Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon Joe-Haus » 06.12.2017, 20:11

Der "BlackOut" ist für mich weniger die Motivation gewesen:
- ausziehbare Kurbellampe mit Solar und Handyladung bspw. für Camping
- Kurbel - Solartaschenlampe bspw. im Handschuhfach beim Auto ...
Wenn es Dich beruhigt: Natürlich funzen die Dinger auch bei einem "BlackOut" - falls mal einer vorbeikommt. :juggle:

Alternativ eine Solarlampe mit einem Minipanel am Kellerfenster - ganz ohne Kurbeln. Aber da Du ja eigentlich einen Notstrom-Akku hast, solltest Du ja auch Notstrom-Licht haben ...
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 09.12.2017, 10:24

Joe-Haus hat geschrieben:Der "BlackOut" ist für mich weniger die Motivation gewesen.....
Aber da Du ja eigentlich einen Notstrom-Akku hast, solltest Du ja auch Notstrom-Licht haben ...

Dagegen ist meine Motivation nur der Black-Out. Deshalb betreibe ich eine Notstromversorgung und nur auf 230 VAC-Basis,
weil eben alles in unserem HH aus 230 V versorgt wird -auch die aufladbare "Taschenlampe." :wink:
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 03.01.2018, 20:36

Der Jahrhundertsturm war vorausgesagt und entsprechend hatten wir vorgesorgt. Alle Batterien und Tanks waren voll.
Nach dem Frühstück kippten am Waldrand zwei Saumtannen und einige verwaiste Weihnachtsbäume flogen durch die Luft.
Prompt folgte der erste Netzausfall, doch Laptop, das Mobilfunknetz und WLAN funktionierten noch dank der Anbindung
der Haustechnik an meiner Notstromversorgung. Solarstrom kam heute erwärtungsgemäss nicht viel daher.
Noch zweimal kurzes Aufflackern und ein weiteres Käfeli, dann war tote Hose für den Rest des Tages.
Um 17 Uhr steckte ich den Tiefkühlschrank am Sondernetz an und legte weitere Verlängerungskabel.
49 Volt wurden im Infini angezeigt und gegen 600 Watt im Energiemeter.
Seit einer halben Stunde hat unser Quartier wieder Licht, die Bank wird wieder geladen, es fehlt nur noch eine Mutation meines SPS-Programmes, damit die Akkus sofort nach Netzrückkehr wieder geladen werden, man weiss ja nie.
Schön, wenn alles funktioniert wie es soll, aber der Black-Out hätte auch länger dauern können... :oops:
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 16.07.2018, 21:37

No News are good News
-sagt ein Sprichwort. So läuft denn mein Stoxnet seit nunmehr 3 Jahren störungsfrei.
D.h. am Morgen schaltet der Modulfelddetektor den Giftgrünen ans Netz und am Abend wieder weg.
Dazwischen speist er ggw. um die 20 kWh Solarstrom ein.
Doch in letzter Zeit ist einiges gelaufen:
Der Carport wurde erweitert und unser Womo erhielt eine Lithium-Bank.
So bekam mein Stoxnet den zusätzlichen Speicherplatz und dient nun der Überschusseinspeisung und als „Prüffeld,“
weil ich vom interessanten PV-Labor der Fachhochschule Burgdorf animiert wurde.
Als Erstes teste ich die Aufspeisung aus der Batteriebank. Dazu wurde der SDM630 ins AC-Tableau (links) verschoben
und über das provisorische Datenkabel mit dem Infini verbunden.
Die Schnittstellenkarte Modbus II und der alte Läppi helfen bei der SW-Verknüpfung und Parametrierung.
Das Aufspeisen funktionierte auf Anhieb. Einige Parameter mussten angepasst werden.
M.E. reagiert der Zähler (oder) WR recht träge. Bis zur Kompensation einer Last von 2,2 kW dauert es einige Minuten.
Aber auch nach dem Abschalten der Last speist der Infini noch einige Zeit bis zur Null-Ausregelung ins Netz zurück.
Der SDM630 überzeugt mich nicht -ist halt ein dummer Zähler und liefert Geschichte.
Auch lassen sich die P-Werte für Import oder Export nicht fest anzeigen...
einstein0
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Stoxnet150718.jpg
Aufspeisetests am Infini 3K+ mit aufgestockter Batteriebank von knapp 10 kWh
ACTableau.jpg
Unten das Netzfilter (wahrscheinlich in Europa überflüssig)
Mitte der SDM630 mit Modbus, Rechts das Bistabile Netzrelais
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 17.07.2018, 11:50

Heute morgen war ich vor Sonnenaufgang aufgestanden, um nach dem Kasten zu sehen. Prompt hatte er die testweise Stromentnahme vom Vorabend nicht nachgeladen. Ich hatte "Laden vom Netz" unterbunden.
So wählte ich nun "PV only" (ausnahmsweise), bis der Ladestrom für 1 Minute < 3A sank, dann "Charger off."
Nach dem Frühstück war die Bank geladen und der Infini speiste bereits wieder > 1 kW ein.
Wahnsinn, was man der eierlegenden Wollmilchsau alles einstellen, oder unterjubeln kann. Doch bei einigen Vorgaben merkt er, das etwas nicht stimmt und ignoriert die Eingabe. Einmal zog ich den Modbusstecker aus der Karte (Simulation Drahtbruch). Da regelte er von dynamisch auf statisch hoch und die Lüfter gingen an wie Flugzeugtriebwerke.
Es flossen plötzlich gegen 3 kW aus der Bank ins Netz ab. Man muss also höllisch aufpassen, was man programmiert
und wirklich jeden Parameter verstehen. :oops:
Achja, hier die Antwort von B+G E-Tech auf meine Anfrage über die unsinnige Anzeige des SDM630:
der SDM630 zeigt im Standartdisplay lediglich das Summenergebnis aus Import + Export. Eine Einstellmöglichkeit, dass ein gewünschter Wert diesen ersetzt, ist momentan leider noch nicht möglich.
Was für Entwickler hatten denn diesen Unsinn erfunden, oder programmiert? :roll:
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 17.07.2018, 14:57

Da ich nur steckbare Energiemeter habe, waren die Anschlusskabel etwas dünn -und warm geworden.
Zum Glück schob sich am Mittag eine dicke Gewitterwolke vor die Sonne, sonst hätte ich mich um die 10A Steckdose
sorgen müssen. Es lohnt sich also schon, auch nur 3 kW-Geräte mit ausreichendem Querschnitt zu verkabeln.
So habe ich den schnöden SDM630 wieder deinstalliert und werde meinen Infini wieder auf Grid Tie with Back-Up I umprogrammieren.
Zudem bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass sich das Aufspeisen aus einer Batteriebank niemals rechnet.
Die Geräte dazu sind zu ungenau, zu langsam und zu teuer und auch wenn der Infini rund um die Uhr bloss 20 Watt benötigt, fehlen Ende Jahr halt gegen 200 kWh, um bloss etwas Solarstrom in die Mondstunden zu verschieben. :(
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ImportExport.jpg
Der SDM630 eignet sich nicht, um Echtzeitdaten zu visualisieren.
So mussten externe Geräte zwischengeschlauft werden.
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 21.08.2018, 20:23

Zwei PN-Anfragen über meine "Nachtabschaltung" möchte ich hier beantworten:
Ja, mein Infini ist nur mit dem Netz verbunden, um Solarstrom einzuspeisen.
Je nach Parametrierung würde er sonst etwa 50 Watt beziehen, ohne etwas zu tun. Das heisst, der Stby-Verbrauch
erklärt sich vor allem durch seine Bereitschaft jederzeit als Inselwechselrichter einzuspringen (Schwarzstartfähig).
Wird mittels Netzstrom eine Batteriebank geladen, muss diese Ladeleistung zum Stby-Verbrauch addiert werden.

Bei Sonnenaufgang, oder wenn der Schnee auf dem Modulfeld schmilzt, wird die Stringspannung detektiert und als EIN-Signal einer SPS übergeben. Dort wird der Wert mit Zeitfenstern verknüpft und steuert ein bistabiles Relais,
welches das Netz mit dem AC-In des Infini verbindet.
Bisher hatte mein "Modulfeld-Detektor" auch die Ausschaltbefehle gegeben; bei Schneefall, oder Sonnenuntergang.
Durch mein Bi-direktionales ESI kann ich nun den Ausschaltbefehl noch genauer bestimmen, indem der Wert; Null-Export ausgewertet und der WR sofort abgeschaltet wird.
Auch habe ich ihn nun so programmiert, dass die ersten Sonnenstrahlen als Ladestrom in die 10 kWh-Batteriebank
fliessen als Schwebeladung.
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 23.08.2018, 08:07

Ja, es gibt auch noch andere Möglichkeiten, den Einspeisewechselrichter vom Netz zu trennen und Import zu unterbinden:
Z.B. kann der Ladestrom, und/oder die Ladespannung der angeschlossenen Batteriebank detektiert -und entsprechend die Netzeinspeisung gesteuert werden. Die Überwachung der Modulfeldspannung lässt jedoch auch eine Schneedetektion zu.
Das Ausschalten übernimmt mit Vorteil die Detektion der Null-Einspeisung.
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Re: Stoxnet -meine Notstromversorgung im MFH

Beitragvon einstein0 » 13.09.2018, 10:15

Wer schon mal einen Stromwandler gewickelt hat, kennt die Herausforderung von hauchdünnem Draht.
Die Vorteile liegen in der galvanischen Trennung zum Primärleiter und keinem Leistungsverlust in einem Shunt.
Dieser Detektor misst Ströme < 4 mA in beiden Richtungen und dient zum Abschalten des Infini, sobald weniger als 1 Watt eingespeist wird. Das analoge Ausgangssignal wird von der SPS verarbeitet und steuert das bistabile Netzrelais.
Dieses ESI wird ebenfalls mit dem Wechselrichter abgeschaltet, um seinen Stromverbrauch zu sparen!
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ESIunter1Watt.jpg
Dem Stromwandler musste ein Vorverstärker nachgeschaltet werden,
um Primärströme im mA-Bereich zu detektieren.
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