Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Sunny Home Manager, SMA Data Manager, Sunny Portal, Sunny Places

Moderator: Mod-Team

 

5.00 (3 Bewertungen)

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon thghh » 31.10.2018, 11:32

Hallo Ilchi,

interessant deine Ausführungen.

Wir sind einen vergleichbaren Weg gegangen. Unsere WP ist perfekt eingestellt, ERR gibt es nicht bei uns und der hydr. Abgleich hat bei uns auch mehrere Winter gebraucht.

Wir sind nur zwei Personen im Haus haben dafür mehr Fläche zum Heizen aber deine Verbräuche sind mir ein Rätsel.

Wo hast du denn bei deiner WP eingestellt, dass diese nicht Außentemperatur geführt ist und mit einem 24 Std. Wert arbeitet?
PV-Anlage:

Module: 32 x Astronergy ASM6610M 280 (8,960 kWp)
Kommunikation: Sunny Home Manager 2.0
Wechselrichter: Sunny Tripower 9000TL-20, Sunny Island 6.0H
Speicher: LG Chem Resu 10 (9.8 kWh)
Wärmepumpe: Tecalor THZ 404 mit ISG und EMI
4 x Edimax SP-2101W
thghh
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 150
Registriert: 18.07.2017, 16:53
Wohnort: Hamburg
PV-Anlage [kWp]: 8,96
Speicher [kWh]: 9,8
Info: Betreiber

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Seevetaler » 31.10.2018, 12:08

Ilchi hat geschrieben:Die Eckdaten des Hauses sind: 4 Bewohner; 140 m²; Mindestwärme in allen Räumen: 22,5 °C.
...
1.000 kWh Strom sind m.E. schon ein Wert für Nebenkosten, mit dem man sehr gut leben kann.

Du schriebst zwar zu Beginn des Threads, dass ihr ein KfW40 Haus habt, aber egal ob Passiv- oder KfW 40 Haus:

Deine 1.000kWh für Heizung und Warmwasser können einfach nicht stimmen. Bei 4 Personen braucht alleine die Warmwassererzeugung über den Daumen mindestens 1.000kWh/a!
Hier im Forum wird ein "echtes" Passivhaus mit seinen Verbräuchen vorgestellt. Da brauchen 4 Personen im Jahr ca.1600kWh für Warmwasser:
https://www.photovoltaikforum.com/ertragsstammtisch-f97/ertaege-von-autark-mit-passivhaus--t121439-s180.html#p1672126

Die Werte passen zu unserem kFW40+ Haus: 2 Personen ca.800kWh/a für Warmwasser
20x Heckert 265 Wp, Victron MPPT 250/100, 2x MultiGrid 48/3000, Hoppecke OPzV 48/180Ah
https://vrm.victronenergy.com/installation/14738/share/d7ee80c5

Bekennender Tesla-Skeptiker: Erwarte Chapter 11-Antrag für diese Firma bis Ende 2018 (E.Musk-Time)
Seevetaler
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1209
Registriert: 14.04.2016, 08:19
PV-Anlage [kWp]: 1,08 + 5,3
Speicher [kWh]: 8,6
Info: Betreiber

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Maverick78 » 01.11.2018, 08:54

1600kWh für Warmwasser? Haben die ein Schwimmbad damit zu beheizen?

Ich habe mit meiner Viessmann Arostor BWWP (300l) einen Verbrauch von 265kWh in den 6 Monaten wo sie in Betrieb ist, macht hochgerechnet auf das Jahr 530kWh/a. 4 Personen Haushalt, Geschirrspüler und Waschmaschine werden auch Warmwasser gespeist. Autarkie der BWWP dank SEMP und SHM 99%.
2,55 kWp, SMA SB2.5, 25° SW, 30° Neigung, 10x ZNShine PV-tech ZXP6-60-255/P (09/2015)
9,54 kWp, SMA STP9000TL-20, 25° SW, 7° Neigung, 36 x Heckert Solar NeMo P265W (04/2016)
24,3 kWh Hoppecke PzS, SMA SI6.0H-11 (09/2016)
Windrad Black 300
VW e-Golf
BWWP
Benutzeravatar
Maverick78
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 489
Registriert: 16.11.2015, 10:23
Wohnort: Frankenhöhe
PV-Anlage [kWp]: 12,09
Speicher [kWh]: 24,3
Info: Betreiber

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 01.11.2018, 11:38

Ein paar Erläuterungen noch:

Zum Verbrauch der 1.000 kWh elektrisch:
Ich habe am 07.01.2016 in diesem Thread einen langen Artikel über das erste Jahr EMI-Optimierung geschrieben (ich kann irgendwie nicht direkt auf diesen verweisen; Seite 7 führt zum Ziel :-)). Hier sind auch die Bildchen drinnen, dass unsere LWP wirklich nur 1000 kWh verbraucht. Ebenso sieht man, dass das Haus natürlich bis auf übliche Urlaubszeiten ganzjährig bewohnt ist.
Dies ist natürlich nur der WP-Anteil. D.h. die Ventilatoren gehen hier nicht ein. Ebenso gehen auch keine Verbräuche für die Heizpatronen ein. Letzte sind aber ausgesichert bzw. gehen bei uns wirklich nicht an. So kalt kann es gar nicht werden. Natürlich schwankt das ein wenig, aber nur so ca. 10 % in den Folgejahren.
Ob das jetzt von einigen als nicht möglich hingestellt wird, ist mir relativ egal. Ich glaube hier mal unseren geeichten Stromzählern und dem Wärmeempfinden meiner Frau :-) Letztere würde mir was husten, wenn die Temperatur unter 22 °C fällt oder die tägliche Dusche kalt erfolgen müsste.

Zum Passivhaus:
Ja, es ist richtig, dass wir "nur" ein gutes KfW40-Haus haben. Ursprünglich sollte es ein Passivhaus werden. Leider hat es dann im Passivhausnachweis nicht ganz gereicht (teilweise zu starke Verschattung, falsche Eingangstür...), so dass die Einordnung dann nach KfW erfolgen musste. Und hier gab es zumindest in 2014 eben nichts besseres als ein KfW40-Haus. Keine Ahnung, ob das heute anders ist. Nichts desto trotz haben wir viele Konstruktionsgrundsätze der Passivhäuser eben im Haus, wie z.B. der möglichst konsequente Verzicht auf Wärmebrücken (kein Keller, keine Balkone etc.). In Summe führt dies dann offensichtlich zu einem "Performance-Passivhaus" :-).

Zur 24-h-Einstellung
Dass die Heizkurve das 24-h-Mittel benutzt, findet man im ISG unter "Einstellungen - Heizen - Grundeinstellung - Dämpfung der Außentemperatur". Aber Achtung: Diese Temperatur wird nach meiner Beobachtung auch für die Umschaltung Sommer/ Winter verwendet. Ebenso ist hier ein 24-Stunden-Wert eben wirklich nur möglich, wenn das Haus auch entsprechend träge ist! Ist das Haus weniger gedämmt und kommt eine Kältefront schneller rein, muss man hier auch mit geringeren Werten arbeiten, um eben keine kalten Füße zu bekommen. Ist es aber möglich, hier mit 24 h zu arbeiten, dann hilft das sehr, die Laufzeiten der LWP auf tags zu verlegen.

Edit: In Ergänzung zum Artikel auf Seite 7 hier noch die Verbrauchsübersicht über die bisherige Laufzeit, also Stand 01.11.2018. Man sieht gut, dass die LWP immer unter 1.000 kWh/a lag (roter Balken). War sie anfangs der größte Verbraucher, ist sie nun vom Elektroauto abgelöst worden...

LWZ historisch.jpg
Ilchi
Vielschreiber
Vielschreiber
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 180
Registriert: 08.10.2014, 09:12
PV-Anlage [kWp]: 10,71
Info: Betreiber

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon thghh » 01.11.2018, 14:10

Hallo Ilchi

das ist schon beeindruckend. Kannst du bitte noch sagen wo dein Standort ist, denn alleine 52% PV Anteil bei der WP kann nur bedeutet, dass Ihr auch in der schlechten Jahreszeit viel Sonnen habt.
PV-Anlage:

Module: 32 x Astronergy ASM6610M 280 (8,960 kWp)
Kommunikation: Sunny Home Manager 2.0
Wechselrichter: Sunny Tripower 9000TL-20, Sunny Island 6.0H
Speicher: LG Chem Resu 10 (9.8 kWh)
Wärmepumpe: Tecalor THZ 404 mit ISG und EMI
4 x Edimax SP-2101W
thghh
Vielschreiber
Vielschreiber
 
Beiträge: 150
Registriert: 18.07.2017, 16:53
Wohnort: Hamburg
PV-Anlage [kWp]: 8,96
Speicher [kWh]: 9,8
Info: Betreiber

Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 01.11.2018, 15:15

Wir wohnen im Münchner Osten. Die PV-Anlage ist im Winter nicht optimal: Es ist eine flache O-W-Anlage. Wenn bei uns Schnee liegt, braucht es teilweise mehrere Wochen, bis der wieder weg ist, da er nicht abrutschen kann, sondern schmelzen muss. Dennoch hilft hier Sonne ungemein, da ja durch die solaren Gewinne durch die Fenster alleine schon die Heizlast drastisch senken.
Ilchi
Vielschreiber
Vielschreiber
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 180
Registriert: 08.10.2014, 09:12
PV-Anlage [kWp]: 10,71
Info: Betreiber

Vorherige

Zurück zu SMA - Anlagenüberwachung



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste