gehen bei 1GW elektrischer Leistung über 2 GW Wärme über den Kühlturm an die Umgebung.
Jetzt hat so ein AKW ja noch die dumme Eigenschaft das die Nachzerfallwärme weiterhin abgeführt werden muss, dafür werden große Mengen Wärme über Jahre an die Umwelt abgegeben, das mag ja an manchem Wintertag verlockend klingen, bringt uns aber eigentlich nichts ausser einen noch schlechteren elektrischen Wirkungsgrad.
Abgesehen davon, die Sonne scheint sowieso, ob wir auf der Erde sind oder nicht, ob ein PV-Modul da ist oder nicht....

Als nächstes kommt bestimmt ein Publikation über die Wärmeentwicklung an einer Windenergieanlage durch die Reibungswärme die an den Flügeln ensteht wenn diese sich drehen und an der Luft reiben;)

Es gibt wirklich wichtgeres als die Frage ob die PV an der Klimaerwärmung bzw. an diesem heissen Sommer schuld sein kann oder nicht, z.b. die Frage wie wir noch mehr EE erzeugen und damit die konventionellen Energieträger dort lassen können wo sie seit Jahrmillionen sind.

grüße
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon Weidemann » 06.08.2018, 19:23

pott hat geschrieben:Die dort genannte Kerbely University in Kalifornien gibt es übrigens auch nicht, scheint ein Wortspiel mit Berkeley University zu sein.


Ah, das macht Sinn!
Auch "Vespa Gooky" hört sich nach erfundenem Namen an. Macht Vega Spooky mehr Sinn?

(Es gibt aber auch in Realität solche Namen: Erst hat ein Bekannter in einer Arbeit als Quelle einen Wissenschaftler angegeben, der hieß irgendwas mit ... pornpornlic ;-) )

GAST hat geschrieben:Letzte Tage gab es mehrere Berichte in den Medien das es immer mehr "Fake-Verlage" gibt die sich damit rühmen wissenschaftliche Beiträge und Arbeiten zu publizieren, in wirklichkeit aber nicht dazu geeignet sind zwischen wissenschaftlicher Abreit und einfachem Text zu unterscheiden.
So wie der Artikel hier diskutiert wird (ich habe ihn nicht gelesen) könnte es sich dabei um eine solche "Quelle" handeln.

Das PDF am Anfang ist vom Niveau her nochmal eine Stufe unter irgendwelchen Fake-Publikationen ;-)

Als nächstes kommt bestimmt ein Publikation über die Wärmeentwicklung an einer Windenergieanlage durch die Reibungswärme die an den Flügeln ensteht wenn diese sich drehen und an der Luft reiben;)

Das hab ich mir auch schon gedacht... all diese Verwirbelungen machen doch nur Ärger, und was das erst an Staub produziert :D
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon Schoenberg » 06.08.2018, 19:39

optimum hat geschrieben:Es ist Quak.

Mit den Formeln wäre der "Wärmeverlust" im Leerlauf 0 Watt und im Kurzschluss 203 Watt.
Und die Kennlinie wäre eine Gerade zwischen U0 und I0.

Das stimmt nicht ganz.

Die Solarzelle wird als Stromquelle angesehen und das Ersatzschaltbild enthält immer eine oder mehrere Dioden.
Die Formeln sind dann allerdings komplizierter.

Tatsächlich ist eine Solarzelle im MPP kühler als im Leerlauf oder Kurzschluss.
Ich glaube, es gibt Wärmebilder, die das zeigen.


Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Der Herr Achim schreibt:
Spannungsabfall am Innenwiderstand: 22,3 V - 18,6 V = 3,7 V
Wärmeverluste am Innenwiderstand: 3,7 V x 8,06 A = 29,8 W
Nennstrom und Nennspannung geben den optimalen Arbeitspunkt im Leistungsmaximum
an, der über geeignete Regeleinrichtungen einzuhalten ist.
Zwischenergebnis:
Ein Solarmodul mit einer Nennleistung von 150 Watt an den Klemmen muss intern 180 Watt
elektrische Energie erzeugen, von denen 30 Watt als Wärme verloren gehen.

Er nimmt die Differenz zwischen Leerlaufspannung und MPPT-Spannung als Spannungsabfall an einem INNENWIDERSTAND.
(Kotz, Würg, Brech).

Der hat ja von der Physik einer Solarzelle, die eine Diode in Durchlassrichtung ist, GARNICHTS verstanden.

Naja, oder die Schlussfolgerung "Trump-Physik" ist richtig.

Quizfrage: wo fliessen die (ungefähr) 8 A , wenn garnichts an dem Panel angeschlossen ist ?
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23.7.18: 25 % des Invest "geerntet". (255 kWh)
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0,5 kWh Akku fertig, 0,75kWh in Bau.
Ignoriert: <zensiert> Argo, django
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Re: Achim Stephan: Wärmeemissionen bei Photovoltaik Modulen

Beitragvon eggis » 07.08.2018, 14:33


handelt es sich vielleicht nur um einen Aprilscherz,

:oops: Ist mir das jetzt peinlich. :?
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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