Angebot für nachgeführte Anlage

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Angebot für nachgeführte Anlage

Beitragvon astrafahrer » 05.07.2005, 20:36

Hallo zusammen,
ich überlege derzeit, meine fest installierte Anlage mit 3,6 kWp mit einer nachgeführten Anlage mit ca. 2 kWp zu erweitern.

Ich habe jetzt für den ersten Preischeck ein Angebot angefordert. Der Preis für 2,2 kWp liegt bei netto 15000 Euro.

Der Preis beinhaltet folgende Komponenten:

- 14 Module Solon 160/5 mit 160 Wp
- 1 Wechselrichter SMA SB2100TL
- 1 DEGERtrack 1600 EL (Nachführsystem mit Solarmodulhalter in Alu)
- diverse Kleinteile und die Installation

Kennt von euch jemand das Nachführsystem? Wie ist der Preis zu beurteilen?
Grüße
Dieter
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Beitragvon blabla » 07.07.2005, 21:23

Ich weiß jetz leider nicht wie gut die Module sind, aber in anbgetracht der kleinen Anlage sollte der Preis normal sein. Ein klein weniger billiger würde aber auch nicht schaden
2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp

WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°
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Beitragvon Doris » 07.07.2005, 21:47

Hallo Astrafahrer,

mit Nachführsystemen für eine Freiflächenanlage hatte ich mich auch schon mal befasst.
Ich nehme an, dass der von dir ausgesuchte Traker der von der IBC-Solar AG aus Österreich ist. Soweit ich weiß, kann der große von den Traker bis 16 m² Modulfläche verkraften, wegen der statischen Anforderungen.
Die 14 Solon-Module sind wohl in der Fläche etwas größer?

Soll deine Anlage irgendwo in Deutschland stehen? Na dann viel Spaß und ein dickes Fell!
Zum Preis kann ich soviel sagen, das du in jedem Fall noch mindestens 20 % für Genehmigungen, Gutachten und u. U. für den Transport aufschlagen kannst.

Es gibt noch einen anderen interessanten Anbieter. Guckst du hier:

http://www.pairan-elektronik.de/de/solar/index.html

Hier soll es den Traker als Bausatz geben. Auf dem mittleren solltest du deine Module auch unterbringen können.

Im Netz hat schon jemand solche Anlagen vorgestellt. Dazu gibt es eine eigene Hompage. Wenn ich mich nicht irre, war die bei Walter verlinkt.

Tschüss
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Beitragvon Doris » 07.07.2005, 22:30

Doch nicht bei Walter, sondern hier:

http://stephan-daub.de/

Tschüss
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Beitragvon astrafahrer » 08.07.2005, 20:02

Doris hat geschrieben:Zum Preis kann ich soviel sagen, das du in jedem Fall noch mindestens 20 % für Genehmigungen, Gutachten und u. U. für den Transport aufschlagen kannst.


Hallo Doris,
braucht man für eine einzige nachgeführte Anlage im Garten eine Baugenehmigung? Bei Solarparks kann ich mir das vorstellen, aber bei einer einzigen Anlage?

Welche Gutachten meinst du genau?
Grüße
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Beitragvon Doris » 08.07.2005, 22:50

Guten Abend Astrafahrer,

ob eine oder 100 PV-Anlagen, eine oder 100 Hundehütten oder sonst was. Erstmal sind alle Baulichkeiten genehmigungs- oder anzeigepflichtig. So will es das Deutsche Baugesetzbuch – das gilt für alle. Daneben gibt es die Bauordnungen der Länder, die bestimmte Dinge daraus präzisieren, variieren und/oder relativieren. Dank des Föderalismus darf da jedes Land etwas anderes bestimmen.
Aber alles was in den Bauordnungen NICHT geregelt ist, wird auf das Baugesetz zurückgeführt.

In zwei unterschiedlichen Bundesländern wollte ich (genauer eine GbR) genau das tun, was du vorhast. Allerdings einmal für fünf und einmal für zehn Anlagen.
Auslöser war einmal das EVU und der dringende Hinweis der Bank bezüglich der Baugenehmigung. Logisch - ohne vorherige Baugenehmigung kein Mittelspannungsanschluss und keine Finanzierung.
Also habe ich die zuständigen unteren Baubehörden (Bauämter) mit der Bitte um verbindliche Auskunft befragt:

Beide Antworten waren nahezu gleichlautend:

„....Die Genehmigungsfreiheit gemäß § (xx) der (Landes)Bauordnung beinhaltet nur die Errichtung oder Änderung technischer Gebäudeausrüstungen wie Sonnenkollektoren, Solarenergie- und Photovoltaikanlagen an Dach- oder Außenwandflächen.... Das trifft bei Freiflächenanlagen nicht zu.... Die Errichtung einer solchen Anlage ist demnach ein Vorhaben nach § 29 ff BauGB und somit nach § (yy) der (Landes)Bauordnung genehmigungspflichtig...“. Punkt.

Ich habe mir nun verschiedene Bauordnungen besorgt. Es steht diesbezüglich nahezu wörtlich das Gleiche drin – oder gar nichts dazu.

Der Weg zur Genehmigung ist der Gleiche, wenn du ein Großkraftwerk oder eine Tankstelle, eine Kneipe oder ein anderes beliebiges genehmigungspflichtiges Bauwerk errichten willst: Bauvoranfrage, Antrag auf Baugenehmigung mit Planung, Beschreibung, Prüfstatik und Zertifikaten. Nachbarschaftliche Zustimmungerklärung, (weil der eine deine Anlage nicht so gut finden könnte, den anderen die Rückstellung des Trakers seine Katze erschrecken würde oder dem dritten die Singvögel verjagt);
Negativgutachten dafür, das niemand durch Spiegelung der Module belästigt oder geblendet würde. Umweltverträglichkeitsprüfungen für Mensch, Tiere, Pflanzen (es könnten ja Auswaschungen deines privaten Rasens erfolgen, was einer dauerhaften Versiegelung der Bodenoberfläche gleichkäme oder dein privates Schaf könnte sich an der Unterkante des Trakers den Schädel einrennen).
Unbedenklichkeitsbescheinigungen für elektromagnetische und anderer Immissionen. Wenn du einen Flugplatz in der Nähe hast, auch noch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Zuletzt hatte ich die Nase voll und habe einen Antrag gestellt auf Verzicht der ganzen hirnrissigen Zirkusvorstellung wegen Geringfügigkeit des Vorhabens und der zeitlichen Begrenzung auf die Abschreibungsdauer. Nach SIEBEN Monaten, inzwischen war November 2003, wurde eine vorläufige Genehmigung in Aussicht gestellt wurde, unter dem Vorbehalt jederzeitiger Rücknahme, bei Änderungen der aktuellen Rechtslage. Na gut. Ich wollte ja schließlich endlich anfangen!
Da sich jedes Honorar oder die Gebühren für die Gutachten und Bescheinigungen, jeder Besuch beim Rechtsanwalt oder Steuerberater, jede nun endlich erhaltene Zustimmung immer auf die Bausumme bezieht, geht das ins Geld und zwar ordentlich und ohne das irgend etwas von Photovoltaik zu sehen ist.

Und nun kam Anfang 2004 das neue EEG. Hurra, Super – jawoll, das isses und jetzt wirds! Endlich!

Dachte ich – Zitat beide Baubehörden: „ ... Wegen der Vergütungsvoraussetzungen des § 8 EEG können Genehmigungen für echte Freiflächenanlagen demgegenüber nur dort beantragt werden, wo bereits ein Bebauungsplan besteht bzw. aufgestellt wird oder eine planfestgestellte Fläche zur Verfügung steht...“
Das heißt, nur auf Flächen, die explizit dafür vorgesehen sind oder vorgesehen werden können (Militärische Sperrgebiete, Mülldeponien, Brachen usw.).

Damit war keine Genehmigung mehr in Sicht, wegen fehlender Bebauungsplangebiete.
Gott-sei-Dank noch rechtzeitig vor der Auftragsvergabe.
Das Geld für die Vorbereitung war damit verdampft. Allerdings habe ich einen ganzen Berg Erfahrungen gemacht - dahin gehend, was alles nicht geht bei PV bzw. welche Wege man hierzulande nicht gehen braucht. Lehrgeld. Naja – und ich dachte, aus dem Alter bin ich raus.
Ich hatte den deutschen Beamtenapparat und die deutsche Bürokratie mit seinen inzwischen undurchschaubaren Gesetzen, Bestimmungen, Urteilen, Nichtanwendungserlassen usw. ganz einfach unterschätzt. Und die zuständigen Beamten hatten eben nichts am Hut mit der Sonne oder dem Idealismus von deren Nutzung. Ich bin ziemlich sicher, die hätten auch anders entscheiden können.

Fazit: Der Aufwand für eine freistehende Anlage lohnt nur ab einer bestimmten Größenordnung. Und nur wenn du genügend Kapital im Rücken hast, um gleichzeitig als Sponsor oder Mäzen aufzutreten. Die notwendige Lobby entsteht dann von selber.
Natürlich kann man auch schwarz bauen. Ich drücke dir die Daumen, dass dann alles gut geht. Aber denke daran – spätestens das Finanzamt dürfte dann aufmerksam werden, wenn du deine EÜR mit der Anlagenliste einreichst. Und das ist ganz wichtig: Das Finanzamt besch.....ummelt man nicht!


Zum Schluss noch dieser Hinweis: Die S.A.G. Solarstrom realisiert gerade ein Projekt in Erlasee, in der Nähe von Würzburg. Dort kannst du dir deinen Traker schlüsselfertig auf Pachtgrund stehend und bereits stromeinspeisend kaufen mit 6 bis 10 kWp und Eigenkapital 11.800 Euro bis 19.700 Euro. Die Bank nimmt die Anlage als Sicherheit für die Finanzierung. Das heißt, du bist genauso Eigentümer der Anlage, mit allen Rechten und Pflichten, wie von dir gerade beabsichtigt – etwa vergleichbar mit einer Eigentumswohnung. Steuerlich ist der Effekt annähernd der gleiche. Ich habe mir erstmal eine davon gekauft.

Viel Glück
Doris
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