Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Eusterw » 30.10.2018, 17:41

Mal zwei Fragen:

1) Welche Erhöhung des Eigenverbrauches für die Wärmepumpe konntet ihr feststelle? Also z.B. statt 1200 (Eigen) von 4000 (Gesamt), jetzt 2200 (Eigen) von 4000 (Gesamt). Denn letztlich kann das System bei -10 Grad und Wolken den Eigenverbrauch ja nicht verhindern.

2) Ist euer Energieverbrauch gestiegen. Z.B. weil die Steuerung das Wasser auch zu Zeiten erwärmt, wo es eigentlich nicht sein müsste (und daher die Wärmeverluste höher sind) oder stärker erwärmt, als es sein müsste (und dadurch der Wirkungsgrad sinkt).
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 30.10.2018, 17:49

Zu 1: Beim einem 3 Personenhaushalt bin ich bei 600 von 1000 kWh für Heizung und Warmwasser je Jahr. Ich habe aber keinen Vergleich für eine Zeit ohne Optimierung.

2 verstehe ich nicht. Durch die Optimierung wird doch verstärkt dann geheizt, wenn die Sonne scheint und wenn es damit im Mittel wärmer ist, als in den dunklen Nächten.
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Eusterw » 30.10.2018, 18:27

Du hast nur 1.000kWh Gesamtverbrauch der Wärmepumpe? Das ja voll wenig. Ich rechne da für mich mit "erheblich" mehr.

Mit 2. meinte ich, wie hoch der Mehrverbrauch ist, weil die Wärmepumpe ja zu eigentlich unpassenden Zeiten heizt. Ohne Eigenverbrauchsoptimierung würde die Wärmepumpe ja zu andren Zeiten laufen (an denen die Wärme auch gebracuht wird). Durch das Laufen an unpassenden Zeiten, gibt es ja Verluste durch zu hohes Heizen (schlechter COP) und durch zu langes Speichern (Wärmeverluste).
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 30.10.2018, 19:09

Ja, wir haben nur ganz knapp über 1000 kWh elektrisch. Wir haben ein Fast-Passivhaus, und damit brauchen wir nicht mehr :-) Wir heizen auch in der Regel nicht nachts, da es selbst bei kalten Temperaturen außen ewig braucht, also eher so 14 bis 24 Stunden, bis das Haus 1 Grad verliert.
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon thghh » 30.10.2018, 20:42

Moin Ilchi,

dein Verbrauch ist für mich nicht plausibel, weil alleine durch die Lüftung ca. 400 kWh im Jahr verbraucht werden. Vielleicht kannst du das noch etwas näher ausführen.

Wir haben durch unsere THZ404 ca. 3.500 kWh im Jahr inkl Lüftung aber ohne Kühlung für ca. 200 qm auf 3 Etagen.

Bei uns läuft EMI und SHM eigentlich unauffällig im Hintergrund. Die Technik funktioniert aber eine genaue Beurteilung welche Optimierungen bzw. Einsparungen erfolgt sind kann ich nicht bewerten, da es keine Statistiken dazu gibt.

Wir nutzen auch drei Edimaxsteckdosen für die weiße Ware und auch das geht im Automatikmodus recht gut.
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Wechselrichter: Sunny Tripower 9000TL-20, Sunny Island 6.0H
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Mastermind1 » 30.10.2018, 20:52

Die ganze Regelungstechnik ist doch - meist- kontraproduktiv.

Eine Wärmepumpe sollte im Idealfall über längere Zeit laufen - nicht nur für kurze Zeit da die PV gerade Saft liefert. Das hebt die Effizienz und schont die haltbarkeit.

Bei ner Luft WP wie einer lwz nachts zu heizen aufgrund des minimal günstigeren Nachttarifs ist doch auch eher "nachteilig".

Wenn ich nachts aufgrund der Aussentemperaturen nur noch einen COP von 1,5-2,5 hinbekomme, statt 3,5-4,5 tagsüber, dann muss der Strompreis nachts ja mind. 30%+ günstiger sein.
Die zusätzliche Grundgebühr für den zweiten Zähler sollte man ebenfalls berücksichtigen. Ein Wechsel des Anbieters ist auch schwierig ...

Oft muss nachts die Luft WP aber aufgrund zu geringerer Grundstücksabstände auf reduzierter Leistung laufen.

Meiner Meinung nach:

- Hydraulischen Abgleich durchführen
- Einzelraum-Regler deaktivieren (da spart man meist schon 300-500kWh aufs Jahr betrachtet!)
- heizkurve optimieren
- bei ner Luft WP die WW Bereitung auf die Mittag bzw. Nachmittagszeit festlegen
- keine WW Zirkulation
- im Idealfall keinem Pufferspeicher.verbauen lassen
- bei der Selektion der Grösse der.WP, vorab eine heizlast Berechnung machen lassen, und nicht die erstbeste WP nehmen, die der Heizungsbauer empfiehlt ;-)
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 30.10.2018, 21:01

thghh hat geschrieben:Moin Ilchi,

dein Verbrauch ist für mich nicht plausibel, weil alleine durch die Lüftung ca. 400 kWh im Jahr verbraucht werden. Vielleicht kannst du das noch etwas näher ausführen.

Wir haben durch unsere THZ404 ca. 3.500 kWh im Jahr inkl Lüftung aber ohne Kühlung für ca. 200 qm auf 3 Etagen.

Bei uns läuft EMI und SHM eigentlich unauffällig im Hintergrund. Die Technik funktioniert aber eine genaue Beurteilung welche Optimierungen bzw. Einsparungen erfolgt sind kann ich nicht bewerten, da es keine Statistiken dazu gibt.

Wir nutzen auch drei Edimaxsteckdosen für die weiße Ware und auch das geht im Automatikmodus recht gut.
Das passt schon. Wobei die 1000 kWh nur für die LWP sind. Lüftung und Kühlung kommen on top. Da habe ich aber keine Zähler. In Summe hat das Haus aber mit viel IT nur 4000 kWh, natürlich mit der LWZ.
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon thghh » 31.10.2018, 09:28

Moin Ilchi,

das es passen könnte glaube ich dir aber versorge uns mit mehr Infos wie Hausgröße, Standort, durchschnittliche Temperatur innen und außen usw. usw.

Für mich ist es sehr schwer zu verstehen wie man inkl WW so wenig Stromkosten für eine WP hat und deswegen bin ich neugierig.
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon thghh » 31.10.2018, 09:34

ChrisWitt hat geschrieben:Wie habt ihr eure EInstellungen gewählt bzw. was ist eure Erfahrung damit ?



Stiebel empfihelt nachfolgende Einstellung

Netzbezug:
0 %
PV-Erzeugung:
80 %
Überschüssige PV‐Energie:
20 %


Ich kann bestätigen, dass diese Einstellung ein gutes Ergebniss liefert. Andere Einstellungen haben meistens bei mir nicht gut funktioniert.
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Re: Meine Erfahrungen: EMI Stiebel Eltron und SHM

Beitragvon Ilchi » 31.10.2018, 10:34

thghh hat geschrieben:Moin Ilchi,

das es passen könnte glaube ich dir aber versorge uns mit mehr Infos wie Hausgröße, Standort, durchschnittliche Temperatur innen und außen usw. usw.

Für mich ist es sehr schwer zu verstehen wie man inkl WW so wenig Stromkosten für eine WP hat und deswegen bin ich neugierig.


Klar, lege ich gerne offen. Die meisten Infos finden sich eh weiter oben, bin ja hier TE :-) Die wesentlichen Punkte sind wie folgt:
  • Die Eckdaten des Hauses sind: 4 Bewohner; 140 m²; Mindestwärme in allen Räumen: 22,5 °C.
  • Das A&O für geringe Verbrauche sind eine sauber eingestellte WP ohne große Wärmeverluste, also eben keine Puffer etc. Bei Passivhäusern hat man im ganzen Haus die gleiche Temperatur, also auch keine (deutlich) höhere Temperatur im Bad, keine geringe Temperatur im Schlafzimmer. Muss man mögen. Dann hat man aber den Vorteil, dass man sowieso keine ERRs hat oder diese keinen Sinn machen. Also die auf Aus schalten und die Wärme alleine über die Heizkurve einstellen. Das kostet richtig Zeit, bei uns hat es mehr als einen Winter gedauert. Das Ergebnis ist aber dann, dass man eben wirklich mit der Vorlauftemperatur fährt, die man braucht - und nicht mit 1 K mehr. Das vermindert schon einmal deutlich die Verluste im Vergleich zur "klassischen" Einstellung, also einer sehr konservativen Kurve mit hohen Vorlauftemperaturen und einer dann notwendigen Abregelung an den ERRs.
  • Dann sollte man schauen, dass die LWP möglichst dann läuft, wenn die Temperaturen in der Luft auch warm sind. Die reagiert natürlich darauf viel sensibler als eine WWP. Das kann man ganz gut über zeitlich veränderte Solltemperaturen im WW und Raum definieren, Bei uns hat das zur Folge, dass wir nahezu nur tags die LWP laufen lassen. Wenn natürlich mal nachts geduscht wird oder die Temperaturen stark abfallen, brauchen wir auch mal nachts die Pumpe. Das ist aber wirklich selten.
  • Unser Passivhaus reagiert sehr sehr träge. Das hat den Vorteil, dass wir auch nicht mit der aktuellen Außentemperatur regeln, sondern nach dem 24-h-Wert. Denn: Eine kalte Nacht kühlt unser Haus um maximal 1 K (da muss es schon echt kalt sein.). Dies macht den zweiten Punkt dann erst möglich, da ja in den Standardeinstellungen die Soll-Vorlauftemperatur direkt abhängig ist von der Außenwärme und damit beim nächtlichen Temperaturabfall nachgeheizt wird. Der 24 h-Wert ändert sich bei gleichbleibenden Tag-Nacht-Schwankungen (auch bei starken) eben genau nicht und so ist dann die zeitliche Soll-Temp-Vorgabe maßgebend.
  • Erst on top auf eine gut eingestellte LWP haben wir dann das EMI aktiviert. Dies führt dann eben nochmals mehr dazu, dass tags geheizt und WW produziert wird. Wir "überhitzen" die Raum-Soll-Temperatur von 23 °C auf 24 °C. Im Raum selbst kommt das nicht an, da diese Erhöhung nur dazu führt, dass der Fußboden leicht erwärmt wird. Wir nutzen also alleine die Fußböden als Puffer. Die Wärme kommt dann erst nachts raus.

In Summe sind wir sehr sehr zufrieden mit der Konstellation. 1.000 kWh Strom sind m.E. schon ein Wert für Nebenkosten, mit dem man sehr gut leben kann. Mehr Investitionen z.B. in eine WWP hätten sich bei uns nie und nimmer gerechnet. Und das ganze bekommen wir bei sehr angenehmen Wohnklima und Wohnkomfort.
Ilchi
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