"Alterung" der Module

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"Alterung" der Module

Beitragvon Betatester » 21.06.2006, 07:00

Morgen,

als ich eben etwas im WWW gestöbert hab bin ich durch Zufall auf diese Aussage gekommen. Würd gern mal eure Meinung dazu hören.

Wenn ich das hier richtig verstanden hab, "altern" sprich verlieren nur amorphe Module mit der Zeit an Leistung ??

Kann aber SO wohl nicht gemeint sein ?!




Alterung, auch Degradation genannt. Erniedrigung des Solarzellenwirkungsgrades mit der Dauer der Beleuchtung. Dieser Effekt ist wissenschaftlich noch nicht geklärt. Von der Alterung betroffen sind in der Regel nur amorphe Solarzellen. Laborversuche haben ergeben, daß nach etwa 1.000 Sonnenstunden ein stabiler Sättigungswert für den Wirkungsgrad erreicht wird.

http://www.photon.de/news/Lexikon/lexikon-a.htm

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Beitragvon kato » 21.06.2006, 07:05

In 20 Jahren wiisen wir mehr. :wink: Ich hätte nichts dagegen, wenn meine Module nicht altern...

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Beitragvon blabla » 21.06.2006, 09:13

Was sag ich denn schon seit Jahren, aber mir glaubt ja keiner :)

Die Alterung bei Mono- und Polykristallinen war bisher bei allen getesteten Modulen nach 10 Jahren immer noch in der Messtoleranz. Mich würde nun endlich ein Test von Sanyo-Modulen freuen, denn diese stellen ja eine Mischung dar
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Beitragvon cephalotus » 21.06.2006, 19:14

Bei uns in der Gegend gibt es eine 1kWp Anlage mit kritallinen Zellen, die nun seit fast 20 Jahren in Betreib sein soll und bei der es keine Leistungseinbußen gab (Aussage des menschen vom EVU, der unseren Zähler angeschlossen hat, weitere Details sind mir unbekannt).

An meiner ehemaligen Schule wurde auch vor nunmehr ~12(?) Jahren eine 1 kWp PV Anlage gebaut (ich glaube monokristalline 50W Module von Siemens, wenn ich mich recht entsinne), da könnte ich ja mal vorbei fahren und mich erkundigen...

(die hatten anfangs aber Probleme mit Oxidation der Anschlüsse)
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Re: "Alterung" der Module

Beitragvon fotovoltaik-anlagen.ch » 22.07.2010, 16:06

Anscheinend ist es so, dass amorphe Zellen/Module im ersten jahr recht massiv "altern" oder degradieren (Degradation), also an Wirkungsgrad verlieren. Aber das ist kein Problem, denn die Garantierte Leistung der Module wird unter Einbezug dieser Stabilisierung gemacht - faktsich erhält man also beim Kauf von amorphen Solarmodulen, viel zu gute Module, welche erst nach ca. einem Jahr die Leistung im Datenblatt erreichen.

Bei Monokristallinen hällt sich die Alterung aber deutlich in Grenzen, dass sieht man alleine an den Leistungsgarantien der Hersteller. Wir haben verschieden Anlagen welche wir anfangs den 90igern gebaut haben in den letzten Jahren saniert - vorallem defekte Richter gewechselt (wau... schönes Wortspiel ;-) ) aber auch teilweise Module ersetzen müssen.

Spannenderweise waren die meisten Module physikalisch defekt - als der Verbund verschiedener Stoffe hat gelitten (Tedlar -Glas- Eva - Anschlusskontakte- usw.) .Wir hatten keines das einfach eine defekte Zelle hatte!

Der Wirkungdgradverlust war bei den Monos über die 10 bis 15 Jahre deutlich unter 1% je Jahr(!!!) soviel zur langfristigen Technologie.

Was ich aber nicht ganz verstehe ist; Wie kommt dies zu Stande?

Nimmt der Strom ab?
Nimmt die Spannung ab?
Beides ?
Ändern sich beide Werte eher zufällig und es ist deshalb der MPP der sich bei den Modulen individuell verschiebt?

Ich würde gerne die Diskussion id diese Richtung weiterleiten, weiss da jemand bescheid?

Liebe und gespannte Grüsse

Florian
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Re: "Alterung" der Module

Beitragvon phoenixx2007 » 22.07.2010, 20:01

Guten Abend zusammen.
Physikalisch defekt und Degradation von Modulen.
Was ist gemeint wenn man in der PV-Branche eine Degradation der Modele von 0,5-0,6% annimmt? Oder ist damit doch eine Degradation der ganzen PVA gemeint, des ganzen Systems also :?: :!:
Ich Denke das man hier nicht meint, das die Zellen um 0,6% Degr.! Andere könnten gar annehmen das nur das Silicium gemeint sei? :roll:

Es gibt ja die Leistungsgarantie und die ist auf das Modul bezogen. Also alles zusammen am Modul darf in 20Jahren um 1% Degrad. so das es meistens nach 20Jahren noch z.B.80% der Ursprünglichen Leistung haben kann/soll. 80% stimmt hier jedoch auch noch nicht denn der Hersteller wird die Ursprüngliche Leistunstoleranz von z.B. 5% auch noch abziehen, also Greift die Herstellerkulanz dann erst bei 75% nach 20Jahren in dem Beispiel!

Was ich damit meine ist, das unter Degradation schlecht hin Pysikalische defekte - wie Siliciumdegradation gemeint sein muß :!: :?:

Natürlich hat auch Silicium eine Degradation die von der Reinsiliciumqualität abhängt. So hat unreineres Silicium einen höheren anfangswirkungsgrad, verliert aber in den folgejahren wenn es Licht ausgesetzt wird stärker an Leistung :roll:

Schönen Abend, Phoenixx :)
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Re: "Alterung" der Module

Beitragvon cephalotus » 22.07.2010, 20:49

wenn ich mich recht entsinne ist das Bor aus der Dotierung anfällig dafür, mit Sauerstoff ungewollte Verbindungen einzugehen, was dann den Wirkungsgrad der eigentlichen Zelle im Laufe der Jahre reduziert.
Das aber nur aus meinem eher mäßigen Gedächtnis heraus.

Sehr wahrscheinlich findet man beim Fraunhofer ISE zum Thema Unterlagen.

mfg
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Re:

Beitragvon Langen63 » 22.07.2010, 23:25

cephalotus hat geschrieben:Bei uns in der Gegend gibt es eine 1kWp Anlage mit kritallinen Zellen, die nun seit fast 20 Jahren in Betreib sein soll und bei der es keine Leistungseinbußen gab...
An meiner ehemaligen Schule wurde auch vor nunmehr ~12(?) Jahren eine 1 kWp PV Anlage gebaut (ich glaube monokristalline 50W Module von Siemens, wenn ich mich recht entsinne), da könnte ich ja mal vorbei fahren und mich erkundigen...


Wie sieht denn die Praxis dazu jetzt aus... mittlerweile sind ja dann wohl fast 24 bzw. 16 Jahre vergangen.

Gruß Langen63
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Re: "Alterung" der Module

Beitragvon phoenixx2007 » 24.07.2010, 17:46

Hallo Beta!

Das scheind ein Thema zu sein das nicht viele Interessiert! Module haben ja eine Langzeitgarantie vom Hersteller.

Grüße von Phoenixx :)

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Re: "Alterung" der Module

Beitragvon ruke » 24.07.2010, 18:48

Aus allen mir bekannten Studien kann mann sagen das Module kaum altern wennn sie denn nicht defekt sind.
Die Degradation des Halbleiters ist oft nicht nachweisbar.Das Problem ist das mann bei 20 Jahre alten Modulen nicht wirklich weiß wie viel Leistung die wirklich hatten.

@ Phönix die meisten Hersteller beziehen ihre Leistungsgarantie eben nicht auf defekte an Modulen ,sondern nur auf die Zelle.
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