Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon klaus24V » 05.02.2018, 17:07

@pappnase, was hindert dich denn ein 24V oder 48V Netz aufzubauen?
Elektro Fachkenntnisse mal vorausgesetzt...
Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon pappnase » 05.02.2018, 17:37

klaus24V hat geschrieben:@pappnase, was hindert dich denn ein 24V oder 48V Netz aufzubauen?
Elektro Fachkenntnisse mal vorausgesetzt...

Prinzipiell erstmal nichts. Dann ist das aber irgendein Gebastel, an das man dann alle Komponenten einzeln anpassen muss. Momentan müsste ich jedes Gerät mühselig einzeln umpopeln. Das ist mir viel zu stressig.

Gesetzt den Fall, es gäbe einen einheitlichen Standard mit Dosen, Kabeln und Geräten, wäre das alles viel einfacher und effizienter. Ich könnte dann DC-Kleinverbraucher einfach per genormten Stecker in die die (fiktive) DC-Kleinspannungsnetz-Dose anstecken und fertig. Damit wäre schon mal die gesamte Unterhaltungselektronik erschlagen, zudem in meinem Fall Instrumentenverstärker und Effektgeräte, Computer, Notebooks etcpp.. Es bräuchte keinen feisten Kaltgerätekabel mit Schukosteckern (beim Ultrabooks meiner Frau ist das Netzkabel gefühlt voluminöser als das Netzteil), den ganzen 230 Volt Sicherheitsbalast bräuchte es auch nicht mehr. Dadurch könnten die Hersteller die DC-DC-Wandler - ohne überbordende VDE-Richtlinien beachten zu müssen - wieder in die Gehäuse integrieren. Der heutige Steckernetzteil-Wahnsinn würde sich wahrscheinlich erheblich reduzieren.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon stromdachs » 19.02.2018, 12:37

Ich krieg mich nicht mehr ein! Kann denn diese sch... Menschheit nicht irgendwann mal mit irgend was zufrieden sein? Nein, es muß immer was NEUES her, ständige Veränderung hält die Markwirtschaft in Schwung! Merken wir eigentlich noch, wie bekloppt wir schon sind?
Dann stellt doch die Waschmaschine, den 5+ x kW-Elektroherd, den WW-Durchlauferhitzer (12kW!), den "Aufwasch-Boy" auf 48....24.....von mir aus auch auf 12V DC um! Die Wärmepumpe für die Hausheizung auch gleich noch!
Hoffentlich ist noch genug Platz für das 25....75qmm Anschlußkabel in der Dose vorhanden! Elektriker möchte ich dann nicht mehr sein! Da braucht es dann den Eisenbieger vom Bau für einen simplen Anschluß deines Heizgerätes......
Ja, ich weis, ihr meint es nicht so, aber ein bissel verrückt ist das Thema doch!
Und redet den Idioten unserer "Eliten" nicht solchen Blödsinn ein, die bringen es fertig und machen es auch noch war! So was traue ich denen locker zu....
Das mußte ich mal loswerden!
Claus!
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon photoenchen4me » 19.02.2018, 21:03

stromdachs hat geschrieben:Hoffentlich ist noch genug Platz für das 25....75qmm Anschlußkabel in der Dose vorhanden! Elektriker möchte ich dann nicht mehr sein! Da braucht es dann den Eisenbieger vom Bau für einen simplen Anschluß deines Heizgerätes......
Ja, ich weis, ihr meint es nicht so, aber ein bissel verrückt ist das Thema doch!
Und redet den Idioten unserer "Eliten" nicht solchen Blödsinn ein, die bringen es fertig und machen es auch noch war! So was traue ich denen locker zu....
Das mußte ich mal loswerden!
Claus!


:shock: :) :D :mrgreen:

Im Falle der Fälle wette ich zudem darauf, dass die landläufig grassierende GiG Mentalität es super finden wird, dass dann ja auch eine galvanische Trennung der Gerätschaften ein völlig überflüssiger Blödsinn sei, was dann im Falle von audioverliebten Pappnasen (und einigen anderen Fällen) zu gaaaanz tollen
"Nebenwirkungen erfragen sie bei Ihrem Arzt oder Apother"
führen wird
LiFePO ist anders.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon Solarstrom_Simon » 19.02.2018, 21:06

Soll alles auf Camping Geräten umgebaut werden 12 V DC?
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Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon leitstellenhexe » 06.08.2018, 22:18

Für Geräte mit hoher Leistungsaufnahme ist eine Umstellung auf Kleinspannung nicht sinnvoll.
Bei kleinen Leistungen und Aufwand:
Wenn man aber gerne eine Accugestützte und solargespeiste (Prepper-) Stromversorgung für die Beleuchtung haben will, ist ein Kleinspannungs-Gleichstromnetz verlustärmer als aus der Batteriespannung 220V~ zu machen.
Zur Zeit mangelt es noch an Geräten, Schalt- und Steckvorrichtungen für Kleinspannungen mit höheren Strömen. 12V ist bei den Leitungslängen sehr wenig und es gibt zu hohe Spannungsabfälle in den Leitungen, 24V geht schon für Beleuchtungsanlagen in LED-Technik im Haushaltsbereich und ist recht ungefährlich, damit wird sich wohl keiner umbringen können. Noch leistungsfähiger wären 36V=, 60v= und höher, aber da könnte ein Lichtbogen schon auftreten, gegen Abbrennen durch zu hohem Strom haben noch immer Sicherungen geholfen. Wiki nennt Grenzwerte für Kleinspannung bei Gleichspannung (DC) ≤ 120 V, aber da wird es mir schon mulmig. Man hat für die Autotechnik schon vor länger Zeit ein Umstieg auf 36V angedacht, warum wohl?
Für Basteltechnik könnte man ggf. XT60 oder XT90 Stecker nutzen, da besteht Nachholbedarf, auch eine Normung wird erst mit dem Einsatz kommen.


Bei größeren Anlagen mit Accu-Speicherung kann man sich die Verluste im Wechselrichter erlauben, die Weiterentwicklung zur Hybrid-Anlage ist getan........
Anfänger.... zusätzliches 24V Netz für Beleuchtung in den Wohnräumen, der Rest kommt später...
Garagendach mit 2 Module 260Watt und 1 EVT248 angeschlossen.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon stromdachs » 14.08.2018, 08:32

Noch mal zurück zu S1, da steht:
"DC-Netze mit Spannungen von 380V (+-190 V ohne Neutralleiter oder +380V und 0V) und +-380V (mit Neutralleiter, einphasig und zweiphasig verwendbar, zweiphasig also 760V) sind aktuelle Forschungsgebiete."
Also hier geht es um die Ablösung des 230/380VAC Netzes durch ein spannungsgleiches DC-Netz! Und das ist eine Horrorvorstellung! Man solle gefälligst die Finger davon lassen! Wer soll das eigentlich bezahlen? Einen Großteil aller Geräte kann man dann gleich mal auf den Schrottplatz schaffen! (Oder mit einem WR betreiben!)
Hoffentlich endet das (sicherlich teuer bezahlte) Forchungsobjekt als unrealistisch/nicht machbar im Papierkorb.

Gegen eine 12/24/48V-DC Versorgung im Wohnmobil, der Gartenlaube oder als sonstiges "Bastelobjekt" ist nichts einzuwenden.
Kann jeder machen, wie er es für richtig und zweckmäßig hält. Das meint der TS aber nicht!
Claus
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