Welche Module für Laderegler

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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon kalle bond » 10.11.2018, 10:01

e-zepp hat geschrieben:
kalle bond hat geschrieben:Deine Annahme, dass die Module eine Spannung von 24 V haben sollten, ist dagegen falsch, das würde nicht zum Laden eines 24 V Akku ausreichen.

schlossschenke hat geschrieben:... weshalb sich 60-Zeller nicht für ein 24V-System an einem Shunt-Regler eignen

Was meinst, kalle - soll ich oder soll ich nicht? :mrgreen:

@Klappspaten, vielleicht hab ich`s ja überlesen, aber welchen Akku willst Du wann für welchen Zweck laden/nutzen?

lg,
e-zepp

p.s: schon komisch dass das scheinbar sonst keinen hier interessiert... :roll:


Hi zeppi,
einige Leute haben auch noch was anderes zu tun; ich häng nicht 24 h vor der Glotze :D

Also, mich brauchst du nicht um Erlaubnis zu fragen! Selbst in Bayern gilt (noch): Die Gedanken sind frei! :D

Anbei noch die Ratschläge eines renomierten Herstellers von LR:
Generelle Anmerkungen und Empfehlungen zur Auswahl des Solarladereglers.
Auszug aus Steca Seite: https://www.steca.com/index.php?Solarladeregler_fuer_Solar_Home_Systeme

"Der Solarladeregler ist die zentrale Komponente eines Insel-Systems. Er regelt den Energiefluss im gesamten System und entscheidet wesentlich über die Funktion und die Lebensdauer. Ein geeigneter Solarladeregler muss also sorgfältig ausgewählt werden. Der Kostenanteil des Solarladereglers gemessen an den Gesamtkosten eines Insel-Systems beträgt nur 3 bis 5 %. Für das System ist er aber die wichtigste Komponente. Ein hochwertiger und zuverlässiger Solarladeregler einer höheren Preisklasse amortisiert sich sehr schnell, da er wesentlich zu einer langen Lebensdauer der Batterie beiträgt und damit die Gesamtkosten des Systems deutlich senkt.

Auswahl der Topologie
Steca Solarladeregler sind als professionelle Hybrid-Shunt-Regler, als serielle Laderegler oder als MPP-Tracker verfügbar. Abhängig von den Anforderungen der Anwendung sollte die geeignete Topologie gewählt werden. Schaltladeregler wie Shunt- und serielle Laderegler können für 12 V-Systeme nur in Verbindung mit 36-zelligen Solarmodulen verwendet werden. Bei 24 V- oder 48 V-Systemen müssen zwei 36-zellige (24 V) oder zwei 72-zellige (48 V) Solarmodule seriell zu einem String verschaltet werden. Für kleine Anwendungen und Solar-Home-Systeme sind serielle Laderegler gut geeignet. Für größere Anwendungen und Hybrid-Systeme sind Shunt-Regler­ empfehlenswert, da diese eine geringere Verlustleistung im Ladefall aufweisen. Aufgrund ihrer guten elektromagnetischen Verträglichkeit empfiehlt sich der Einsatz von Shunt-Reglern auch für Telekommunikationsanwendungen. Ein Solarladeregler mit MPP-Tracking muss dann verwendet werden, wenn Solarmodule, die nicht aus 36 oder 72 Zellen aufgebaut sind, zum Einsatz kommen. Dazu gehören die meisten für netzgekoppelte Anlagen optimierten Solarmodule und alle Dünnschichtmodule. Je tiefer die Jahresdurchschnittstemperatur und je wichtiger die effiziente Ladung bei tiefen Batterie­ladezuständen ist, desto eher empfiehlt es sich, einen MPP-Tracker zu verwenden, auch wenn 36-zellige Standardmodule zum Einsatz kommen.

Auslegung des Solarladereglers
Bei der Auslegung von Schaltladereglern ist der Kurzschlussstrom (Isc) der Solarmodule die entscheidende Größe (unter STC-Bedingungen). Grundsätzlich empfiehlt Steca, den Solarladeregler großzügig auszulegen. Der Nominalstrom des Solarladereglers sollte ca. 20 % über der Summe des Kurzschlussstroms aller angeschlossenen Solarmodule liegen."
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon e-zepp » 10.11.2018, 11:27

kalle bond hat geschrieben:Hi zeppi,
einige Leute haben auch noch was anderes zu tun; ich häng nicht 24 h vor der Glotze :D
Also, mich brauchst du nicht um Erlaubnis zu fragen! Selbst in Bayern gilt (noch): Die Gedanken sind frei! :D

Servus @kalli bondi, da hast Du mich jetzt gleich zweimal falsch verstanden.
-mich wundert halt dass hier- mal wieder- fleißig Empfehlungen abgegeben werden ohne dass so elementare Dinge wie
Akku-Typ&Größe, Ausrichtung und evt. Verschattung der Module, Art und Zeitraum der Nutzung hinterfragt werden.
Natürlich bleibt die Physik, also die "Basicsachen" nach denen der TS gefragt hat immer gleich, aber Eure
weitergehenden "Tipps" sind nur dann gut und richtig wenn Ihr auch die Gegebenheiten kennt!
- ich frag Dich nicht um Erlaubnis :) , es war mehr die Frage ob es lohnt diese Thema nochmal zur Sprache zu bringen
oder ob Du dann nur wieder mit den Pauschal-Ratschlägen der renommierten Hersteller kommst :lol:
(die nicht wissen können wie die Gegebenheiten vor Ort sind und deswegen solche Ratschläge geben müssen :!:)
lg,
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon kalle bond » 10.11.2018, 15:24

Hi zeppi,

geb dir durchaus recht, was das Hinterfragen betrifft.
Hab mich da aber schon öfter in der Pole position gesehen. :D
Nur wenn man schon angegangen wird, nur weil man nach dem Standort fragt?
Aber so weit waren wir hier noch gar nicht. Hier geht es ja noch um die Grundkonfiguration.
Keine Ahnung, ob das jetzt verstanden wurde. Schloßschenke hat sich ja auch schon reingekniet.

Wenn jemand mag, kann er sich zwecks Info über LR und Inverter gern auf die Seiten von Steca, Phocos, Victron, Morningstar, Outback ua begeben. Da steht schon einiges drin, leider nicht immer sofort zu sehen wenn man damit noch keine Erfahrung hat.
Klar, die Firmen können nicht jedes Mal die komplette Lebensgeschichte runterbeten, wenn jemand einen LR kaufen will.
Aber an den Beispielen und Typenzuordnungen kann schon der Laie erkennen, wohin er sich wenden soll.
Manchmal sind die einfachsten Beispiele die Besten. Auf der anderen Seite ist es natürlich immer eine wertvolle Information, wenn Leute mit langjähriger praktischer Erfahrung (wie DU :D ) ihre Meinung kundtun. Die Frage ist nur, ob das auch für andere Anwendungen mit anderen Komponenten gilt. Steca und Co testen jeden neuen LR bevor er in Serie gebaut wird. Das ist nicht anders als bei anderen Produkten auch. Rückrufaktionen kosten nicht nur Geld, sondern auch Reputation. Dagegen möchte man sich absichern. Andererseits, wenn eine Fa schon seit 30 Jahren LR baut und immer wieder Feedback von Händlern, Projektplanern und Solateuren bekommt, meinst du nicht, dass die sich langsam auskennen sollten?
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon iron-age » 10.11.2018, 17:37

Klappspaten hat geschrieben:Oh interessant. Gibt es daten wie stark die Spannung im Sommer im Schnitt abfällt? Weil gedacht war evtl wirklich ein 60 Zellen Modul und ein günstigen PWM regler.

Da gibts schon Daten: Es gibt einen Temperaturkoeffizienten. Dieser liegt bei monokristallinem Silizium durchschnittlich bei -0,4 % pro Grad Kelvin. Polykristalline Siliziumzellen haben einen Koeffizienten von ca. -0,45 % pro Grad Kelvin.
"Kelvin" ist so wie Grad Celsius zu rechnen.
Guckt man auf die Kennlinien von Strom, Spannung und Leistung, sieht man, dass bei der Mitteleren Spannung zwischen mpp Spannung und Leerlaufspannung, das wären beim 60 Zeller ja 33 V, noch zwei Drittel der Leistung vorliegen.
http://www.renewable-energy-concepts.co ... modul.html


MfG Georg
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon Klappspaten » 10.11.2018, 22:17

Batterien sind noch offen vermutlich Stapler Batterien oder so was in der Art.
Die sind manchmal günstig und gut zu bekommen.

Ansonsten hab ich mich noch net festgelegt.
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon Klappspaten » 10.11.2018, 22:22

Batterie ist noch offen evtl ne gebrauchte Stapler Batterie oder so.

Das sich ein 60 Zellen Modul nicht eignet war klar deshalb ja die Frage nach 2 oder 2x18 volt Modulen ob das geht. Bei 30 volt Modulen macht ein PWM regler kein Sinn. Wenn die 18 volt Module aber relativ die notwendige Spannung liefern könnte das doch mit eimem recht hohen Wirkungsgrad und PWM regler funzen?

Klar ich kann auch einfach module und regler von victron kaufen. Passt alles perfekt zusammen und kostet halt ein Arsch voll Geld. Die Anlage soll möglichst günstig und effizient sein. Preislich will ich so 1000-1500 ausgeben mehr eigentlich nicht
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon iron-age » 10.11.2018, 23:09

Klappspaten hat geschrieben:Das sich ein 60 Zellen Modul nicht eignet war klar deshalb ja die Frage nach 2 oder 2x18 volt Modulen ob das geht. Bei 30 volt Modulen macht ein PWM regler kein Sinn. Wenn die 18 volt Module aber relativ die notwendige Spannung liefern könnte das doch mit eimem recht hohen Wirkungsgrad und PWM regler funzen?


Die 60 Zeller laufen am PWM Regler, nicht immer optimal, ungeeignet ist anders. Die hohen Temperaturen treten im Sommer auf, wenn eh viel Ertrag da ist. Früher gabs für 12 V Anlagen 30 zellige Module.
Wenn du zwei 60 Zeller in Reihe an einen mppt Regler anschießt, hast du mehr Ertrag, mehr Kosten, und sobald ein Modul teilverschattet ist, bringen beide nichts mehr. Und du hast da ja Verschattung.
60 Zeller sind die günstigsten Module, und PWM die günstigsten Regler, und passen halbwegs zusammen. Einige aus dem Forum sagen, dass das nicht geht, und Einige haben das einfach gemacht. Es gibt auch 72 Zellige Module, die kannst du auch nehmen. Nur ich würde die immer parallel schalten, um dem Schatten entgegen zu wirken.

MfG Georg
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Re: Welche Module für Laderegler

Beitragvon Klappspaten » 11.11.2018, 16:14

Ok das ein oder andere ist nun klarer geworden.
72 Zellenmodule haben doch ca 33V Spannung. Das würde doch genügen um auch im Sommer auf die Erforderlichen Spannungen zu kommen oder nicht? Das mit der Verschattung stimmt natürlich.

Nicht zu vernachlässigen da kein Einfluss auf die Nachbar Grundstücke habe wo Bäume stehen.

Wenn ein MPPT wirklich so viel besser für die Lebensdauer der Batterien ist wird es so einer.

Also die Eckdaten sind im Grunde: Kühlschrank (ca 500 Wh / Tag)
Eine kleine Pumpe max 1 kW für 1 Std alle 2 Tage ca. I'm Schnitt.

Ich rechne mit nicht optimal ausgerichteten Modulen und ca. 4 Std effektiv Licht ohne Verschattung auf dem Dach.

Module bekomme ich maximal 3- 4 (je nach Breite auf das Dach. Ich habe ca 3 Meter und ein paar zerquetschte Platz auf dem Dach.

Batterien hab ich noch nicht fest gelegt. Der Kühlschrank soll ca 2-3 Tage laufen auch ohne Sonne. Licht und pumpen sind dann egal bzw night notwendig.

Dh ich benötige ca 120 ah bei 24 Volt.
Der WR sollte eine Leistung von 2 kW haben
Iron age hat hier ein Solartronic empfohlen die sind im Eigenverbrauch mit 10 Watt (Leerlauf) ganz ok. Preislich mit 300€ auch im Rahmen.

Den WR kann man Dann über den Lastausgang vom LR abschalten bei Unterspannung.

So das sind die Eckdaten

Das System soll möglichst effizient laufen und soll so um die 1000€ kosten. Maximal 1500. Ich peile mal 1000 an da meistens noch immer was extra kommt.

Ist das überhaupt zu realisieren?

Die Module würde ich evtl gebraucht kaufen oder hat jemand ne gute Bezugsadresse? 72 Zeller mit 300 W kosten neu ca 200€ pro Stück. 2 brauche ich denke ich schon Evtl auch 3.

So nun bin ich gespannt ob das überhaupt geht oder nicht.

PS auf diversen Hersteller Seiten war ich hier schreibt aber jeder "er ist der beste blabla Bla" für ein absoluten Laien kaum zu blicken
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