Q-Cells Halbzellen-Module (Q.peak Duo)

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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon buergersolar » 28.07.2018, 10:56

Keepsake hat geschrieben:ich bin mit den modulen so zufrieden,das ich nach und nach alle 170stück gegen diese tauschen will,bis jetzt alles normale poly module,habe allerdings schon 14stück auf der westseite getauscht gegen 320w und bin begeistert,die anderen dachflächen sollen dann auch nach und nach gegen diese ersetzt werden weil preis ist gut,keine probleme mit pid und die leistung ist auch super,temperaturanfälligkeit angeblich auch nicht so hoch wie bei normalen polys

a) Wieso etappenweise? Fallen die Polys nach und nach aus oder die DUOs nach und nach vom LKW? Bringen die DUOs im gemischten String überhaupt ihre höhere Leistung? Ist der Strom oder die Spannung höher?

b) Wie machst du das mit der Anmeldung beim Netzbetreiber und der BNetzA? Meldest du dann immer etappenweise eine neue Anlage (nur die Mehrleistung)? Das gibt aber eine sehr gemischte Mischvergütung... Oder hast du eine Inselanlage?
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon cti » 28.07.2018, 13:01

Hauptsache, Keepsake ist mit seinen Duo's zufrieden...
zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon Keepsake » 28.07.2018, 17:27

also ich habe eine inselanlage mit 43kwp,netzbetreiber wollte die anlage nach 24,5kwp nichtmehr erweitern weil zu gross,gab nen langen streit mit denen,nur geht mir der platz aus,ich habe insgesamt 170 module zwischen 200 und 320w,die grössten polys haben 270w,ich habe die module dann auch mal spasseshalber bei gleichen bedingungen getestet und mir ist aufgefallen,das die hanwha pro wp besser laufen als die anderen module,besonders wenns warm ist oder bei schwachlicht,ich will natürlich noch weiter aufrüsten und nach und nach halt weil ich nicht die kohle habe alle auf einmal zu tauschen,habe 14 stück also einen string getauscht und bin positiv überrascht,deshalb kommen nach und nach eben diese module und dann bin ich am schluss irgendwo bei 60kwp.mir ist bisher an den modulen auch nichts negatives aufgefallen,es ist zwar für erfahrungen wohl noch zu früh,aber bin mit den dingern einfach nur zufrieden und nein die module fallen nicht von lkw die habe ich bei secondsol gekauft und die sind auch nicht im string gemischt mit polys sondern ich tausche immer stringweise aus,die anderen polys arbeiten in parallelen strings
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon buergersolar » 28.07.2018, 18:06

Ah ok, das macht Sinn, wenn duveine Insel hast.
Die alten Polys haben wahrscheinlich noch einen hohen Vergütungsanspruch, d.h. unter Umständen zahlt jemand dafür noch einen guten Preis...

Danke für deine Erfahrungswerte, dass der Ertrag pro kWp besser ist. Vielleicht liegt das auch an der degradation der älteren Vergleichsmodule oder an der Plussortierung. Früher wurde ja nicht selten plus-/minussortiert.
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon Keepsake » 28.07.2018, 18:15

die ältesten module sind 6 jahre alt,die jüngsten 2 jahre,kann auch an der degration liegen das stimmt,die soll ja anfangs sowieso sehr hoch sein,wer weiss wie die hanwhas in 2bis6 jahren sind aber schon die sache das ich meine pv module nicht erden kann und deshalb die polys vielleicht auch nen pid problem deshalb haben,was bei den halbzellen nichtmehr auftreten soll wird die module langsamer degradieren lassen,aber mal abwarten was der hersteller so verspricht,ob das auch wirklich so ist,die alten polys kann ich nicht mit eeg vergütung verkaufen,da ich den vertrag mit dem versorger ja gekündigt habe und meine anlage auch bei der bnetza habe löschen lassen,somit gibt es da bestimmt keine vergütungsanprüche mehr
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon passra » 04.08.2018, 18:38

Ich muss das hier jetzt nochmal aufgreifen:

Die Idee hinter den 2-geteilten Modulen ist es ja, neben anderem, dass es dadurch 6 Strings und Zellenanteile im Modul gibt und somit bei einer Teilverschattung von einem Anteil die anderen fünf Anteile weiterhin Strom liefern können.
Aber: Müsste es dann in den Anschlussdosen nicht auch 6 Bypass-Dioden haben? Laut Datenblatt sind es aber nur 3.
Somit würde ein moderner WR bei der MPPT-Suche ja trotzdem wieder 2 (zusammenhängende) Anteile ausblenden (müssen), wenn auch nur ein Anteil verschattet ist?
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon buergersolar » 04.08.2018, 21:42

Beworben werden sie von Q.Cells jedenfalls mit
  • höherer mechanischer Belastbarkeit
  • weniger ohmsche Verluste durch geringeren Strom
  • weniger Verschattung durch drahtförmige Busbar
  • höhere Schattentoleranz durch Parallelschaltung von je 2 Substrings

Ich lese aus dem zweiten und dem vierten Punkt zwischen den Zeilen, dass immer zwei Substrings parallel verschaltet sind. Daher sind auch Spannung und Strom des Gesamtmoduls vergleichbar mit einem normalen 60-Zeller. Wahrscheinlich hängt so ein Doppelstring immer an einer Bypassdiode. Eine andere Aufteilung der 6 Substrings auf 3 Bypassdioden kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

Mir ist nur die Auswirkung aufs Schattenmanagement nicht ganz klar... Wenn nun einer der Substrings (teil-)verschattet ist, der andere nicht, dann kommt es doch zu genau dem Fall, den die Bypassdiode verhindern soll, nämlich dass der verschattete Substring zum Verbraucher wird. Wie reagiert dann die Bypassdiode?
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Re: Q-Cells Halbzellen Module

Beitragvon Weidemann » 05.08.2018, 15:04

Die Frage mit der Verstringung hab ich mir auch schon gestellt, und bin hier fündig geworden:

https://www.solarpowerworldonline.com/w ... _klein.jpg

Auf dem Foto sieht man, dass die Substrings in der Modul-Mitte herausgeführt werden (dort, wo der Zell-Abstand etwas breiter ist).
Hier mal grob eingezeichnet, die gleich gefärbten Substrings sind jeweils parallel geschaltet:
qcells-verstringung.jpg


buergersolar hat geschrieben:Wenn nun einer der Substrings (teil-)verschattet ist, der andere nicht, dann kommt es doch zu genau dem Fall, den die Bypassdiode verhindern soll, nämlich dass der verschattete Substring zum Verbraucher wird. Wie reagiert dann die Bypassdiode?

Zunächst mal erwarte ich, dass ein WR mit Schattenmanagement die Bypassdiode bereits durchschaltet, wenn nur einer der beiden Substrings verschattet ist. Andernfalls würde nur noch sowas wie 50-60% des Stroms im String fließen, was meist zu stärkeren Verlusten führt. Daher glaube ich nicht, dass die Schattentoleranz in Realität höher ist (oder fällt jemand ein anderes Beispiel dazu ein?).

Tatsächlich höher wäre die Schattentoleranz, wenn die 6 Substrings in Reihe geschaltet worden wären. Das hat man wohl nicht gemacht, weil die Module sonst so deutlich anders als die normalen 60-Zeller gewesen wären (halber Strom, doppelte Spannung).

Wenn in einem herkömmlichen Moduldrittel eine Bypassdiode durchschaltet, dann wird das Moduldrittel kurzgeschlossen, und die schwächste Zelle darin zum Verbraucher (verpolt).
Nicht anders ist es hier, nur dass man zwei verschiedene kurzgeschlossene Substrings hat, wieder jeweils mit einer schwächsten Zelle als Verbraucher. (Die thermische Belastung ist dabei höher als bei einem konventionellen Modul, weil regelmäßig auch ein unverschatteter Substring kurzgeschlossen wird, also dessen schwächste Zelle maximal erwärmt wird. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben, bin ich der Meinung, dass das ein Modul abkönnen muss.)

Wenn die Bypassdiode dagegen nicht durchschaltet, schadet das auch nicht, denn
-der Rückstrom des einen Substrings kann den anderen erwärmen, aber nicht schädigen
-und ein Rückstrom fließt eh erst, wenn der Substring zu 100% verschattet wäre, was real nicht vorkommt.
Das ist vergleichbar mit der Parallelschaltung von Strings an einem WR: Erst bei mehr als 2-3 Strings sind Sicherungen bzw. Dioden nötig, weil sonst "alle anderen" Strings den einen "schwachen" String schädigen könnten.
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Q-Cells Halbzellen-Module (Q.peak Duo)

Beitragvon Weidemann » 06.08.2018, 14:24

Bei REC TwinPeak sieht die Verschaltung des Halbzellenmoduls genauso aus:

https://www.recgroup.com/sites/default/ ... nology.pdf
Wieso haben Halbzellen einen kleineren Innenwiderstand und eine höhere (spezifische) Leistung? Sicher, der Strom halbiert sich, aber die Fläche auch.

Genau wie bei Q-Cells gibts jetzt auch bei REC zwei Anschlussdosen (und eine dritte in der Mitte für die Bypassdiode). Auch das wird als Vorteil verkauft, wegen geringerer Temperaturentwicklung je Dose, und angeblich mehr Platz für die Zellen, weil ein Verbinder weggefallen sei. Aber dafür hat man andererseits doppelt so viele Zellen, also halbieren sich die Abstände dann je Zelle.

Ich hätte aber erwartet, dass der größte Vorteil der Halbzellen die bessere Sortierbarkeit bzw. homogenere Leistung der Zellen ist (was nicht in dem Whitepaper erwähnt wird). Oder liege ich damit falsch?

Im Übrigen bestätigt REC meine obigen Überlegungen zum Thema Verschattung:
https://www.recgroup.com/sites/default/ ... es_eng.pdf

- in normalen Strings wird ein einzelnes verschattetes Halbzellen-Modul genauso überbrückt, wie ein konventionelles Modul
- erst wenn viele Module im String jeweils auf der kurzen Seite verschattet sind (z.B. in Solarparks bei gegenseitiger Verschattung der Reihen), laufen diese immerhin noch zu 50%. Noch besser wäre aber auch hier die Quermontage!
sonnige Grüße,
-Weidemann-
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Re: Q-Cells Halbzellen-Module (Q.peak Duo)

Beitragvon Keepsake » 06.08.2018, 17:24

wenn ich das richtig sehe sind also bei den halbzellen quasi 2 module in einen,wäre es denn ohne weiteres vielleicht möglich beide seiten in reihe zu schalten um dann auf die doppelte spannung zu kommen? für kleinere flächen?
Keepsake
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