Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon stromdachs » 24.09.2017, 22:02

DasThema ist absolute Spinnerei
und Tschüß
stromdachs
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon helmut2017 » 24.09.2017, 22:43

Hallo Claus
Ich dachte du bist am Rudern?
Hier hat das Wetter trotz anderer Vorhersage übers WE gehalten so dass man auch heute noch was draussen machen konnte :danke:

Bezüglich Threadthema ....
man kann schon staunen was man für schöne Lichtbögen nur aus 60V PV zaubern kann :juggle:
helmut2017
 

Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon workoft » 25.09.2017, 01:33

photoenchen4me hat geschrieben:Was für ein schmarrengeschwurbel ! - sorry


Wenn du nicht verstanden hast, was ich gesagt habe, dann darfst du das ruhig sagen. Wenn du mir nicht zustimmst, dann kannst du das auch differenzierter Ausdrücken, damit ich dir das besser erklären kann.

Photovoltaikanlagen sind Gleichspannungsinstallationen, die gehen sogar bis 1000V. Wieviele Häuse brennen wegen PV-Anlagen ab?

Was spricht dagegen, die Zwischenkreisspannung zu standardisieren und das PV-Zubehör moular zu gestalten (MPP-Tracker und Wechselrichter separat, beide an standardisiertem DC-Bus)? Dann könnte man auch standardisierte Batteriespeicher hinzukaufen, die nicht über den Umweg der Wechselspannung angeschlossen werden müssen. Und man muss nicht das gesamte Zubehör vom selben Hersteller kaufen.

Was spricht dann dagegen, auch andere Geräte direkt an den DC-Bus anzuschließen? In einem Haushalt mit Elektroauto und WP sind diese wohl die größten Verbraucher, nicht Widerstandsheizungen. Und bessere WP können drehzahlvariabel, also mit Umrichter, das heißt Gleichspannungs-Zwischenkreis, betrieben werden.

Und wieso sollte es dann so eine schlechte Idee sein, den DC-Bus mit dem des Nachbarn zu verbinden um bei Bedarf Leistung auszutauschen (braucht natürlich entprechende Standards für die Regelung)? Wieso teilt man sich dann nicht auch gleich einen Wechselrichter?

Zum Thema Lichtbögen: Je nach Einsatzgebiet gar kein Thema (siehe oben). Fest installierte Geräte, die ohnehin intern Gleichspannung verwenden, haben damit überhaupt kein zusätzliches Problem, denn die interne Gleichspannung wird in aller Regel ohnehin per Halbleiter geschaltet. Lichtschalter in einem Smart Home sind sowieso oft nicht direkt an die Leuchten angeschlossen, sondern an einen Kommunikationsbus.
Zum Thema zusätzliche Wechselrichter: Habt ihr nicht sowieso alle einen Wechselrichter im Haus?
Zum Thema Standard: ein fehlender Standard ist nur Grund für eine Standardisierung. Da bereits einige Institute dabei sind, DC-Netze zu erforschen, wäre eine baldige Standardisierung seitens des IEC zu erwarten.

Das Fraunhofer ISE betreibt übrigens ein DC-nanogrid mit den Merkmalen die ich beschrieben habe: Zentraler Wechselrichter der die Spannung regelt, Photovoltaik per MPPT angeschlossen, Ladestationen für E-Autos, Beleuchtung, Speicher und diverse kleinere Verbraucher alle an den +-380 V DC Bus angeschlossen. Jetzt könnte man natürlich sagen das Fraunhofer hat keine Ahnung, die fackeln sich bestimmt die Bude ab und von Lichtbögen verstehen die eh nix...

Herrvolt hat geschrieben:Millionen elektr. Maschinen laufen am Drehstromnetz. Davon schätze ich mal mehr als 90% direkt..

Und die elektrischen Maschinen stehen alle bei dir zuhause? Übrigens habe ich nirgendwo behauptet, dass Wechselspannung verschwinden soll/wird. Ich habe lediglich dafür plädiert, dass Gleichspannung dort eingesetzt wird, wo sie ohnehin vorwiegend bis ausschließlich erzeugt und verbraucht wird. Reine Gleichspannungsnetze habe ich lediglich am Rande erwähnt.

Ich verstehe ja, dass mein erster Beitrag sehr lang war, aber dass ich ungefähr 50% der hier aufgeführten Argumente in meinem ersten Beitrag (teilweise noch mehrmals danach) bereits bearbeitet habe und nochmal 40% der Argumente völlig am Thema vorbeigehen ist schon ein bisschen frustrierend.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon workoft » 25.09.2017, 04:12

Übrigens
photoenchen4me hat geschrieben:Und wie kocht und wäscht und saugt man/ frau mit einem Niederspannungs-Gleichstromnetz?

Kandidaten sind 380 V DC oder +-380V DC (760V DC), alles schon geschrieben. Niederspannung geht bis 1000V AC oder 1500V DC. Du denkst an Kleinspannung (max 50V AC oder 75V DC). Bitte lies doch einfach mal bevor du weiterhin völlig am Thema vorbei argumentierst.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon machtnix » 25.09.2017, 08:58

was passiert wenn man einen 400V DC Stromkreis schaltet kann man sehr gut im video erkennen.

Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon stromdachs » 25.09.2017, 11:35

helmut2017 hat geschrieben:Ich dachte du bist am Rudern?

Na, auch diese Zeit geht mal zu Ende.
helmut2017 hat geschrieben:Hier hat das Wetter trotz anderer Vorhersage übers WE gehalten so dass man auch heute noch was draussen machen konnte

Am Sonntag Morgen war es schon recht nass. Wir haben´s überstanden!
workoft hat geschrieben: Übrigens habe ich nirgendwo behauptet, dass Wechselspannung verschwinden soll/wird. Ich habe lediglich dafür plädiert, dass Gleichspannung dort eingesetzt wird, wo sie ohnehin vorwiegend bis ausschließlich erzeugt und verbraucht wird. Reine Gleichspannungsnetze habe ich lediglich am Rande erwähnt.

Das klingt schon etwas "versöhnlicher"! Da gehe ich auch mit. Es wird aber nur auf ganz spezielle Fälle sinnvoll zutreffen.
Gruß Claus
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon stromdachs » 25.09.2017, 11:41

machtnix hat geschrieben:was passiert wenn man einen 400V DC Stromkreis schaltet kann man sehr gut im video erkennen.
@machtnix ist schon ein richtiger "Spielmatz", aber das Video gefällt mir!
DC schaltet man am Besten mit Transistoren(Mosfets), damit hat man aber keine galvanische Trennung zur Spannungsquelle.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon photoenchen4me » 25.09.2017, 12:53

workoft hat geschrieben:
photoenchen4me hat geschrieben:Was für ein schmarrengeschwurbel ! - sorry


Wenn du nicht verstanden hast, was ich gesagt habe, dann darfst du das ruhig sagen. Wenn du mir nicht zustimmst, dann kannst du das auch differenzierter Ausdrücken, damit ich dir das besser erklären kann.

Photovoltaikanlagen sind Gleichspannungsinstallationen, die gehen sogar bis 1000V. Wieviele Häuse brennen wegen PV-Anlagen ab?


photoenchen4me hat geschrieben:ich sags nochmal - das ist ein völliger Quatsch (und damit mein ich nicht nur die doofe EU-Saugervorschrift)

Geht man mit der "Nieder"spannung hoch wird das extrem brandgefährlich und hat überhaupt keinerlei Zusatznutzen, bleibt man unten isses von vornherein völliger Schwachsinn (ist ja schon mit den 110V AC Haushalts-Netzen oft grenzwertig).

Das kann man drehen und wenden wie man mag.


Willst tatsächlich eine Festinstallation (PV) mit den Anforderungen an ein Haushaltsnetz vergleichen?
Echt jetzt?
Und wie schlau ist denn das, ein 380 V DC oder gleich schon 760V DC Hausnetz zu "standardisieren", damit neben den LED Lampelen auch noch ein Boiler oder E-Herd oder... funzen?
:kopfschüttel:
LiFePO ist anders.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon workoft » 26.09.2017, 02:43

photoenchen4me hat geschrieben:
workoft hat geschrieben:
photoenchen4me hat geschrieben:Was für ein schmarrengeschwurbel ! - sorry


Wenn du nicht verstanden hast, was ich gesagt habe, dann darfst du das ruhig sagen. Wenn du mir nicht zustimmst, dann kannst du das auch differenzierter Ausdrücken, damit ich dir das besser erklären kann.

Photovoltaikanlagen sind Gleichspannungsinstallationen, die gehen sogar bis 1000V. Wieviele Häuse brennen wegen PV-Anlagen ab?


photoenchen4me hat geschrieben:ich sags nochmal - das ist ein völliger Quatsch (und damit mein ich nicht nur die doofe EU-Saugervorschrift)

Geht man mit der "Nieder"spannung hoch wird das extrem brandgefährlich und hat überhaupt keinerlei Zusatznutzen, bleibt man unten isses von vornherein völliger Schwachsinn (ist ja schon mit den 110V AC Haushalts-Netzen oft grenzwertig).

Das kann man drehen und wenden wie man mag.


Willst tatsächlich eine Festinstallation (PV) mit den Anforderungen an ein Haushaltsnetz vergleichen?
Echt jetzt?
Und wie schlau ist denn das, ein 380 V DC oder gleich schon 760V DC Hausnetz zu "standardisieren", damit neben den LED Lampelen auch noch ein Boiler oder E-Herd oder... funzen?
:kopfschüttel:


So, nochmal zum mitschreiben. Primär geht es um fest installierte Geräte mit hohem Verbrauch, bzw. Produktion. Also, MPPT für die PV-Anlage, E-Auto-Ladestation, Wechselrichter, Batteriespeicher, modulierende WP. Und warum dann nicht auch Beleuchtung?

@machtnix: wieso sprichst du ein bereits mehrfach besprochenes Thema schon wieder an?
@stromdachs: Transistoren mit Relais in Reihe sind auch eine Lösung. Die Transistoren sind sowieso in den Wandlern enthalten und die Relais sollten auch schon da sein, wenn eine galvanische Trennung gewünscht ist. Nur die Ansteuerung muss entsprechend gemacht werden. Ein Relais zu schalten über das nur der Leckstrom eines Transistors (einige nanoampere bis maximal mikroampere) fließt ist auch mit Gleichspannung kein Problem. Sind die Transistoren normally off ist das auch im Fehlerfall sicher. Wird bei Wechselrichtern auch so gemacht.
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Re: Niederspannungs-Gleichstrom-Netze in naher Zukunft?

Beitragvon Herrvolt » 26.09.2017, 20:02

workoft hat geschrieben:So, nochmal zum mitschreiben. Primär geht es um fest installierte Geräte mit hohem Verbrauch, bzw. Produktion. Also, MPPT für die PV-Anlage, E-Auto-Ladestation, Wechselrichter, Batteriespeicher, modulierende WP. Und warum dann nicht auch Beleuchtung?

Jetzt nochmals damit auch ich das verstehe :)
Du willst allen Ernstes ein zweites DC-Netz in einem Haushalt um festinstallierte Geräte mit DC zu versorgen.
Wenn ich mal davon ausgehe, man nimmt eine hohe Spannung, von rund 300V B3U-Schaltung oder 600V B6U-Schaltung welche aus dem vorhandenen Drehstromnetz gewonnen werden könnte, was ist dann eingespart.
Das wenige Kupfer durch den nicht vorhandenen Skineffekt?
Dann lege ich doch gleich Drehstrom an diese Verbraucher, was ja auch gemacht wird, und gut ist.
Wo soll denn diese Energie überhaupt herkommen? Zweite Leitung ins Haus?
Im Haus hinter der Messeinrichtung auf DC gewandelt?

Fragen über Fragen und keine Antwort. Mach doch mal ein Energieschema wie das in einer kleinen Ortsgemeinde aussehen könnte. Wo der DC-Strom herkommt, wie dieser in die Häuser kommt und was damit versorgt wird. Denke dabei aber auch daran, dass wir AC-Strom benötigen um die WR der PV zu betreiben. Falls das auf DC kommt, so erklärst du uns die Rückspeisung aufs Verteilnetz.
Bitte nicht die Drehstromverbraucher der Schreinerei Gutholz vergessen. Dessen neue Holztrocknung benötige 30kW Leistung. Diese wird über NT betrieben und läuft in der Regel auch nur Nachts.

Bin auf deine Erklärung mal gespannt.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
Herrvolt
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