Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

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Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Ralf Hofmann » 03.06.2018, 18:27

Hallo zusammen,

wo habt Ihr eigentlich das Modulfeld (Dünnschicht) negativ geerdet?
Am Wechselrichter oder am Modulfeld hinter der Stringbox?

Ich hab` gerade eine negative Erdung direkt hinter der Stringbox gemacht zur Unterkonstruktion aus Alu.
Die ist fest verschraubt mit dem Blechdach der Garage, die wiederum auf mehreren Stahlträgern im Erdreich einbetoniert ist. Ich denke, das ist die kürzeste und damit beste Erdung des Generatorfeldes, oder?

Meine andere Dünnschichtanlage sitzt auf einem Bitumendach auf einer Holzkonstruktion, die habe ich am Minuspol des WR geerdet zur Erdungsschine im Zählerschrank hin.
MfG
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon stromdachs » 04.06.2018, 16:48

Ralf Hofmann hat geschrieben:Ich hab` gerade eine negative Erdung direkt hinter der Stringbox gemacht zur Unterkonstruktion aus Alu.
.....das ist die kürzeste und damit beste Erdung des Generatorfeldes, oder?

Würde ich auch so machen.
Dünnschichtmodule habe ich nicht, müssen die geerdet werden?
Meine PVA ist isoliert aufgebaut (Holzunterkonstruktion), hab auch nicht vor, daran etwas zu ändern....
Gruß Claus
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Weidemann » 04.06.2018, 17:35

Ich hab schon öfter gelesen, dass der Widerstand von String-Minus zu Erde max. einen bestimmten Wert haben darf... gleichzeitig wird wohl teils über Widerstand geerdet, wahrscheinlich um einen Strom im Fehlerfall zu begrenzen?

Ich hab zwei 100kOhm-Widerstände in Reihe geschaltet zwischen String-Minus und Erde, und habe über den String-nahen ein 40V-Netzteil laufen. Das zieht die Spannung am String auf fast +40V (ich denk mir, plus ist besser als Null ;-) auch weil ich keine Modul-Erdungsklemmen verbaut habe, und damit evtl. etwas Spannung zwischen Modulrahmen und Montagegestell habe). Wenn ich das Netzteil ausmache, hab ich minus einige Volt.

Weiß jemand was das Erdungskit bei SMA enthält? Ist das eine harte Erdung, oder auch ein Widerstand?
sonnige Grüße,
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Ralf Hofmann » 04.06.2018, 20:55

Hi,

stromdachs hat geschrieben:Dünnschichtmodule habe ich nicht, müssen die geerdet werden?

die allermeisten ja, sonst degradieren die Module (TCO).
Von SolarFrontier weiss ich, dass sie nicht geerdet werden müssen, die haben imho auf der Rückseite eine zusätzliche Beschichtung.


Weidemann hat geschrieben:Ich hab schon öfter gelesen, dass der Widerstand von String-Minus zu Erde max. einen bestimmten Wert haben darf... gleichzeitig wird wohl teils über Widerstand geerdet, wahrscheinlich um einen Strom im Fehlerfall zu begrenzen?

Das funktioniert auch, um einen trafolosen WR mit einem geerdeten Modulfeld zu betreiben.
Dann muss der Widerstand so groß sein (etwa 1 MOhm), dass die RISO-Messung auf die Erdung nicht mehr anspricht.
Ist ein Trick den retrerni mir gesteckt hat.


Weidemann hat geschrieben:Ich hab zwei 100kOhm-Widerstände in Reihe geschaltet zwischen String-Minus und Erde, und habe über den String-nahen ein 40V-Netzteil laufen. Das zieht die Spannung am String auf fast +40V (ich denk mir, plus ist besser als Null ;-) auch weil ich keine Modul-Erdungsklemmen verbaut habe, und damit evtl. etwas Spannung zwischen Modulrahmen und Montagegestell habe). Wenn ich das Netzteil ausmache, hab ich minus einige Volt.

Ich hab` ja eines der Dünnschicht-Felder, welches an einem Platinum WR hängt mit der SMA Offset-Box negativ geerdet.
Die springt nach Ende der Einspeisung an und schickt zusätzlich eine Spannung rückwärts in die Module.


Weidemann hat geschrieben:Weiß jemand was das Erdungskit bei SMA enthält? Ist das eine harte Erdung, oder auch ein Widerstand?

Müsste man mal den Schrumpfschlauch aufschneiden . . .
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Retrerni » 04.06.2018, 21:33

Wenn ich mich richtig erinnere enthielt das SMA-Erdungskit für Trafo-WR eine "harte" Erdung über eine (überwachte) Sicherung (englisch GFDI).

Ciao

Retrerni
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Weidemann » 05.06.2018, 08:03

Ralf Hofmann hat geschrieben:
Weidemann hat geschrieben:Ich hab schon öfter gelesen, dass der Widerstand von String-Minus zu Erde max. einen bestimmten Wert haben darf... gleichzeitig wird wohl teils über Widerstand geerdet, wahrscheinlich um einen Strom im Fehlerfall zu begrenzen?

Das funktioniert auch, um einen trafolosen WR mit einem geerdeten Modulfeld zu betreiben.
Dann muss der Widerstand so groß sein (etwa 1 MOhm), dass die RISO-Messung auf die Erdung nicht mehr anspricht.

Hast du inzwischen nachgemessen, welche Spannung tagsüber am Minuspol anliegt? Ich bin der Meinung, dass die Polerdung nur nachts funktioniert (immerhin besser als nichts), aber tagsüber das Potential der Strings allein durch den WR bestimmt wird. Dann ist die Wirkung begrenzt.

Retrerni hat geschrieben:Wenn ich mich richtig erinnere enthielt das SMA-Erdungskit für Trafo-WR eine "harte" Erdung über eine (überwachte) Sicherung (englisch GFDI).

d.h. auch die hatten Bedenken gegen eine "nicht überwachte" harte Erdung?
Hast du eine Ahnung, wie groß die Sicherung dimensioniert war, hätte die bei einem zweiten Erdschluss im String angesprochen?
sonnige Grüße,
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Ralf Hofmann » 05.06.2018, 17:04

Hi,

Weidemann hat geschrieben:Hast du inzwischen nachgemessen, welche Spannung tagsüber am Minuspol anliegt? Ich bin der Meinung, dass die Polerdung nur nachts funktioniert (immerhin besser als nichts), aber tagsüber das Potential der Strings allein durch den WR bestimmt wird. Dann ist die Wirkung begrenzt.

ich hatte mal in aller Eile zwischendurch gemessen, aber die Werte erschienen mir nicht plausibel. Waren immer noch über 200 Volt . . . ich muss mich nochmal in aller Ruhe dransetzen.
MfG
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Re: Negative Erdung bei Dünnschichtmodulen - wo?

Beitragvon Weidemann » 05.06.2018, 17:22

Ralf Hofmann hat geschrieben:ich hatte mal in aller Eile zwischendurch gemessen, aber die Werte erschienen mir nicht plausibel. Waren immer noch über 200 Volt

Wenn das minus 200V waren, erscheints mir sehr plausibel. Je nach WR-Architektur (da kann Retrerni mehr dazu sagen) liegt da sowas wie die halbe Stringspannung gegen Erde an, teils mit aufmodulierter Netzspannung (in diesem Fall ist die Messung nicht so einfach).
Über den 1Mohm-Widerstand fließt ein kleiner Strom gegen Erde, der aber nicht genügt um die Spannung im Betrieb zu beeinflussen (ist auch gut so, denn dann wäre der trafolose WR nicht mehr lauffähig).
sonnige Grüße,
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