Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon MBIKER_SURFER » 16.05.2018, 09:15

kleine_matthias hat geschrieben:Hallo,

ich habe noch eine Nachfrage zur Kreuzmontage: Habe ich das richtig verstanden, dass man bei der Kreuzmontage (erste Lage hochkant, wie oben von Biker beschrieben), die Klemmpunkte in jedem Fall einhalten kann?

Ich verstehe nämlich noch nicht, was die Kreuzmontage daran ändert, wo am Ende die Klemmpunkte sitzen. Die Haken, an denen die Klemmen befestigt sind, müssen doch trotzdem im Sparren befestigt sein, oder nicht? Und dann hätte ich ja wieder das Problem, dass die Haken immer nur im Raster der Ziegel-Länge montiert werden können. Oder können die Klemmen bei Kreuzmontage an der unteren Schiene befestigt werden? Die würde ja dann hier von unten nach oben verlaufen, so dass sie also "zentimetergenau" montiert werden können ...

Das müsste ich noch wissen, um diese Option mit dem Solarteur diskutieren zu können.

Viele Grüße
Matthias


Hm - Du kannst eben die obere Schiene der 2-lagigen UK setzen, wo Du willst. Also genau mittig zu den Klemmpunkten. Die unterste Lage muss man eben immer dort setzen, wo die Balken sind :idea: - daher kommt es eben zu Klemmbereichen, die nicht unbedingt Herstellerkonfrom sind!
Gruß
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon MBIKER_SURFER » 16.05.2018, 09:21

kleine_matthias hat geschrieben:
Oben wurde kurz die Option "Kaufpreisnachlass" diskutiert. Grundsätzlich wäre ich da nicht abgeneigt. Zum einen erspart mir das ein erneutes Drama auf dem Dach (40 gebrochene Ziegel bei der ersten Montage). Zum anderen ist meine Intuition, dass die Module die hier am Standort zu erwartenden Schnee- und Windlasten durchaus abkönnen.

Dann die Sache mit dem fehlenden Versicherungsschutz. Ich hatte ja bereits mit Lumix telefoniert. Der Ansprechpartner hatte geäußert, dass eine Freigabe vorliegen muss, damit Versicherungsschutz besteht. Die liegt nun de facto nicht vor. Würdet ihr das Risiko überhaupt eingehen?

Viele Grüße
Matthias


Nun - grundsätzlich sehe ich an Deinem Standort das Risiko hinsichtlich Schnee als vernachlässigbar an.
Aber hinsichtlich Wetterkapriolen wird es in Zukunft eben nicht besser.
Und 2012 oder war es 2013 hat es im Nachbarlandkreis hunderte von PV Anlagen durch Hagel zerstört.
Und da hast eben bei Deiner Anlage locker mal 3.000 € bis 4.000 € Kosten zusammen, wenn Du das nicht selbst reparieren kannst.
Für mich ist klar: Eine PV Anlage muss eine Elektronikversicherung haben. Klar - 20 J mal 70 € plus Nachlass sind auch eine 'fassbare' Größe!
Gruß
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon kalle bond » 16.05.2018, 09:26

Hallo Matthias,

du hättest doch einfach in deinem alten Thread weitermachen können?
Konnte mich nicht mehr daran erinnern, Mist, das Gedächtnis lässt nach :?

Wiesbaden, hier gilt für SLZ und WLZ die unterste Stufe, 1.
Von daher geringeres Risiko, dass etwas mit den Modulen passiert.
Nur würde, wenn die Module durch Wind oder Schnee geschädigt werden, keine Garantie greifen.
Zur Beruhigung/Garantieeinhaltung wäre daher bei Kreuzmontage der korrekte Klemmabstand einzustellen.
Nur was sagt der Solateur und wer übernimmt die Kosten?
Warum ist er von dem in der Installationsanleitung angegebenen Abstand abgewichen? Geringes Risiko wg WLZ 1?
Ihm müsste doch klar gewesen sein, dass bei offensichtlich falscher Montage damit alle Garantieprobleme durch Wind/Schnee auf ihn zurück fallen.
Eine Garantie durch den Hersteller wirst du nicht bekommen. Da muss jetzt der Solateur in die Verantwortung gehen.
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon kleine_matthias » 16.05.2018, 13:11

Hallo Kalle,

kalle bond hat geschrieben:Eine Garantie durch den Hersteller wirst du nicht bekommen. Da muss jetzt der Solateur in die Verantwortung gehen.


das hilft mir doch überhaupt nicht. Der Solarteur ist vielleicht nur noch 5 Jahre auf dem Markt und danach für Garantieansprüche nicht mehr greifbar. Die Module haben 25 Jahre Produktgarantie, das war für mich ein nicht unwesentlicher Grund, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Und zur Frage warum der Solarteur von den Klemmbereichen abgewichen ist: Um ehrlich zu sein gehe ich hier davon aus, dass seine Annahme war, dass ich das nicht merken werde (was auch der Fall gewesen wäre, wenn nicht eines der Module von den anderen leicht abstehen würde) und dass schon nix passieren würde. Mein Wunsch war, in die Nähe von 8 kWp zu kommen, und ich gehe davon aus, dass er dafür keinen anderen Belegungsplan gesehen und "es einfach gemacht" hat. Im Vorfeld wurde über dieses Thema nie gesprochen.

Grüße
Matthias
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon MBIKER_SURFER » 16.05.2018, 15:04

Nun - Du hast ja nicht alles bezahlt. Jetzt liegt es am Solarteur, Dir eine mängelfreie Anlage zu übergeben.
Gruß
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon roox » 16.05.2018, 16:07

Der Klemmbereich von 199 - 397mm ( das sind fast 200mm) müsste doch reichen, um in der Norm zu bleiben.
Was sehe ich da falsch?
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Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon kalle bond » 16.05.2018, 16:24

kleine_matthias hat geschrieben:Hallo Kalle,

kalle bond hat geschrieben:Eine Garantie durch den Hersteller wirst du nicht bekommen. Da muss jetzt der Solateur in die Verantwortung gehen.


das hilft mir doch überhaupt nicht. Der Solarteur ist vielleicht nur noch 5 Jahre auf dem Markt und danach für Garantieansprüche nicht mehr greifbar. Die Module haben 25 Jahre Produktgarantie, das war für mich ein nicht unwesentlicher Grund, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.


So hatte ich das nicht gemeint.
Der Solateur muss dir die Module so installieren, dass die Klemmbereiche eingehalten werden.
Dann gibt es keine Einspruchsmöglichkeit des Herstellers in dieser Hinsicht im Garantiefall mehr.
Durch den vorläufigen Einbehalt des Restbetrages solltest du genügend "Pressure" erzeugen können.
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon Weidemann » 16.05.2018, 16:31

kleine_matthias hat geschrieben:Im weiteren führt der Panasonic-Kollege dann aber aus, dass er bei der am Standort zu erwartenden Schnee- und Windlast (ca. 500 Pa) zuversichtlich sei, dass die Module schadenfrei standhalten werden. Für "alle anderen" Reklamationen sei die Abweichung in den Klemmbereichen im Rahmen der Garantiebedingungen nicht von Relevanz.

Das ist doch gut. Wenn du das schriftlich hast, kann Panasonic also künftig nicht die Garantie ablehnen, falls z.B. Degradation usw. auftritt. Von daher würd ich das Thema gut sein lassen, da ich mir keinen Schnee- oder Windschaden vorstellen kann, bei dem die Produktgarantie greifen würde.

Etwas schwieriger ist aber das Thema Versicherung: Wenn dir ein Tornado das Dach abdeckt oder du in Wiesbaden doch mal 2m nassen Neuschnee aufs Dach kriegst (der warum auch immer nicht abrutscht...), könnte die Versicherung die Zahlung verweigern, weil die Klemmbereiche nicht eingehalten wurden? Auch wenn dabei die korrekten Klemmbereiche natürlich auch nichts geholfen hätten...
sonnige Grüße,
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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon kleine_matthias » 16.05.2018, 18:15

roox hat geschrieben:Der Klemmbereich von 199 - 397mm ( das sind fast 200mm) müsste doch reichen, um in der Norm zu bleiben.
Was sehe ich da falsch?


Nein, der Klemmbereich liegt zwischen 180 und 280mm.

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Re: Freigabe von Panasonic für Klemmbereiche

Beitragvon roox » 16.05.2018, 18:38

OK, ich habe in der Datenbank einige 330er Module angeschaut, alle mit dem von mir angegeben Bereich.
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Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist.
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